Ausbildungsdauer 
3 Jahre
Empf Schulabschluss 
Realschule
Ausbildungsgehalt 
760
3
Freie Ausbildungsplätze als
Medizinische Fachangestellte
in unserer Jobbörse ico-arrowRightSlim

Die medizinische Fachangestellte-Ausbildung zeigt Dir, wie Du den Arbeitsalltag einer Gesundheitseinrichtung organisierst und bei der Behandlung von Patienten assistierst. Wir verraten Dir, warum Du Dir Deinen Ausbildungsbetrieb sorgfältig aussuchen solltest und Verschwiegenheit kein Problem für Dich sein darf.

Wo kann ich eine Medizinische Fachangestellte-Ausbildung machen?

Du kannst die Ausbildung als medizinische Fachangestellte zum Beispiel bei diesen Einrichtungen absolvieren:

  • Arztpraxen
  • Krankenhäuser
  • Medizinische Labore
  • Gesundheitsämter
  • Fach- und Hochschulkliniken
  • Rehabilitationszentren

Je nachdem, wo Du Deine Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten leistest, warten andere Aufgaben auf Dich. Damit spezialisierst Du Dich bereits während der Ausbildung auf eine Branche oder einen Tätigkeitsbereich. Das hat auch Auswirkungen auf Deine spätere Jobwahl. Denn: Deine Arbeitserfahrung in der mfa-Ausbildung hat einen wesentlichen Einfluss darauf, welche Arbeitgeber für Dich später infrage kommen.

Willst Du also beispielsweise später gerne in einem kleinen Team arbeiten und viel Kontakt mit Patienten haben, könnte eine Ausbildung in einer Facharztpraxis das Richtige für Dich sein. Strebst Du eher ein großes Kollegium an, dürfte eine Ausbildung als mfa in einem Krankenhaus die bessere Wahl sein. Bevorzugt Du den organisatorischen Teil des Berufs, könnte eine Ausbildungsstelle in einem medizinischen Labor geeignet sein. Hier hast Du in Deinem Arbeitsalltag nicht mit Patienten zu tun.

Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Medizinische Fachangestellte-Ausbildung?

Rechtlich gesehen gibt es keine festen Voraussetzungen für die mfa-Ausbildung. Die meisten Betriebe stellen Dich jedoch ein, wenn Du einen Realschulabschluss mitbringst. Punkten kannst Du bei den Ausbildungsstellen zudem, wenn Du gute Noten in diesen Fächern mitbringst:

  • Biologie: Bereits in der Ausbildung als medizinische Fachangestellte assistierst Du Ärzten bei Behandlungen. Bringst Du gute Noten in Biologie mit, wissen Betriebe, dass Du dafür über grundlegende biologische und medizinische Kenntnisse verfügst.
  • Chemie: Insbesondere, wenn Du Deine mfa-Ausbildung in einem medizinischen Labor absolvierst, helfen Dir gute Noten in Chemie. Sie zeigen, dass Du wesentliche chemische Zusammenhänge schnell begreifen kannst.
  • Mathe: Die Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten zeigt Dir auch, wie Du betriebswirtschaftliche Vorgänge – wie zum Beispiel Quartalsabrechnungen – richtig angehst. Ein „gut“ oder „sehr gut“ in Mathe lässt Ausbildungsstellen wissen, dass Du damit keine großen Probleme haben wirst.
  • Deutsch: Ob bei der persönlichen Betreuung von oder dem Schriftverkehr mit Patienten – Du musst in der mfa-Ausbildung regelmäßig solide Deutsch-Kenntnisse beweisen. Gute Noten in dem Fach helfen Dir daher, eine Ausbildungsstelle von Deiner Geeignetheit zu überzeugen.

Darüber hinaus fordern viele Einrichtungen von Dir auch einen Nachweis über Deine gesundheitliche Eignung in Form eines Attests, um Dich zur mfa-Ausbildung zuzulassen.

