Förster werden: Ausbildung & Beruf

3 bis 4 Jahre Studium12 bis 18 Monate Vorbereitungsdienst3 Wege in den Beruf5.300 € mittleres Gehalt
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Inhalt9 Abschnitte
  1. Wie wird man Förster?
  2. Ohne Studium oder Abitur?
  3. Vorbereitungsdienst nach Bundesland
  4. Was braucht man, um Förster zu werden?
  5. Was macht ein Förster?
  6. Was verdient ein Förster?
  7. Werden Förster gesucht?
  8. Passt der Beruf zu Dir?
  9. Weiter zu Wald und Forst

Förster, auch Revierförster genannt, leiten ein Waldgebiet: Sie planen, wie der Wald gepflegt, verjüngt und genutzt wird, verkaufen das Holz und beraten Waldbesitzer.

Wie wird man Förster?

Förster wirst Du mit einem Bachelor in Forstwirtschaft oder Forstwissenschaften. Für den Staatsdienst folgt danach ein Vorbereitungsdienst beim Bundesland. Eine Ausbildung zum Förster gibt es nicht. Die 3-jährige Ausbildung zum Forstwirt führt in die Waldarbeit. Mit Praxis und der Weiterbildung zum Forsttechniker kannst Du aber auch ohne Studium ein Revier leiten, im Privat- oder Gemeindewald.

Forst studieren: Wo und was Du lernst

Forst studierst Du vor Ort an einer Fachhochschule oder Universität; wer lieber neben dem Job studiert, findet mit Agrarmanagement eine verwandte Alternative im Fernstudium:

Agrarmanagement ist kein Forststudium: Du lernst, landwirtschaftliche Betriebe zu leiten. Für den Vorbereitungsdienst im Forst brauchst Du einen forstlichen Bachelor.
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IU Internationale Hochschule
Agrarmanagement
IU Internationale Hochschule* · Fernstudium
Bachelor
HochschuleStudiengang und Zugang
FachhochschuleForstwirtschaft oder Forstingenieurwesen, 6 oder 7 Semester, oft mit Praxissemester. Du brauchst mindestens die Fachhochschulreife. Zum Beispiel in Eberswalde, Erfurt, Freising, Göttingen und Rottenburg.
UniversitätForstwissenschaften oder Waldwissenschaften, 6 Semester. Du brauchst die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. Zum Beispiel in Dresden (Tharandt), Freiburg, Göttingen und an der TU München in Freising.
DualZum Beispiel Forstingenieurwesen in Freising mit den Bayerischen Staatsforsten: Du bewirbst Dich im 2. Semester und bekommst ab dem 3. Semester 550 € brutto im Monat.
Was lernst Du im Forststudium?
NaturBoden, Klima, Pflanzen und BäumeBodenkunde, Wetterkunde, Botanik und Gehölzkunde, dazu Wildbiologie
WaldWaldinventur, Waldschutz und WaldbauDu lernst, Bestände zu vermessen und vor Schäden zu schützen
BetriebHolzmarkt, Ökonomie und Forsttechnikwie Holz geerntet, transportiert und verkauft wird
RechtForstrecht und Naturschutzpolitikwas im Wald erlaubt ist und wer darüber entscheidet
PraxisPraktika oder ein Praxissemesterin Forstbetrieben, auch im Ausland

Alle Studiengänge, Zulassungsgrenzen und den Ablauf Semester für Semester findest Du im Artikel Forstwirtschaft-Studium.

Quellen: Bundesagentur für Arbeit (BERUFENET Forstwissenschaft, -wirtschaft), Studien- und Prüfungsordnung der Hochschule Rottenburg (Januar 2026), Bayerische Staatsforsten, Stand September 2026.

Kann man ohne Studium oder ohne Abitur Förster werden?

