Einstiegsgehalt 
1.700
Durchschnittsgehalt 
4.062
Ausbildung 
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11
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Informatikkaufmann
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Was ist ein Informatikkaufmann?

Ein Informatikkaufmann beschäftigt sich mit der Beschaffung und Verwaltung von informations- und telekommunikationstechnischen Systemen. Dazu zählen unter anderem Computer, Großrechner, Serversysteme, aber auch Mobiltelefone, digitale Anrufbeantworter oder Videokonferenzsysteme. Der Informatikkaufmann oder die Informatikkauffrau ermittelt, welche Anforderungen die Benutzer an bestimmte Systeme stellen, plant und erstellt Anwendungslösungen dafür und schult Anwender hinsichtlich der Nutzung von Informations- und Telekommunikationssystemen. Des Weiteren sorgt er dafür, dass die geplanten Systeme kunden- und nutzerorientiert organisiert und realisiert werden und stellt die Wirtschaftlichkeit der ihm anvertrauten Projekte sicher.

Die englische Bezeichnung für den Beruf des Informatikkaufmanns lautet IT Management Assistant. Dieser Begriff ist insbesondere bei international agierenden Unternehmen häufiger anzutreffen als die deutschsprachige Berufsbezeichnung.

Was macht ein Informatikkaufmann?

Ein Informatikkaufmann beschäftigt sich mit der Frage, welche Lösungen notwendig sind, um ein kunden- und nutzerorientiertes System zu erschaffen und sprechen dann mit ihren entsprechenden Ansprechpartnern bei Hard- und Softwareherstellern, bei denen es sich üblicherweise um IT-Systemkaufleute handelt. Letzterer gehört genau wie der Beruf des Informatikkaufmanns zu den vier IT-orientierten Ausbildungsgängen, die 1997 im Berufsbildungsgesetz geregelt wurden und staatlich anerkannt werden. Die anderen beiden Berufe, die darunterfallen, sind Fachinformatiker und IT-Systemelektroniker.

Zu den wesentlichen Aufgaben eines Informatikkaufmanns oder eine Informatikkauffrau gehören unter anderem:

  • Analyse von Geschäftsprozessen in Hinblick auf den Einsatz von IT-Systemen
  • Beratung bezüglich der Einsatzmöglichkeiten von IT-Systemen
  • Planung, Durchführung und Kontrolle von IT-Projekten
  • Entwicklung von Anforderungsprofilen und Pflichtheften
  • Ermittlung des IT-Bedarfs
  • Beschaffung und Einführung neuer IT-Systeme
  • Erstellung und Umsetzung von Anwendungslösungen unter Beachtung der fachlichen und wirtschaftlichen Aspekte
  • Administration von IT-Systemen (Netzwerkadministration, Datenbankverwaltung)
  • Beratung und Schulung der Nutzer
  • Programmierung von Anwendungstools

Wie wird man Informatikkaufmann?

Die Ausbildung zum Informatikkaufmann erfolgt dual. Das bedeutet, dass Du einerseits in einem Betrieb arbeitest und dort ausgebildet wirst, nebenbei aber auch wieder die Schulbank drückst. Für Informatikkaufmann-Ausbildung ist nämlich der Besuch einer berufsbildenden Schule nötig, bei denen Du die theoretischen Grundlagen zu den Praxisarbeiten, die Du in Deinem Ausbildungsbetrieb erledigst, erlernst. Die Ausbildung zum Informatikkaufmann dauert in der Regel drei Jahre, in seltenen Fällen kann sich die Ausbildungszeit auf dreieinhalb Jahre ausdehnen. Sind Deine Leistungen in der Berufsschule und Deinem Ausbildungsbetrieb sehr gut, kann Deine Informatikkaufmann-Ausbildung um bis zu ein Jahr verkürzt werden.

Voraussetzungen

Um eine Ausbildung zum Informatikkaufmann aufnehmen zu können, ist mindestens die Mittlere Reife, also ein Realschulabschluss, nötig. Den Großteil der Bewerber um eine Ausbildung zum Informatikkaufmann machen mit knapp 60% allerdings Personen mit Abitur oder Fachabitur aus. In einigen Fällen können auch Personen, die über einen Hauptschulabschluss verfügen, eine Informatikkaufmann-Ausbildung absolvieren.

