Einstiegsgehalt 
2.818
Durchschnittsgehalt 
4.314
Ø Stundenlohn
25
Ø Jahresgehalt
51.768
61
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Psychologe
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Was verdient ein Psychologe?

Das durchschnittliche Psychologe-Gehalt in Deutschland lässt sich gar nicht so leicht angeben, denn tatsächlich ist das Berufsbild und damit auch die Bezahlung sehr breit gefächert. Grundsätzlich kann man zwischen normalen Psychologen, also solchen die nur über einen Bachelor oder Master in Psychologie verfügen, und psychologischen Psychotherapeuten, also Psychologen die zusätzlich zu einem Masterabschluss auch noch die dreijährige psychotherapeutische Ausbildung abgeschlossen haben, unterscheiden. Das allgemeine Psychologe-Gehalt gibt die Bundesagentur für Arbeit für das Jahr 2017 mit durchschnittlich 4.314 Euro brutto monatlich an, während gemäß der gleichen Erhebung der Verdienst als Psychologe mit psychotherapeutischer Ausbildung im Schnitt bei 3.686 Euro brutto lag. Das niedrigere Durchschnittsgehalt von psychologischen Psychotherapeuten erklärt sich vor allem dadurch, dass diese während ihrer dreijährigen Ausbildung meist extrem schlecht bezahlt werden.

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Wie hoch ist das Einstiegsgehalt vom Psychologe?

Wenn Du Deine ersten Berufserfahrungen im öffentlichen Dienst, also in Kliniken oder Krankenhäusern sammelst, ist Dein Einstiegsgehalt als Psychologe oder psychologischer Psychotherapeut genau tariflich festgelegt. Für Psychologen kommen dabei generell die Entgeltgruppen 9 bis 15 in Frage. Welcher Entgeltgruppe Du zugeordnet wirst hängt von Deiner Qualifikation und Deinen ausgeführten Tätigkeiten ab. Generell sind aber Stufen 9 und 11 für Psychologen mit Bachelorabschluss vorgesehen, Psychologen mit Masterabschluss werden bei Berufseinstieg in der Regel Entgeltgruppe 13 zugeordnet, und psychologische Psychotherapeuten werden seit Beginn des Jahres 2017 gemäß der Entgeltgruppe 14 bezahlt.

Je nachdem in welche dieser Kategorien Du fällst, wird Dein Psychologe-Einstiegsgehalt unterschiedlich hoch sein. Grundsätzlich gilt aber für alle Entgeltgruppen, dass Du nach Deinem ersten Berufsjahr in Stufe eins bereits in die nächsthöhere Gehaltsstufe zwei wechselst. In der Entgeltgruppe 9 betrug das Psychologe-Gehalt dabei 2.818,96 Euro brutto im Monat, in Entgeltgruppe 13 waren es 3.827,03 Euro, und 4.151,65 Euro für psychologische Psychotherapeuten in der Gruppe 14.

Gehalt in der Psychotherapeutischen Ausbildung

Das Gehalt als Psychologe während der psychotherapeutischen Ausbildung ist seit Jahren ein sehr umstrittenes Thema. Denn das Psychotherapeutengesetz aus dem Jahr 1998 überlässt die Bemessung der Bezahlung den zuständigen Arbeitgebern und Ausbildern. Das hat dazu geführt, dass viele Psychotherapeuten in Ausbildung kein oder nur ein sehr geringes Gehalt während diesen drei Jahren erhalten. Und das, obwohl sie nicht selten zwischen 50 und 70 Stunden pro Woche arbeiten und die psychotherapeutischen Tätigkeiten nach einer kurzen Einarbeitungsphase oft schon sehr schnell eigenständig ausführen.

Außerdem kostet der theoretische Ausbildungsteil an den in der Regel privaten Ausbildungsinstituten zusätzlich noch zwischen 30.000 und 50.000 Euro, was zusammen mit dem extrem niedrigen Gehalt den Zugang zu der psychotherapeutischen Ausbildung für viele Psychologie-Absolventen unerschwinglich macht. Immerhin kannst Du als Psychologie-Student darauf hoffen, dass sich daran bald etwas ändern wird. Denn die oft als untragbar bezeichneten Ausbildungsbindungen werden seit Jahren immer wieder lautstark von Arbeitnehmerverbänden kritisiert.

