Einstiegsgehalt 
3.000
Durchschnittsgehalt 
5.300
Ausbildung 
Bachelor
12
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Förster
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Was ist ein Förster?

Förster beschäftigen sich mit der Pflege des Waldes und der darin lebenden Wildtiere. Zum Förster-Beruf zählen zum Beispiel Forstwissenschaftler, Forsttechniker und Forstingenieure. Zur Aufgabe eines Försters oder einer Försterin gehört die nachhaltige wirtschaftliche Nutzung des Waldes unter Berücksichtigung seiner sozialen wie ökologischen Funktionen, in selteneren Fällen auch die der Jagd. Während es lange Zeit ein von Männern dominierter Beruf war, ergreifen in den letzten Jahren vermehrt auch Frauen den Beruf der Försterin.

Was macht ein Förster?

In erster Linie kümmerst Du Dich nach abgeschlossener Förster-Ausbildung um einen Wald und seine Tiere. Aber auch wenn die Kurzbeschreibung des Berufs sich erst einmal ganz unkompliziert anhört, erwarten Dich komplexe wie umfangreiche Aufgaben, die Du während Deines Arbeitsalltags bewältigen musst. So besteht beispielsweise ein kleiner Teil Deiner Arbeit bei der Ausbildung zum Förster aus überschaubaren Büroaufgaben. Die kannst Du natürlich nicht von einem Hochsitz im Wald aus absolvieren, sondern erledigst Dinge wie Mitarbeiterkoordination, Berechnung von Preisen und Ähnlichem von einem Schreibtisch in einem Büro aus. Selbstverständlich wirst Du aber auch genug Zeit in der Natur verbringen, wo Du entscheidest, welche Bäume gefällt werden sollen und beispielsweise Brutstätten für Vögel baust. Manche Förster sind zeitgleich auch als Jäger tätig.

Wie wird man Förster?

Die Förster-Ausbildung umfasst ein dreijähriges Hochschulstudium in den Fächern „Forstwirtschaft„ oder ”Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement„. Nach dem Bachelor kann man noch einen Masterstudiengang im Fach ”Forst- und Holzwissenschaften„ anhängen. Welche Studiengänge für Dich infrage kommen, wenn Du Förster werden willst, kannst Du mithilfe unserer Studiengangsuche in Erfahrung bringen. Im Anschluss daran folgt je nach Bundesland ein ein- bis zweijähriger Vorbereitungsdienst mit Laufbahnprüfung oder ein zweijähriges Traineeprogramm, bevor Du als ausgebildeter Förster tätig werden kannst.

Wichtig ist die Abgrenzung zwischen Förster und Forstwirt, die oft verwechselt werden. „Förster” ist keine geschützte Berufsbezeichnung, sondern eine Funktion: die Leitung eines Forstreviers. Dafür brauchst Du ein forstliches Studium (meist Bachelor of Science) plus den Vorbereitungsdienst. Ein Förster ist für Verwaltung und Planung eines Waldgebietes zuständig, überwacht den Waldzustand, plant Holzeinschläge und koordiniert Naturschutzmaßnahmen. Er plant, entscheidet und überwacht, überwacht zudem die Arbeit der Forstwirte und berät Waldbesitzer.

Der Forstwirt dagegen absolviert keine Hochschulausbildung, sondern eine dreijährige duale Berufsausbildung im Betrieb. Der Forstwirt ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf; die duale Ausbildung findet im Betrieb und in der Berufsschule statt und dauert regulär drei Jahre. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, wichtiger sind körperliche Belastbarkeit, technisches Verständnis und Verantwortungsbewusstsein; in der Praxis wird häufig ein Realschulabschluss erwartet. Forstwirte üben die praktische, körperliche Arbeit im Wald aus: Sie fällen und pflanzen Bäume, pflegen Kulturen, ernten Holz, bedienen Forsttechnik und halten Waldwege instand. Auch Maßnahmen zum Schutz von Pflanzen und Tieren gehören zu ihren Aufgaben. Während der Förster plant und entscheidet, setzt der Forstwirt diese Pläne praktisch um. Beide Berufe arbeiten eng zusammen, haben aber unterschiedliche Schwerpunkte und Qualifikationen.

Wo arbeitet ein Förster?

