Einstiegsgehalt 
3.469
Durchschnittsgehalt 
4.249
Ausbildung 
Master
81
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Physiker
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Was ist ein Physiker?

Ein Physiker ist ein Naturwissenschaftler, der sich mit Themen aus der Physik beschäftigt. Physikalische Prozesse umfassen grundlegende Vorgehensweisen in der Natur und können auf vielfältige Arbeits- und Produktionsvorgänge angewandt werden. Alles was mit Materie, mit Energie, und mit den Wechselwirkungen in Raum und Zeit zu tun hat, gehört zu dem Aufgabenbereich von Physikern.

Was macht ein Physiker?

Als Physiker oder Physikerin bist Du hauptsächlich mit der Forschung von physikalischen Vorgängen, Zuständen und Zusammenhängen beschäftigt. Du verwendest oft experimentelle Methoden und Labortests, um danach daraus ein theoretisches Modell bilden zu können. So kannst Du von Flüssigkeiten und Materialen einen Anfangszustand feststellen, und Veränderungen des späteren Zustandes, ausgelöst durch bestimmte Einwirkungen, vorhersagen.

Aufgrund der festgestellten physikalischen Gesetzmäßigkeiten setzt Du die Methoden aber auch in die Praxis um. Beispielsweise um technische Probleme bei der Produktion von Produkten zu lösen. Dabei wendest Du Methoden aus der theoretischen, aus der experimentellen, und aus der angewandten Physik an.

Wie wird man Physiker?

Physik studieren im Bachelor

Um den Beruf ausüben zu können, brauchst Du ein abgeschlossenes Physikstudium. Um für den Bachelorstudiengang zugelassen zu werden, benötigst Du die Allgemeine Hochschulreife, die fachgebundene Hochschulreife, oder die Fachhochschulreife. An einigen Hochschulen gibt es aber auch die Option, mit einer passenden abgeschlossenen Berufsausbildung, beispielweise als Physiklaborant, für das Studium zugelassen zu werden! Meistens dauert die Regelstudienzeit sechs Semester. Du erhältst nach dem erfolgreichen Beenden den Titel Bachelor of Science!

Physik im Master

Um aber einen gut bezahlten und spannenden Beruf ausüben zu können, ist es sehr empfehlenswert, wenn Du nach dem Bachelor noch einen Master in Physik anhängst! Dafür musst Du lediglich noch einmal vier Semester lang studieren. Meist gibt es auch keine Zulassungsbeschränkungen durch einen bestimmten Notendurchschnitt, den Du benötigst!

Wo arbeitet ein Physiker?

Als Physiker oder Physikerin kannst Du in der Grundlagen- und Industrieforschung arbeiten, oder Dein Wissen an Andere in Hochschulen weitergeben. Aber auch in der Produktentwicklung, in dem technischen Vertrieb und in dem Sachverständigenwesen gibt es Physiker-Berufe. Folgende Arbeitgeber kommen in Frage:

  • Maschinenbauunternehmen und Fahrzeugbauunternehmen
  • Betriebe der Elektroindustrie
  • Betriebe der Chemischen Industrie
  • Betriebe von Mess-, Steuer-, und Regelungstechnik
  • Hersteller von Rundfunktechnik, sowie von Nachrichtentechnik
  • Wärmekraftwerke
  • Datenverarbeitungsdienste und Unternehmen der Softwareentwicklung
  • Hersteller von medizinischen Geräten
  • Ingenieurbüros
  • Öffentliche Verwaltung, Prüfämtern und dem Bundesamt für Strahlenschutz
  • Forschungsinstituten und Hochschulen

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Wie Dein Arbeitsalltag aussieht, hängt stark davon ab, welchen Physiker-Beruf Du ausübst. Damit Du aber eine Vorstellung davon bekommst, was Dich erwarten kann, findest Du hier einige typische Aufgaben aus verschiedenen Physiker-Berufen:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Als Physiker oder Physikerin hast Du abwechslungsreiche Arbeitsorte! Du hältst Dich sowohl viel in Deinem Büro oder in Besprechungsräumen auf, als auch in Entwicklungslaboren oder Prüfungslaboren. Darüber hinaus kann es sein, dass Du bei Produktentwicklungen auch in Fertigungshallen arbeitest, um physikalisch-technische Vorgänge direkt am neuen Produkt zu testen. Falls Du eine Lehrtätigkeit annimmst, befindest Du Dich außerdem häufig in Hörsälen und Seminarräumen.

Was verdient ein Physiker?

Im Durchschnitt bekommst Du in dem Berufsfeld ein Gehalt von 4.249 Euro im Monat. Und die Chancen, dass Du in den nächsten Jahren Deines Berufslebens noch mehr verdienst, sind hoch! Denn das durchschnittliche Gehalt von Absolventen eines Physikstudiums ist laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung seit dem Jahr 2013 jedes Jahr am Steigen!

Wo finde ich einen Job als Physiker?

