Grundschullehrer: Ausbildung & Beruf

7 bis 10 Semester Lehramtsstudium12 bis 24 Monate ReferendariatA 12 oder A 13 Besoldung als Beamter4.893 € mittleres Gehalt
Freie Jobs als Grundschullehrer in unserer Jobbörse
AnzeigeVerdiene Geld mit Deiner MeinungYouGov*Kostenlos · kurze Umfragen, nur mit E-Mail
  • Bezahlte Online-Umfragen: Du bestimmst selbst, wann Du mitmachst
  • Für die Anmeldung brauchst Du nur Deine E-Mail-Adresse
  • Neben Schule, Ausbildung oder Job möglich

Jetzt anmelden ›Kostenlos und unverbindlich

Inhalt8 Abschnitte
  1. Wie wird man Grundschullehrer?
  2. Wie lange dauert die Ausbildung?
  3. Was brauchst Du, um Grundschullehrer zu werden?
  4. Was macht ein Grundschullehrer?
  5. Was verdient ein Grundschullehrer?
  6. Wie sind die Berufsaussichten?
  7. Passt der Beruf zu Dir?
  8. Weiter zum Grundschullehramt

Grundschullehrer unterrichten Kinder von der 1. bis zur 4. Klasse, in Berlin und Brandenburg bis zur 6.

Wie wird man Grundschullehrer?

Grundschullehrer wirst Du über ein Lehramtsstudium für die Grundschule und das Referendariat, die praktische Ausbildung an einer Schule. Wo Lehrkräfte fehlen, kommst Du auch mit einem anderen Studium als Quereinsteiger an die Grundschule. Welche Regeln gelten, entscheidet jedes Bundesland selbst. Das gilt für Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer gleichermaßen.

1. Lehramt an Grundschulen studieren

Du studierst an einer Universität oder Pädagogischen Hochschule mehrere Fächer gleichzeitig: Deutsch, Mathematik und ein weiteres Fach, zum Beispiel Sachunterricht, Englisch, Kunst, Musik, Sport oder Religion. Dazu kommen Grundschulpädagogik und Praktika an Schulen. Je nach Bundesland endet das Grundschullehramt-Studium mit dem Master of Education oder dem Ersten Staatsexamen. Ein Bachelor allein reicht nicht.

  1. 7 bis 10 SemesterLehramtsstudiumAn einer Uni oder Pädagogischen Hochschule, Abschluss mit Master of Education oder Erstem Staatsexamen.
  2. 12 bis 24 MonateReferendariatIm Grundschulreferendariat unterrichtest Du an einer Schule und lernst im Seminar. Am Ende steht die Zweite Staatsprüfung.
  3. danachEinstellungDu bewirbst Dich beim Land. Erfüllst Du die Voraussetzungen, wirst Du in allen Bundesländern verbeamtet.

2. Quer- oder Seiteneinstieg mit einem anderen Studium

Quer- und Seiteneinsteiger kommen nur zum Zug, wenn eine Stelle nicht mit ausgebildeten Lehrkräften besetzt werden kann. Meist brauchst Du einen Master oder ein Uni-Diplom, aus dem sich Deutsch oder Mathematik ableiten lässt. Den Rest lernst Du neben dem Unterricht, oft in einem Referendariat, das Du berufsbegleitend machst. Jedes Bundesland regelt den Quereinstieg als Grundschullehrer anders:

Quereinstieg Grundschule nach Bundesland
NRW24 Monate Referendariat neben dem Jobmit Uni-Abschluss ab 7 Semestern oder FH-Master, 2 Jahren Berufserfahrung und Deutsch oder Mathe; für Starts bis Ende 2027
Berlin18 Monate Referendariat neben dem Jobmit Master oder Diplom; fehlen Deutsch oder Mathe, studierst Du sie vorher je 1 Jahr berufsbegleitend nach
SachsenSeiteneinstieg mit Master oder Bachelorerst 3 Monate Einstiegsfortbildung, dann Qualifizierung neben dem Job; mit Bachelor in einer niedrigeren Laufbahn
Bayernkein Quereinstieg in die Grundschuleohne Lehramtsabschluss gibt es derzeit keine feste Stelle
Baden-Württemberg (BW)Direkteinstieg schon mit Bachelormit Deutsch oder Mathe als Fach, 2 Jahre pädagogische Schulung neben dem Unterricht, danach A 12
HessenQuereinstieg auch mit Bachelormit Deutsch, Mathe, Sport, Musik oder Kunst und 1 Jahr Berufserfahrung, 3,5 Jahre neben dem Job; letzte Runde gestartet 2026
NiedersachsenReferendariat oder 18 Monate Qualifizierung im Jobmit Uni-Master und Deutsch oder Mathe
Hamburgnur in Kunst, Musik und Theatermit Master oder Uni-Diplom, für Deutsch und Mathe derzeit nicht
Brandenburg24 Monate Referendariat neben dem Jobmit Master; mit Bachelor nur eine eigene Laufbahn ohne Lehramt