Wenn man an den Förster-Beruf denkt, dann kommt einem als Erstes wohl der Wald in den Sinn. Dies ist jedoch nur ein Teil des Arbeitsplatzes des Försters. Ein Großteil des Jobs findet in einem Büro am Schreibtisch statt, denn der Beruf Förster ist zu gleichen Teilen ein Job, der am PC verrichtet wird, wie er eine Arbeit ist, die sich in der freien Natur abspielt.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Dein Arbeitsplatz nach der Förster-Ausbildung wird zu einem Teil der Wald sein. Je nach Jahreszeit bekommst Du es da also mit keimenden und blühenden Pflanzen, trockenem Herbstlaub oder auch Schnee zu tun. Bist Du auf der Jagd oder beobachtest einfach nur so mit Deinem Fernglas die wilden Tiere, die in dem Dir anvertrauten Wald leben, wirst Du das häufig vom Hochsitz aus machen. Die sehen auf den ersten Blick zwar nicht gemütlich aus, können aber von Dir mit ein paar mitgebrachten Kissen und Decken natürlich etwas wohntauglich gemacht werden, was insbesondere dann hilfreich sein kann, wenn Du längere Zeit dort verbringen musst. Zu Deinem Arbeitsplatz gehört außerdem ein Büro, das Du meist ganz nach Deinen Wünschen einrichten kannst. Manche Förster besitzen außerdem Jeeps, mit denen sie ihre Wälder befahren können und in denen sie zusätzliche Ausrüstung lagern können.

Wo finde ich einen Job als Förster?

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Was verdient ein Förster?

Wie viel Du nach der Ausbildung zum Förster verdienst, hängt unter anderem davon ab, in welchem Bundesland Du tätig wirst, da die Besoldung dem jeweiligen Landesrecht unterliegt. Deutschlandweit liegt das Median-Bruttomonatsgehalt bei rund 5.300 €. Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamts verdienen Förster in Hamburg mit rund 6.116 € am meisten, während das Gehalt in Mecklenburg-Vorpommern mit rund 4.652 € am unteren Ende liegt. Baden-Württemberg (rund 5.732 €) und Bayern (rund 5.682 €) zählen ebenfalls zu den besser bezahlten Bundesländern. Sowohl nach oben als auch nach unten sind Abweichungen möglich. Dein monatlicher Verdienst steigt natürlich mit gesammelter Berufserfahrung an.

Wie sind die Berufsaussichten für Förster?

Die Berufschancen stehen derzeit besser denn je: Da derzeit viele alte Förster in den Ruhestand gehen und in der Zwischenzeit nicht viele Jungtalente nachgerückt sind, wird in allen Bundesländern nach Nachwuchs gesucht. Wald- und Naturschutz werden auch in den kommenden Jahren ein wichtiges Thema bleiben, für die Wirtschaft wie auch die Politik.

Es gibt allerdings auch eine kritische Gegenseite: Die Reviergrößen sind über die Jahre gewachsen, wodurch sich die Zahl der Stellen entsprechend verringert hat. Besonders in den Staatsforstbetrieben sind Stellen rar, während die Zahl der Anwärter hoch ist. Bessere Jobchancen bestehen für Bewerber, die Vorerfahrung, etwa durch einschlägige Praktika, vorweisen können. Alternative Arbeitsmöglichkeiten außerhalb des klassischen Reviers finden sich in der holzverarbeitenden Branche, in der Forschung sowie in Forstbetrieben privater Waldbesitzer. Als weitere Nachteile des Berufs gelten unter anderem die physischen Anforderungen, lange und witterungsabhängige Arbeitszeiten, mögliche Konflikte mit der Öffentlichkeit, eine geringe öffentliche Anerkennung, komplexe bürokratische Anforderungen und eine hohe Verantwortung.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Im gehobenen Dienst, für den in den meisten Fällen eine Zusatzausbildung nötig wird, kannst Du Dich auf eines der folgenden Fachgebiete spezialisieren:

  • Waldpädagogik
  • Waldökologie
  • Naturschutz
  • Holzverkauf
  • Forsttechnik
  • Jagd
  • Wegebau
  • Liegenschaften
  • Öffentlichkeitsarbeit

Passt der Beruf Förster zu mir?

Wenn Du gerne Förster werden möchtest, solltest Du folgende Eigenschaften mitbringen:

Flexibilität
Der Beruf verlangt Dir einiges ab, sowohl im Wald als auch am Schreibtisch. Du solltest in der Lage sein, rechtzeitig auf Veränderungen zu reagieren.
Vernetztes Denken
Auch wenn Du Dich in erster Linie um Deinen Wald kümmerst, so betrifft die Pflege dieses Stücks Land eine ganze Menge Menschen, häufig auch überregional. Eigenbrötlerisch sollte man als Forstwirt also nicht sein, denn man steht in regem Austausch mit anderen Personen aus der Forstwirtschaft und Politik.
Lernbereitschaft
Du musst bereit sein, Dir ein umfangreiches Wissen über den Wald und seine Bewohner anzueignen, um auf jedes Problem angemessen reagieren zu können.
Keine Scheu vor Tieren
Als Förster musst Du Dich auch um Tiere kümmern, die nicht so handzahm sind wie Katzen und Hunde. Falsche Scheu ist hier absolut fehl am Platz.
Wirtschaftliches Denken
Auch Interesse für BWL und ein gewisses Zahlengeschick sind für den Försterberuf vonnöten. Gute Noten in Mathematik sind also ein großes Plus!

Wenn Du diese Voraussetzungen in Dir vereinst, dann steht Deinem Weg zum Förster eigentlich nichts mehr im Wege!