Bachelor

EG 9

1.Jahr

2.586,77 Euro

Ab 2.Jahr

2.857,36 Euro

Bachelor

EG 11

1.Jahr

3.022,81 Euro

Ab 2.Jahr

3.347,23 Euro

Master/Diplom

EG 13

1.Jahr

3.489,62 Euro

Ab 2.Jahr

3.870,59 Euro

Master/Diplom

EG 14

1.Jahr

3.785,38 Euro

Ab 2.Jahr

4.199,21 Euro

Master/Diplom

EG 15

1.Jahr

4.179,74 Euro

Ab 2.Jahr

4.637,42 Euro

Welche Faktoren beeinflussen das Psychologe Gehalt?

Die klassischen Faktoren Wohnort, Geschlecht und Unternehmensgröße spielen für das Psychologe-Gehalt nur eine Rolle, wenn Du in der Wirtschaft tätig bist. Dann sind Psychologen meistens in der Personalabteilung zu finden. Alternativ kannst Du Dir Dein Gehalt als Psychologe auch durch die Arbeit als Trainer für Fort- und Weiterbildungen verdienen. Da die Einsatzmöglichkeiten für Psychologen in der Wirtschaft recht breit gefächert sind, ist es schwierig, allgemeine Aussagen über die Höhe des Psychologe-Verdiensts dort zu treffen. Grundsätzlich kannst Du aber das durchschnittliche Gehalt eines Personalreferenten, das 2017 laut der Bundesagentur für Arbeit bei 4.333 Euro brutto monatlich lag, als Orientierungsgröße nehmen. Damit ist es vergleichbar mit dem Psychologe-Gehalt nach der psychotherapeutischen Ausbildung.

Gehalt nach Bundesland

Da das Gehalt als Psychologe in der Klinik einheitlich über den Tarif des öffentlichen Diensts geregelt ist, beeinflusst der Wohnort als Faktor hauptsächlich das Psychologe-Gehalt in der Wirtschaft. Nimmt man wieder beispielhaft die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit für den Verdienst als Personalreferent bestätigt sich der allgemeine Trend, dass Angestellte in Ostdeutschland weniger verdienen als in Westdeutschland. Demnach verdienten Personalreferenten im Jahr 2017 durchschnittlich 4.390 Euro brutto im Monat in den alten Bundesländern, aber nur 4.192 Euro in den neuen Bundesländern. Mit knapp fünf Prozent weniger Gehalt für Personalreferenten in Ostdeutschland fällt die Gehaltsschere dabei allerdings noch relativ gering aus.

Gehalt nach Unternehmensgröße

Auch der Faktor der Unternehmensgröße spielt beim Psychologe-Gehalt nur eine Rolle, wenn Du bei einem wirtschaftlichen Unternehmen angestellt bist. Die Gehaltsstudie der Bundesagentur für Arbeit liefert hierzu zwar keine konkreten Zahlen, aber Du kannst in der Regel davon ausgehen, dass Dein Verdienst als Psychologe in der freien Wirtschaft höher ist je mehr Mitarbeiter Dein Betrieb beschäftigt.

Kleine Unternehmen
€2.886
Mittlere Unternehmen
€3.897
Große Unternehmen
€4.749

Gehalt nach Geschlecht

Ein weiterer klassischer Faktor der auf viele Gehälter Einfluss nimmt ist das Geschlecht, wobei Männer grundsätzlich etwas mehr als Frauen verdienen. Für das Gehalt als Psychologe im öffentlichen Dienst ist diese Unterscheidung aber ebenfalls hinfällig, denn die Tarife sehen natürlich keine Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen vor. Verdienst Du Dir Dein Psychologe-Gehalt dagegen in der freien Wirtschaft als Personalreferent musst Du damit rechnen, als Frau schlechter bezahlt zu werden. Das zeigen wieder die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit: Während männliche Personalreferenten im Jahr 2017 durchschnittlich 4.523 Euro brutto im Monat verdienten, waren es bei weiblichen Personalreferenten nur 4.240 Euro. Das heißt, der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen lag bei guten sechs Prozent und war somit entscheidender als der Unterschied zwischen West- und Ostdeutschland.

