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Inhalt12 Abschnitte
- Wie wird man Architekt?
- Was musst Du studieren?
- Welche Voraussetzungen brauchst Du?
- Geht es ohne Studium oder Abitur?
- Wie lange dauert es?
- Was kostet der Weg?
- Was macht ein Architekt?
- Welche Spezialisierungen gibt es?
- Was verdient ein Architekt?
- Wie sind die Berufsaussichten?
- Passt der Beruf zu Dir?
- Weiter zu Architektur
Architekten entwerfen Neubauten, Umbauten und Sanierungen von Gebäuden und begleiten sie vom ersten Entwurf über den Bauantrag bis zur Bauleitung auf der Baustelle.
Wie wird man Architekt?
Architekt wirst Du mit einem Architekturstudium von mindestens 8 Semestern, 2 Jahren Berufspraxis unter Aufsicht und dem Eintrag in die Architektenliste Deiner Architektenkammer. Erst mit diesem Eintrag darfst Du Dich Architekt oder Architektin nennen und Bauanträge unterschreiben, denn der Titel ist gesetzlich geschützt. Eine Ausbildung im Betrieb gibt es nicht, der Ausbildungsgang führt über die Hochschule. Angestellt in einem Büro planen kannst Du schon direkt nach dem Studium. Der Weg in vier Schritten:
- 6 bis 8 SemesterBachelor in ArchitekturAn einer Universität, Fachhochschule oder Kunsthochschule. Oft zählen eine Mappe oder ein Eignungstest mit.
- wenn nötigMaster in ArchitekturBrauchst Du, wenn Dein Bachelor kürzer als 8 Semester war. Bachelor und Master müssen zusammen mindestens 8 Semester oder 240 ECTS ergeben.
- mindestens 2 JahreBerufspraxis und FortbildungDu arbeitest in Vollzeit unter Anleitung einer eingetragenen Architektin oder eines Architekten und besuchst Fortbildungen, in NRW 112 Unterrichtsstunden.
- am EndeEintrag in die ArchitektenlisteDie Kammer Deines Bundeslandes trägt Dich ein, die Gebühr liegt etwa bei 260 € in NRW und 330 € in Hamburg. Ab jetzt heißt Du Architekt und darfst Bauanträge einreichen.
Quellen: Bundesarchitektenkammer (Eintragung und Titelschutz), Musterarchitektengesetz § 4, Architektenkammern NRW und Hamburg, Stand Oktober 2026.

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Was musst Du studieren, um Architekt zu werden?
Du studierst Architektur, im dualen Studium mit Praxis im Büro oder mit einem Master neben dem Beruf, zum Beispiel hier:

Ein anderes Fach führt nicht zum Titel Architekt: Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung sind eigene Fachrichtungen mit eigenen Titeln. Der Hochschulkompass listet 71 grundständige Studiengänge, die mit Architektur beginnen, 65 davon an staatlichen Hochschulen. Am Ende steht ein Bachelor of Arts, of Science oder of Engineering, an der TU Dresden noch das Diplom. Alle Hochschulen mit Zulassung und Fristen findest Du im Artikel Architektur studieren. So unterscheiden sich die Studienformen:
| Studienform | Dauer und Kosten | Für die Kammer |
|---|---|---|
| Uni, Fachhochschule oder Kunsthochschule | 6 bis 8 Semester Bachelor, nach einem kürzeren Bachelor 2 bis 4 Semester Master, keine Studiengebühren, nur der Semesterbeitrag | ja, mit 8 Semestern oder Master |
| Duales Studium | an der IU 8 Semester mit 3 Tagen Praxis pro Woche, die Gebühren zahlt der Praxispartner | nur mit Master danach |
| Fernstudium | nur als Master neben dem Beruf, an der Hochschule Wismar 5 Semester für 3.500 € pro Semester | Hessen erkennt ein reines Fernstudium nicht an |
Quellen: Hochschulkompass (Oktober 2026), BERUFENET Architektur grundständig und weiterführend, studienwahl.de, IU Internationale Hochschule, WINGS Hochschule Wismar, Architektenkammer Hessen.
Was lernst Du im Architekturstudium?
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET Architektur grundständig (Pflichtmodule) und weiterführend.
Gibt es ein duales Studium Architektur?