Revierleiter beim Land wirst Du nur mit Studium, im Privat- und Gemeindewald geht es auch ohne. Ohne Studium kommst Du über die Ausbildung zum Forstwirt und die Weiterbildung zum staatlich geprüften Forsttechniker ins Revier. Die Technikerschule gibt es nur in Bayern:

  1. 3 JahreAusbildung zum ForstwirtIm Forstbetrieb und in der Berufsschule. Einen bestimmten Schulabschluss schreibt das Gesetz nicht vor, die meisten Azubis haben einen mittleren Abschluss. Du fällst Bäume, pflanzt, baust Wege und lernst die Jagd kennen. Im Tarif der Länder verdienst Du 1.297 € im 1. Jahr.
  2. mindestens 1 JahrPraxis als ForstwirtDanach kannst Du Dich an der Technikerschule bewerben, jeweils bis zum 1. April.
  3. 2 JahreTechnikerschule für Waldwirtschaft in Lohr am MainVollzeit und schulgeldfrei, ein neuer Kurs startet alle 2 Jahre im September. Den Jagdschein und den Ausbilderschein machst Du dort mit.
  4. danachStaatlich geprüfter ForsttechnikerDu leitest ein Revier in privaten oder kommunalen Forstbetrieben, führst die Geschäfte eines Zusammenschlusses von Waldbesitzern oder gründest ein Forstunternehmen.
Was geht ohne Studium, was nicht?
Revier beim Landnur mit StudiumFür den Vorbereitungsdienst verlangen die Länder einen forstlichen Bachelor.
MeisterFach- und Führungskraft im ForstbetriebZulassung nach der Ausbildung und 2 Jahren Praxis. In Rheinland-Pfalz übernehmen Meister Teilaufgaben des Revierdienstes. Der Kurs in Bayern kostet rund 3.000 € plus 350 € Prüfung.
Ohne Abitur studierenmit Meister oder TechnikerBeide Abschlüsse gelten in der Regel wie ein Abitur. Mit Ausbildung und 3 Jahren Praxis studierst Du fachgebunden, je nach Land nach Eignungsprüfung oder Probestudium. Danach steht Dir auch der Vorbereitungsdienst offen.

Meisterkurs und Prüfung fördert der Staat mit dem Aufstiegs-BAföG. Auch für die Technikerschule kommt es infrage, wenn Deine persönlichen Voraussetzungen passen:

15.000 €
höchstens gefördert
für Lehrgang und Prüfung, egal wie viel Du verdienst
50 %
als Zuschuss
diesen Teil zahlst Du nicht zurück
50 %
vom Restdarlehen erlassen
wenn Du die Prüfung bestehst
Quelle: aufstiegs-bafoeg.de, AFBG § 13b, Stand September 2026. Geplant ist ab August 2027 eine Erhöhung.

Quereinstieg: Geht das auch mit 40?

Ein Quereinstieg ohne forstliches Studium ist im Staatsdienst die Ausnahme. NRW lässt ausdrücklich keine Quereinsteiger aus anderen Fächern zu, Brandenburg nimmt auch einen anderen Bachelor mit bestimmten Forstfächern. Mit 40 kommt es auf das Bundesland an:

BundeslandAltersgrenze
HessenEinstellung in den Vorbereitungsdienst grundsätzlich bis 40
Brandenburgbis 40
NRWkeine Grenze für den Vorbereitungsdienst, verbeamtet wirst Du aber nur bis 42
Mecklenburg-Vorpommernunter 35 am Einstellungstag

Quellen: Bundesagentur für Arbeit (BERUFENET Forstwirt/in, Forsttechniker/in), Verordnung über die Berufsausbildung zum Forstwirt (1998), Meisterprüfungsverordnung Forstwirt (2004), Bayerische Technikerschule für Waldwirtschaft Lohr, Landesforsten Rheinland-Pfalz, KMK-Beschluss vom 06.03.2009, Wald und Holz NRW, Hessen-Forst, Landesbetrieb Forst Brandenburg, Landesforst Mecklenburg-Vorpommern, Stand September 2026.

