Einstiegsgehalt 
1.984
Durchschnittsgehalt 
2.620
Ausbildung 
Ausbildung
31
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Maler und Lackierer
in unserer Jobbörse ico-arrowRightSlim

Was ist ein Maler und Lackierer?

Maler und Lackierer sind Experten für Anstriche, sowohl sichtbare als auch nicht sichtbare, sowie Beschichtungen an Wänden und Decken im Innen- und Außenbereich. Sie streichen und lackieren auch Türen und Fenster. Zudem schützen sie Fassaden und Wände vor schädlichen äußeren Einflüssen.

Was macht ein Maler und Lackierer?

Die Maler und Lackierer-Tätigkeiten unterteilen sich in drei Fachrichtungen:

Gestaltung und Instandhaltung

Im Bereich Gestaltung und Instandhaltung gestaltest und behandelst Du Decken, Böden, Innen- und Außenwände sowie die Oberflächen von Objekten aus unterschiedlichen Materialien. Auch Tapeten und Dekorputzen fallen hier in Deinen Aufgabenbereich. Vor der Beschichtung von Flächen bereitest Du die Untergründe vor und besserst eventuell Schäden aus. Abhängig vom Material wie beispielsweise Stein, Holz oder Beton wählst Du die richtige Farbe und das passende Verfahren aus. Darüber hinaus schützt Du als Maler und Lackierer im Bereich Gestaltung und Instandhaltung Materialien aus Holz wie etwa Fenster, Türen und Gartenzäune mit geeigneten Lacken und Glasuren.

Kirchenmalerei und Denkmalpflege

Im Bereich Kirchenmalerei und Denkmalpflege kümmerst Du Dich um alte historische Gebäude und Denkmäler. Du erneuerst und restaurierst Innenwände und Fassadenoberflächen, Decken, Wandmalereien und Stuck sowie Möbel. Je nach Untergrund und Art wählst Du als Experte die richtige Technik und Beschichtung aus. Dabei wendest Du Arbeitstechniken aus der Entstehungszeit des zu sanierenden Objekts an. Zudem benutzt Du häufig Farben und Glasuren, die Du nach historischen Überlieferungen herstellst, um eine authentische Restaurierung des Objekts zu gewährleisten. Wenn eine Restaurierung nicht mehr möglich ist, führst Du Reproduktionen oder Rekonstruktionen durch, um ein Ergebnis zu erhalten, das möglichst nahe an der Realität ist.

Bauten- und Korrosionsschutz

Im dritten Bereich, Bauten- und Korrosionsschutz, schützt Du im Neubau sowie bei der Sanierung und Modernisierung Fassaden und Wände vor schädlichen Einflüssen wie Verwitterung, Feuer und Rost. Dazu bereitest Du die Oberflächen vor, indem Du beispielsweise Verschmutzungen und alte Beschichtungen entfernst und schließlich spezielle Anstriche und Schutzmittel aufträgst. Anschließend behandelst Du die Oberflächen je nach Material nach Untergrund.

Wie wird man Maler und Lackierer?

Voraussetzungen

Rechtlich gibt es für die Maler- und Lackierer-Ausbildung keine vorgeschriebene Schulbildung. In der Praxis stellen Ausbildungsbetriebe überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss für eine Maler-Ausbildung ein. 66 Prozent von denjenigen, die eine Maler und Lackierer-Ausbildung machen, haben eine Hauptschulabschluss. 23 Prozent der Auszubildenden einer Maler-Ausbildung haben mittleren Schulabschluss. Drei Prozent derjenigen, die eine Ausbildung als Maler und Lackierer machen, haben Abitur oder Fachabitur. Rund acht Prozent haben gar keinen Schulabschluss. Wenn Du eine Maler und Lackierer-Ausbildung machen willst, dann ist es in jedem Fall empfehlenswert, wenn Du gute Noten Mathe, Chemie und insbesondere in Werken/Technik hast. Das ist kein Muss, aber für die Bewerbung um eine Maler-Ausbildung in einem Ausbildungsbetrieb von Vorteil.

Ausbildung

Die Ausbildung als Maler und Lackierer dauert drei Jahre und ist dual organsiert. Das bedeutet, dass Du während Deiner Maler-Ausbildung abwechselnd im Betrieb und in der Berufsschule bist. Im Betrieb lernst Du hautnah die praktische Seite des Berufes und führst selbst Arbeiten durch, erst unter Anleitung und später, wenn Du genügend Erfahrungen gesammelt hast, auch eigenständig. In der Berufsschule wird Dir während Deiner Maler und Lackierer-Ausbildung hingegen das notwendige theoretische Hintergrundwissen beigebracht. Zu Beginn Deiner Ausbildung als Maler und Lackierer wählst Du eine Fachrichtung. Diese sind Gestaltung und Instandhaltung, Kirchenmalerei und Denkmalpflege und Bauten- und Korrosionsschutz. In den ersten beiden Lehrjahren ist der Unterrichtsstoff identisch. Erst im dritten Lehrjahr Deiner Maler und Lackierer-Ausbildung folgt die Spezialisierung. Während Deiner Ausbildung als Maler und Lackierer führst Du ein Berichtsheft, in dem Du Deine Tätigkeiten und Aufgaben schriftlich festhältst. Diese Notizen werden regelmäßig von Deinem Ausbilder überprüft. Ein Teil Deiner Maler und Lackierer-Ausbildung ist die Ausbildung zum Bauten- und Objektbeschichter.