Quellen: Schul- und Kultusministerien der Länder, Stand September 2026.

Mit einem Bachelor sind die Wege enger. Nicht jedes Land nimmt Dich damit.

Nur mit Bachelor: Was geht?
Baden-Württemberg, Hessen, SachsenQuereinstieg möglichdie Bedingungen stehen in der Übersicht oben
NRWnur eine Unterrichtserlaubnisfür Englisch, Kunst, Musik oder Sport, ohne Lehramt und ohne Verbeamtung
Brandenburgeigene Laufbahn ohne Lehramt
Nur Erzieherausbildungreicht in keinem dieser Länderfür die Grundschule brauchst Du ein Studium

3. Ohne Abitur: mit Berufsabschluss ins Studium

Ohne Studium wirst Du kein Grundschullehrer, ohne Abitur aber schon. Mit einer Ausbildung als staatlich anerkannte Erzieherin oder staatlich anerkannter Erzieher oder mit einem Meister darfst Du nach einem Beschluss der Kultusministerkonferenz jedes Fach studieren, auch Lehramt. Mit einer anderen Ausbildung und mindestens 3 Jahren Berufserfahrung in einem passenden Bereich geht es auch, wenn Du eine Eignungsprüfung bestehst oder ein Probejahr an der Hochschule schaffst. Die genauen Regeln legt jedes Bundesland fest.

Freie Stellen als Grundschullehrer
Aktuelle Anzeigen aus unserer Jobbörse
YouGov
Verdiene Geld mit Deiner Meinung
YouGov* · kostenlos

Mit kurzen Umfragen verdienst Du nebenbei etwas dazu. Kostenlos, nur mit Deiner E-Mail-Adresse.

Jetzt anmelden

Wie lange dauert die Ausbildung zum Grundschullehrer?

Bis zur eigenen Klasse braucht man gut 5 bis 6,5 Jahre. Die Grundschullehrerausbildung hat zwei Teile: Das Lehramtsstudium dauert je nach Bundesland 7 bis 10 Semester, man studiert also 3,5 bis 5 Jahre. Danach folgt das Referendariat mit 12 bis 24 Monaten. Die kürzeste Ausbildungsdauer hat Hessen, am längsten dauert es in den acht Ländern mit 10 Semestern Studium und 18 Monaten Referendariat.

ZusammenStudium + ReferendariatBundesland
5,25 Jahre7 Semester + 21 MonateHessen
rund 5,3 Jahre8 Semester + 16 MonateSachsen-Anhalt
5,5 Jahre7 Semester + 24 MonateBayern
5,5 Jahre8 Semester + 18 MonateBaden-Württemberg (BW), Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen
6 Jahre10 Semester + 12 MonateBrandenburg
6,5 Jahre10 Semester + 18 MonateBerlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, NRW, Schleswig-Holstein, Thüringen

Regelzeiten laut Kultusministerkonferenz, Sachstand in der Lehrkräftebildung, Stand 1. Juni 2026. Brandenburg: 12 Monate Referendariat, wenn 6 Monate Praxis aus dem Studium angerechnet werden, sonst 18.

Dein Weg in die Grundschule beginnt mit dem Lehramtsstudium

Wir schicken Dir Einladungen von Hochschulen und Stipendiengebern per E-Mail.

  • Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
  • Stipendien und Förderprogramme
  • Praktika und Trainee-Programme
  • Gratis-Aktionen und Geld-Angebote

Kostenlos. Du bekommst zuerst eine E-Mail zum Bestätigen, abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.

