Einstiegsgehalt 
2.000
Durchschnittsgehalt 
3.077
Ausbildung 
Ausbildung
122
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Kfz-Mechatroniker
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Was ist ein Kfz-Mechatroniker?

Ein Kfz-Mechatroniker ist für die Reparatur, Wartung und Umrüstung von Kraftfahrtzeugen verantwortlich. Damit ist er unter anderem ein Experte für Antriebsstränge, Getriebe, Karosseriebleche, Bordcomputer, Antriebs-Schlupf-Regelungen (ASR), elektronisch geregelte Fahrstabilitäts-Programme (ESP) und Anti-Blockier-Systeme (ABS). Ein Kfz-Mechatroniker kümmert sich dabei vor allem um Motorräder, Autos, LKWs und andere Nutzfahrzeuge. Neben der technischen Seite des Berufs ist ein Kfz-Mechatroniker auch für den Kundenkontakt zuständig. Die verständliche Erklärung von technisch komplizierten Vorgängen gehört so ebenfalls in seinen Aufgabenbereich.

Die Berufsbezeichnung Kfz-Mechatroniker ist 2003 aus den Berufen Kfz-Mechaniker, Kfz-Elektriker und Automobilmechaniker entstanden. Sie ist geschützt. Es darf sich daher nur derjenige so nennen, der die staatlich anerkannte Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat.

Was macht ein Kfz-Mechatroniker?

Als Kfz-Mechatroniker oder Kfz-Mechatronikerin wartest und reparierst Du Fahrzeuge. Dabei baust Du mechanische, elektronische und mechatronische Komponenten aus und ein, hältst Motoren, Getriebe und Karosserie instand und rüstet Fahrzeuge nach oder um. Neben diesen handwerklich fokussierten Aufgaben bist Du auch am Tablet oder Notebook tätig. Dabei diagnostizierst Du Fehler bei Fahrzeugen, die mit der Elektronik zusammenhängen. Dazu schließt Du den Computer an die Elektronik des Autos an, liest die entsprechenden Daten aus und kannst so Probleme aufdecken.

Darüber hinaus nimmst Du Aufträge entgegen, besprichst mit Kunden die Probleme oder Wünsche, die sie mit bzw. für ihr Fahrzeug haben, und übergibst ihnen am Ende wieder ihr fertig repariertes Fahrzeug.

Wie wird man Kfz-Mechatroniker?

In der Regel absolvierst Du eine Kfz-Mechatroniker-Ausbildung, um diesen Beruf zu ergreifen:

Zulassungsvoraussetzungen

Für die Kfz-Mechatroniker-Ausbildung – oder vereinfacht auch Kfz-Mechaniker-Ausbildung genannt – gibt es keine festen Voraussetzungen. In der Regel benötigst Du jedoch einen Schulabschluss. Die Ausbildungsbetriebe bevorzugen dabei die mittlere Reife. Schulabsolventen mit einem sehr guten Hauptschulabschluss haben ebenfalls gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Neben einem Schulabschluss kannst Du auch mit handwerklichem Geschick und technischem Verständnis bei Betrieben punkten. Gute Noten in Mathe und Physik steigern daher Deine Chancen, die Kfz-Mechatroniker-Ausbildung anzufangen.

Ausbildungsinhalte und -ablauf

Die Ausbildung als Kfz-Mechatroniker dauert 3,5 Jahre und ist dual angelegt. Das bedeutet: Die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Der theoretische Teil findet an einer Berufsschule statt. Hier lernst Du alle relevanten Bestandteile, die Mechanik und die technischen Systeme von Fahrzeugen kennen. Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr eignest Du Dir dabei vor allem die Kompetenzen an, Funktionsstörungen zu erkennen und zu beseitigen. Daneben lernst Du auch, Fahrzeug- und Karosserieschäden zu beseitigen. Darüber hinaus stehen auch die Themen Kundenkontakt und Kundenberatung auf Deinem Stundenplan. Im dritten und vierten Jahr Deiner Kfz-Mechatroniker-Ausbildung spezialisierst Du Dich auf einen Bereich. Dir stehen dabei die Schwerpunkte Personenkraftwagentechnik, Nutzfahrzeugtechnik, Motorradtechnik, System- und Hochvolttechnik sowie Karosserietechnik zur Auswahl. Die Inhalte in den Kursen an der Berufsschule richten sich dann nach Deiner Spezialisierung.

Praktische Ausbildung

Den praktischen Teil der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker absolvierst Du in einem Betrieb. Das kann beispielsweise eine Autowerkstatt oder ein Automobilhersteller sein. Am Anfang schaust Du dem Kfz-Meister vor allem über die Schulter, um alle relevanten Griffe kennenzulernen. Nach einiger Zeit darfst Du selbst mitanpacken. Du wechselst dann zum Beispiel Reifen, nimmst fahrzeugtechnische Systeme in Betrieb und hilfst bei der Diagnose von Störungen. Im zweiten Jahr der Kfz-Mechaniker-Ausbildung kannst Du dann Funktionsstörungen selbst erkennen und beseitigen sowie Umrüstarbeiten nach Kundenwünschen durchführen.

Theoretische Ausbildung

Neben den theoretischen Inhalten und praktischen Übungen musst Du Dich in der Kfz-Mechatroniker-Ausbildung auch in Prüfungen beweisen. Dabei legst Du im Verlauf des zweiten Jahres eine Zwischenprüfung ab. Nach 3,5 Jahren wartet dann die Abschlussprüfung auf Dich. Du kannst diese auch eher machen, wenn Du besonders gute Noten mitbringst. Du kannst eine Verkürzung der Ausbildung als Kfz-Mechatroniker dann bei Deinem Ausbilder beantragen. Hast Du die finale Prüfung erfolgreich bestanden, hast Du Deinen Abschluss in der Tasche und kannst Dich Kfz-Mechatroniker nennen.

Fortbildungen

Hast Du Deine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker erfolgreich abgeschlossen, kannst Du Dich über eine Fortbildung auf einen Bereich spezialisieren. Du kannst dabei zum Beispiel eine Weiterbildung zum Meister absolvieren. Du kannst Dich dann selbstständig machen und eine eigene Firma gründen. Denn: Du verfügst so über das notwendige Know-how, um allein einen Betrieb zu führen. Absolvierst Du eine Fortbildung zum Techniker, qualifizierst Du Dich für die Position des Kundenberaters oder des Vorarbeiters.

Du kannst nach Deiner Ausbildung als Kfz-Mechatroniker auch ein Studium aufnehmen. Dabei bieten sich vor allem die Studiengänge Fahrzeugtechnik, Mechatronik und Elektromobilität an. Voraussetzung dafür ist, dass Du ein Fachabitur oder Abitur mitbringst.

Ausbildungsplätze