Prüfungen

Vor dem Ende des ersten Ausbildungsjahres legst Du eine Zwischenprüfung zum Bauten- und Objektbeschichter ab. Am Ende des zweiten Jahres Deiner Maler und Lackierer-Ausbildung machst Du die Abschlussprüfung zum Bauten- und Objektbeschichter, die gleichzeitig die Zwischenprüfung für Deine Ausbildung als Maler und Lackierer ist. Zum Schluss Deiner Ausbildung legst Du schließlich die Gesellenprüfung ab. Sie besteht aus einer praktischen Prüfung und drei schriftlichen Prüfungen. Wenn Du die Prüfungen bestehst, bist Du ein staatlich anerkannter Maler und Lackierer.

Wo arbeitet ein Maler und Lackierer?

Nach Deiner Ausbildung kannst Du in Maler- und Lackierbetrieben arbeiten. Weitere Möglichkeiten sind das Stuckateurgewerbe, Hochbaufirmen und Restaurationsfirmen. Hier siehst Du noch einmal alle Beispiele im Überblick:

  • Stuckateurgewerbe
  • Hochbau
  • Restaurationsfirmen
  • Maler- und Lackierbetriebe

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Als Beruf und Lackierer umfasst Dein Arbeitsalltag beispielsweise folgende Tätigkeiten:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Selten arbeitest Du am PC, um Fassaden und Innenräume zu entwerfen oder den richtigen Farbton zu finden. Meistens bist Du hingegen beim Kunden vor Ort. Deine Arbeitsorte können beispielsweise Schlaf- und Wohnräume und Keller, aber auch Außenbereiche und Gärten sein. Zudem kann Dich Deine Arbeit auch in historische Gebäude wie etwa Kirchen führen.

Was verdient ein Maler und Lackierer?

Im ersten Ausbildungsjahr kannst Du mit einem monatlichen Bruttoverdienst von bis 510 Euro rechnen. Dieser Betrag kann im zweiten Ausbildungsjahr auf bis zu 560 Euro und im dritten Ausbildungsjahr auf bis zu 690 Euro monatliches Bruttogehalt steigen.

Das Einstiegsgehalt beträgt zwischen 1700 und 2.200 Euro brutto im Monat. Nach ein paar Jahren Berufserfahrung sind Gehälter zwischen 2.000 und 2.600 brutto realistisch. Wenn Du Dich für eine Weiterbildung zum Malermeister entscheidest, kannst Du sogar mit einem monatlichen Bruttoverdienst von bis zu 4.000 Euro rechnen.

Wo finde ich einen Job als Maler und Lackierer?

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Wo finde ich einen Job als Maler und Lackierer?

Wenn Du bereits eine Maler und Lackierer-Ausbildung absolviert hast und jetzt auf der Suche nach einem Job bist, dann solltest Du einen Blick in unsere Jobbörse werfen. Die ist übrigens auch interessant, wenn Du Dich erst einmal nur über den Beruf informieren möchtest. Die Jobangebote geben Dir einen Überblick über potenzielle Arbeitgeber, Branchen und geforderte Qualifikationen.

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Wie sind die Berufsaussichten für Maler und Lackierer?

Es gibt deutschlandweit einen Mangel an Fachkräftenachwuchs im Handwerk. Maler und Lackierer sind da keine Ausnahme. Momentan sind die Chancen auf einen Ausbildungsplatz und einen Job also gut. Allerdings ist der Beruf von der allgemeinen Konjunktur abhängig. Diese ist im Moment hervorragend. Die Bauzinsen sind niedrig und es wird viel gebaut. Dementsprechend ist der Bedarf an Malern aktuell hoch.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Nach Deiner Gesellenprüfung kannst Du theoretisch sofort mit der Weiterbildung zum Meister beginnen. Allerdings ist diese nicht ganz billig. Als Malermeister kannst Du einen Betrieb eröffnen und Lehrlinge ausbilden. Zudem kannst Du Dich mit zunehmender Berufserfahrung auf einen Teilaspekt Deiner Arbeit spezialisieren. Dies können beispielsweise folgenden Bereiche sein:

  • Betonsanierung
  • Restauration
  • Gestaltung von Innenräumen
  • Wärmeisolierung

Passt der Beruf Maler und Lackierer zu mir?

Wenn Du Dich für diesen Beruf interessierst, dann solltest Du am besten folgende Voraussetzungen erfüllen:

Handwerkliches Geschick
Keine Frage, in einem handwerklichen Beruf wie diesem ist handwerkliches Geschick gefragt.
Gestalterische Fähigkeiten
Bei Damit die Kunden zufrieden sind und das Ergebnis am Schluss auch optisch top ist, benötigst Du gestalterische Fähigkeiten und Gespür für Farben und Formen.
Höflichkeit und Zurückhaltung
Du arbeitest oftmals in privaten Räumen fremder Menschen. Höflichkeit und Zurückhaltung sind hier angebracht.
Keine Höhenangst
Du arbeitest oftmals auf Leitern und Baugerüsten. Du sollest daher keine Höhenangst haben.