Ausbildungsinhalte

Die Informatikkaufmann-Ausbildung gliedert sich in neun verschiedene Abschnitte, wobei der erste Abschnitt sämtliche Inhalte enthält, die alle vier IT-orientierten Ausbildungsgänge betreffen. Die restlichen acht Abschnitte sind fachbereichs- und berufsspezifisch auf die Informatikkaufmann-Ausbildung zugeschnitten.

Folgende Schwerpunkte werden Dir während Deiner Informatikkaufmann-Ausbildung begegnen:

  • Der Betrieb und sein Umfeld
  • Geschäftsprozesse und betriebliche Organisation
  • Rechnungswesen und Controlling
  • Markt- und Kundenbeziehungen (Marketing)
  • Einfach IT-Systeme
  • Vernetzte IT-Systeme
  • Arbeitsorganisation und Arbeitstechniken
  • Projektarbeit
  • Beschaffung und Bereitstellen von Systemen

Prüfungen

Während Deiner Informatikkaufmann-Ausbildung legst Du zwei Prüfungen ab: die Zwischenprüfung nach dem zweiten Lehrjahr und die Abschlussprüfung ganz am Ende Deiner Ausbildung. Die Abschlussprüfung besteht aus zwei Teilen, meist als „Prüfungsteil A“ und „Prüfungsteil B“ betitelt. Diese können wie folgt aussehen:

  • Prüfungsteil A: Die Prüfung beginnt mit der Durchführung und Dokumentation einer betrieblichen Projektarbeit wie das Ausführen eines Auftrags oder Teilauftrags in maximal 35 Stunden. Im Anschluss hast Du 30 Minuten Zeit, Deine Projektarbeit im Rahmen eines Fachgesprächs zu präsentieren. In dieser praxisorientierten Prüfung werden typische Informatikkaufmann-Aufgaben, die Du während Deiner betrieblichen Ausbildung gelernt hast, abgefragt.
  • Prüfungsteil B: Dieser Prüfungsteil gliedert sich in zwei ganzheitliche Aufgaben, die in jeweils maximal 90 Minuten geprüft werden, sowie den Prüfungsbereich „Wirtschafts- und Sozialkunde“, für den Du maximal 60 Minuten zur Verfügung hast. Im Vergleich zu Prüfungsteil A ist Prüfungsteil B mehr auf die Abfrage der Theorie, die Du während Deiner Informatikkaufmann-Ausbildung gelernt hast, ausgelegt.

Weiterbildung

Nach dem erfolgreichen Abschluss hast Du die Option, eine Informatikkaufmann-Weiterbildung zu absolvieren. Welche beruflichen Möglichkeiten Dir nach Deiner Informatikkaufmann-Ausbildung zur Verfügung stehen, stellen wir Dir im Abschnitt „Spezialisierungen“ ausführlich vor.

Wo arbeitet ein Informatikkaufmann?

Als Informatikkaufmann oder Informatikkauffrau findest Du Anstellungen in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Dazu zählen im Einzelnen:

  • Chemie und Pharmazie
  • Bau und Architektur
  • Fahrzeugbau und -instandhaltung
  • Groß- und Einzelhandel
  • Elektro
  • IT, Datenverarbeitung und Computer
  • Hotels, Gaststätten und Tourismus
  • Textil und Bekleidung
  • Öffentliche Verwaltung und Sozialversicherung
  • Papier und Druck
  • Metall und Maschinenbau
  • Feinmechanik und Optik
  • Management und Beratung
  • Recht und Steuern
  • Transport und Verkehr

Deinen Arbeitsplatz und die Branche, in der Du arbeiten möchtest, kannst Du also unabhängig von typischen Informatikkaufmann-Aufgaben nach Deinen persönlichen Interessen und Vorlieben auswählen.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Ein typischer Arbeitstag im Leben von Informatikkaufmännern und -frauen kann zum Beispiel so aussehen:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Zu Deinem Arbeitsplatz gehört ganz klassische ein Schreibtisch in einem Unternehmen, an dem Du Deine organisatorischen und kaufmännischen Arbeiten erledigst. Als Informatikkaufmann kommst Du jedoch auch viel herum. So besuchst Du beispielsweise Kunden, um ihnen die Anwendung einzelner Geräte zu erklären und hältst Dich in Serverräumen auf, um dort einzelne Arbeiten zu erledigen. Auch Besprechungs-, Schulungs- und Unterrichtsräume gehören in einigen Fällen zu den Arbeitsplätzen eines Informatikkaufmanns.

Was verdient ein Informatikkaufmann?