Was brauchst Du, um Grundschullehrer zu werden?

Für das Lehramtsstudium brauchst Du in der Regel das Abitur. Dazu kommt in Kunst, Musik und Sport meist eine Eignungsprüfung. Einen bundesweiten Numerus clausus (NC) für das Grundschullehramt gibt es nicht.

Kurz beantwortet
Was muss ich studieren, um Grundschullehrer zu werden?Lehramt an GrundschulenJe nach Bundesland heißt es auch Lehramt Grundschule oder Lehramt für die Primarstufe.
Welchen Abi-Durchschnitt brauche ich?Das hängt von der Hochschule ab.An der Uni Köln etwa sind Deutsch und Mathe zulassungsbeschränkt, an der Uni Bamberg ist das Grundschullehramt zulassungsfrei. Die Grenze ergibt sich jedes Semester neu aus den Bewerbungen.
Reicht das Fachabi?Die Fachhochschulreife allein reicht in der Regel nicht.Bei manchen Studiengängen genügt die fachgebundene Hochschulreife.
Kann ich ohne Abitur Grundschullehrer werden?Ja, über einen Berufsabschluss.Mit Meister oder Erzieherausbildung darfst Du studieren, sonst mit Ausbildung, 3 Jahren Praxis und Eignungsprüfung.
Kann ich als Erzieher Grundschullehrer werden?Ja, über das Lehramtsstudium.Die Erzieherausbildung öffnet Dir das Studium, sie ersetzt es aber nicht. Sachsen etwa stellt Erzieher nur an Förderschulen ein, nicht an Grundschulen.
Geht es ohne Studium?NeinFür eine feste Stelle als Grundschullehrer brauchst Du immer einen Hochschulabschluss.
Reicht ein Bachelor?Für das Referendariat nicht.Dafür brauchst Du Master oder Staatsexamen. Als Quereinsteiger nehmen Baden-Württemberg und Hessen auch Bachelor.
Werden Grundschullehrer verbeamtet?Ja, in allen 16 Ländern, wenn Du die Voraussetzungen erfüllst.Dazu gehört eine Altersgrenze, etwa 42 Jahre in NRW und Baden-Württemberg, 45 in Bayern. Berlin verbeamtet seit 2022 wieder.

Was macht ein Grundschullehrer?

Als Grundschullehrer bringst Du Kindern Lesen, Schreiben und Rechnen bei, von der 1. bis zur 4. Klasse, in Berlin und Brandenburg bis zur 6. Zu Deinen Aufgaben gehört vor allem der Unterricht: Über die Hälfte der Stunden entfallen auf Deutsch, Mathematik und Sachunterricht. Meist bist Du Klassenlehrer und unterrichtest viele Fächer Deiner Klasse selbst. Für die Kinder bist Du eine wichtige Bezugsperson: Du förderst Konzentration und Miteinander, erkennst Lernschwierigkeiten früh und sprichst mit den Eltern.

So sieht Dein Alltag aus
Unterricht vorbereitenStunden planen, Material und Arbeitsblätter erstellen.Das machst Du oft nachmittags, in der Schule oder zu Hause.
UnterrichtenErklären, üben und darauf achten, dass alle Kinder mitkommen.Manche Kinder lesen schon zu Beginn der 1. Klasse, andere brauchen länger.
Korrigieren und beurteilenTests und Klassenarbeiten korrigieren, Zeugnisse schreiben.
Eltern und KollegiumElternabende, Elterngespräche, Konferenzen und Absprachen mit Kollegen.
FortbildungenDu bleibst didaktisch und technisch auf dem aktuellen Stand.

Eine volle Stelle heißt an der Grundschule 28 Unterrichtsstunden pro Woche, etwa in NRW, Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Berlin, in Sachsen 27. Vorbereitung, Korrekturen, Konferenzen und Elterngespräche kommen dazu. Später kannst Du zum Beispiel Beratungs- oder Vertrauenslehrer werden, Referendare betreuen oder eine Schule leiten.

Was verdient ein Grundschullehrer?

