- Fernstudium, Voll- oder Teilzeit
- Dauer: 6 Semester
- Ohne Numerus clausus
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Inhalt11 Abschnitte
- Wo kann ich Ökonomie studieren?
- Welche Voraussetzungen brauchst Du?
- Ökonomie, BWL oder VWL: Was ist der Unterschied?
- Was lernst Du im Ökonomie-Studium?
- Was kannst Du mit Ökonomie werden?
- Was verdienst Du mit Ökonomie?
- Ökonomie und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
- Das Ökonomie-Studium in Zahlen
- Passt das Ökonomie-Studium zu Dir?
- Häufige Fragen zum Ökonomie-Studium
- Weiter zum Ökonomie-Studium
Wo kann ich Ökonomie studieren?
Wenn Du Ökonomie studieren willst, suchst Du nach Wirtschaftswissenschaften, Economics oder Volkswirtschaftslehre und findest diese Studiengänge vor allem an Universitäten, fast immer in Präsenz. Die Studiengänge, die Du direkt darunter siehst, gehören zum Teil zur Betriebswirtschaftslehre, also zu einem Nachbarfach der Ökonomie.

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- Voll- oder Teilzeit
- ohne Numerus clausus



Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 24.09.2026. Gezählt sind alle Studiengänge mit Wirtschaftswissenschaft, Economics oder Volkswirtschaft im Namen - derselbe Bestand wie auf unserer Seite Wirtschaft studieren.
Ökonomie ist ein Fach der Universitäten, das Du als Präsenzstudium vor Ort belegst. In unserer ganzen Datenbank haben wir nur 8 Fernstudiengänge und 3 duale Studiengänge gefunden. Wenn Du den Fachnamen wörtlich suchst, wirst Du ihn selten finden. Einen Bachelor-Studiengang Ökonomie unter genau diesem Namen (B.A.) bietet die Uni Erlangen-Nürnberg an. Die Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz führt Studiengänge wie „Ökonomie - Nachhaltigkeit - Transformation“. An der Uni Münster gibt es Ökonomik fürs Lehramt. Außerdem kannst Du Plurale Ökonomik (M.A.) an der Uni Siegen, Politische Ökonomie an der Uni Mainz, Sozio-Ökonomik an der Uni Kiel und Philosophie, Politik und Ökonomik an der Uni Witten/Herdecke studieren.
Welche Voraussetzungen brauchst Du?
Für den Bachelor brauchst Du die Hochschulreife oder Berufserfahrung, für den Master einen ersten Hochschulabschluss. An einer Universität ist das in der Regel die allgemeine Hochschulreife, an Fachhochschulen reicht meist die Fachhochschulreife. Die genauen Regeln legt jedes Bundesland fest, deshalb raten wir Dir, in die Zulassungsordnung Deiner Hochschule zu schauen, denn dort stehen sie verbindlich.
Was solltest Du mitbringen?
- Meisterbrief oder eine gleichwertige Aufstiegsfortbildung
- Abgeschlossene Berufsausbildung mit mehrjähriger Berufserfahrung
- Fachhochschulreife: reicht an Fachhochschulen meist aus
- Mathe - kein Mathe-Ass, aber Du solltest Zahlen mögen. Mathematik und Statistik stehen im ersten Jahr in aller Regel auf dem Plan, in der VWL arbeitest Du mit Formeln und Modellen
- Englisch - für die Fachliteratur und für viele Master
- Neugier auf Politik und Gesellschaft und die Bereitschaft, viel zu lesen
Ökonomie, BWL oder VWL: Was ist der Unterschied?
Die Definition von Ökonomie ist kurz, denn Ökonomie ist die Lehre davon, wie Menschen, Unternehmen und Staaten mit knappen Mitteln wie Geld, Zeit, Rohstoffen und Arbeitskraft umgehen. Das Wort kommt aus dem Griechischen und meinte ursprünglich die Führung eines Haushalts.
