Ist Wirtschaft ein eigener Studiengang?Nein. Einen Studiengang Wirtschaft gibt es nicht - Wirtschaft ist ein Sammelbegriff für mehrere Fächer.Diese Seite zählt die wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge im engeren Sinn: 301 Angebote, 109 davon tragen Wirtschaftswissenschaft wörtlich im Namen. BWL, VWL, Wirtschaftsinformatik und die anderen Zweige haben eigene Seiten mit eigenen Zahlen.
Brauche ich einen NC?Meistens ja: 82 von 147 Bachelor sind zulassungsbeschränkt, nur 65 sind zulassungsfrei.Welcher Schnitt zuletzt gereicht hat: NC-Werte je Hochschule.
Welcher Abi-Schnitt reicht?Zuletzt lagen die Grenzwerte zwischen 1,8 und 3,1, je nach Hochschule. In Dortmund, Freiburg, Hannover und Wuppertal wurden zuletzt alle Bewerber zugelassen.Halle 1,8, Leipzig 2,0, Köln 2,0, Bielefeld 2,1, Konstanz 2,6, LMU München 3,1 - Auswahlgrenzen der Hochschulen, Wintersemester 2025/26 und 2026/27.
Wo kann ich studieren?An 96 Hochschulen in 71 Studienorten.301 Studiengänge stehen dafür in unserer Datenbank. Neben dem Beruf geht in diesem Fach wenig: nur 8 Fernstudiengänge und 3 duale Studiengänge.
Wie lange dauert es?Das Fach ist fast genau halbiert: 147 Bachelor stehen 148 Mastern gegenüber, dazu kommen 6 andere Abschlüsse.Wie viele Semester Dein Studiengang ansetzt, legt jede Hochschule in ihrer Prüfungsordnung selbst fest - eine einheitliche Dauer gibt es nicht.
Was verdienst Du damit?6.841 € brutto im Monat auf der Expertenebene der Berufsgruppe Wirtschaftswissenschaften.Diese Gruppe ist klein: 4.952 Beschäftigte, vor allem Forschung und Beratung. Wer ins Unternehmen geht, zählt zur Gruppe Unternehmensorganisation und -strategie - dort 7.515 € auf 390.511 Beschäftigten. Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2024.
Einen Studiengang, der einfach Wirtschaft heißt, gibt es in Deutschland nicht, aber Du kannst das Fach vor allem an Universitäten als Wirtschaftswissenschaften, Economics oder Volkswirtschaft studieren, fast immer vor Ort. Falls Du an BWL, Wirtschaftsinformatik oder Wirtschaftsrecht denkst, schau bitte auf deren eigene Seiten, denn das sind eigenständige Studienfächer, die wir hier nicht mitzählen.
Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 23.09.2026. So haben wir gezählt: alle Studiengänge, die Wirtschaftswissenschaft, Economics oder Volkswirtschaft im Namen tragen - dieselbe Abfrage, mit der auch unsere Seite zu den Wirtschaftswissenschaften rechnet. Hochschulzertifikate sind nicht mitgezählt. 5 der 301 Einträge sind Doppelungen (gleicher Name, gleiche Hochschule, gleicher Abschluss) und meist Vollzeit- und Teilzeitvarianten desselben Angebots.
So kannst Du Wirtschaft studieren
Studiengänge nach Studienform
290
in Präsenz
Vollzeit oder Teilzeit vor Ort an der Hochschule
3
dual
Studium mit Praxisphasen im Unternehmen
8
im Fernstudium
ortsunabhängig, oft neben dem Beruf
Die großen Adressen für dieses Fach sind fast ausnahmslos Universitäten. Schwieriger wird es, wenn Du Beruf und Studium verbinden möchtest, denn unter den 301 Studiengängen, die wir gefunden haben, sind nur 8 Fernstudiengänge und 3 duale.
Welche Wirtschaftsstudiengänge gibt es?
Hinter vielen verschiedenen Namen steckt dieselbe Gruppe von Fächern. Wir erklären Dir kurz die Begriffe, weil sie hier regelmäßig für Verwirrung sorgen. Wirtschaftsstudium, Wirtschaft-Studium, Studium Wirtschaft, wirtschaftliches Studium und Wirtschaftswesen-Studium meinen alle dasselbe, nämlich ein Studium im Bereich Wirtschaft.
Im Plural ist es genauso, denn Wirtschaftsstudiengänge, Wirtschaft-Studiengänge und wirtschaftliche Studiengänge stehen für dieselbe Gruppe von Fächern. Einen Studiengang, der nur Wirtschaft heißt, gibt es trotzdem nicht. Die Namen, unter denen Du Dich wirklich einschreiben kannst, haben wir Dir hier zusammengestellt:
Wirtschaftswissenschaften - der Kern
Die Richtung, die diese Seite zählt: 301 Studiengänge an 96 Hochschulen. Wirtschaftswissenschaften verbinden Betriebs- und Volkswirtschaft und lassen Dich erst später wählen. Wer einen Bachelor Wirtschaftswissenschaften studiert, legt sich also am Anfang am wenigsten fest.