Ja, die Bundesagentur für Arbeit nennt praxisintegrierende Studiengänge, im Hochschulkompass sind es 7, etwa an der TH Augsburg, der DHBW und der Jade Hochschule. Du brauchst dafür einen Vertrag mit einem Praxispartner, der Dich auch bezahlt. Achte auf die Kammer: Die Bayerische Architektenkammer schreibt, dass die ihr bekannten dualen Bachelor privater Hochschulen allein nicht für den Eintrag reichen.
Welche Voraussetzungen brauchst Du?
Fürs Studium brauchst Du Abitur oder Fachhochschulreife und je nach Hochschule eine Mappe, einen Eignungstest oder einen guten Notenschnitt. Für den Titel kommen später die Regeln Deiner Architektenkammer dazu.
Für das Studium
| Was | Was Du brauchst |
|---|---|
| Schulabschluss | Abitur oder fachgebundene Hochschulreife für die Universität, Fachhochschulreife für die Fachhochschule |
| Numerus clausus | bei 37 von 71 Studiengängen ein örtlicher NC, 13 sind zulassungsfrei, zum Beispiel an der FH Dortmund |
| Mappe oder Eignungstest | bei 21 Studiengängen, etwa an der UdK Berlin rund 20 eigene Arbeiten zum Thema Raum, an der TU München zählen Abiturnote und Test je zur Hälfte |
| Vorpraktikum | an manchen Hochschulen, an der FH Dortmund 8 Wochen in Vollzeit |
Quellen: BERUFENET Architektur grundständig; Hochschulkompass (eigene Auszählung, Oktober 2026); UdK Berlin, TU München, FH Dortmund.
Für den Kammereintrag
Bei der Studiendauer sind sich die Länder einig: In der Architektur verlangen alle 4 Jahre, also 8 Semester oder 240 ECTS. Ein 6-semestriger Bachelor allein reicht nirgends. Unterschiede gibt es bei Praxis und Fortbildung:
| Bundesland | Praxis nach dem Studium | Fortbildung |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 2 Jahre in allen Berufsaufgaben, je mindestens 3 Monate | 40 Stunden |
| Bayern | 2 Jahre in Vollzeit (40 Stunden pro Woche) | keine feste Zahl |
| Berlin | 2 Jahre in Vollzeit | 64 Unterrichtseinheiten |
| Hamburg | 2 Jahre, vorher bei der Kammer anzeigen | keine Angabe der Kammer |
| Hessen | 2 Jahre, davon 6 Monate auf der Baustelle | 80 Fortbildungspunkte |
| Niedersachsen | 2 Jahre in Vollzeit | 8 Tagesseminare |
| Nordrhein-Westfalen | 2 Jahre mit Entwurfs- und Ausführungsplanung, 3 Monate Bauüberwachung | 112 Unterrichtsstunden |
| Sachsen | 2 Jahre in Vollzeit | 40 Unterrichtseinheiten |
Quellen: Architektenkammern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, NRW und Sachsen, Stand Oktober 2026. Die übrigen Länder regeln es ähnlich (Musterarchitektengesetz: 4 Jahre Studium, 2 Jahre Praxis).
In der Architektur muss eine eingetragene Architektin oder ein Architekt Deine Praxis beaufsichtigen und bestätigen. Arbeitest Du in Teilzeit, dauert sie entsprechend länger. Was Du als Werkstudent im Studium arbeitest, zählt zum Beispiel in Bayern nicht mit. In vielen Ländern kannst Du Dich während der Praxis schon als Junior-Mitglied eintragen, in NRW für 60 € im Jahr. Den Titel führst Du aber erst als Vollmitglied.
Kann man ohne Studium oder Abitur Architekt werden?