Ausbildungsanfanger / innen 2016 (in %)

Wie lange dauert die Medizinische Fachangestellte-Ausbildung?

Die medizinische Fachangestellte-Ausbildung, manchmal auch Sprechstundenhilfe-Ausbildung genannt, dauert in der Regel 3 Jahre. Hast Du die Ausbildung mit einem Abitur oder Fachabitur begonnen oder zeigst Du während der Ausbildung gute Noten, kann es sein, dass Du die Ausbildung verkürzen kannst. Manchmal ist dann eine Verkürzung auf 2,5 oder 2 Jahre möglich. Das sprichst Du mit Deinem Ausbildungsleiter und der zuständigen Prüfungsbehörde ab.

Wie hoch ist das Gehalt in der Medizinische Fachangestellte-Ausbildung?

Wie hoch das Ausbildungsgehalt als medizinische Fachangestellte ausfällt, ist vor allem davon abhängig, ob Dein Ausbildungsbetrieb einen Tarifvertrag abgeschlossen hat. Einrichtungen sind jedoch nur zu der Zahlung eines Tarifgehalts verpflichtet, wenn sowohl der Arbeitgeber Mitglied der Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen für medizinische Fachangestellte als auch die medizinische Fachangestellte selbst Mitglied des Verbandes medizinischer Berufe ist. Ist das der Fall, definiert das Bundesland oder die Region, in der Du die mfa-Ausbildung machst, die genaue Höhe Deines Gehalts.

Ist der Betrieb an keinen Tarifvertrag gebunden, hängt die Ausbildungsvergütung als mfa vor allem von der Größe und dem Standort der Einrichtung ab. Dabei gilt grundsätzlich: Je größer ein Betrieb ist, desto höher fällt die Ausbildungsvergütung als medizinische Fachangestellte aus. Darüber hinaus hat auch die Gehaltverhandlung einen entscheidenden Einfluss darauf, wie hoch das Ausbildungsgehalt als mfa ausfällt.


Verdienst in der Ausbildung als Medizinische Fachangestellte

Wie läuft die Medizinische Fachangestellte-Ausbildung ab?

Die Ausbildung zur mfa läuft dual ab. Das heißt: Du verbringst den theoretischen Teil der Ausbildung an einer Berufsschule. Hier eignest Du Dir die theoretischen Grundlagen an, die Du für den Beruf der medizinischen Fachangestellten benötigst. Den praktischen Teil der mfa-Ausbildung absolvierst Du in einem Betrieb. Das kann zum Beispiel in einem Krankenhaus, einem Labor oder einer Facharztpraxis sein. Hier kannst Du das in der Berufsschule Erlernte rund um Patientenaufnahmen, Erste-Hilfe-Maßnahmen und hygienische Standards einsetzen. Unterricht und Praxis finden dabei entweder jeweils blockweise oder an wechselnden Wochentagen statt.

Am Ende des zweiten Jahres der Ausbildung als mfa legst Du eine schriftliche Zwischenprüfung ab. Nach 3 Jahren ist es Zeit für die Abschlussprüfung. Diese besteht aus 3 schriftlichen Prüfungen und einer praktischen Übung. Danach bist Du staatlich anerkannte medizinische Fachangestellte.

Welche Inhalte hat die Medizinische Fachangestellte-Ausbildung?

In der Berufsschule beginnst Du die Ausbildung als medizinische Fachangestellte im ersten Jahr mit dem Empfang und der Begleitung von Patienten. Dabei erfährst Du zum Beispiel, wie Du Patientendaten verwaltest. Darüber hinaus steht auf Deinem Stundenplan auch die Anatomie des menschlichen Körpers. Dazu lernst Du die psychologischen und anatomischen Zusammenhänge kennen, die den Körper steuern. Das gibt Dir das Wissen, Ärzte bei Behandlungen und Therapien kompetent unterstützen zu können. Zu guter Letzt wartet das erste Jahr der Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten mit dem Thema Praxishygiene auf. Du lernst, welche Infektionsgefahren in einer Praxis lauern können und wie Du diese über Desinfektions- und Sterilisationsmaßnahmen minimieren oder verhindern kannst.