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Wie sind die Berufsaussichten für Physiker?

Nicht ganz so rosig sehen die Berufsaussichten aus. Denn die Deutsche Physikalische Gesellschaft hat eine Studie veröffentlicht, die herausstellt, dass Absolventen eines Physikstudiums im Vergleich zu anderen Akademikern etwas geringe Beschäftigungszahlen aufweisen. Aber es gibt immer noch genügend Stellen für Experten der Physik und die Erwerbslosenzahlen liegen auch weit unter denen der Gesamtbevölkerung! Du hast also trotzdem noch gute Chancen, einen Job zu bekommen!

Viele Absolventen eines Physikstudiums arbeiten später aber auch nicht direkt als Physiker, sondern bekommen eine Stelle, in der das im Studium umfangreich erlernte mathematische Denken gefragt ist. Beispielsweise in Banken oder in Versicherungen. Aber auch Jobs in der Informatikbranche, für die Programmierung komplexer Systeme, sind die Fähigkeiten von Physikern gefragt!

Welche Spezialisierungen gibt es?

Grundsätzlich werden in der Physik zwei Hauptrichtungen unterschieden. Zum einen die Experimentalphysik, und zum anderen die Theoretische Physik. Die Experimentalphysik versucht durch Experimente Gesetzmäßigkeiten zu finden und zu überprüfen, und mit Hilfe von statistischen Modellen zu beschrieben. Die Theoretische Physik hingegen will Ergebnisse aus der Experimentalphysik mathematisch erfassen. Dazu gehört das Vergleichen bereits vorhandener mathematisch-physikalischer Theorien, oder auch das Erstellen von Neuen Theorien, die dann wiederrum von Experten der Experimentalphysik in Labortests überprüft werden.

Die Physik umfasst aber noch sehr viel mehr Teilbereiche und bietet einige Spezialisierungsmöglichkeiten! In der Regel kannst Du Dich bereits während Deinem Physik-Studium, insbesondere im Master, auf bestimmte Bereiche der Physik fokussieren. Aber auch später in Deinem Berufsleben kannst Du Dich noch innerhalb Deiner gewählten Branche weiter auf einen Bereich konzentrieren und Neues dazulernen. Hier findest Du einige Spezialisierungsthemen:

  • Kernphysik und Elementarteilchenphysik: Beschäftigt sich mit dem Aufbau und Verhalten von Atomkernen beschäftigt.
  • Computerphysik: Beschäftigt sich mit der Simulation von physikalischen Prozessen am Computer, und erfindet und prüft Methoden, die die Ausgangsgleichungen eines physikalischen Systems numerisch und algebraisch mit dem Computer lösen.
  • Molekularphysik: Beschäftigt sich mit der Struktur, mit den Eigenschaften, und mit dem Verhalten von Molekülen.
  • Thermodynamik: Lehre von der Umwandlung von Wärme in mechanische Arbeit. Optik und Laserphysik.
  • Elektrodynamik: Untersucht die Wechselwirkungen zwischen elektrischen Ladungen und magnetischen Feldern. Astrophysik und Extraterrestrische Physik: Erforschung von Himmelserscheinungen und physikalischen Abläufen im Weltraum.
  • Biophysik: Untersucht Prozesse in biologischen Systemen mit Hilfe von physikalischen Gesetzen. Atmosphärenphysik und Ozeanographie: Veränderungen in der Erdatmosphäre und in den Weltmeeren physikalisch untersuchen und beschreiben.

Passt der Beruf Physiker zu mir?

Um einen Physiker-Beruf auszuüben ist es unerlässlich, dass Du sehr gut in Mathematik bist. Aber auch einige weitere Eigenschaften sind hilfreich:

Logisches Denken
Du solltest dazu in der Lage sein, aus mathematischen Berechnungen und aus bisher bekannten physikalischen Phänomenen Schlüsse zu ziehen. So kannst Du das Wissen konkret auf praktische Bereiche anwenden.
Abstraktes Denken
Auch die Vorstellungskraft ist ein wichtiger Aspekt des Berufes. Schließlich solltest Du dazu in der Lage sein, einen Versuch bereits geistig vor Augen zu haben, bevor Du ihn durchführst. Auch bisher unbekannte physikalische Phänomene solltest Du nicht kategorisch als falsch darstellen, sondern Dir vorstellen können, das noch vieles möglich ist!
Präzise Arbeitsweise
Das Du sorgfältig und genau Arbeitest, ist unerlässlich für den Beruf. Denn nur so kannst Du schwerwiegende Fehler vorbeugen, wenn Du beispielsweise eine physikalische Wirkungsweise übersiehst, und dann einen Versuch durchführst.

Selbstverständlich lernst Du erst einmal in dem Studium, wie die höhere Mathematik funktioniert, und weißt nicht alles bereits vorher! Auch die Eigenschaften, die Du mitbringen solltest, können sich im Lauf der Zeit noch entwickeln und ausbilden!