Ausbildungsdauer 
3 Jahre
Empf Schulabschluss 
Realschule
Ausbildungsgehalt 
810

Landwirte erzeugen nicht nur land- und tierwirtschaftliche Produkte in marktgerechter Qualität, sondern wickeln zudem die Geschäftsvorgänge in landwirtschaftlichen Betrieben ab. Hast Du schon einmal mit dem Gedanken gespielt, eine Landwirt-Ausbildung zu absolvieren, lies unbedingt weiter! Wir verraten Dir hier, welche Inhalte die Ausbildung zum Landwirt hat, wie hoch die Ausbildungsvergütung als Landwirt ausfällt und natürlich, welche Karriereoptionen Dir nach der Landwirtschaft-Ausbildung offenstehen!

Wo kann ich eine Landwirt-Ausbildung machen?

Bei der Ausbildung zum Landwirt handelt es sich um eine klassische duale Ausbildung, bei der Du einerseits in einem Ausbildungsbetrieb eine landwirtschaftliche Ausbildung genießt und auf der anderen Seite die Berufsschule besuchst, um Dir zusätzlich zu Deinem Praxiswissen auch theoretisches Wissen anzueignen.

Folgende Betriebe bieten in der Regel eine Landwirtschaft-Ausbildung an:

  • Landwirtschaftliche Betriebe
  • Landwirtschaftliche Großbetriebe
  • Gemüse- und Obstbaubetriebe
  • Landwirtschaftliche Versuchsanstalten
  • Landwirtschaftliche Berufs- und Interessenverbände
  • Bist Du im Moment auf der Suche nach einer Ausbildung in der Landwirtschaft, sieh Dich gerne mal in unserer Online-Jobbörse um. Dort werden nicht nur fertig ausgebildete Landwirte fündig, sondern auch Personen, die eine Ausbildung zum Landwirt anstreben.

    Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Landwirt-Ausbildung?

    • Keine formellen Voraussetzungen
    • Beste Voraussetzungen mit Realschulabschluss
    • Gute Noten in
      • Biologie
      • Chemie
      • Werken/Technik

    Zwar ist es so, dass es für die Ausbildung als Landwirt keine rechtlich vorgeschriebenen Voraussetzungen gibt, die Du erfüllen musst, was bedeutet, dass Du auch ganz ohne Schulabschluss eine Landwirt-Ausbildung absolvieren kannst. Jedoch kann es sich mitunter lohnen, die Schule mindestens mit einem Realschulabschluss zu beenden, denn die Ausbildungsbetriebe stellen überwiegend Personen mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

    Doch auch mit Hauptschulabschluss in der Tasche musst Du Dich nicht von Deinem Traum einer Landwirtschaft-Ausbildung verabschieden. Kannst Du gute Noten in den Fächern Chemie, Biologie sowie Werken und Technik vorweisen, kannst Du auch mit Hauptschulabschluss eine Ausbildung als Landwirt anfangen. Ganze 28% aller Ausbildungsbetriebe setzen auf Azubis mit Hauptschulabschluss.

    Doch auch Abiturienten haben gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz im Bereich der Landwirtschaft. Immerhin 25% der Azubis können eine Hochschulzugangsberechtigung in Form des Abiturs oder Fachabiturs vorweisen.

    Ausbildungsanfanger / innen 2016 (in %)

    Wie lange dauert die Landwirt-Ausbildung?

    • Regeldauer: 3 Jahre
    • Verkürzt: 2 Jahre
    • Verlängert: 4 Jahre

    Im Normalfall dauert die Ausbildung zum Landwirt drei Jahre. Kannst Du bereits zu Ausbildungsbeginn das Abitur vorweisen, kannst Du gemeinsam mit Deinem Ausbilder einen Antrag auf Verkürzung der Ausbildungsdauer auf nur zwei Jahre bei der dafür zuständigen Kammer stellen. Auch eine Verlängerung der Ausbildung auf vier Jahre ist möglich. Das kann zum Beispiel dann vorkommen, wenn Du Deine Zwischenprüfung verhaust.

    Wie hoch ist das Gehalt in der Landwirt-Ausbildung?

    Die Bezahlung ist bei der dualen Ausbildung tarifgebunden und wird direkt vom Ausbildungsbetrieb bezahlt. Aber auch nicht tarifgebundene Betriebe müssen Dich angemessen für Deine Arbeit entlohnen. Das ist laut Berufsbildungsgesetz vorgeschrieben. Wie hoch Dein Monatsgehalt als Landwirt ist, hängt von dem Bundesland, in dem Du Deine Ausbildung machst und von der Größe Deines Ausbildungsbetriebs ab. Im Bereich der Land- und Forstwirtschaft erhältst Du im ersten Ausbildungsjahr zwischen 520 Euro und 695 Euro beträgt, im zweiten Lehrjahr zwischen 570 Euro und 760 Euro und im dritten Jahr der Ausbildung circa 615 Euro bis 810 Euro.


    Verdienst in der Ausbildung als Landwirt

    Wie läuft die Landwirt-Ausbildung ab?

    Struktur der Landwirt-Ausbildung

    Die Ausbildung als Landwirt besteht aus einem praktischen und einem theoretischen Teil. Während Du mit den praktischen Aufgaben eines Landwirts in Deinem Ausbildungsbetrieb vertraut gemacht wirst, erwirbst Du in der Berufsschule in erster Linie theoretisches Wissen über Deinen zukünftigen Beruf. Normalerweise verbringst Du 3-4 Tage wöchentlich in Deinem Ausbildungsbetrieb und besuchst an den übrigen 1-2 Tagen die Berufsschule. Vereinzelt kommt es jedoch vor, dass der Berufsschulunterricht blockweise stattfindet. Dann arbeitest Du 4-5 Wochen am Stück und besuchst anschließend für 1-2 Wochen die Bildungseinrichtung. Lerninhalte und Arbeitsaufwand ändern sich dabei nicht. Ob Du wöchentlich der Berufsschule einen Besuch abstatten musst oder der Unterricht blockweise stattfindet, ist von Deinem Ausbildungsort und Deinem Ausbildungsbetrieb abhängig.