In diesem Fach schaust Du aus zwei Blickwinkeln auf die Wirtschaft. Die Wirtschaftswissenschaft hat in Deutschland nämlich zwei Hälften. In der Betriebswirtschaftslehre (BWL) blickst Du in ein einzelnes Unternehmen hinein, in der Volkswirtschaftslehre (VWL) auf die Wirtschaft eines ganzen Landes oder der Welt. Ein Studiengang Wirtschaftswissenschaften verbindet meist beides, sodass Du Dich erst später entscheiden musst. Studiengänge mit Economics oder Volkswirtschaft im Namen setzen den Schwerpunkt dagegen auf die VWL.
| Fach | Worauf es schaut | Eine typische Frage |
|---|---|---|
| Ökonomie (Wirtschaftswissenschaften) | BWL und VWL zusammen, die Spezialisierung kommt später | Wie entscheiden Menschen, Firmen und Staaten, wenn Geld und Zeit knapp sind? |
| BWL (Betriebswirtschaftslehre) | ein einzelnes Unternehmen: Rechnungswesen, Marketing, Personal, Finanzierung | Lohnt sich die neue Produktionshalle? |
| VWL (Volkswirtschaftslehre, Economics) | Märkte und ganze Volkswirtschaften: Preise, Arbeitsmarkt, Zinsen, Handel | Warum steigen die Preise, und was tut die Zentralbank dagegen? |
Wenn Du Economics studieren willst, landest Du deshalb in der VWL-Ecke des Fachs. Für ein Economics-Studium brauchst Du entsprechend gutes Englisch und eine ordentliche Portion Mathematik.
Neben BWL und VWL gibt es auch Fächer, die auf „-ökonomie“ enden. Wenn Du mehr über die beiden Hälften wissen willst, schau in unsere Artikel zum BWL-Studium und zum VWL-Studium, für die wir jeweils eigene Listen zusammengestellt haben. Außerdem gibt es Fächer, die Ökonomie mit einem Anwendungsfeld verbinden, etwa Sozialökonomie, Gesundheitsökonomie, Sportökonomie und Fitnessökonomie. Sie sind enger zugeschnitten, und auch zu ihnen findest Du bei uns eigene Seiten.
Was lernst Du im Ökonomie-Studium?
Zuerst lernst Du die Grundlagen, und erst danach setzt Du einen Schwerpunkt. Dein Studium beginnt also breit, denn in den ersten Semestern lernst Du das Handwerkszeug, das jede spätere Richtung braucht. Welche Module Dein Studiengang genau vorsieht, steht im Modulhandbuch der Hochschule. Bei 301 Studiengängen raten wir Dir, dort nachzusehen, weil jede Faustregel zu grob wäre. Diese Fächer tauchen in vielen Studienplänen auf:
- Mikroökonomie: wie Haushalte und Unternehmen entscheiden
- Makroökonomie: Wachstum, Inflation, Arbeitslosigkeit, Geldpolitik
- Einführung in die Betriebswirtschaftslehre
- Rechnungswesen und Buchführung
- Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler
- Statistik und Ökonometrie, also das Auswerten von Wirtschaftsdaten
- Wirtschaftsrecht
- Finanzmärkte und Banken
- Wirtschaftspolitik und öffentliche Finanzen
- Internationale Wirtschaft und Entwicklung
- Arbeitsmarkt und Sozialpolitik
- Umwelt- und Energieökonomik
- Verhaltensökonomik
- Unternehmensführung, Controlling, Marketing
Ein Ökonomik-Studium kann auch einen anderen Blick auf die Wirtschaft werfen. Ökonomik nennen Fachleute die Wissenschaft von der Wirtschaft. An den meisten Universitäten herrscht eine Denkschule vor, die mit Modellen und Mathematik arbeitet. Das muss aber nicht so sein. Die Plurale Ökonomik, die die Uni Siegen als Master anbietet, stellt verschiedene Schulen nebeneinander und nimmt Wirtschaftsgeschichte, Soziologie und Philosophie dazu. Wenn Dich diese Fragen interessieren, lohnt sich auch ein Blick auf Sozio-Ökonomik und Politische Ökonomie.