BWL - das Unternehmen von innen
Betriebswirtschaftslehre schaut auf die einzelne Firma: Rechnungswesen, Marketing, Personal, Finanzierung. Der größte Zweig überhaupt und der häufigste Einstieg. Eigene Seite mit eigener Zählung: das BWL-Studium.
VWL - die Wirtschaft als Ganzes
Volkswirtschaftslehre fragt nach Inflation, Arbeitsmarkt, Handel und Steuern, also nach dem großen Bild statt nach dem einzelnen Betrieb. Deutlich mathematischer als BWL. Die Zahlen dazu stehen im VWL-Studium.
Wirtschaftsinformatik - zwischen Fach und IT
Du übersetzt zwischen Fachabteilung und IT: Prozesse verstehen, Systeme auswählen, Projekte führen. Wer ein Studium mit Wirtschaftsbezug und Technik sucht, ist hier richtig. Eigene Seite: das Wirtschaftsinformatik-Studium.
Wirtschaftsingenieurwesen - Technik und Kaufmann
Die Kombination aus Ingenieurwissenschaft und Betriebswirtschaft, gedacht für Industrie und Produktion. Wer ein Wirtschaftsstudium mit Ingenieuranteil meint, meint fast immer dieses Fach: das Wirtschaftsingenieurwesen-Studium.
Wirtschaftsrecht - Jura für Unternehmen
Verträge, Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht - ohne Staatsexamen, dafür mit kaufmännischem Teil. Der Abschluss heißt häufig Bachelor of Laws. Eigene Seite: das Wirtschaftsrecht-Studium.
Wirtschaftspsychologie - Menschen im Unternehmen
Warum Kunden kaufen, warum Teams funktionieren oder eben nicht. Weniger Rechnen, dafür Methodik, Statistik und Empirie. Mehr dazu unter Wirtschaftspsychologie studieren.
International Business - der Blick nach außen
Außenhandel, internationale Märkte, interkulturelle Zusammenarbeit, oft auf Englisch und mit Auslandssemester. Das International-Business-Studium hat eine eigene Seite.
Management und Business Management
Das Dach über allem, was Unternehmen steuert - von Eventmanagement bis Gesundheitsmanagement. Dazu zählen das Management-Studium und das Business-Management-Studium, beide mit eigener Zählung.
Wenn Du Studiengänge im Bereich Wirtschaft vergleichst, hilft Dir eine einfache Frage mehr als jede Liste. Sobald Du darauf eine Antwort hast, kannst Du die Liste oben in wenigen Sekunden sortieren: Was möchtest Du verstehen?
Ein Unternehmen von innenDann passen BWL oder Management zu Dir.
Ganze MärkteReizen Dich eher ganze Märkte, ist VWL das Richtige.
Wirtschaft und ein zweites FachDu willst Wirtschaft mit Technik, Recht, IT oder Psychologie verbinden.
Damit Du nicht durcheinanderkommst, gehört bei uns jede Zahl zu genau einer Seite. Studiengänge mit Wirtschaft im Namen gibt es weit mehr als die 301, die wir hier gezählt haben, und deshalb haben wir Dir diese Übersicht zusammengestellt. Wichtig ist uns nur, dass Du die Zahlen nicht vermischst.
Alle Werte in diesem Artikel gelten für die erste Zeile der Liste, also für die Wirtschaftswissenschaften im engeren Sinn. Jeden anderen Zweig zählen wir auf seiner eigenen Seite. Auch Wirtschaftsrecht und Wirtschaftspsychologie klingen, als gehörten sie dazu, wir führen diese Studiengänge aber als eigene Fächer.
Welche Voraussetzungen brauchst Du?
Für den Bachelor brauchst Du die Hochschulreife oder Berufserfahrung, für den Master einen ersten Hochschulabschluss. An einer Universität ist das in der Regel die allgemeine Hochschulreife, an Fachhochschulen reicht Dir auch die Fachhochschulreife. Falls Du kein Abitur hast, legen Bundesland und Hochschule fest, wie viele Jahre Berufserfahrung Du mitbringen musst. Verbindlich steht das nur in der Zulassungsordnung, deshalb lohnt sich dort ein genauer Blick.
65 Bachelor ohne Zulassungsbeschränkung
82 Bachelor mit Zulassungsbeschränkung
Die drei Wege zum Studienplatz
Reihenfolge nach Erfolgswahrscheinlichkeit, nicht nach Prestige
1. Ohne Zulassungsbeschränkung einschreiben
Die Kachel oben nennt 65 von 147 Bachelor ohne Zulassungsbeschränkung. Dort zählt Deine Note nicht, Du musst nur die Einschreibefrist einhalten. Alle Angebote ohne Zulassungsbeschränkung
2. Über das Auswahlverfahren der Hochschule
82 Bachelor sind zulassungsbeschränkt - die Mehrheit, denn die großen Adressen sind Universitäten mit vielen Bewerbungen. Das heißt nur, dass es im letzten Verfahren mehr Bewerbungen als Plätze gab. Einen Grenzwert nennen wir bewusst nicht: Er ändert sich jedes Semester. Alle Angebote mit Zulassungsbeschränkung
3. Als Master nach einem ersten Abschluss
148 der 301 Studiengänge sind Master - hier ist das kein Randfall, sondern die Hälfte des Angebots. Verlangt wird ein erster Hochschulabschluss, meist aus der Wirtschaftswissenschaft oder einem verwandten Fach. Kommst Du fachfremd, verlangen viele Hochschulen Brückenkurse oder eine Mindestzahl an ECTS-Punkten aus wirtschaftlichen Modulen.