Wie läuft der Vorbereitungsdienst in Bayern, NRW und den anderen Ländern?

Nach dem Bachelor bewirbst Du Dich bei der Forstverwaltung eines Landes. Der Vorbereitungsdienst dauert meist 12 Monate und endet mit der Laufbahnprüfung. In den meisten Ländern bist Du dabei Beamter auf Widerruf und bekommst meist rund 1.450 bis 1.600 € brutto im Monat. Die Prüfungen von NRW und Niedersachsen sind bundesweit anerkannt. So läuft es zum Beispiel in Bayern:

  1. vorherBewerbung mit JagdscheinBayern bietet 100 Plätze. Den Jagdschein und den Sachkundenachweis Pflanzenschutz brauchst Du schon zur Zulassung.
  2. ca. 4 MonateLehrgängean der Forstschule Lohr und am Forstlichen Bildungszentrum Buchenbühl, dazu Zeit für die Prüfungsvorbereitung
  3. ca. 8 MonatePraxis im Revierje etwa 4 Monate im Privat- und Gemeindewald der Forstverwaltung und im Staatswald der Bayerischen Staatsforsten
  4. am EndeStaatsprüfungEinen Teil der Absolventen übernimmt die Forstverwaltung als Beamte in A 10. Einen Anspruch darauf gibt es nicht.
Vorbereitungsdienst nach Bundesland
Bayern12 Monate, 100 PlätzeAnwärterbezüge rund 1.564 €. Alternativ das Trainee der Bayerischen Staatsforsten: rund 1 Jahr, danach unbefristet angestellt.
NRW12 Monate, höchstens 20 Plätzeals Angestellter, nicht als Beamter. Die Jägerprüfung brauchst Du schon zur Bewerbung, die Plätze gehen nach Bachelornote. Bei Bewährung folgt die Verbeamtung in A 9.
Baden-Württemberg (BW)24 Monate Trainee statt Vorbereitungsdienstbei ForstBW oder der Landesforstverwaltung, Start immer am 1. Juli, mit Laufbahnprüfung
Niedersachsen18 Monaterund 1.470 €, Start am 1. Oktober. Das 2-jährige Trainee der Landesforsten führt nicht zur Laufbahnbefähigung.
Hessen12 Monate, rund 50 Plätze im Jahrzwei Starttermine, rund 1.586 €, danach A 10
Rheinland-Pfalz (RLP)12 Monate, 20 Plätzedie bestandene Jägerprüfung reicht. Alternativ 2 Jahre "Förster:in for Future" mit Laufbahnbefähigung.
Brandenburgmindestens 12 Monate, bis zu 30 Plätze1.571 € im Monat
Sachsen12 Monate, 30 PlätzeBewerbung bis 31. Juli, mindestens 6 Wochen Praktikum
Thüringen12 MonateStart am 1. Oktober, die bestandene Jägerprüfung reicht
Sachsen-Anhalt18 MonateBezüge nach A 10 plus 30 % Sonderzuschlag
Mecklenburg-Vorpommern12 Monatezum 1. April 2026 nur 8 Plätze
Schleswig-Holsteinkein Vorbereitungsdienst mehr2-jähriges Trainee der Landesforsten ohne Abschlussprüfung

Quellen: Bayerisches Forstministerium (Bekanntmachung vom 24.02.2026), Bayerische Staatsforsten, Wald und Holz NRW, ForstBW, Landwirtschaftsministerium Niedersachsen, Hessen-Forst, Landesforsten Rheinland-Pfalz, Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen von Brandenburg (2024) und Sachsen (2023), ThüringenForst, Stellenausschreibungen von Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, Landesforsten Schleswig-Holstein, Stand September 2026.

Was braucht man, um Förster zu werden?