Die Abschlüsse reichen vom Bachelor of Science bis zum MBA. An den Abschlüssen in unserer Datenbank siehst Du, wie breit das Fach ist:
| Stufe | Abschlüsse im Bestand |
|---|---|
| Bachelor | Bachelor of Science, of Arts, of Laws und of Education |
| Master | Master of Science, of Arts, of Laws, of Education und Master of Business Administration (MBA) |
| Vereinzelt | Diplom, Staatsexamen und Promotion |
Der Titel Diplom-Ökonom, der Dir vielleicht noch begegnet, stammt aus der Zeit vor der Umstellung auf Bachelor und Master und ist heute selten geworden.
Wie lange Dein Studium dauert, hängt vom Studiengang ab. Eine einheitliche Dauer nennen wir Dir deshalb bewusst nicht. Wie viele Semester Dein Studiengang ansetzt, findest Du in der Prüfungsordnung der Hochschule. Vollzeit, Teilzeit und Fernstudium gibt es nebeneinander, und manchmal wird sogar derselbe Studiengang in zwei Geschwindigkeiten angeboten.
Was kannst Du mit Ökonomie werden?
Wenn Du Ökonom werden willst, führt Dein Weg über ein Studium, weil es dafür keine Ausbildung gibt. Ökonom ist auch kein geschützter Titel, denn Ökonomin oder Ökonom nennt sich, wer Wirtschaftswissenschaften studiert hat. Das Studium bildet Dich deshalb nicht für einen einzelnen Beruf aus, es öffnet Dir ein breites Feld. Deine Berufsaussichten hängen weniger am Namen des Abschlusses als an Schwerpunkt, Praktika und Branche. Typisch sind zum Beispiel diese Wege:
Was macht ein Ökonom im Alltag? Ganz gleich, wo Du landest, der Kern Deiner Arbeit ist ähnlich. Mal geht es darum, ob eine Firma ein neues Werk bauen soll, und mal darum, was ein höherer Mindestlohn mit der Zahl der Jobs macht.
Als Ökonom oder Ökonomin hast Du einen Beruf ohne festen Namen. Auf Deinem Arbeitsvertrag steht später eher Referentin, Analyst, Controllerin oder Berater und nur selten „Ökonom“. Deshalb tauchst Du in der Statistik meist unter einem dieser Berufe auf statt als Wirtschaftswissenschaftler. Das erklärt auch, warum die Gehaltszahl, die wir Dir oben nennen, auf einer so kleinen Gruppe beruht. Eine belastbare Arbeitslosenquote nur für Ökonomen haben wir nicht gefunden, deshalb nennen wir Dir hier keine.

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Was verdienst Du mit Ökonomie?
Im Durchschnitt verdienst Du mit Ökonomie rund 6.841 € brutto im Monat, gemessen an der Berufsgruppe Wirtschaftswissenschaften. Viele Absolventen arbeiten in der Unternehmensorganisation, dort liegt der Wert noch etwas höher.
Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 914 Wirtschaftswissenschaften, Stand 2025.
Ökonomie und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
Kurze Antwort: Mit Schwerpunkt Volkswirtschaft oder Wirtschaftspolitik gut, denn Theorie und Forschung gelten als nicht ersetzbar, während Software im Controlling fast alles übernehmen könnte. Wir haben dafür beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nachgesehen, das für jeden Beruf bewertet, welche Kerntätigkeiten nach dem Stand der Technik schon Maschinen erledigen könnten. Für den Ökonomen sind es 5 von 12.
Im Controlling sieht das Bild ganz anders aus als in der Volkswirtschaft. Weiter oben bei den Berufen haben wir Dir das Controlling als klassischen Einstieg vorgestellt, und gerade bei diesem Einstieg ist die Technik schon am weitesten.
