Einstiegsgehalt 
2.000
Durchschnittsgehalt 
2.812
Ausbildung 
Ausbildung
454
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Fachkraft für Lagerlogistik
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Was ist eine Fachkraft für Lagerlogistik?

Fachkräfte für Lagerlogistik sind für die Organisation der verschiedensten Güter innerhalb eines Lagers zuständig. Sie nehmen Waren entgegen, prüfen, ob diese den Begleitpapieren entsprechen und sorgen anschließend dafür, dass diese sachgemäß entladen und verstaut werden. Bei der Ausgabe der Güter sind sie für das Zusammenstellen und Verpacken der Ware zuständig, wobei sie auch Auslieferungstouren zusammenstellen. Dabei gehört es auch zu den Lagerlogistik-Aufgaben, die Begleitpapiere zu erstellen, jeweiligen Transportmittel zu beladen und die Waren gut gesichert zu verstauen. Neben den praktischen Aufgaben sind Lagerlogistiker auch dafür zuständig, dass Informationen weitergegeben werden und die Kommunikation im Unternehmen funktioniert.

Was macht eine Fachkraft für Lagerlogistik?

Als Fachkraft für Lagerlogistik managst Du das Ankommen, Lagern und Weitertransportieren der verschiedensten Waren und Güter. Du bist Organisationstalent und treibende Kraft zugleich und sorgst dafür, dass in der Lagerhalle alles reibungslos läuft.

Warenannahme

Wird neue Ware geliefert, nimmst Du diese an, kontrollierst sie auf Vollständigkeit und stellst sicher, dass die Ware nicht beschädigt ist. Anschließend suchst Du einen geeigneten Lagerplatz und verstaust die Ware. Bei der Lagerung achtest Du darauf, dass alles zu optimalen Bedingungen eingelagert wird – Luftfeuchtigkeit wie auch Temperatur sollten auf die Ware abgestimmt sein.

Lagerung

Neben den idealen Bedingungen achtest Du auch darauf, dass die Güter stets vorschriftsmäßig gelagert werden. Dies gilt besonders für Gefahrstoffe, denn Du weißt, dass bestimmte Stoffe falsch eingelagert für Mensch und Umwelt zur Gefahr werden können. Bei Gefahrengut achtest Du außerdem darauf, dass die Gefahrgutbescheinigung vorliegt. Auch bei weniger gefährlichen Gütern ist es ausgesprochen wichtig, diese korrekt zu lagern, um die beste Qualität zu gewährleisten – auch das gehört zu den Aufgaben der Fachkraft für Lagerlogistik.

Verladen der Ware

Werden Güter weitertransportiert, kümmerst Du Dich um das Verladen: Du stellst die Lieferungen zusammen, berechnest Gewicht und Volumen der Fracht, erstellst die Begleitpapiere und Kennzeichnungsschilder und legst die Transportroute fest. Dabei bist Du auch für das Beladen des Transporters zuständig, fährst die Güter mit dem Gabelstapler an Ort und Stelle und sorgst dafür, dass die Ware fachgerecht verstaut ist, damit sie sicher am Zielort ankommt.

Kommunikation

Du behältst in den großen Lagerhallen mit ihren zahlreichen Regalen immer den Überblick, weißt mit Gerätschaften wie Gabelstaplern und Brückenkränen umzugehen und kennst Dich mit den verschiedensten Richtlinien innerhalb Deiner Branche gut aus. Dabei stehst Du im engen Kontakt mit Deinen Kollegen, gewährleistest einen reibungslosen Informationsfluss und weißt, wie Du bei eventuellen Transportschäden mit dem Kunden eine Lösung findest.

Koordination

Du koordinierst nicht nur die Lagerplätze, sondern auch, wann welche Güter ankommen oder abgeholt werden. Dabei bestellst Du Waren, vergleichst Angebote und sorgst dafür, dass alle in Anspruch genommenen Dienste bezahlt werden. Die Kommissionierung – also das Prüfen der Bestellvorgänge – zählt ebenso zu den Lagerlogistiker-Tätigkeiten wie das Planen der verschiedensten Transporte.

Wie wird man Fachkraft für Lagerlogistik?

