Was ist ein Augenoptiker?
Ein Augenoptiker oder eine Augenoptikerin ist eine Person, die beruflich Sehhilfen in Form von Brillen und Kontaktlinsen anfertigt und anpasst. Der Optiker-Beruf ist ein sogenannter „Monoberuf”, der keiner Berufsgruppe zu-, bei-, über- oder untergeordnet wird.
Was macht ein Augenoptiker?
Personen, die den Augenoptiker-Beruf ausüben, führen Tests zur Bestimmung der Sehstärke durch, beraten und unterstützen Kunden bei der Auswahl der passenden Sehhilfe, die optische Fehlsichtigkeit korrigiert. Zudem sind sie geschultes Verkaufspersonal, was Brillengestelle, darunter auch Sonnenbrillen mit und ohne Sehstärke, und Kontaktlinsen sowie entsprechendes Zubehör betrifft.
Während der Optiker-Ausbildung werden zudem die Herstellung von Brillenfassungen aus Metallen und Kunststoffen sowie das Schleifen von Linsen gelehrt. In der Praxis wird diese Art der Arbeit im Optiker-Beruf immer seltener angewandt, da Brillen heutzutage meist industriell gefertigt werden. Dafür nimmt die Beratung und Auswertung von Sehtests im Zusammenhang mit Medikamenten und anderen medizinischen Aspekten zur ganzheitlichen Beratung des Sehens eine immer größere Rolle im Berufsbild des Optikers ein.
Wie wird man Augenoptiker?
Die Optiker-Ausbildung kann als klassische duale Ausbildung absolviert werden, bei der Du in einem Betrieb beschäftigt bist und nebenbei die Berufsschule besuchst. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, eine Ausbildung zum Augenoptiker zu machen, indem Du ein Studium absolvierst. Der Studiengang, den Du studieren musst, wenn Du Optiker werden möchtest, heißt „Optometrie”. Die unterschiedlichen Wege, eine Augenoptiker-Ausbildung abzuschließen, stellen wir Dir an dieser Stelle vor, genau wie die Voraussetzungen, die Du benötigst, um zur Ausbildung zum Optiker zugelassen zu werden.
Die Ausbildung zum Augenoptiker dauert 36 Monate beziehungsweise 3 Jahre und ist eine duale Ausbildung im Handwerk. Es handelt sich um einen Monoberuf. Rechtsgrundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Augenoptiker und zur Augenoptikerin (Augenoptiker-Ausbildungsverordnung) vom 26.04.2011, die am 1. August 2011 in Kraft trat und die vorherige Verordnung vom 4. März 1997 ablöste. Die Gesellenprüfung wird in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen durchgeführt: Teil 1 ist ein unselbstständiger Bestandteil der Abschlussprüfung und ersetzt eine separate Zwischenprüfung, Teil 2 erfolgt am Ende der Ausbildung.
Unter bestimmten Bedingungen, etwa bei einem höheren Schulabschluss oder sehr guten Leistungen, kann die Ausbildung verkürzt werden.
Die Ausbildung in Deutschland endet mit einer sogenannten gestreckten Gesellenprüfung, die in zwei zeitlich auseinanderfallende Teile gegliedert ist. Teil 1 soll laut Ausbildungsverordnung vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden und erstreckt sich auf die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der ersten drei Ausbildungshalbjahre sowie den wesentlichen Berufsschul-Lehrstoff. Teil 2 schließt die Ausbildung am Ende der Ausbildungszeit ab und umfasst unter anderem das Anfertigen einer randlosen Korrektionsbrille, die optometrische Versorgung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses wird Teil 1 mit 30 % und Teil 2 mit 70 % gewichtet.
Schulabschluss
Wenn Du eine Augenoptiker-Ausbildung anstrebst, solltest Du zunächst Deinen Schulabschluss absolvieren. Strebst Du eine duale Augenoptiker-Ausbildung an, empfiehlt es sich, zumindest den mittleren Bildungsabschluss zu machen. Mehr als die Hälfte der zukünftigen Optiker hat einen Realschulabschluss in der Tasche. Rund 15 % der Personen, die eine Ausbildung zum Augenoptiker machen, verfügen über einen Hauptschulabschluss. Es ist also kein Ausschlusskriterium für die Augenoptiker-Ausbildung, wenn Du keinen mittleren Abschluss hast.