Ohne Studium wirst Du nur in wenigen Bundesländern und erst nach 7 bis 10 Jahren Praxis Architekt. Ohne Abitur kannst Du aber studieren, und ohne Studium arbeitest Du mit einer Ausbildung oder als Techniker nah an der Architektur:
| Weg | Dauer | Was Du damit machst |
|---|---|---|
| Bautechnischer Konstrukteur, Fachrichtung Architektur (früher Bauzeichner) | 3 Jahre Ausbildung | Pläne und Modelle mit CAD und BIM nach Vorgaben von Architekten zeichnen |
| Staatlich geprüfter Techniker Bautechnik, Hochbau | 2 Jahre Fachschule in Vollzeit, 3 bis 4 in Teilzeit | Kalkulation, Baustatik und Planung in Baufirmen und Büros, in Bayern auch Bauanträge für kleine Wohnhäuser. Danach darfst Du studieren. |
| Studium mit Ausbildung statt Abitur | 8 Semester und mehr | der volle Weg zum Titel, siehe unten |
Quellen: Bundesagentur für Arbeit (BERUFENET Bautechnische/r Konstrukteur/in, Techniker/in Bautechnik Hochbau), Bayerische Bauordnung Art. 61, Aufstiegs-BAföG, Stand Oktober 2026.
Kammereintrag ohne Studium
Quellen: Architektenkammern Niedersachsen, Berlin, Hamburg, Baden-Württemberg (ArchG § 4 Abs. 4), Hessen und NRW; EU-Richtlinie 2005/36/EG Art. 47.
Architekt werden ohne Abitur
Mit einem Meister oder einem Abschluss als staatlich geprüfter Techniker darfst Du studieren wie mit Abitur. Mit einer Ausbildung, etwa als Bautechnischer Konstrukteur, und 3 Jahren Berufspraxis bekommst Du einen fachgebundenen Zugang, wenn Du eine Eignungsprüfung bestehst oder ein Jahr Probestudium schaffst. Mit dem Realschulabschluss allein geht es also nicht direkt, aber über diesen Umweg. Die IU nimmt in ihr duales Architekturstudium zum Beispiel Meister und Techniker auf.
Quellen: Kultusministerkonferenz, Beschluss vom 06.03.2009; IU Internationale Hochschule.
Wie lange dauert es, Architekt zu werden?
Vom Studienbeginn bis zum Titel brauchst Du mindestens 6 Jahre: 4 Jahre Studium und 2 Jahre Praxis. Mit 6 Semestern Bachelor und 4 Semestern Master bist Du nach 7 Jahren am Ziel. Bachelor-Studierende brauchen im Schnitt 8 Semester, auch wenn die Regelstudienzeit kürzer ist.
Was kostet der Weg zum Architekten?
Der Weg zum Architekten kostet Dich vor allem Zeit, die Gebühren sind überschaubar. Studiengebühren zahlst Du an staatlichen Hochschulen nicht, dazu kommen aber Semesterbeitrag, Material und Modelle:
| Posten | Was es kostet | Wer zahlt oder hilft |
|---|---|---|
| Studium an staatlicher Hochschule | nur der Semesterbeitrag, dazu Material und Exkursionen | BAföG: halb Zuschuss, halb zinsloses Darlehen, höchstens 10.010 € zurück |
| Duales Studium (IU) | 0 € für Dich | der Praxispartner zahlt die Gebühren, je nach Firma auch ein Gehalt |
| Fern-Master (Hochschule Wismar) | 3.500 € pro Semester, bei 5 Semestern 17.500 € | Ratenzahlung möglich, Du arbeitest nebenher |
| Junior-Mitgliedschaft | 50 € (Hamburg) bis 120 € (Hessen) im Jahr, teils mit Aufnahmegebühr | Du selbst, während der Praxis |
| Eintrag in die Architektenliste | zum Beispiel 160 € in Sachsen, 260 € in NRW und 330 € in Hamburg, in NRW für Junior-Mitglieder die Hälfte | Du selbst |
| Techniker-Schule | an staatlichen Fachschulen meist kostenlos | Aufstiegs-BAföG: bis 15.000 € für Gebühren, halb als Zuschuss |
Quellen: studienwahl.de (Studiengebühren, BAföG), IU Internationale Hochschule, WINGS Hochschule Wismar, Architektenkammern NRW, Hessen, Sachsen und Hamburg, BERUFENET, aufstiegs-bafoeg.de, Stand Oktober 2026.
Quellen: Bundesarchitektenkammer, Musterbauordnung § 65 und § 65a, Architektenkammern, Bundesagentur für Arbeit (BERUFENET Architekt/in).
Was macht ein Architekt?