Du brauchst einen forstlichen Bachelor. Für den Staatsdienst kommen Jagdschein, Führerschein und körperliche Eignung dazu. Was genau verlangt wird, regelt jedes Land selbst:

Das verlangen die Länder für den Vorbereitungsdienst
Studiumforstlicher Bachelormit Pflichtfächern wie Waldbau, Jagd und Forstrecht; BW verlangt einen akkreditierten Abschluss
JagdJagdschein oder bestandene Jägerprüfungschon bei der Bewerbung. In NRW kannst Du ihn nicht parallel nachholen.
FührerscheinKlasse Bin Hessen und Niedersachsen auch ein eigenes Auto
GesundheitForstdiensttauglichkeitDu musst bei jedem Wetter im Gelände arbeiten können
Praxisje nach Land 6 Wochen bis 6 Monatezum Beispiel Praktikum, Freiwilliges Ökologisches Jahr, Bundesfreiwilligendienst oder die Ausbildung zum Forstwirt
PflanzenschutzSachkundenachweiszum Beispiel in Bayern, Niedersachsen und Brandenburg
Kurz beantwortet
Ist jeder Förster auch Jäger?Fast jeder: Für den Staatsdienst brauchst Du den Jagdschein.Jäger brauchen den Jagdschein und eine Waffenbesitzkarte, aber keinen Waffenschein. Die Jägerprüfung kostet in Bayern 280 € Gebühr, vorher stehen mindestens 120 Stunden Ausbildung.
Ist jeder Förster Beamter?NeinDie Bayerischen Staatsforsten stellen ihre Trainees danach unbefristet an. In NRW bist Du im Vorbereitungsdienst angestellt, verbeamtet wirst Du erst danach. Private Forstbetriebe stellen ohnehin nur an.
Wie lange dauert es, Förster zu werden?meist 4 bis 5,5 Jahre3 bis 4 Jahre Studium plus 12 bis 18 Monate Vorbereitungsdienst. Im Schnitt brauchen Studierende 8 Semester bis zum Bachelor.
Was für einen Abschluss braucht man für den Förster?Bachelor of Science oder Bachelor of Engineeringin Forstwirtschaft, Forstingenieurwesen oder Forstwissenschaften; für Leitungsstellen meist einen Master
Was ist der Unterschied zwischen Förster und Forstwirt?Förster planen, Forstwirte packen anFörster studieren und leiten ein Revier. Forstwirte machen eine 3-jährige Ausbildung und arbeiten mit Motorsäge und Maschinen im Wald.
Ist Förster ein geschützter Titel?NeinDie Tätigkeit ist nicht reglementiert. Das bedeutet: Im Staatsdienst zählt die Laufbahnbefähigung nach dem Vorbereitungsdienst.

Quellen: Bundesagentur für Arbeit (BERUFENET Förster/in und Beamter/Beamtin Forstdienst), Ausbildungs- und Prüfungsordnungen der Länder, Bundesjagdgesetz § 15, Waffengesetz §§ 10 und 13, Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Bayern, Bayerische Staatsforsten, Wald und Holz NRW, Stand September 2026.

Was macht ein Förster?

Ein Förster sorgt dafür, dass der Wald gesund bleibt, Holz liefert und Menschen sich darin erholen können. Den ganzen Tag im Wald bist Du nicht: Deine Arbeit teilt sich zwischen Wald und Schreibtisch. Draußen bist Du bei jedem Wetter, im Büro planst Du, rechnest und arbeitest mit digitalen Karten.