Strebst Du ein Studium der Optometrie an, benötigst Du allerdings eine Hochschulzugangsberechtigung. Das Studium wird an Fachhochschulen angeboten, weshalb das Fachabitur für ein Optometrie-Studium ausreichend ist. Auch mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung zum Augenoptiker kannst Du Dich auf ein Studium im Fach Optometrie bewerben, selbst dann, wenn Du nicht über ein Fachabitur verfügst.
Schulfächer, die für die Augenoptiker-Ausbildung von Relevanz sind, sind die
- Naturwissenschaften
- Mathematik
- Biologie
- Physik
So musst Du beispielsweise die optische Wirkung und die Geometrie von Brillengläsern berechnen können, um Deinen Kunden die passenden Gläser anbieten zu können, das Zusammenspiel von Auge und Gehirn nachvollziehen können, um eine anatomische Brillenanpassung vornehmen zu können, und Kenntnisse über physikalische Gesetze und Zusammenhänge haben, um bestimmte Eigenschaften von Brillengläsern und optischen Instrumenten zu verstehen. Das Meiste davon lernst Du während Deiner Ausbildung zum Optiker, gute Noten in diesen Fächern sind für einen erfolgreichen Abschluss der Augenoptiker-Ausbildung jedoch definitiv von Vorteil.
Die duale Augenoptik-Ausbildung ist staatlich anerkannt und dauert im Regelfall drei Jahre. Der konkrete Ausbildungsplan ist dabei nicht wie bei anderen Ausbildungsberufen in Jahre, sondern in Monate aufgeteilt und besteht aus zwei Abschnitten, die jeweils eine Dauer von 18 Monaten haben.
Während der Augenoptik-Ausbildung arbeitest Du in einem Betrieb, meist einem Fachgeschäft für Brillen und andere Sehhilfen, und besuchst die Berufsschule, bei der Dir theoretisches Wissen über Deinen zukünftigen Beruf vermittelt wird. Die schulische Ausbildung zum Augenoptiker kann entweder tageweise an ein bis zwei Tagen in der Woche oder blockweise stattfinden. Das bedeutet, dass Du drei Wochen am Stück Deiner normalen Arbeit nachgehst und dann eine bis zwei Wochen am Stück die Berufsschule besuchst.
Ausbildungsinhalte
Im Ausbildungsbetrieb lernst Du während Deiner Augenoptiker-Ausbildung unter anderem:
- die manuelle und maschinelle Bearbeitung von Brillengläsern
- das Einsetzen von Brillengläsern in Vollrandbrillenfassungen
- das Führen von Verkaufsgesprächen
- die Anpassung von Brillenfassungen nach anatomischen Gegebenheiten des Kopfes der Kunden
- das Rillen, Bohren, Feilen, Fräsen, Polieren und Montieren von Brillengläsern in randlose Brillen
- die Unterscheidung von Kontaktlinsen nach Werkstoffeigenschaften
- die Beurteilung von Auswirkungen der Kontaktlinsenkorrektur
- die Analyse des Korrektionsbedarfs unter Berücksichtigung von Sehschärfe, Anatomie und Physiologie, insbesondere bei Kurz- oder Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmungen und Altersweitsichtigkeit
- die Kontrolle der Zentrierung von Brillen
- das Entgegennehmen und die Bearbeitung von Kundenreklamationen
- die Durchführung von Kalkulationen nach bestimmten Vorgaben
- die Durchführung von Aufgaben aus dem Bereich des Rechnungswesens
Darüber hinaus erhältst Du während Deiner Optiker-Ausbildung Kenntnisse in den Bereichen und Themen:
- Rechte und Pflichten während der Ausbildung
- Organisation des Ausbildungsbetriebs
- Umweltschutz
Während des schulischen Teils Deiner Ausbildung zum Optiker lernst Du zum Beispiel:
- wie Du Deinen Kunden Sehtestergebnisse erklärst