Im zweiten Jahr der Ausbildung als mfa eignest Du Dir Wissen rund um die Beschaffung und Verwaltung von Waren an. Du erhältst Einblicke, wie Du die am Markt verfügbaren Produkte einschätzen und so die richtigen Angebote auswählen kannst. Das Ziel: Du sollst in der Lage sein, bedarfs- und umweltgerecht Waren für die Praxis zu kaufen. Darüber hinaus zeigt Dir die Ausbildung als medizinische Fachangestellte, wie Du die körperliche und mentale Verfassung von Patienten richtig einschätzen kannst. Du lernst so, Zwischenfälle und Notfälle zu vermeiden. Geht es einem Patienten dennoch einmal schlecht, zeigt Dir das zweite Ausbildungsjahr auch, mit welchen Maßnahmen Du darauf reagieren kannst. Und: Ausbildungsleiter vermitteln Dir, wie Du Dein Qualitäts- und Zeitmanagement optimierst. Dazu erfährst Du, wie Du Praxisabläufe verbessern kannst.

Im dritten Jahr der mfa-Ausbildung widmest Du Dich der Prävention. Du eignest Dir Wissen rund um

  • eine gesunde Lebensführung,
  • Präventionsmaßnahmen und
  • Risikofaktoren

an, um Patienten, die ihren Lebensstil ändern sollten, kompetent beraten zu können. Daneben steht die Wundversorgung auf Deinem Stundenplan. Du lernst, wie Du kleinere Verletzungen und Erkrankungen ambulant behandeln kannst. Dazu gehört auch der Einsatz der richtigen Instrumente und Materialien für chirurgische Eingriffe. Zudem steht die Analyse von Laborwerten zu Verdauungsproblemen auf Deiner To-Do-Liste auf der Schulbank. Dazu lernst Du, Erkrankungen zu erkennen und Gegenmaßnahmen, wie zum Beispiel Ernährungshinweise, zu entwickeln.

Der praktische Teil der mfa-Ausbildung findet in einer Praxis, einem Labor oder in einem Krankenhaus statt. Du wirst dabei von Tag 1 an in den Arbeitsalltag der Einrichtung integriert. Dazu übst Du zum Beispiel Deine organisatorischen Fähigkeiten, indem Du Kunden am Empfang begrüßt, ihre Daten aufnimmst und Abrechnungen erstellst. Neben diesen verwaltenden Tätigkeiten gehört auch das Assistieren von Ärzten zu Deinen Aufgaben in der medizinische Fachangestellte-Ausbildung. Dabei

  • nimmst Du Patienten Blut ab,
  • führst Infusionen durch,
  • legst Verbände an und
  • misst den Blutdruck.

Wie sieht der Karrierepfad nach der Medizinische Fachangestellte-Ausbildung aus?

Nach Deiner Ausbildung als medizinische Fachangestellte betritts Du einen Jobmarkt mit guten Berufsaussichten. Denn: Die alternde Bevölkerung in Deutschland verlangt mehr Fachkräfte, die im Gesundheitswesen arbeiten. Du hast daher bei Deinen Bewerbungen nicht zu allzu viel Konkurrenz. So findest Du zum Beispiel in Bayern und Baden-Württemberg lediglich 1,3, Bewerber pro ausgeschriebene Stelle. NRW und Mecklenburg-Vorpommern weisen die höchste Bewerberzahl in Deutschland auf. So findest Du in NRW 3,1 und in Mecklenburg-Vorpommern 3,5 Bewerber pro Stelle.

