Einstiegsgehalt 
1.980
Durchschnittsgehalt 
4.041
Ausbildung 
Ausbildung
8
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Chemikant
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Was ist ein Chemikant?

Ein Chemikant arbeitet in Betrieben der chemischen Industrie, wo er für die Vorbereitung, Durchführung und Kontrolle von Produktionsprozessen bei der Herstellung chemischer Produkte verantwortlich ist.

Was macht ein Chemikant?

Als Chemikant oder Chemikantin mischst Du mit bei der chemischen Produktion, indem Du aus organischen und anorganischen Grundchemikalien Erzeugnisse wie Waschmittel, Farben oder Polymere herstellst. Das Abmessen und Abfüllen von Rohstoffen in die Produktionsanlagen gehört dabei ebenso zu den Chemikant-Aufgaben, wie die ständige Kontrolle des Produktionsablaufs. Mit Hilfe modernster Computertechnik steuerst Du dabei die Temperierung oder Destillation der Ausgangsstoffe, nimmst regelmäßig Proben und überprüfst die Messwerte, protokollierst den Fertigungsablauf und überwachst die Verpackung der fertigen Produkte. Darüber hinaus bist Du auch für die umweltgerechte Entsorgung von Stoffen sowie für die Wartung der Anlagen zuständig.

Wie wird man Chemikant?

Ausbildung Chemikant

Bevor Du in der chemischen Industrie als Chemikant arbeiten darfst, muss Du eine Chemikant-Ausbildung absolvieren. Einen besonderen Bildungsabschluss musst Du dafür nicht haben, mit der mittleren Reife bspw. hast Du hervorragende Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Derzeit haben knapp 60 Prozent der Bewerber für die Chemikant-Ausbildung einen mittleren Schulabschluss. Am höchsten stehen Deine Chancen, wenn Du gute Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern

  • Chemie
  • Physik
  • Mathematik

Im Abschlusszeugnis hast.

Die Ausbildung als Chemikant dauert mit 3,5 Jahren ein halbes Jahr länger als die meisten anderen handwerklichen Ausbildungen. Sie ist dual angelegt, d. h. einen Teil der Chemikant-Ausbildung machst Du im Betrieb, den anderen an der Berufsschule.

Chemikant-Ausbildung im Betrieb

Die Ausbildung als Chemikant oder Chemikantin findet meistens in einem Betrieb der chemischen Industrie statt. Hier wirst Du von Anfang an in die betrieblichen Arbeitsprozesse eingebunden und lernst die praktische Seite Deines späteren Berufslebens von Grund auf kennen. Zu den wichtigsten Ausbildungsinhalten gehört dabei der Umgang mit Anlagen und Geräten einschließlich ihrer Pflege und Wartung. Du lernst hier, wie Du Dein theoretisches Wissen über chemische Reaktionen und Herstellungsprozesse im großen Maßstab anwendest. Darüber hinaus spielen Ausbildungsinhalte wie der richtige Umgang mit brennbaren, ätzenden oder explosiven Stoffen und weitere Werkschutzmaßnahmen eine wichtige Rolle. In einem Berichtsheft dokumentierst Du die Aufgaben und Tätigkeiten, die Du während Deiner betrieblichen Ausbildung durchführst. Es wird von Deinem Ausbilder regelmäßig kontrolliert und dient als wichtiger Ausbildungsnachweis.

Chemikant-Ausbildung in der Berufsschule

Der Unterricht in der Berufsschule findet üblicherweise an bestimmten Wochentagen oder im Block statt. Hier stehen die fachtheoretischen Inhalte Deines Berufs auf dem Stundenplan, darunter Reaktionsgleichungen und die Handhabung organischer Grundchemikalien. Daneben erhältst Du auch Unterricht in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsche, Mathematik und Wirtschaftskunde.

Abschluss

Am Ende Deines zweiten Ausbildungsjahrs steht der erste Teil Deiner Abschlussprüfung an. Teil 2 musst Du ganz am Ende Deiner Chemikant-Ausbildung ablegen. Er besteht aus drei schriftlichen und einem praktischen Prüfungsteil. Wenn Du beide Prüfungen erfolgreich vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) bestanden hast, darfst Du Dich staatlich anerkannter Chemikant bzw. staatlich anerkannte Chemikantin nennen.