So sieht Dein Alltag aus
Dein Revierim Schnitt über 2.000 Hektarim bayerischen Staatswald: über 800.000 Hektar, aufgeteilt auf 373 Reviere
KontrollgängeBäume prüfen und markierenDu erkennst Schäden durch Käfer, Sturm oder Trockenheit und markierst Bäume, die gefällt werden sollen.
PlanenPflanzen, pflegen, erntenDu legst fest, wo neue Bäume wachsen und wo Holz geerntet wird. Im Klimawandel wählst Du Baumarten, die Hitze und Trockenheit vertragen.
SicherheitWege sichern, Arbeit überwachenBäume an Wegen, die umzustürzen drohen, lässt Du rechtzeitig fällen. Bei der Holzernte achtest Du auf die Arbeitssicherheit.
Holz und GeldKalkulieren und verkaufenDu planst den Einsatz von Personal und Maschinen, vergibst Aufträge an Forstunternehmen und verkaufst das Holz.
JagdWildbestand regulierenRehe und Hirsche fressen junge Bäume an. Damit der Wald nachwachsen kann, jagst Du selbst oder organisierst die Jagd.
MenschenBeraten und erklärenDu berätst private und kommunale Waldbesitzer, führst Gruppen durch den Wald und beantwortest Fragen von Bürgern.

Quellen: Bundesagentur für Arbeit (BERUFENET Förster/in), Berliner Forsten, Bayerische Staatsforsten, Stand September 2026.

Wo arbeitet ein Förster?

Wer Dich anstellt, hängt davon ab, wem der Wald gehört. Den Staatswald bewirtschaften Landesforstbetriebe und Forstverwaltungen, den Gemeindewald Städte und Gemeinden. Im Privatwald arbeitest Du für große Forstbetriebe oder Zusammenschlüsse von Waldbesitzern. Dazu kommen Forschungsanstalten, Hochschulen, Behörden und Ministerien.

Wem der Wald in Deutschland gehört
Anteil an 11,5 Millionen Hektar Wald
Privatleute und FirmenPrivatwald48 %
BundesländerStaatswald29 %
Städte, Gemeinden und andere KörperschaftenKörperschaftswald20 %
BundBundeswald3 %

Quelle: Bundeswaldinventur 2022.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Neben der klassischen Revierleitung kannst Du Dich auf ein Gebiet konzentrieren:

SchwerpunktWas Du dort machst
WaldpädagogikKindern und Erwachsenen den Wald erklären, etwa bei Führungen oder auf Waldlehrpfaden
Naturschutz und Waldökologieseltene Arten und Lebensräume schützen und Schutzgebiete betreuen
HolzverkaufHolz sortieren, bewerten und an Sägewerke und Händler verkaufen
Forsttechnik und WegebauMaschinen für die Holzernte einplanen und Waldwege bauen und erhalten
JagdWildbestände erfassen und die Jagd im Revier organisieren
Planung und GutachtenWälder vermessen, für die nächsten Jahre planen und ihren Wert oder Schäden begutachten
LiegenschaftenWaldflächen kaufen, verkaufen, verpachten und verwalten
ÖffentlichkeitsarbeitPresse und Bürger über die Arbeit im Wald informieren

Was verdient ein Förster?

Als Förster verdienst Du im Mittel 5.300 € brutto im Monat. Einstieg, Gehalt nach Bundesland und mit Berufserfahrung findest Du im Artikel Förster-Gehalt.

Quellen: Statistisches Bundesamt, Verdiensterhebung; Bayerisches Forstministerium (Bekanntmachung vom 24.02.2026); Bundesagentur für Arbeit (BERUFENET Förster/in); Hessen-Forst, Stand September 2026.

Werden Förster gesucht?

Die Berufsaussichten sind gut, denn in den nächsten Jahren gehen viele Forstleute in Rente. Die Bundesagentur für Arbeit erwartet für Forst, Jagd und Landschaftspflege bis 2040 etwa gleich viele Stellen wie heute. Weil dort viele über 55 sind, gehen aber überdurchschnittlich viele in Rente, und Arbeitgeber brauchen länger, um Stellen zu besetzen. Zu tun gibt es genug, denn der Wald muss an das Klima angepasst werden:

-17 %
Fläche der Fichte seit 2012
durch Sturm, Trockenheit und Borkenkäfer
+7 %
Fläche der Laubbäume
vor allem durch Waldumbau
82 Jahre
alt ist ein Baum im Mittel
Waldumbau dauert Jahrzehnte
Quellen: Bundeswaldinventur 2022; Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET (Berufsgruppe Forst- und Jagdwirtschaft, Landschaftspflege).

