Einstiegsgehalt 
1.942
Durchschnittsgehalt 
2.277
Ausbildung 
Ausbildung
6
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Landschaftsgärtner
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Was ist ein Landschaftsgärtner?

Landschaftsgärtner ist die Berufsbezeichnung für einen Gärtner, der sich besonders mit der Gestaltung und der Pflege größerer Gelände, Garten- und Parkanlagen beschäftigt.

Was macht ein Landschaftsgärtner?

Als Landschaftsgärtner machst Du das Leben in den Städten grüner und bunter. Egal ob öffentlicher Park, Grünanlagen am Straßenrand oder private Gärten: Du legst neue Grünflächen an oder hältst bestehende in Schuss. Das Pflanzen neuer Bäume, Sträucher oder Blumen gehört ebenso zu Deinen Aufgaben wie das Düngen, Gießen oder Beschneiden. Dabei achtest Du nicht nur auf die natürlichen Bedürfnisse Deiner „Schützlinge“, sondern bist auch für die ästhetische Gestaltung des gesamten Areals zuständig. Neben der Pflege von Rasenflächen, Blumenrabatten oder Alleen gehört dazu auch die Anlage und Instandhaltung von Wegen, Terrassen oder Teichen. Meistens arbeitest Du dabei mit einem Landschaftsarchitekten zusammen. Wenn kein Landschaftsarchitekt in die Planung eingebunden ist, bist Du auch beratend tätig.

Wie wird man Landschaftsgärtner?

Am Anfang Deines Berufswegs steht eine dreijährige Landschaftsgärtner-Ausbildung. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Du eigenverantwortlich in diesem Beruf arbeiten kannst und eine attraktive Stelle bekommst. Um die Landschaftsgärtner-Ausbildung zu beginnen, benötigst Du mindestens einen Hauptschulabschluss. Aber auch mittlere Reife und Abitur werden gerne gesehen. Die Ausbildung ist dual ausgerichtet. Du wirst also von Anfang an sowohl in einem Betrieb des Garten- und Landschaftsbaus praktisch unterwiesen und erhältst zeitgleich theoretischen Unterricht an der Berufsschule. Der Inhalt des Berufsschulunterrichts – z.B. Pflanzenkunde, Technik und Mathematik – ist so angelegt, dass Du ihn unmittelbar auf Praxis anwenden kannst. Zu den wichtigsten Inhalten der Ausbildung zum Landschaftsgärtner zählen:

  • Pflanzenkunde und Bepflanzung: Beete anlegen, Bäume anpflanzen, Gehölze pflegen, Gebäude begrünen, Themengärten entwerfen und gestalten u.a.
  • Baustellen einrichten: Pläne lesen und auf Baustellen übertragen, Bäume fällen, Wurzeln roden, Material- und Maschinenbereitstellung u.a.
  • Be- und Entwässerungsmaßnahmen durchführen: Bodenmodellierung, Entwässerungsrohre verlegen, Einbau von Kontroll- und Sickerschächten, Bewässerungssysteme anlegen u.a.
  • Anlage befestigter Flächen: Pflasterarbeiten, Asphaltierung u.a.
  • Gestaltung von Außenanlagen: Mauern, Treppen, Teiche, Becken, Wasserläufe, Zäune, Pavillons, Rankgitter, Sport- und Spielgeräte u.a.

Neben den Unterrichtseinheiten in Betrieb und Berufsschule belegst Du in Deiner Landschaftsgärtner-Ausbildung zusätzlich überbetriebliche Lehrgänge. Hier lernst Du bspw., wie man Natursteine bearbeitet oder mit der Motorsäge umgeht.

Deine Ausbildung zum Landschaftsgärtner schließt Du mit einer Prüfung ab, in der Du neben Deinem praktischen Können auch Dein theoretisches Wissen nachweisen musst. Geprüft wird ebenfalls, ob Du eigenverantwortlich handeln, selbstständig planen und Arbeitsvorgänge kontrollieren kannst.

Wo arbeitet ein Landschaftsgärtner?

Es gibt eine Reihe von privaten Firmen und Branchen, bei denen Du nach Deiner Ausbildung zum Landschaftsgärtner arbeiten kannst. Die häufigsten Arbeitgeber sind:

  • Gartenbaufirmen
  • Landschaftsbaufirmen
  • Sportplatzbau
  • Industrie
  • Ingenieursbüros
  • Landschaftsarchitekturbüros
  • Planungsbüros
  • Siedlungsgesellschaften
  • Verbände und Organisationen

Neben Arbeitgebern aus der Privatwirtschaft bietet auch der öffentliche Dienst eine Reihe von Arbeitsplätzen. Hier stehen Dir folgende Bereiche offen:

  • Landesanstalten
  • Straßenbauämter
  • Garten- und Friedhofsämter
  • Wasserwirtschaftsämter