    Praktische Landwirt-Ausbildung im Betrieb

    Während der praktischen Ausbildung innerhalb des Betriebs lernst Du die verschiedenen Aufgabenbereiche kennen, mit denen Du während der Arbeit als Landwirt in Kontakt kommst. Der praktische Teil der Ausbildung als Landwirt ist zum Beispiel so aufgeteilt:

    1. Ausbildungsjahr:

    • Techniken und Organisation der betrieblichen Arbeit, Produktion und Vermarktung
    • Pflanzenproduktion
    • Tierproduktion

    2. und 3. Ausbildungsjahr:

    • Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. Ausbildungsjahr
    • betriebliche Ergebnisse, zum Beispiel Leistungen und Kosten in den Betriebszweigen ermitteln
    • Theoretische Landwirt-Ausbildung in der Berufsschule

    Neben der Arbeit im Betrieb besuchst Du die Berufsschule. Dort gilt für die Zeit der Ausbildung als Landwirt Anwesenheitspflicht. Im Berufsschulunterricht eignest Du Dir zusätzliches Wissen an, schreibst Klausuren und bekommst Hausaufgaben auf. Vom Aufbau her sieht die Ausbildung als Landwirt dort in etwa so aus:

    1. Ausbildungsjahr:

    • Pflanze - Produktionsverfahren/Betriebszweig: Standortaufnahme, Bodenbearbeitung, Aussaat/Pflanzung, Düngung, Bestandspflege, Vermarktung/Betriebserfolg
    • Tier - Produktionsverfahren/Betriebszweig: Standortaufnahme, Fütterung, Züchtung, Haltung, Pflege, Vermarktung/Betriebserfolg

    2. und 3. Ausbildungsjahr:

    • Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. Ausbildungsjahr
    • Alternative Landwirtschaft

    Prüfungen

    Zwischenprüfung

    Kurz vor Ende Deines 2. Ausbildungsjahres schreibst Du Deine Zwischenprüfung. Diese ist in einen theoretischen und einen praktischen Teil aufgeteilt und dient dazu, den bisherigen Kenntnisstand in Deiner Ausbildung als Landwirt abzufragen. Durchfallen kannst Du hier nicht.

    Abschlussprüfung

    Nach dem Ende des 3. Ausbildungsjahrs steht die Abschlussprüfung an. Wie die Zwischenprüfung besteht diese aus Theorie- und Praxisteil. Schneidest Du in Deiner Abschlussprüfung sehr gut ab, steigern sich auch Deine Chancen auf einen gut bezahlten Job und diverser Weiterbildungen.

    Welche Inhalte hat die Landwirt-Ausbildung?

    Zu den Ausbildungsinhalten zählen unter anderem:

    • Fütterung und Betreuung von Nutztieren
    • Vorbeugemaßnahmen gegen Tierkrankheiten
    • Pflege von Lagerräumen und Lagerbehältern
    • Bedienung von Maschinen für die Bodenbearbeitung, Saat, Düngung und Ernte
    • Einhaltung von Wartungsvorschriften und Schmierpläne beim Pflegen und Warten von Maschinen und Einrichtungen
    • Aufbereitung von Verkaufsprodukte und Benutzung von Anlagen zum Trocknen, Reinigen, Sortieren, Mahlen und Mischen
    • Milchmelken und Euterpflege
    • Durchführung von Bodenuntersuchungen und Ermittlung des Nährstoffgehalts des Bodens
    • Qualitätsnormen und -kontrollen
    • Kalkulation von Futtervoranschlag und Futterberechnungen

    Daneben wirst Du in allgemeinbildenden Schulfächern unterrichtet und lernst etwas zu den Rechten und Pflichten während der Ausbildung, der Organisation des Ausbildungsbetriebs und zum Thema Umweltschutz.

    Wie sieht der Karrierepfad nach der Landwirt-Ausbildung aus?

    Nach der Ausbildung zum Landwirt hast Du die Wahl zwischen einer Aufstiegs- und einer Anpassungsweiterbildung.

    Anpassungsweiterbildung

    Halte Dein Fachwissen auch nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung immer auf dem neusten Stand, beispielsweise in den Bereichen:

    • Pflanzenschutz
    • Tierzucht
    • Tierhaltung

    Aufstiegsweiterbildung

    Du willst karrieretechnisch hoch hinaus? Dann hast Du unter anderem folgende Möglichkeiten:

    • Landwirtschaftsmeister
    • Agrarservicemeister
    • Techniker für Agrartechnik
    • Betriebswirt für Agrarbetrieb
    • Studium Agrarmanagement
    • Studium Pferdewirtschaft
    • Studium Landschaftsökonomie

    Passt eine Landwirt-Ausbildung zu mir?

    Diese Voraussetzungen solltest Du mitbringen:

    Körperliche Belastbarkeit
    Der Job eines Landwirts ist nichts für Weicheier! Du musst mitunter schwere Säcke tragen und große Maschinen steuern. Deshalb solltest Du körperlich belastbar sein.
    Organisationstalent
    Landwirte sind Organisationstalente, immerhin müssen sie einen ganzen Betrieb versorgen und dafür ausreichend planen.
    Technisches Verständnis
    Auch technisches Verständnis sollte vorhanden sein, weil Du während der Arbeit mit modernen Maschinen in Kontakt kommst.
    Ausbildungsdauer 
    3 Jahre