Im Schnitt verdienen Frauen 3.873 € pro Monat und Männer 4.676 € pro Monat. Damit verdienen Männer durchschnittlich 21% mehr als Frauen

Gehalt nach Berufserfahrung

Die Berufserfahrung als Einflussfaktor spielt als einziges sowohl für das Psychologe-Gehalt in der Wirtschaft als auch im öffentlichen Dienst eine Rolle. Gemäß der Tariftabelle des öffentlichen Diensts ist das Psychologe-Gehalt genau entsprechend der Berufserfahrung festgelegt. Wie in Tarifverträgen üblich gibt es dabei sechs Stufen, die Du jeweils nach einer bestimmten Anzahl an Berufsjahren automatisch aufsteigst. So gilt Stufe eins nur für Berufseinsteiger im ersten Jahr, und bereits ab dem zweiten Jahr wirst Du Stufe zwei zugeordnet. Stufe drei erreichst Du nach zwei Jahren in Stufe zwei. Dieses Muster wiederholt sich, bis Du schließlich nach fünf Jahren in Stufe fünf der sechsten und letzten Stufe zugeordnet wirst. Bist Du also beispielsweise als psychologischer Psychotherapeut im öffentlichen Dienst tätig, beträgt Dein Einstiegsgehalt in Stufe eins laut dem Tarifvertrag vom ersten März 2018 4.151,65 Euro brutto im Monat, 4.841,03 Euro in der dritten Stufe, und 6.119,17 Euro in der sechsten Stufe.

In der Wirtschaft ist das Psychologe-Gehalt nicht so genau gemäß der Berufserfahrung festgelegt, aber auch dort kannst Du grundsätzlich mit einem höheren Verdienst rechnen, je länger Du in Deinem Betrieb tätig bist. Das zeigt auch der Gehaltsreport von Stepstone für das Jahr 2017: Personalreferenten mit bis zu zwei Jahren Berufserfahrung verdienten demnach durchschnittlich 3.707,41 Euro brutto im Monat. Mit drei bis fünf Jahren Berufserfahrung waren es bereits 4.162,75 Euro, und ab einer Berufserfahrung von mehr als zehn Jahren sogar 5.408,33 Euro. Du siehst also, auch in der Wirtschaft erhöht sich Dein Gehalt als Psychologe deutlich je mehr Berufserfahrung Du sammelst.

Fazit

Betrachtet man das durchschnittliche Psychologe-Gehalt zusammenfassend ist hervorzuheben, dass der wichtigste Faktor tatsächlich nicht die Art von Beschäftigung ist, die Du nach Deinem Psychologie-Studium ausführst, sondern Deine Qualifikation in Form Deines Abschlusses. Denn wenn man das Psychologe-Gehalt im öffentlichen Dienst und in der Wirtschaft vergleicht zeigt sich, dass es ähnlich hoch ist: Während im öffentlichen Dienst das Einstiegsgehalt für Masterabsolventen bei 3.827,03 Euro brutto im Monat liegt, ist es für Personalreferenten mit 3.707,41 Euro nur minimal niedriger. Bachelorabsolventen verdienen zumindest im öffentlichen Dienst deutlich weniger, nämlich 2.818,96 Euro brutto im Monat.

Am besten schneiden psychologischen Psychotherapeuten ab mit einem Einstiegsgehalt von 4.151,65 Euro brutto im öffentlichen Dienst. Das Gehalt als selbstständiger Psychologe lässt sich dabei am ehesten mit diesem Wert vergleichen, denn die meisten selbstständigen Psychologen sind als Psychotherapeuten tätig. Diese Zahlen zeigen, dass sich die finanziell schwierige Situation während der Ausbildung immerhin später lohnt: Selbst für Personalreferenten mit langjähriger Berufserfahrung ist das Psychologe-Gehalt mit 5.408,33 Euro brutto immer noch deutlich unter dem Psychologe-Verdienst für Psychotherapeuten in der sechsten und letzten Gehaltsstufe des öffentlichen Diensts mit 6.119,17 Euro brutto.

Gehälter in ähnlichen Berufen

Sofern Du Dein Gehalt als Psychologe über den öffentlichen Dienst beziehst, befindest Du Dich im guten Mittelfeld der Gehälter innerhalb der Sozial- und Gesundheitsbranche. Denn während Sozialarbeiter und Erzieher schlechter bezahlt sind, erhalten Ärzte grundsätzlich etwas mehr Lohn. Entsprechend der Gehaltstariftabellen wirst Du als psychologischer Psychotherapeut in etwa auf dem gleichen Niveau wie Assistenzärzte bezahlt. Die Gewerkschaft ver.di fordert allerdings schon seit einigen Jahren eine Bezahlung von Psychotherapeuten auf dem Niveau von Fachärzten. Dies würde der Entgeltgruppe 15 des Tarifvertrags entsprechen.