- die Versorgung Deiner Kunden mit Sondergläsern oder Schutzbrillen
- die Präsentation Deines Betriebs und des Berufsbilds des Optikers
- den Verkauf von Zusatzprodukten und Kontaktlinsenpflegemitteln
- das Instandsetzen und Modifizieren von Brillen
- die Beratung und Versorgung von sphärisch fehlsichtigen Kunden
- die Beratung und Versorgung von astigmatisch fehlsichtigen Kunden
- die Durchführung von Verwaltungsaufgaben und Dienstleistungen
- wie Du Deinen Kunden die Anwendung von vergrößernden Sehhilfen erklärst
Daneben wirst Du in allgemeinbildenden Fächern unterrichtet, darunter:
- Deutsch
- Wirtschaft
- Sozialkunde
- Mathematik
- Naturwissenschaften
Prüfungen
Die duale Ausbildung wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Diese ist in zwei Teile unterteilt. Teil 1 der sogenannten Gesellenprüfung erfolgt vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres und wird häufig auch als Zwischenprüfung bezeichnet. Teil 2 der Gesellenprüfung erfolgt nach dem dritten Ausbildungsjahr beziehungsweise nach dem 36. Ausbildungsmonat. Umgangssprachlich wird diese als Abschlussprüfung bezeichnet, auch wenn das Bestehen beider Prüfungen notwendig ist, um den Beruf des Optikers ausüben zu dürfen.
Teil 1
Teil 1 Deiner Gesellenprüfung umfasst das Prüfungsgebiet „Augenoptische Instandsetzung” in Theorie und Praxis. Dabei hast Du üblicherweise 4 Stunden Zeit für die folgenden praktischen Aufgaben:
- Umschliff von gerandeten Einstärkengläsern von Hand in eine Metallbrillenfassung nach vorgegebenen Zentrierdaten
- Modifikation der Metallbrillenfassung, zum Beispiel durch Verändern der Lage der Stegstützen oder der Bügellänge durch Umlöten der Scharnierröllchen
Der Theorieteil von Teil 1 Deiner Gesellenprüfung ist 90 Minuten lang und erfolgt schriftlich. Die Fragen, die Du dabei beantworten musst, beziehen sich im Regelfall auf die Arbeiten, die Du im praktischen Teil Deiner Zwischenprüfung durchführen musstest.
Teil 2
In Teil 2 Deiner Gesellenprüfung wirst Du im praktischen Prüfungsteil vor die folgenden Aufgaben gestellt:
- Herstellung einer randlosen Korrektionsbrille in 150 Minuten
- Augenoptische Versorgung; üblicherweise ein Fachgespräch mit einer Dauer von maximal 120 Minuten, bei dem Du Kundenwünsche ermitteln musst, eine Beratung vornimmst, Brillenfassungen anpasst, Zentrierdaten ermittelst, Brillengläser einarbeitest und die Endanpassung an einem Kunden vornimmst
Im Theorieteil Deiner Abschlussprüfung erwarten Dich Fragen zum Thema Augen und Sehhilfen. Dabei musst Du innerhalb von 3 Stunden schriftlich Fragen zu den folgenden Gebieten beantworten:
- Auswirkungen von sehleistungsvermindernden Einflüssen und Erkrankungen bei der Auswahl von Sehhilfen
- Auswirkungen von Korrektionsmitteln auf optische, anatomische und physiologische Gegebenheiten
- Unterschiede in der Wirkungsweise von Kontaktlinsenpflegemitteln
- Optische Berechnungen und Eigenschaften von Sehhilfen, einschließlich Abbildungsfehler und Verwendungsmöglichkeiten
Hast Du auch diese Prüfung erfolgreich hinter Dich gebracht, darfst Du Dich endlich Augenoptiker nennen.
Studium der Optometrie
Hast Du das Abitur oder Fachabitur in der Tasche oder bereits eine duale Ausbildung zum Optiker erfolgreich abgeschlossen, so steht Dir auch ein Studium offen. Der Studiengang heißt Optometrie, Personen, die eine entsprechende Tätigkeit ausüben, Optometristen.