Als Architekt planst Du Gebäude so, dass sie gut aussehen, funktionieren, sicher sind und ins Budget passen, und Du sorgst dafür, dass sie so gebaut werden. Das Berufsbild ist vielseitig: Mal planst Du ein Wohnhaus, mal eine Schule oder die Sanierung eines Altbaus. Dabei bringst Du vieles unter einen Hut: die Wünsche der Bauherren, das Budget, Technik, Brandschutz, Bauphysik und das Aussehen. Die Arbeit ist in der Honorarordnung für Architekten (HOAI) in neun Leistungsphasen geteilt, die Prozente zeigen, wie viel vom Honorar auf jede Phase entfällt:
- 1 und 2 (9 %)Grundlagen und VorplanungDu klärst mit den Bauherren Wünsche, Budget und Grundstück, zeichnest erste Skizzen und schätzt die Kosten.
- 3 (15 %)EntwurfsplanungAm Computer entsteht mit CAD und oft BIM ein maßstabsgetreuer Entwurf, dazu Modelle und eine genaue Kostenberechnung.
- 4 (3 %)GenehmigungsplanungDu stellst den Bauantrag und verhandelst mit dem Bauamt.
- 5 (25 %)AusführungsplanungDetail- und Konstruktionspläne für die Baustelle, abgestimmt mit Statikern und Fachplanern.
- 6 und 7 (14 %)VergabeDu beschreibst die Leistungen, holst Angebote von Baufirmen ein und hilfst bei der Auswahl.
- 8 (32 %)BauüberwachungAuf der Baustelle prüfst Du, ob Firmen nach Plan, Termin und Budget bauen, und dokumentierst alles.
- 9 (2 %)ObjektbetreuungDu nimmst ab, prüfst Rechnungen und lässt Mängel in der Gewährleistung beseitigen.
Quellen: HOAI § 34 Abs. 3 (Leistungsphasen für Gebäude); BERUFENET Architekt/in.
An Aufträge kommst Du oft über Ausschreibungen und Architekturwettbewerbe, bei denen Du schon einen Entwurf einreichst. Das kostet viel Zeit, bevor Geld fließt. Die HOAI ist dabei seit 2021 nur noch eine Orientierung, das Honorar handelst Du mit den Bauherren frei aus. Dazu kommen Gutachten zu Bauschäden, Energieausweise oder große Projekte für Städte.
Was darfst Du als Architekt, was andere nicht?
Bauanträge für Gebäude darf nur unterschreiben, wer bauvorlageberechtigt ist. Als eingetragener Architekt bist Du das ohne Einschränkung. Bauingenieure brauchen dafür einen Eintrag in die Liste ihrer Ingenieurkammer, ohne ihn nur für kleine Gebäude. Manche Länder lassen auch Meister oder Techniker kleine Wohnhäuser einreichen. Junior-Mitglieder dürfen noch keine Bauanträge stellen.
Quellen: Musterbauordnung § 65 (Stand 2024), Bauordnung NRW § 67, Bayerische Bauordnung Art. 61, Architektenkammer Berlin, Bundesarchitektenkammer.
Wo arbeitest Du?
| Arbeitgeber | Was Du dort machst |
|---|---|
| Architektur- und Planungsbüros | Gebäude entwerfen, Bauanträge stellen, Baustellen leiten, oft nur einen Teil davon |
| Eigenes Büro | nach dem Kammereintrag freischaffend für eigene Bauherren, allein oder mit Partnern |
| Bauunternehmen und Bauträger | Projekte planen, kalkulieren und schlüsselfertig bauen |
| Projektentwickler und Immobilienfirmen | neue Wohn- und Bürogebäude vorbereiten und begleiten |
| Öffentlicher Dienst | in Bauämtern Bauanträge prüfen und öffentliche Bauten betreuen, auch in Kirchenbauämtern |
| Hochschulen | forschen und lehren, meist mit Promotion |
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET Architekt/in.
Büro, Baustelle und Arbeitszeiten
Quellen: BERUFENET Architekt/in; Bundesarchitektenkammer, Strukturbefragung 2024 (alle Fachrichtungen, Berichtsjahr 2023).
Welche Spezialisierungen gibt es?
