Ausbildungsdauer 
3 Jahre
Empf Schulabschluss 
(Fach-)Abitur
Ausbildungsgehalt 
900
1
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Fluglotse
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Die Fluglotse-Ausbildung macht Dich zum organisatorischen Kopf des Luftverkehrs an einem Flughafen. Wir verraten Dir, warum Du dafür vor allem gut Englisch sprechen solltest und Du bereits in der Ausbildung ein Gehalt bekommst, von dem andere Azubis träumen.

Wo kann ich eine Fluglotse-Ausbildung machen?

Du kannst die Ausbildung als Fluglotse nur an der Akademie der Deutschen Flugsicherung in Langen bei Frankfurt am Main absolvieren. Willst Du also Fluglotse werden, bewirbst Du Dich dort für einen Ausbildungsplatz.

Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Fluglotse-Ausbildung?

Die Ausbildung zum Fluglotsen verlangt von Dir ein Abitur. Da die Ausbildung und auch der Beruf sehr anspruchsvoll sind, hast Du mit einem Fachabitur oder einem Realschulabschluss keine Chance auf einen Ausbildungsplatz. Mit einem Abitur in der Tasche kannst Du zudem mit guten Noten in diesen Fächern bei der Akademie der Deutschen Flugsicherung punkten:

  • Englisch: Im Flugverkehr wird Englisch gesprochen. Du kommunizierst mit Piloten und anderen Flugcrewmitgliedern nahezu ausschließlich in dieser Sprache. Ein „gut“ oder „sehr gut“ in Englisch zeigt der Ausbildungsstelle daher, dass Du sprachlich keine Probleme haben wirst.
  • Technik: Da Du bereits in der Fluglotsenausbildung mit Radar- und Computersystemen arbeitest, zeigen guten Noten in Technik oder einem verwandten Fach, dass Du fit dafür bist.
  • Mathe: Insbesondere für das Fach Navigation benötigst Du grundlegende Mathekenntnisse. Eine gute Note in dem Fach lässt die Flugakademie wissen: Grundrechenarten und Dreisatz machen Dir keine Probleme.

Neben den schulischen Voraussetzungen gehört auch zu den Fluglotse-Anforderungen,

  • dass Du zwischen 18 und 24 Jahren alt bist,
  • einen medizinischen Nachweis über Deine Tauglichkeit und
  • einen Nachweis über Deine psychologische und geistige Eignung erbringst.

Auswahlverfahren

Erfüllst Du diese Kriterien, absolvierst Du in einem ersten Schritt einen Online-Fragebogen mit 100 Fragen. Schneidest Du hier gut ab, lädt Dich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik für ein persönliches Auswahlverfahren ein. Dieses testet Dein Verantwortungsbewusstsein, Deine Belastbarkeit, Berufsmotivation sowie Lern-, Team- und Entscheidungsfähigkeit. Bestehst Du dann noch den medizinischen Eignungstest, darfst Du die Ausbildung als Fluglotse beginnen. Du zählst dann zu den 5 Prozent, die die Akademie aus den jährlich rund 5.000 Bewerbern zulässt. Und: Fällst Du einmal durch einen der Tests durch, kannst Du keinen zweiten Anlauf nehmen.

Wie lange dauert die Fluglotse-Ausbildung?

Die Fluglotsenausbildung dauert 3 Jahre. Da die Inhalte umfangreich und schwierig sind, ist eine Verkürzung dieser Zeit nicht möglich.

Wie hoch ist das Gehalt in der Fluglotse-Ausbildung?

Die Ausbildung als Fluglotse gehört zu den schwierigsten Ausbildungen in Deutschland. Du erhältst daher auch ein außergewöhnliches Gehalt. Bereits während der grundlegenden Ausbildung, die je nach Einsatzbereich zwischen 12 und 18 Monate dauert, bekommst Du einen Lohn von rund 900 Euro brutto im Monat. In der darauffolgenden praktischen Ausbildung landen je nach Ausbildungsfortschritt und Einsatzort zwischen 3400 und 5100 Euro brutto monatlich auf Deinem Konto.

Wie läuft die Fluglotse-Ausbildung ab?

Je nachdem, ob Du Dich für den Einsatzbereich Towerlotse oder Centerlotse entscheidest, eignest Du Dir in den ersten 12 bis 18 Monaten die grundlegenden theoretischen Ausbildungsinhalte an der Flugsicherungsakademie in Langen an. Danach beginnt die praktische Einarbeitungsphase an einer Niederlassung der Deutschen Flugsicherung. Hier machst Du Dich mit den technischen Systemen vertraut und übst erste Anweisungen. Dabei legst Du mehrere praktische Berechtigungsprüfungen ab. Mit jeder bestandenen Prüfung darfst Du die Ausbildung als Fluglotse fortsetzen.

Welche Inhalte hat die Fluglotse-Ausbildung?