Für ein Augenoptik- oder Optometrie-Studium an einer Hochschule wird grundsätzlich eine Hochschulzugangsberechtigung benötigt. Diese kann durch Abitur, Fachabitur, Meistertitel oder eine abgeschlossene Berufsausbildung erworben werden. An einigen Hochschulen können Augenoptiker ohne (Fach-)Abitur direkt nach einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung studieren, wobei die Ausbildung angerechnet werden kann. Je nach Fachhochschule kann sich die Studienzeit verkürzen, wenn bereits eine Ausbildung zum Augenoptiker oder ein Augenoptik-Meistertitel vorliegt. Bewerber ohne Berufsausbildung müssen an einigen Fachhochschulen vor dem Studium ein Vorpraktikum absolvieren.
Das Studium der Optometrie ist inhaltlich etwas tiefergehend als die duale Berufsausbildung. Im Regelfall dauert es sechs bis sieben Semester bis zu einem Bachelorabschluss. Das sind drei beziehungsweise dreieinhalb Jahre. Möchtest Du zusätzlich einen Masterabschluss machen, kommen drei bis vier weitere Semester für das Studium oben drauf.
Im Studium der Augenoptik lernst Du zum Beispiel:
- Pharmakologie
- Pathologie
- Physiologie
- Physiologische Optik
- Kontaktlinsenanpassung
- Licht- und Sehhilfentechnik
- Technik der Sehhilfe
- Refraktionsbestimmung
- Elektrotechnik
- Messtechnik
- Fertigungstechnik
- Lasertechnik
- Fertigungselemente
Daneben wirst Du in naturwissenschaftlichen und sogenannten Wahlpflichtfächern unterrichtet, darunter:
- Biologie
- Chemie
- Physik
- Mathematik
- Projektmanagement
- BWL
- Qualitätsmanagement
- Recht
Im Anschluss an das Studium der Optometrie darfst Du Dich entweder „Bachelor of Science” oder „Master of Science” nennen.
Ausbildungsplätze
Wo arbeitet ein Augenoptiker?
Absolventen dieses Ausbildungsberufs arbeiten üblicherweise in augenoptischen Fachgeschäften.
Nach einem Studium im Fach Optometrie hast Du zusätzlich die Möglichkeit, Dich in folgenden Bereichen anstellen zu lassen:
- Augenkliniken
- Rehakliniken
- Forschungsinstitute
- Augenoptische Industrie
- Zusätzlich bietet Dir ein Studienabschluss die Möglichkeit, beruflich im Bereich der Medizin Fuß zu fassen
Wie sieht der Arbeitsalltag aus?
Dein Arbeitsalltag in einem Fachgeschäft für Augenoptik kann zum Beispiel so aussehen:
Wie sieht der Arbeitsplatz aus?
Dein Arbeitsplatz ist klassischerweise ein Fachgeschäft für Augenoptik. Dort gibt es meist einen Empfang, an dem Du Kunden begrüßt und zu einem Beratungsgespräch an einen separaten Tisch führst. In einem Nebenraum werden mit Hilfe von speziellen Geräten Sehtests durchgeführt. Brillengestelle mit Fenstergläsern stehen an den Wänden bereit, sodass Deine Kunden diese anprobieren und mit Deiner Hilfe ein passendes Gestell finden können. Daneben finden sich auch Regale mit Kontaktlinsen und Zubehör, darunter auch Sonnenbrillen, die man mit oder ohne Sehstärke erwerben kann.
Die meisten Ladengeschäfte verfügen zudem über einen Arbeitsraum, in dem Brillengläser geschliffen und Brillengestelle angepasst werden können, sodass sie dem Kunden beim Tragen nicht von der Nase rutschen und hinter den Ohren keinen Druck ausüben, der Kopfschmerzen verursachen kann.
Was verdient ein Augenoptiker?
Während Deiner dualen Optiker-Ausbildung im Betrieb und an der Berufsschule wirst Du für Deine Arbeit selbstverständlich vergütet. Die genaue Höhe der Ausbildungsvergütung hängt stark von Bundesland, Tarif und Betrieb ab und variiert dementsprechend. Im ersten Lehrjahr Deiner Augenoptiker-Ausbildung verdienst Du je nach Quelle und Tarif rund 724 bis 900 € brutto im Monat. Im zweiten Jahr der Optiker-Ausbildung liegt die Vergütung bei etwa 854 bis 1.000 € brutto monatlich. In Jahr drei bewegt sich Deine monatliche Vergütung in einer Spanne von rund 977 bis 1.150 € brutto. Verglichen mit anderen Handwerksberufen ist die Vergütung überdurchschnittlich.