Ausbildung zum Industriemeister

Wenn Du später einmal Führungsaufgaben übernehmen möchtest, kannst Du nach Deiner Chemikant-Ausbildung noch einen Meistertitel erwerben. Die Meisterausbildung qualifiziert Dich nicht nur zur Führung von Mitarbeitern und zur Ausbildung von Nachwuchskräften, sondern auch für planende, steuernde und überwachende Tätigkeiten im Betrieb. Je nachdem, ob Du die Ausbildung zum Industriemeister in Vollzeit- oder Teilzeit neben dem Beruf machst, dauert sie zwischen 5 und 24 Monaten. Durchgeführt wird die kostenpflichtige Ausbildung von der IHK und von anderen Bildungsträgern.

Ausbildungsalternativen

Abgesehen von der Ausbildung als Chemikant kannst Du Dich für diesen Beruf auch durch andere Ausbildungen qualifizieren. In Betracht kommt dabei z.B. eine Ausbildung zum Chemielaboranten. Auch in diesem Beruf hast Du hauptsächlich mit der Zusammensetzung chemischer Stoffe zu tun und bist an der Herstellung von Produkten wie Kunststoffen, Pflanzenschutzmitteln oder Pharmazeutika beteiligt. Eine weitere Alternative für die Chemikant-Ausbildung ist die auf Arzneiherstellung spezialisierte Ausbildung zum Pharmakanten.

Wo arbeitet ein Chemikant?

Chemikanten finden hauptsächlich in folgenden Branchen Arbeit:

  • Chemische Industrie: z.B. Hersteller von chemischen Grundstoffen, Düngemitteln, Kunststoffen, Seifen und Reinigungsmittel, Chemiefasern oder Mineralölverarbeitung
  • Pharmazeutische Industrie: z.B. Hersteller von pharmazeutischen Grundstoffen
  • Hersteller von Farben und Lacken
  • Kunststoffindustrie: z.B. Hersteller von Platten, Folien oder Schläuchen

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Als Chemikant bist Du Herr über große und komplizierte Anlagen. Oft hast Du viele Aufgaben auf einmal zu erledigen, was dazu führt, dass Dir Dein Arbeitsalltag selten langweilig vorkommt. Ein typischer Tag aus Deinem Berufsleben könnte ungefähr folgendermaßen aussehen:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

An Deinem Arbeitsplatz sieht es aus wie in einer richtigen Fabrik. In großen Hallen bist Du umgeben von riesigen Anlagen mit Rohren, Tanks und Ventilen. Überall dampft es und zischt, und manchmal stinkt es auch. Viele Anlagen eines Chemiebetriebs befinden sich wegen ihrer Größe auch im Freien. Um Anlagen zu inspizieren oder auf den Leitstand zu gelangen, empfiehlt es sich, schwindelfrei zu sein, da sie manchmal nur über Treppen und Leitern zu erreichen sind. Häufige Einsatzorte an Deinem Arbeitsplatz sind auch die verschiedenen Lager für die Grundchemikalien, aber auch im Labor bist Du häufig anzutreffen. Dort werden Proben analysiert und Qualitätsprüfungen vorgenommen.

Was verdient ein Chemikant?

Beruf

Wenn Du Deine Ausbildung zum Chemikanten abgeschlossen hast, kannst Du mit einem durchschnittlichen Einstiegsgehalt von 2.200 Euro im Monat rechnen. Wie viel Du verdienst, hängt dabei natürlich nicht zuletzt von Deiner Qualifikation, Deinem Arbeitsort und Deiner Berufserfahrung ab. Besonderen Einfluss auf Dein Gehalt hat vor allem auch die Branche, in der Du arbeitest. Derzeit kannst Du in den Branchen Chemie und Pharmazie besonders viel Geld verdienen. Hier beträgt der Brutto-Monatslohn im Durchschnitt zwischen 2.500 und 3.100 Euro.

Ausbildung

Bereits während Deiner Ausbildung als Chemikant steht Dir eine monatliche Vergütung zu. Wie hoch diese ausfällt, richtet sich nach den tariflichen Regelungen für Deinen Ausbildungsbetrieb. Im Schnitt erhältst Du im ersten Ausbildungsjahr 874 Euro im Monat. Diese Vergütung steigert sich im Laufe der Jahre bis auf 1.054 Euro monatlich im vierten Ausbildungsjahr.

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