Beim Land sind die Stellen allerdings begrenzt. Bayern bietet 100 Ausbildungsplätze im Jahr, übernimmt aber nur einen Teil der Absolventen. NRW plant 15 bis 20 Übernahmen im Jahr, Rheinland-Pfalz 15 Verbeamtungen. Förster stellen auch Gemeinden, private Forstbetriebe, Zusammenschlüsse von Waldbesitzern und Firmen der Holzwirtschaft ein.

Wie geht es nach dem Einstieg weiter?

  1. EinstiegRevierleitungDu leitest ein Revier im Staats-, Gemeinde- oder Privatwald.
  2. mit MasterHöherer ForstdienstNach einem forstlichen Master folgt beim Land ein 2-jähriges Referendariat mit der Großen Forstlichen Staatsprüfung. Danach leitest Du zum Beispiel ein Forstamt oder arbeitest in einer Behörde oder Forschungsanstalt.
  3. im StaatsdienstAufstiegBei entsprechender Eignung kannst Du über ein Aufstiegsverfahren in die nächsthöhere Laufbahn wechseln.
  4. selbstständigEigenes BüroAls Forstsachverständiger schreibst Du Gutachten, als Forstunternehmer übernimmst Du Arbeiten im Wald für andere.

Passt der Beruf zu Dir?

Was solltest Du mitbringen?

Das passt zu Dir, wenn Du ...
  • gern draußen bist, auch bei Regen, Hitze und Kälte
  • rechnen kannst und wirtschaftlich denkst, etwa beim Holzverkauf
  • gut mit Menschen sprichst und verhandelst, mit Waldbesitzern, Firmen und Bürgern
  • Verantwortung für Mitarbeiter und deren Sicherheit übernehmen willst
  • kein Problem damit hast, Tiere zu jagen
Eher nicht, wenn Du ...
  • nur im Wald und nie am Schreibtisch arbeiten willst
  • nicht entscheiden willst, welche Bäume gefällt werden
  • für Studium und Vorbereitungsdienst nicht umziehen möchtest
  • die Jagd grundsätzlich ablehnst

Weiter zu Wald und Forst

Quellen dieses Artikels Beruf und Studium: Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET Förster/in (Hochschule), Beamter/Beamtin Forstdienst (gehobener Dienst), Forstwissenschaft, -wirtschaft, Forstwirt/in, Forsttechniker/in · Studiendauer: Studien- und Prüfungsordnung der Hochschule Rottenburg (Januar 2026), Berliner Forsten · Vorbereitungsdienst: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus (Bekanntmachung vom 24.02.2026), Wald und Holz NRW, ForstBW, Landwirtschaftsministerium Niedersachsen, Hessen-Forst (APOhgFD 2015), Landesforsten Rheinland-Pfalz (APOftD-E3 2024), Brandenburg (APVghFD 2024), Sachsen (SächsAPOAgrFor 2023), ThüringenForst, Landesforsten Schleswig-Holstein, Ausschreibungen von Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern · Trainee und duales Studium: Bayerische Staatsforsten · Ohne Studium: Verordnung über die Berufsausbildung zum Forstwirt (1998), Meisterprüfungsverordnung Forstwirt (2004), Bayerische Technikerschule für Waldwirtschaft Lohr, KMK-Beschluss vom 06.03.2009 · Förderung: Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz, aufstiegs-bafoeg.de · Jagd: Bundesjagdgesetz § 15, Waffengesetz §§ 10 und 13, Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Bayern · Wald: Bundeswaldinventur 2022 · Gehalt: Statistisches Bundesamt, Verdiensterhebung

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