Um Dich auf einen Tätigkeitsbereich zu spezialisieren oder Dein Gehalt zu steigern, kannst Du Dich über Fortbildungen weiter qualifizieren:

  • Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung: Hast Du nach Deiner Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten eine Fortbildung zum Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung absolviert, wirst Du zum Teamleader. Das heißt: Du bist für die Personalplanung, Teamführung und Praxisorganisation zuständig. Und: Du überwachst die Einhaltung von wichtigen Maßnahmen wie Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit.
  • Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen: Willst Du Dich nach Deiner Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten auf eine nachhaltige Unternehmensführung spezialisieren, könnte der Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen das Richtige für Dich sein. Du entwirfst dann Strategien, um eine Gesundheitseinrichtung nachhaltiger arbeiten zu lassen. Darüber widmest Du Dich dann auch dem Qualitätsmanagement.
  • Betriebswirt für Management im Gesundheitswesen: Willst Du die Erarbeitung von Unternehmenszielen und Finanzierungsplänen für Investitionen in den Mittelpunkt Deiner Tätigkeiten stellen, kannst Du nach Deiner Ausbildung als medizinische Fachangestellte die Fortbildung zum Betriebswirt für Management im Gesundheitswesen absolvieren. Du arbeitest dann mit der Geschäftsführung und der medizinischen Leitung zusammen, um Lösungen zu erarbeiten.
  • Studium: Hast Du ein Abitur oder Fachabitur in der Tasche, kannst Du nach Deiner Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten ein Studium angehen. Dabei sind vor allem Studiengänge wie Pharmazie, Gesundheitsmanagement und Humanmedizin denkbar. Hast Du hier einen Abschluss in der Tasche, kannst Du in leitenden Positionen tätig werden. Das kann zum Beispiel in der Qualitätsoptimierung eines Gesundheitsunternehmens sein.

Passt eine Medizinische Fachangestellte-Ausbildung zu mir?

Damit Du erfolgreich durch die mfa-Ausbildung gehst, solltest Du diese Voraussetzungen und Interessen mitbringen:

Verschwiegenheit
Du lernst jeden Tag private Details zu Menschen und ihren Erkrankungen kennen. Dabei hat es oberste Priorität, dass Du diese für Dich behältst. Du besprichst sie lediglich mit anderen Fachangestellten und den Ärzten der Einrichtung. Außerhalb Deiner Arbeitsstelle müssen die Details daher geheim bleiben.
Psychische Stabilität
Bereits in der mfa-Ausbildung wirst Du mit schweren Krankheiten und Schicksalen von Menschen konfrontiert. Damit Du diesen mit ausreichend emotionalem Abstand und Professionalität begegnen kannst, solltest Du psychisch stabil sein.
Einführungsvermögen
Der Umgang mit Patienten in der mfa-Ausbildung verlangt von Dir ein hohes Einfühlungsvermögen. Denn: Du musst Dich stets in die Lage der Patienten versetzen, um ihre Probleme und Schmerzen nachvollziehen zu können. Auf dieser Basis kannst Du dann entsprechend Behandlungen durchführen.
Verantwortungsbewusstsein
Im Alltag der mfa-Ausbildung ist eine gründliche Sorgfalt und ein hohes Verantwortungsbewusstsein unverzichtbar. Diese benötigst Du zum Beispiel beim Umgang mit Arzneimitteln und der Einhaltung von Hygienevorschriften.
Offene Persönlichkeit
Patienten kommen in der Regel aufgrund von Schmerzen oder Beschwerden in eine Praxis oder ein Krankenhaus. Du solltest daher über eine freundliche und offene Persönlichkeit verfügen, um Patienten den Gang zum Arzt leichter zu machen.

Die medizinische Fachangestellte-Ausbildung verlangt nicht von Dir, dass Du von Anfang an ein Experte auf diesen Gebieten bist. Es reicht, wenn Du Deine Kompetenzen über die Ausbildungsjahre steigerst und so nach und nach zu einem Profi wirst.

Ausbildungsdauer 
3 Jahre