In der grundlegenden theoretischen Ausbildung eignest Du Dir zum Beispiel Wissen in diesen Fächern an:

  • Aerodynamik
  • Luftrecht
  • Sprechfunkverfahren
  • Navigation
  • Meteorologie
  • Luftfahrtzeug-Technik

Im praktischen Teil der Fluglotsenausbildung widmest Du Dich dann wirklichkeitsnahen Simulationsübungen. So trainierst Du all die praktischen Kompetenzen, die Dich später im Berufsalltag erwarten. Du spezialisierst Dich dabei entweder auf den Bereich Towerlotse oder Centerlotse. Hast Du im Simulator erste Erfahrungen gesammelt, kommst Du in einer Niederlassung der Deutschen Flugsicherung zum Einsatz. Du übst hier am echten Flugverkehr, während Dir fertig ausgebildete Fluglotsen über die Schulter schauen.

Wie sieht der Karrierepfad nach der Fluglotse-Ausbildung aus?

Nach Deiner Fluglotsenausbildung hast Du sehr gute Berufschancen. Da die Deutsche Flugsicherung jedes Jahr nur eine stark begrenzte Zahl an jungen Menschen zu Fluglotsen ausbildet, triffst Du bei der Jobsuche nicht auf zu viel Konkurrenz. So bewerben sich zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen im Durchschnitt auf eine Stelle 2,5 Ausbildungsabsolventen. In Baden-Württemberg sind es nur 1,1 Bewerber. Das hat die Arbeitsagentur in einer Untersuchung im Zeitraum von November 2014 bis Oktober 2015 herausgefunden.

Da Du bereits während der Fluglotse-Ausbildung ein umfassendes und komplettes Wissen für den Beruf erwirbst, benötigst Du danach keine weiteren Fortbildungen mehr, um Fluglotse werden zu können. Du kannst lediglich Anpassungsweiterbildungen vornehmen, um Deine Fachkenntnisse auf dem neusten Stand zu halten. Diese reichen von Fortbildungen im Bereich Luftverkehr bis hin zur Luftsicherheit. Willst Du später Deinen Tätigkeitsbereich aus dem Tower in ein Unternehmen in der Luftfahrt verlegen, bietet sich ein Studium an. Dabei kannst Du zum Beispiel einen Bachelor in Luftverkehrsmanagement oder Luft- und Raumfahrttechnik machen.

Passt eine Fluglotse-Ausbildung zu mir?

Um Fluglotse werden zu können, solltest Du für die Ausbildung diese Voraussetzungen erfüllen:

Ausdrucksvermögen
Bereits in der praktischen Ausbildung gibst Du Piloten und Crewmitgliedern aus dem Tower wichtige Anweisungen, die die Sicherheit des Flugverkehrs gewähren. Dafür sollest Du ein hohes mündliches Ausdrucksvermögen mitbringen.
Rechenfertigkeiten
Während Deines Einsatzes im Tower erhältst Du regelmäßig technische Daten aus Flugsicherungssystemen, die Du in Deine Entscheidungen einbeziehen musst. Dafür benötigst Du ausgefeilte Rechenfertigkeiten.
Verantwortungsbewusstsein
Um Fluglotse werden zu können, solltest Du für die Ausbildung ein hohes Verantwortungsbewusstsein mitbringen. Denn: Deine Überwachung von Radaranlagen und Deine Anweisungen sorgen dafür, dass der Luftverkehr ohne Vorfälle abläuft.
Reaktionsgeschwindigkeit
Die Fluglotse-Ausbildung verlangt von Dir eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit. Das kann zum Beispiel bei Gefahrensituationen sein, in die Flugzeuge aufgrund von Wetter oder technischen Störungen geraten.
Räumliches Vorstellungsvermögen
Du dirigierst Flugzeuge durch den freien Raum. Dafür verlangt die Fluglotse-Ausbildung, dass Du über ein räumliches Vorstellungsvermögen verfügst.
Beobachtungsgenauigkeit
Ob bei Start, Landung oder Flug – Du musst während der Zeit im Tower stets alle Abläufe genau im Blick behalten. Dabei hilft Dir eine ausgeprägte Beobachtungsgabe.
Konzentration
Oftmals organisierst Du die Flugbahnen von mehreren Flugzeugen gleichzeitig. Das erfordert von Dir eine hohe Konzentration.
Umstellungsfähigkeit
In einem Moment schreibst Du wichtige Daten auf, im anderen Moment musst Du auf den Funkspruch eines Piloten reagieren. Du solltest daher eine Umstellungsfähigkeit mitbringen, damit Dir dabei keine Fehler passieren.

Damit verlangt die Fluglotse-Ausbildung von Dir ein hohes Maß an verschiedenen Fähigkeiten. Du musst jedoch nicht von Anfang an ein Profi auf allen Gebieten sein. Es reicht, wenn Du Deine Kompetenzen während der Ausbildung nach und nach steigerst – und so bei Berufseinstieg ein echter Experte bist.

Ausbildungsdauer 
3 Jahre