Darüber hinaus kannst Du Dich als Meister auch mit einem eigenen Betrieb selbstständig machen. Hierfür musst Du mindestens zwei Jahre Berufserfahrung gesammelt und im Anschluss eine Meisterausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. Sie befähigt Dich nicht nur, einen Betrieb zu führen, sondern auch selbst Azubis auszubilden.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Deine Arbeit findet zum größten Teil im Freien statt und ist sehr abwechslungsreich. Ein typischer Arbeitstag könnte z. B. folgendermaßen aussehen:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Wenn Du keine Lust auf Büroluft hast, bist Du in diesem Beruf goldrichtig. Ob im Park, auf dem Sportplatz oder an der Straße: Du bist eigentlich ständig im Freien und umgeben von frischem Grün. Damit Du Dich nicht verletzt, trägst Du an Deinem Arbeitsplatz spezielle Schutzkleidung.

Was verdient ein Landschaftsgärtner?

Nach Deiner Landschaftsgärtner-Ausbildung kannst Du mit einem Einstieggehalt von rund 1.700 Euro rechnen. Neben der Größe des Betriebs bei dem Du arbeitest oder Deiner Region kommt es aber auch auf Deine Berufserfahrung an. Im Durchschnitt verdienst Du zirka 2.300 Euro brutto im Monat. Nach welchen Bedingungen Du bezahlt wirst, hängt auch davon ab, ob Dein Arbeitgeber an einen öffentlichen oder privaten Tarifvertrag gebunden ist. Wenn ja, gelten die dort getroffenen Regelungen. Wenn nicht, legt Dein Arbeitgeber die Bezahlung fest, und Du musst selbst verhandeln, wenn Du bspw. eine Gehaltserhöhung haben möchtest.

Für die Vergütung während Deiner Ausbildung gilt das Gleiche. In Betrieben mit einem Tarifvertrag richtet sich auch Deine Ausbildungsvergütung nach den dort festgelegten Vorschriften. Durchschnittlich erhältst Du im ersten Ausbildungsjahr 750 Euro, im zweiten 830 und im dritten 910 Euro im Monat.

Wo finde ich einen Job als Landschaftsgärtner?

Wie sind die Berufsaussichten für Landschaftsgärtner?

Da der Bedarf nach Grün in den vergangenen Jahren sowohl im öffentlichen wie im privaten Bereich immer mehr zugenommen hat, sind Fachkräfte hier sehr gesucht. Entsprechend gut sind Deine Berufschancen nach erfolgreich bestandener Ausbildung. Viele Azubis werden von ihrem Ausbildungsbetrieb sogar direkt übernommen. Sehr gut stehen derzeit auch die Aktien im öffentlichen Dienst.

Welche Spezialisierungen gibt es?

In diesem Beruf bist Du ein Allrounder, der sowohl mit Baumaterialien umgehen kann als auch alles über Pflanzen weiß. Die Landschaftsgärtnerei ist bereits eine Spezialisierung innerhalb der Gärtnerberufe, zu denen bspw. auch Obst-, Baumschul- oder Friedhofsgärtnerei zählen. Einen besonderen Schwerpunkt kannst Du auf ökologische Aspekte wie die Renaturierung ehemaliger Industrielandschaften legen.

Passt der Beruf Landschaftsgärtner zu mir?

Du bist ein Pflanzenflüsterer, und Deine Freunde wundern sich, warum auf Deinem Balkon nie etwas eingeht. Du bist naturverbunden und liebst es, mit bloßen Fingern in der Erde zu wühlen. Der geborene Gärtner bist Du also schon. Doch wie sieht es mit folgenden Eigenschaften aus:

Wetterfestigkeit
Du bist wirklich Tag für Tag draußen, und zwar unabhängig davon, ob es stürmt, regnet oder die Sonne brennt. Dazu gehört eine Menge Ausdauer und Abhärtung – und auch ein guter Kreislauf.
Sportlichkeit
Trotz hilfreicher Maschinen kann Dein Beruf ein echter Knochenjob mit harter körperlicher Arbeit sein. Wenn Du gut im Training bist, wird es Dir wesentlich leichter fallen, die gestellten Aufgaben zu bewältigen.
Handwerkliches Geschick
Neben der Arbeit mit den Pflanzen kommst Du beim Anlegen von Wegen, Teichen oder ähnlichem immer mit handwerklichen Tätigkeiten in Berührung. Du solltest also schon wissen, wie man einen Hammer hält oder eine Schraube festzieht.
Kreativität
Deine Aufgabe ist es, die Pläne eines Landschaftsarchitekten auszuführen. Das heißt aber nicht, dass nicht auch Deine eigenen kreativen Fähigkeiten gefragt sind, wenn es um gestalterische Details geht. Um bspw. eine ansprechende Blumenrabatte anzulegen, braucht es schon beim Aussähen der Samen eine große innere Vorstellungskraft.

Findest Du all diese Eigenschaften und Fähigkeiten in Deiner Person vereinigt? Dann solltest Du nicht zögern. Mach Deinen Traum war und fang Deine Landschaftsgärtner-Ausbildung an.