Als Informatikkaufmann verdienst Du bereist während Deiner Ausbildung Geld. Je nach Unternehmen und Standort sind das im ersten Lehrjahr zwischen 830 und 930 Euro, im zweiten Lehrjahr bereits 910 bis 980 Euro und im dritten Ausbildungsjahr sogar 970 bis 1.060 Euro.

Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zum Informatikkaufmann verdienst Du monatlich zwischen 1.700 und 2.400 Euro. Mit etwas Berufserfahrung steigt Dein Monatsverdienst natürlich weiter an. Auch entsprechende Weiterbildungen wirken sich positiv auf Dein Einkommen aus. So kannst Du beispielsweise als IT-Systemadministrator oder Software-Entwickler – beides sind Weiterbildungen, die Dir als Informatikkaufmann offenstehen - bis zu 5.000 Euro pro Monat verdienen.

Wo finde ich einen Job als Informatikkauffrau oder -mann?

Du bist auf der Suche nach einem Job als Informatikkaufmann? Mit unserer Online-Jobsuche findest Du tolle Stellenangebote, die sowohl für Berufsanfänger geeignet sind, als auch für Informatikkaufmänner und -frauen, die ihre Karriere vorantreiben und neue Herausforderungen annehmen wollen!

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Wie sind die Berufsaussichten für Informatikkaufleute?

Jobs gibt es in der IT-Branche allerhand, so auch für Informatikkaufleute. Zurzeit werden händeringend Nachwuchskräfte gesucht, die sich für eine Ausbildung zum Informatikkaufmann interessieren. Sich auf eine Informatikkaufmann-Ausbildung zu bewerben lohnt sich also! Auch die Aufstiegschancen stehen dank vielfältiger Weiterbildungsmöglichkeiten gut, die Arbeitslosigkeit ist in diesem Job hingegen sehr gering.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Nach der Ausbildung zum Informatikkaufmann kannst Du verschiedene Weiterbildungen absolvieren und Dich so auf diverse Fachbereiche spezialisieren. Dazu zählen unter anderem folgende Berufe:

Des Weiteren kannst Du nach Deiner Informatikkaufmann-Ausbildung ein Studium in einem fachverwandten Bereich absolvieren – auch dann, wenn Du nicht über ein Abitur oder Fachabitur verfügst. Studiengänge, die für Dich infrage kommen, sind unter anderem:

  • Wirtschaftsinformatik
  • Science Informatik
  • Engineering Informationstechnik
  • Science Angewandte Informatik
  • BWL/Wirtschaftsinformatik

Passt der Beruf Informatikkaufmann zu mir?

Wenn Der Beruf des Informatikkaufmanns Dich interessiert, Du Dir aber noch unsicher bist, ob der Job wirklich das Richtige für Dich ist, hilft Dir vielleicht unsere Liste mit Hard und Soft Skills weiter, die Du als Informatikkaufmann haben solltest.

Technisches Interesse
Ganz klar: Wenn Du Informatikkaufmann werden willst, musst Du Interesse an Technik und auch Verständnis für unterschiedliche Systeme und Informatik im Allgemeinen mitbringen.
Mathematisches Verständnis
In diesem Beruf hast Du viel mit Zahlen zu tun. Wenn Rechnen also in der Schule nicht Dein Freund war, solltest Du Deine Berufswahl also noch mal überdenken. Aber keine Sorge: Das meiste, was Du an Rechenwegen und Formeln für die Arbeit als Informatikkauffrau brauchst, lernst Du sowieso in der Berufsschule noch mal.
Flexibilität
Im Beruf als Informatikkaufmann erwartet Dich jeden Tag eine andere, neue und spannende Aufgabe. Deshalb solltest Du flexibel sein und Dich gut auf unterschiedliche Situationen einlassen können. Auch wirst Du viel unterwegs sein, zum Beispiel, weil Du direkt bei verschiedenen Kunden vor Ort sein musst, wo die Arbeitsbedingungen nicht immer so optimal sind, wie Du es von Deiner eigenen Firma kennst. Deshalb ist Flexibilität für diesen Job ein Muss.
Kontaktfreudigkeit
Während Deines Arbeitstages hast Du mit vielen verschiedenen Menschen Kontakt – angefangen von Personen aus den unterschiedlichen Abteilungen Deiner eigenen Firma bis hin zu Endkunden, die Du beraten musst oder Anwendern, die Du im Umgang mit einer neuen Software schulen musst. Auch Telefonberatung ist nicht unüblich. Wenn Du also eher kontaktscheu bist, solltest Du Dich vielleicht nach einem anderen Job umsehen.