Während Deines Studiums der Optometrie hast Du die Möglichkeit, BAföG zu beziehen, um finanziell über die Runden zu kommen. Auch stehen Dir selbstverständlich diverse Stipendien offen, auf die Du Dich unbedingt bewerben solltest. Mit unserer Online-Stipendiensuche findest Du Stiftungen und andere Stipendiengeber, die Dich während Deiner Optiker-Ausbildung an der Hochschule unterstützen.
Nach abgeschlossener Ausbildung zum Augenoptiker kannst Du mit einem Einstiegsgehalt rechnen, das je nach Region, Betrieb und Tarif variiert. Mit entsprechender Weiterbildung zum Augenoptikermeister kannst Du ein höheres Gehalt erzielen.
Hast Du einen Bachelor-Studiengang erfolgreich abgeschlossen, fällt das Einstiegsgehalt in der Regel höher aus als nach der dualen Ausbildung. Mit einem Master-Abschluss sind die Verdienstmöglichkeiten noch einmal besser.
Wo finde ich einen Job als Augenoptiker?
Wie sind die Berufsaussichten für Augenoptiker?
Die Berufschancen stehen in diesem Job sehr gut, denn es gibt deutlich mehr freie Ausbildungsplätze als es Bewerber für diese Stellen gibt. Laut Berufsbildungsbericht blieb zuletzt rund ein Viertel der Ausbildungsplätze unbesetzt. Wer sich auf einen Ausbildungsplatz als Optiker bewirbt, kann sich also sicher sein, die Ausbildung auch antreten zu dürfen, wenn er über die notwendigen Qualifikationen für den Beruf verfügt.
Allerdings ist die Zahl der Auszubildenden in der Augenoptik laut dem Berufsbildungsbericht 2025 des Zentralverbands der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) seit dem Allzeithoch im Jahr 2020 um rund 15 % gesunken. Der Rückgang entspricht einem Gesamtminus von 15,2 % beziehungsweise 1.166 weniger Auszubildenden seit dem ersten Corona-Jahr 2020. Als Gründe nennt der Bericht den demografischen Wandel, gestiegene schulische Anforderungen und die zunehmende Konkurrenz durch akademische Bildungswege. Zugleich betont der Bericht, dass Betriebe, die gezielt Praktika anbieten, ihr Umfeld informieren und moderne Kommunikationswege nutzen, gute Chancen haben, motivierte Nachwuchskräfte zu gewinnen.
Die Arbeitslosenquote in diesem Beruf liegt deutlich unter dem deutschen Durchschnitt. Da immer mehr Menschen Sehhilfen benötigen, nicht zuletzt aufgrund des immer weiter steigenden Alters der Bevölkerung und der damit verbundenen Altersweitsichtigkeit, erwartet Beschäftigte im Bereich der Augenoptik eine sehr sichere berufliche Zukunft, in der immer neue Arbeitsplätze entstehen. Rund zwei Drittel der erwachsenen Deutschen tragen eine Brille.
Welche Spezialisierungen gibt es?
Du hast die Wahl zwischen einer Anpassungsweiterbildung oder einer Aufstiegsweiterbildung.
Zum Bereich der Anpassungsweiterbildung zählen zum Beispiel die folgenden Spezialisierungen:
- Augenoptik
- Kontaktlinsenanpassung
- Low Vision
- Orthoptik
- spezielle Brillenanpassungen
- Waren- und Verkaufskunde
- Verkaufstraining
- 3D-Herstellung von Brillengestellen
Im Bereich der Aufstiegsweiterbildung warten neben dem bereits erwähnten Studium folgende Spezialisierungen auf Dich:
- Augenoptikermeister
- Weiterbildung zum staatlich anerkannten Augenoptiker
- Fachmann oder Fachfrau für kaufmännische Betriebsführung
Passt der Beruf Augenoptiker zu mir?
Der Beruf passt zu Dir, wenn Du die folgenden Eigenschaften mitbringst: