Einstiegsgehalt 
1.800
Durchschnittsgehalt 
2.450
Ausbildung 
Ausbildung
4
Freie Jobs als
Masseur und medizinischer Bademeister
in unserer Jobbörse ico-arrowRightSlim

Was ist ein Masseur und medizinischer Bademeister?

Ein Masseur behandelt Patienten, die zum Beispiel an Verspannungen, Gelenkschmerzen oder Wirbelsäulenerkrankungen leiden. Dafür wendet er sogenannte physikalisch therapeutische Methoden an, was bedeutet, dass er die zu behandelnden Stellen beispielsweise knetet, klopft oder drückt. Für jeden Patienten entwickelt er einen individuellen Therapieplan und außerdem gemeinsam mit ihm Strategien, damit es nicht wieder zu einem Rückfall kommt.

Was macht ein Masseur?

Als Masseur und medizinischer Bademeister, wie der Beruf in seiner langen Version offiziell heißt, ist es Deine Aufgabe, die körperlichen Beschwerden Deiner Patienten zu lindern und Erkrankungen zu heilen. Dabei arbeitest Du einerseits präventiv, indem Du dafür sorgst, dass Krankheiten gar nicht erst entstehen können, andererseits auch rehabilitativ, indem Du nach einer Krankheit dafür sorgst, dass der Patient keinen Rückfall erleidet.

Für jeden Patienten erstellst Du einen individuellen Therapieplan, den Du anschließend durchführst. Dabei wendest Du ganz unterschiedliche Methoden an, mit denen Du die Haut, das Bindegewebe und die Muskulatur beeinflusst. Vor allem ziehst, dehnst, reibst und streichst Du dafür den Körper Deines Patienten.

Eine besondere Bedeutung hat für die Masseurin die ganzheitliche Betrachtung des Menschen, weshalb auch dessen Psyche in die Behandlung mit einfließt. Eine Masseurin kooperiert in der Regel eng mit Ärzten und Therapeuten.

Wie wird man Masseur?

Wenn Du Masseur werden möchtest, dann benötigst Du dafür mindestens einen Hauptschulabschluss. Alternativ wird auch eine mindestens einjährige, abgeschlossene Berufsausbildung anerkannt. Außerdem musst Du mindestens 16 Jahre alt sein und gesundheitlich für den Beruf geeignet sein. Wenn Du dazu noch gute Noten in Bio, Physik und Chemie mitbringst, hast Du richtig gute Chancen auf einen Platz für eine Masseur-Ausbildung.

Die Massagetherapeut-Ausbildung findet nicht klassisch im dualen System statt, bei dem Du die Berufsfachschule besuchst und gleichzeitig in einem Betrieb arbeitest. Stattdessen besuchst Du zwei Jahre lang in Vollzeit eine Berufsfachschule und absolvierst im Anschluss ein halbjähriges Berufspraktikum. Wenn Du Deine Massageausbildung an einer staatlichen Schule machst, dann ist diese in der Regel kostenlos. Anders sieht es aus, wenn Du an einer privaten Schule lernst: Dann musst Du die Lehrgänge in der Regel mit einem monatlichen Beitrag für Deine Masseur-Ausbildung bezahlen, der von Schule zu Schule variiert.

Die Massage-Ausbildung ist bundesweit einheitlich geregelt.

Deine theoretische Ausbildung zum Masseur

In Deiner theoretischen Masseur-Ausbildung lernst Du, wie der menschliche Körper funktioniert. Dafür paukst Du zum Beispiel Anatomie, Physiologie und Pathologie. Du erfährst, wie das Herz-Kreislauf-System funktioniert, wie das Nervensystem aufgebaut ist und welche Aufgaben die einzelnen inneren Organe haben. Dabei geht es immer um das Zusammenspiel aller Bestandteile, denn schließlich sollst Du verstehen, wie die einzelnen Bewegungen möglich sind und welche Teile des Körpers, also vor allem Knochen, Muskeln, Gelenke, Bänder und Sehen, dabei beeinflusst werden.

Aufbauend auf diesem Wissen lernst Du die einzelnen Krankheitsbilder kennen, um später eigenständig Symptome zu erkennen und Befunde zu stellen. Danach folgt das Wissen, wie Du für jede einzelne Krankheit den passenden Therapieplan erstellst.

Damit Du für Deine spätere Zusammenarbeit mit den Ärzten und Therapeuten gut gewappnet bist, lernst Du nicht nur, wie Du die Befunde und die Behandlung richtig dokumentierst, sondern auch die Fachsprache, mit der Du das tust. Außerdem erfährst Du, wie Du fremde Berichte richtig liest, beurteilst und auswertest.

Du arbeitest in Deinem Job viel mit Menschen, deshalb ist es keine Überraschung, dass auch die entsprechenden sozialen Fächer auf Deinem Lehrplan stehen: Pädagogik, Soziologie und Psychologie. Außerdem lernst Du in Projekten, wie Du Deine Team- und Konfliktfähigkeit verbesserst.

Einen wichtigen Part Deiner Masseur-Ausbildung nimmt auch das Thema Hygiene ein. Zunächst einmal lernst Du hier die wichtigen Vorschriften und Gesetze kennen, die Du in Deinem Arbeitsalltag einhalten musst. Später geht es dann auch ganz praktisch darum, wie Du Deinen Arbeitsplatz hygienisch rein hältst, indem Du ihn beispielsweise desinfizierst.

In medizinischen Berufen trägst Du per se eine hohe Verantwortung, deshalb ist es wichtig, dass Du Dich in Deiner Masseur-Ausbildung auch mit den entsprechenden geltenden Gesetzen, mit der Gesundheitspolitik und mit ethischen Fragen auseinandersetzt. Weil Datenschutz gerade bei so sensiblen Daten wie den medizinischen einen extrem hohen Stellenwert hat, wirst

Du auch in diesem Bereich fit gemacht.

Deine praktische Ausbildung zum Masseur

Während Deiner praktischen Phase wendest Du klassische Massagetherapien und Bewegungstherapien an und führst Bestrahlungen und Bäder durch. Außerdem verabreichst Du Packungen und Inhalationen. Dabei lernst Du natürlich, bei welchen Beschwerden und Krankheitsbildern welche Massage- und Therapieform angewendet wird. Auch den Umgang mit den Maschinen, die Du für die Elektro-, Licht- und Strahlentherapie sowie für die Hydro-, Balneo- und Thermotherapie benötigst, lernst Du in dieser Zeit. Zusätzlich setzt Du auch noch Deine eigenen Schwerpunkte und spezialisierst Du Dich auf verschiedene Therapien wie Lymphdrainagentherapie oder Reflexzonentherapie.

Nach dem theoretischen Teil Deiner Masseur-Ausbildung absolvierst Du je eine schriftliche, praktische und mündliche Prüfung, die die zuständige Industrie- und Handelskammer abnimmt. Im schriftlichen Teil wird Dein Wissen rund um die Themenbereiche Gesetzeskunde, Psychologie, Pädagogik und Soziologie abgefragt. Im mündlichen Teil beantwortest Du Fragen zu Anatomie und Krankheitslehre. Und im praktischen Teil stellst Du letztlich einen Befund und behandelst mit einer klassischen Massagetherapie. Solltest Du durch eine der Prüfungen durchfallen, hast Du einmal die Chance, sie nachzuholen.

Danach hast Du ein Jahr Zeit, um ein sechsmonatiges Praktikum zu absolvieren. Erst danach bekommst Du Deinen staatlich anerkannten Abschluss als Masseurin und medizinischer Bademeister.

Weiterbildung

Deine Ausbildung zum Masseur bildet die Grundlage für zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. So kannst Du beispielsweise eine verkürzte eineinhalbjährige Ausbildung zum Physiotherapeuten machen. Darin lernst Du unter anderem die sogenannte manuelle Therapieform, also krankengymnastische Behandlungstechniken zur Mobilisation und Dehnung sowie zur Steigerung der Muskelkraft.

Außerdem kannst Du auch eine Weiterbildung zum Fitnessfachwirt, Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen oder zum Betriebswirt für Sozialwesen machen. Mit einer solchen Weiterbildung qualifizierst Du Dich für leitende Positionen, denn Du erwirbst neben vertieftem physiologischem Wissen auch betriebswirtschaftliches Management-Know-how. Auch diese Weiterbildung dauert ungefähr anderthalb Jahre.

Wenn Du bereits ein Abitur oder eine Fachhochschulreife hast, dann kannst Du zum Beispiel ein Studium beginnen und zum Beispiel einen Bachelor in Physiotherapie machen oder Sportwissenschaft studieren.

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Wo arbeitet ein Masseur?

Als Masseurin bist Du eine gefragte Fachkraft, die beispielsweise in folgenden Einrichtungen arbeitet:

  • In Krankenhäusern
  • In Massagepraxen
  • In Gesundheitszentren
  • In Rehakliniken
  • In Wellnesshotels
  • In Wellnesszentren
  • In Altenheimen
  • In Pflegeheimen
  • In Fitnessclubs

Darüber hinaus kannst Du natürlich auch als Fachschullehrer arbeiten oder Dich mit einer eigenen Massagepraxis selbstständig machen.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Vorbereitung des Behandlungsraumes: Bevor Du mit Deiner Arbeit loslegen kannst, bereitest Du erst einmal den Raum vor und legst die Hilfsmittel, die Du für Deine Arbeit brauchst, bereit.

Als Masseurin hast Du in der Regel einen 40-Stunden-Job. Wann Du genau arbeitest, hängt aber ganz davon ab, wie die Öffnungszeiten in der Einrichtung sind, in der Du tätig bist. Denn Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen beispielsweise sind auch am Wochenende geöffnet und es kann daher passieren, dass Du auch mal an diesen Tagen und im Schichtdienst arbeiten musst. Dafür bekommst Du dann üblicherweise an einem anderen Tag in der Woche frei.

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Als Masseurin hängt Dein Arbeitsplatz ganz davon ab, in welcher Art von Einrichtung Du arbeitest. In einer Massagepraxis arbeitest Du in einem normalen Behandlungsraum, der häufig mit einer Liege für den Patienten und einem Schreibtisch ausgestattet ist. In einer Klinik arbeitest Du meist im Krankenzimmer des Patienten. Bist Du bei einem Pflegedienst angestellt, kann es auch sein, dass Du Deine Patienten in ihrem Zuhause behandelst. Als Masseurin bist Du auch körperlich gefordert, denn Du arbeitest häufig im Stehen und musst gelegentlich ziemlich große Kraft aufbringen. Deine Arbeitskleidung ist deshalb bequem und atmungsaktiv.

Was verdient eine Masseurin?

Während Deiner zweijährigen schulischen Masseur-Ausbildung bekommst Du in der Regel kein Geld. Stattdessen musst sogar die Kosten für Lernmaterial, Prüfungen, Berufskleidung und, sofern Du Deine Masseur-Ausbildung an einer privaten Schule machst, für die Lehrgänge, tragen.

Erst Dein Berufspraktikum, das Du im Anschluss absolvierst, ist vergütet – die Höhe liegt im öffentlichen Dienst bei 1.400 Euro brutto oder richtet sich in anderen Einrichtungen nach Deinem Verhandlungsgeschick.

Wenn Du Deine Ausbildung zum Masseur beendet hast, steigst Du in der Regel mit einem durchschnittlichen Bruttolohn von 1.800 bis 2.300 Euro in den Beruf ein. Später liegt das durchschnittliche Einkommen eines Masseurs bei 2.300 bis 2.600 Euro.

Arbeitest Du freiberuflich in Deiner eigenen Praxis und hast eine Kassenzulassung, dann rechnest Du nach den Vergütungssätzen der Krankenkassen ab.

Wo finde ich einen Job als Masseurin?

Ob auf der Suche nach einem Praktikumsplatz, Deinem ersten Job nach der Ausbildung zum Masseur oder beim Wunsch nach einer neuen beruflichen Herausforderung: In unserer Stellenbörse haben wir genau die Jobs gesammelt, die für Dich infrage kommen. Und dank unseres speziellen Filters findest Du mit nur ein paar Klicks die Jobs zum Beispiel in Deiner Wunschregion.

Wie sind die Berufsaussichten für Masseure?

Als Masseur hast Du hervorragende Chancen auf Deinen Traumjob, denn bundesweit bewerben sich pro Stelle maximal 2,6 Bewerber. Diese mit Abstand höchste Quote gibt es in Berlin, danach folgt Thüringen mit 1,5 Bewerbern, während das Schlusslicht Brandenburg gerade mal 0,5 Bewerber pro Stelle hat. Diese Zahlen erstaunen überhaupt nicht, wenn man mal betrachtet, wie stark der Stellenmarkt für Masseure wächst: in den letzten fünf Jahren nämlich um ganz 15 Prozent. Vor allem die immer älter werdende Bevölkerung wird von Experten dabei als Ursache genannt und lässt sie annehmen, dass der Arbeitsmarkt für Masseure in den kommenden Jahren noch weiter wachsen wird.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Als Masseur ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Du Dich mittels Fortbildungen nach Deiner Ausbildung zum Masseur auf bestimmte Fachbereiche spezialisierst. Dabei ist es mit einer einmaligen Weiterbildung nicht getan – schließlich entwickelt sich die Medizin stetig weiter.

Du kannst Dich beispielsweise auf folgende Bereiche spezialisieren:

  • Lymphdrainage
  • Reflexzonentherapie
  • Elektro- und Strahlentherapie

Passt der Beruf Masseur zu mir?

Als Masseur hast Du viel Kontakt mit Deinen Patienten und greifst in Deiner Arbeit auf Dein Fachwissen zurück. Dies erfordert einige wichtige Qualifikationen und Eigenschaften:

Interesse an Naturwissenschaften
Sie sind die Basis für die Fächer, die in Deiner Masseur-Ausbildung auf Deinem Stundenplan stehen, unter anderem Anatomie, Physiologie und Biomechanik.
Empathie
Als Masseur solltest Du Dich gut in andere Menschen hineinversetzen können und ihnen gerne helfen wollen.
Körperliche Fitness
Nur wenn Du selbst fit bist, kann Du Deinen Beruf auch richtig ausführen, denn er erfordert mancherlei Krafteinsatz und kann für Deinen eigenen Körper zum Teil belastend sein.
Spaß am Kontakt mit Menschen
Nur der kleinste Teil Deiner Arbeit ist Büroarbeit – die meiste Zeit verbringst Du mit Deinen Patienten.
Keine Berührungsangst
Es sollte für Dich okay sein, dass Du Deinen Patienten während der Behandlung sehr nahe kommst.
Gepflegtes Äußeres
Auch dies ist eben genau aus dem Grund sehr wichtig, weil Du einen sehr engen Körperkontakt mit Deinem Patienten hast.