- beim Ökonomen Kosten- und Leistungsrechnung, Kalkulation, Controlling sowie Handels- und Steuerrecht
- beim Volkswirt nur 3 von 14 Kerntätigkeiten. Dieser Wert steht seit 2016 unverändert bei 21 Prozent
- beim Controller 7 von 8 Kerntätigkeiten, von der Buchhaltung über Finanzplanung und Berichtswesen bis zur Revision. Schon 2013 lag der Wert bei 62 Prozent
- beim Ökonomen Management, Marketing, Personalwesen, Finanzwirtschaft, Volkswirtschaftslehre und Statistik
- als Volkswirt Makro- und Mikroökonomie, Wirtschaftspolitik und Forschung
- beim Controller nur die Betriebswirtschaftslehre
- in der Unternehmensberatung der größte Teil, der Wert liegt dort bei 25 Prozent
So kannst Du Dein Studium in eine robuste Richtung lenken. Wenn Du auf Volkswirtschaft, Statistik und Wirtschaftspolitik setzt oder in die Beratung willst, arbeitest Du dort, wo das IAB wenig Ersetzbares findet. Zieht es Dich vor allem zum Zahlenwerk im Controlling, solltest Du wissen, dass Software diese Aufgaben technisch übernehmen könnte.
Dass Controller verschwinden, folgt aus den 88 Prozent aber nicht, weil der Futuromat nur die technische Möglichkeit misst. Auch als Volkswirt wirst Du mit neuen Werkzeugen arbeiten, obwohl der Wert dort niedrig ist.
Das Ökonomie-Studium in Zahlen
an Universitäten29.380
an Fachhochschulen
Passt das Ökonomie-Studium zu Dir?
- Dich fragst, warum Preise steigen oder Firmen pleitegehen
- gern mit Zahlen, Tabellen und Diagrammen arbeitest
- Nachrichten aus Wirtschaft und Politik verfolgst
- Dich erst später auf eine Richtung festlegen willst
- englische Fachtexte nicht scheust
- Mathematik und Statistik ganz aus dem Weg gehen willst
- von Anfang an einen fest umrissenen Beruf suchst
- vor allem neben dem Job studieren willst
- lieber praktisch als theoretisch arbeitest
Das Bild, das Du vielleicht im Kopf hast, stimmt nur zur Hälfte. Die gängigen Ökonomie-Bilder mit Börsenkursen, Anzügen und Aktiencharts treffen das Studium nur am Rand. Im Hörsaal geht es um Modelle, Daten und Argumente, also um die Frage, warum Menschen so handeln, wie sie handeln, und was passiert, wenn der Staat eingreift. Wenn Dir das Spaß macht, bist Du hier richtig, auch wenn Du Dich nie für Aktien interessiert hast.
Wenn Du neben dem Beruf studieren möchtest, wird die Auswahl dünn.
Falls Du Studium und Job verbinden willst, lohnt sich deshalb ein Blick in die Nachbarfächer, denn Fern- und duale Angebote in der Betriebswirtschaft findest Du auf unserer Seite zum BWL-Studium. Dort stehen auch die Studiengänge der Fachhochschulen, falls Du es praktischer magst als an der Universität.

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Häufige Fragen zum Ökonomie-Studium
Was ist ein Ökonom?
Was macht ein Ökonom?
Ökonom: Ausbildung oder Studium?
Was muss man studieren, um Ökonom zu werden?
Wirtschaft, Ökonomie, Studium der Wirtschaftswissenschaften: alles dasselbe?
Ist ein Bachelor „Ökonomie“ und „Wirtschaftswissenschaften“ dasselbe?
Schreibt man Ökonomie oder Oekonomie?
Wie viel Gehalt verdient man nach dem Ökonomie-Studium?
Kann ich Ökonomie und BWL dual studieren, also mit Gehalt?
Gibt es ein Fernstudium Ökonomie?
Kann ich Ökonomie ohne NC studieren?
Was ist Plurale Ökonomik?
Angebote fürs Studium per E-Mail
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Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 914 Wirtschaftswissenschaften und Berufsgruppe 713 Unternehmensorganisation und -strategie, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2025. Für die Gruppe Wirtschaftswissenschaften veröffentlicht die Bundesagentur nur die Expertenebene.
Universität Jena, Seite „Semesterbeitrag“ (uni-jena.de/575/semesterbeitrag), Werte für das Wintersemester 2026/27, abgerufen am 24.09.2026.
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