Verbeamtete Grundschullehrer bekommen je nach Bundesland A 12 oder A 13, in 11 von 16 Ländern ist es inzwischen A 13. Laut Statistischem Bundesamt liegt das mittlere Bruttogehalt von Grundschullehrern bei 4.893 € im Monat. Wie viel Du genau bekommst, hängt vom Bundesland und von Deiner Erfahrungsstufe ab. Ob der Beruf gut bezahlt ist, entscheidet also vor allem Dein Land. Angestellte Lehrkräfte bekommen nach Tarif das Gehalt, das ihrer Besoldung entspricht: E 11 statt A 12, E 13 statt A 13.

BesoldungBundesländer
A 13Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, NRW (seit August 2026), Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen
A 12 mit ZulageBayern und Hessen, A 13 ab 2028
A 12Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz (Anhebung geplant, noch ohne Zeitplan), Saarland

Stand September 2026. Quellen: Besoldungsgesetze und Kultusministerien der Länder, Kultusministerkonferenz; Gehalt: Statistisches Bundesamt, Verdiensterhebung 2025.

Mehr Zahlen, auch netto und nach Bundesland, findest Du im Artikel Grundschullehrer-Gehalt.

Wie sind die Berufsaussichten?

Bis 2027 werden Grundschullehrer dringend gesucht, danach schließen voraussichtlich mehr ihre Ausbildung ab, als Stellen frei werden. Die Kultusministerkonferenz vergleicht, wie viele Lehrkräfte die Länder einstellen müssen und wie viele ihre Ausbildung abschließen:

ZeitraumStellenNeue Lehrkräfte
2025 bis 202726.40023.400 (3.000 zu wenig)
2028 bis 203016.60025.100
2031 bis 203527.40041.300

Quelle: Kultusministerkonferenz, Dokumentation Nr. 247, Lehrkräfteeinstellungsbedarf und -angebot 2025 bis 2035, Dezember 2025.

Zukunft hat der Beruf trotzdem, und die Chancen sind besser, als die Zahlen vermuten lassen, schreibt die KMK: Den Ganztag an Grundschulen ab 2026 haben noch nicht alle Länder eingerechnet, und in manchen ländlichen Regionen finden Schulen schwer Lehrkräfte. Wer heute anfängt zu studieren, steht frühestens 2032 vor der eigenen Klasse.

Passt der Beruf zu Dir?

Was solltest Du mitbringen?

Das passt zu Dir, wenn Du ...
  • gern mit Kindern arbeitest und viel Geduld hast
  • Dinge einfach und kindgerecht erklären kannst
  • Dich in einer Klasse freundlich und klar durchsetzt
  • auch schwierige Gespräche mit Eltern ruhig führst
Eher nicht, wenn Du ...
  • nach dem Studium kein Referendariat mehr machen willst
  • lieber ein Fach in der Tiefe unterrichten möchtest als viele Fächer
  • ungern früh aufstehst
  • abends nicht noch Unterricht vorbereiten oder korrigieren möchtest

Weiter zum Grundschullehramt

Quellen dieses Artikels Lehramtsstudium und Referendariat: KMK-Rahmenvereinbarung Lehramtstyp 1 (Fassung 2019) · Dauer je Land: KMK, Sachstand in der Lehrkräftebildung, Stand 1. Juni 2026 · Grundschule: KMK, Primarbereich · Zugang ohne Abitur: KMK-Beschluss vom 6. März 2009, KMK-Rahmenvereinbarung über Fachschulen · Zulassung: studienwahl.de, Uni Köln, Uni Bamberg · Quereinstieg: Schul- und Kultusministerien von NRW, Berlin, Sachsen, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Hamburg und Brandenburg, Stand September 2026 · Besoldung: Besoldungsgesetze und Kultusministerien der Länder, KMK-Übersicht Einstellungsbedingungen (Januar 2026), Tarifvertrag TV EntgO-L · Pflichtstunden: Arbeitszeitverordnungen der Länder, KMK-Übersicht 2025/26 · Gehalt: Statistisches Bundesamt, Verdiensterhebung · Lehrkräftebedarf: KMK, Dokumentation Nr. 247 (Dezember 2025)

* Individuelle Ergebnisse können je Portal und je nach Deinem Profil variieren. Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn Du auf einen Affiliate-Link klickst, bekommt myStipendium.de von dem betreffenden Anbieter eine Provision. Für Dich verändert sich der Preis bzw. das Angebot nicht. Dein Klick hilft bei der Finanzierung unserer kostenfreien Seite.