Der Beruf der Fachkraft für Lagerlogistik ist ein anerkannter Ausbildungsberuf, der sowohl in Industrie und Handel als auch im Handwerk anzutreffen ist. Was Du über die Fachkraft für Lagerlogistik-Ausbildung wissen musst, erfährst Du hier:

Voraussetzung

Obwohl rechtlich kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben ist, haben die meisten Ausbildungseinsteiger als Fachkraft für Lagerlogistik einen Realschulabschluss. Genauer gesagt hatten im Jahr 2016 gut die Hälfte der Ausbildungsanfänger einen Realschulabschluss im Bereich Industrie und Handel, während 36 % die Fachkraft für Lagerlogistik-Ausbildung mit einem Hauptschulabschluss begonnen haben. 10 % hatten eine Hochschulreife und nur 3 % keinen Schulabschluss. Bezogen auf den Ausbildungsbereich Handwerk hatten 55 % einen Realschulabschluss, 38 % einen Hauptschulabschluss und 4 % Abitur. 3 % der Ausbildungsanfänger starteten die Ausbildung im Bereich Handwerk ohne einen Schulabschluss. Gute Noten in Mathematik, Deutsch und Englisch sind bei Bewerbungen gerne gesehen.

Ablauf

Die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik ist eine duale Ausbildung, die Du im Bereich Industrie und Handel oder im Bereich Handwerk erlernen kannst. Einer duale Ausbildung findet zeitweise in einer Berufsschule und zeitweise in einem Betrieb statt. Dabei ist die Berufsschule dafür zuständig, Dir das theoretische Wissen um den Beruf zu vermitteln, während Du im Ausbildungsbetrieb praktisch auf den Beruf vorbereitet wirst. Noch im zweiten Ausbildungsjahr kommt eine Zwischenprüfung auf Dich zu, die aus einem theoretischen und einem praktischen Teil besteht. Am Ende Deiner Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik erwartet Dich Deine Abschlussprüfung, die aus schriftlichen Prüfungen und einem praktischen Teil besteht. Hast Du diese bestanden, bist Du Fachkraft für Lagerlogistik.

Dauer

Die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik dauert in der Regel drei Jahre. Hast Du bereits eine Ausbildung zum Fachlageristen abgeschlossen, kann diese angerechnet werden.

Inhalt

In Deinem Ausbildungsbetrieb lernst Du in den drei Jahren, wie Du Güter kontrollierst, Waren überprüfst und das Geschehen protokollierst. Auch gehört es zum Inhalt Deiner Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik, Begleitpapiere zu erstellen und die dazugehörigen Zoll- und Gefahrengutvorschriften zu kennen. Ebenso lernst Du, welche Normen, Maß- und Gewichtseinheiten Du beachten musst und wie Du Güter korrekt einlagerst. Dabei lernst Du die Richtlinien für Gefahrgüter, welche Arbeitsstoffe gefährlich sind und wie Du mit verderblicher Ware umgehst. Auch das fachlich korrekte Verladen und Verstauen ist ein wichtiger Teil dieser Ausbildung. Dazu gehört auch, dass Du Dich mit Transportverpackungen und Füllmaterial bestens auskennst. Des Weiteren lernst Du, wie Du Ladepläne erstellst und Ladelisten bearbeitest. Neben den praktischen Tätigkeiten wirst Du über Rechte und Pflichten aufgeklärt und Dir werden wichtige Inhalte zum Umweltschutz vermittelt. In der Berufsschule lernst Du, wie Du logistische Prozesse optimierst, Kennzahlen ermittelst oder wie Du Touren korrekt und effizient planst. Auch allgemeine Fächer, wie etwa Deutsch oder Wirtschaftskunde zählen zu den theoretischen Inhalten Deiner Fachkraft für Lagerlogistik-Ausbildung.

Weiterbildung

Möchtest Du Dich nach Deiner Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik weiterbilden, gibt es verschiedene Wege, die Du einschlagen kannst. So kannst Du Dir etwa die Zusatzqualifikation Europaassistent aneignen, mit der Du interkulturell arbeiten kannst. Zudem gibt es zahlreiche Fortbildungen, die Dich für Berufe wie Lagermeister, Kaufmann für Logistiksysteme, geprüfter Logistikmeister oder staatlich geprüfter Betriebswirt Fachrichtung Logistik qualifizieren. Je nach Schulabschluss kannst Du Dich zudem für ein anschließendes Studium entscheiden. Hier bieten sich vor allem Studiengänge wie Betriebswirtschaftslehre, Logistikmanagement, Chemie- und Pharmalogistik oder Transport- und Logistikmanagement an.

Ausbildungsplätze