Die Arten von Architekten unterscheiden sich vor allem darin, auf welche Gebäude oder welches Fachthema sie sich konzentrieren. Erste Schwerpunkte setzt Du im Master. Weil Architekten gesetzlich zur Fortbildung verpflichtet sind, in Sachsen zum Beispiel 8 Stunden im Jahr, lernst Du ohnehin Dein Berufsleben lang dazu.
| Schwerpunkt | Woran Du arbeitest |
|---|---|
| Wohnungsbau | Einfamilienhäuser bis große Wohnanlagen, zunehmend seriell und modular gebaut |
| Öffentliche Bauten | Schulen, Kitas, Krankenhäuser, Kultur- und Sportbauten |
| Bauen im Bestand | Altbauten sanieren und umnutzen, auch Denkmalpflege |
| Energie und Ökologie | energieeffiziente Gebäude, Baubiologie, Energieberatung und Energieausweise |
| Bauleitung und Projektsteuerung | Baustellen leiten, Termine und Kosten großer Projekte steuern |
| BIM-Management | digitale Gebäudemodelle für alle Planer und Firmen führen |
| Gutachten | als Bau- oder Brandschutzsachverständiger Schäden und Sicherheit beurteilen |
| Barrierefreies Bauen | Gebäude für ältere und behinderte Menschen planen |
| Lichtplanung | Tages- und Kunstlicht in Gebäuden gestalten |
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET Architekt/in (Einsatzmöglichkeiten, Weiterbildung, Trends); Architektenkammer Sachsen.
Willst Du lieber Räume, Gärten oder ganze Stadtviertel planen, wählst Du schon im Studium eine andere Fachrichtung: Innenarchitekt, Landschaftsarchitekt oder Stadtplaner. Auch diese Titel sind geschützt und brauchen einen eigenen Kammereintrag.
Was verdient ein Architekt?
Als Architekt verdienst Du im Mittel 4.500 € brutto im Monat. Einstiegsgehalt, Gehalt nach Bundesland, Arbeitgeber und Erfahrung findest Du im Artikel Architekt-Gehalt.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Verdiensterhebung.
Wie sind die Berufsaussichten?
Die Berufsaussichten sind ordentlich, hängen aber stark davon ab, wie viel gebaut wird. Die Arbeitslosenquote in Architektur und Bauingenieurwesen lag 2025 bei 3,3 %, nahe der Vollbeschäftigung. Auf eine gemeldete Stelle kamen im September 2026 aber etwa 3,5 Arbeitslose:
Wird weniger gebaut, haben auch Architekten weniger zu tun, und nach einem Projekt ist der nächste Auftrag nicht sicher. Langfristig sieht es besser aus: Die Bundesagentur erwartet bis 2040 mehr Erwerbstätige in Bauplanung und Architektur. Fast ein Drittel der Architekten ist 55 oder älter, zugleich sinkt die Zahl der Studierenden leicht auf 40.527. Ein Engpassberuf ist Architektur nicht, wohl aber die Führung in Bauplanung und Architektur. Gute Chancen hast Du mit Wissen zu Bauen im Bestand, Energie, seriellem Bauen und BIM. Sanierung und modulares Bauen gewinnen laut Bundesagentur an Bedeutung. In unserer Jobbörse suchen Städte, Bauunternehmen und Büros zum Beispiel Architekten für Projektleitung und Bauleitung.
Passt der Beruf zu Dir?
Studium, Praxis und Kammer dauern zusammen mindestens 6 Jahre. Prüf deshalb vorher, ob Du mitbringst, was der Beruf verlangt:
Was solltest Du mitbringen?
- Dir Gebäude räumlich vorstellen und sie zeichnen kannst
- ein Gespür für Formen, Material und Ästhetik hast
- Mathe und Physik magst, denn Kosten, Maße und Tragwerk müssen stimmen
- Projekte über Jahre planen und organisieren kannst
- mit Bauherren, Behörden und Baufirmen verhandeln und Dich durchsetzen kannst
- kurzfristige Änderungswünsche gelassen umsetzt
- schwindelfrei bist, etwa bei Abnahmen auf dem Gerüst
- Ausdauer hast, auch wenn ein Wettbewerb verloren geht
- nur kreativ sein und keine Vorschriften und Normen lesen willst
- nie auf eine Baustelle möchtest
- feste Arbeitszeiten ohne Abgabestress suchst
- nach der Schule schnell fertig sein willst
Liegt Dir die Technik mehr als der Entwurf? Dann lies, wie Du Bauingenieur wirst. Viele Fähigkeiten musst Du nicht mitbringen, Du lernst sie im Studium und in den 2 Jahren Praxis.
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