Vielleicht überlegst Du noch, ob Du lieber an eine Uni oder an eine FH gehen sollst. An einer Universität liegt der Schwerpunkt stärker auf Theorie und Methode, an einer Fachhochschule stärker auf der Anwendung. Für die Zulassung zum Bachelor macht das nur einen Unterschied, denn an der FH reicht Dir die Fachhochschulreife.
Was solltest Du mitbringen?
Auch ohne Abitur möglich
Meisterbrief oder berufliche Aufstiegsfortbildung
Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung plus Berufserfahrung - wie viele Jahre, regelt die Zulassungsordnung
Fachhochschulreife: reicht an Fachhochschulen
Was Du faktisch mitbringen solltest
Englisch - verlangen fast alle Hochschulen, in international ausgerichteten Studiengängen auf höherem Niveau, weil die Lehre dort teilweise oder ganz auf Englisch läuft
Ob ein Sprachtest verlangt wird und welches Niveau zählt, steht in der Zulassungsordnung
Für den Master: Module aus der Wirtschaft im ersten Abschluss, sonst Brückenkurse
Was lernst Du im Wirtschaftsstudium?
Am Anfang lernst Du die Grundlagen, und erst später wählst Du Deinen Schwerpunkt. Dein Wirtschaftsstudium beginnt also breit, und in den ersten Semestern stehen die Grundlagen auf dem Plan, auf denen jede spätere Spezialisierung aufbaut. Erst danach wird es enger. Welche Module Dein Studiengang genau vorsieht, steht im Modulhandbuch der Hochschule. Weil wir 301 Angebote gefunden haben, lohnt sich der Blick dorthin mehr als jede Faustregel.
Erste Semester: Module in fast jedem Studienplan
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre
Einführung in die Volkswirtschaftslehre
Mathematik und Statistik
Rechnungswesen und Buchhaltung
Grundlagen der Unternehmensführung
Grundlagen des Wirtschaftsrechts
Wirtschaftsenglisch
Ab der Mitte des Bachelors: die verbreitetsten Schwerpunkte
Marketing und Vertrieb
Personalmanagement
Controlling
Finanzierung
Produktion und Logistik
Internationales Management
Dazu kommt viel Praxis, etwa in Fallstudien, Planspielen und Projektarbeiten mit Unternehmen, und an vielen Hochschulen gehört auch ein Praxissemester oder ein Praktikum dazu. In den 3 dualen Studiengängen, die wir gefunden haben, ist die Praxis ohnehin die halbe Miete.
Vielleicht fragst Du Dich, wie viel Mathematik auf Dich zukommt. Ganz ohne Mathematik geht es nicht, ein Mathe-Ass musst Du dafür aber nicht sein. Statistik und Rechnungswesen sind Werkzeuge, mit denen Du Abläufe in einem Unternehmen beschreibst, und dabei steht der Anwendungsbezug im Vordergrund. Am meisten rechnen musst Du in der Volkswirtschaftslehre und in den Methodenmodulen im Master. Wenn Zahlen Dich nicht abschrecken, kommst Du durch.
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Das Studium hat zwei Stufen, und in diesem Fach sind beide fast gleich stark vertreten. Du studierst im Bachelor-Master-System, in dem der Bachelor Dein erster berufsqualifizierender Abschluss ist und der Master darauf aufbaut. In unserer Datenbank halten sich beide Stufen fast genau die Waage, denn wir haben 147 Bachelor und 148 Master gefunden, dazu 6 Angebote mit anderem Abschluss.
Bewerbung oder Einschreibung
Bei den 65 zulassungsfreien Bachelorn schreibst Du Dich ein, bei den 82 zulassungsbeschränkten bewirbst Du Dich. Private Hochschulen führen oft ein eigenes Auswahlverfahren durch, teils mit Gespräch oder Test.
Grundlagenphase
Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Rechnungswesen, Recht, Mathematik, Statistik, Wirtschaftsenglisch. Diese Semester sehen in fast allen 301 Studiengängen ähnlich aus - deshalb ist ein Wechsel am Anfang meist noch unkompliziert.
Schwerpunkt und Praxis
Jetzt wählst Du: Controlling, Marketing, Personal, Finanzierung, Logistik oder internationales Management. Dazu kommen Fallstudien, Projektarbeiten und an vielen Hochschulen ein Praxis- oder Auslandssemester.
Bachelorarbeit
Zum Schluss eine eigene Arbeit, häufig zu einer Frage aus einem Unternehmen. Danach führst Du je nach Studiengang einen Bachelor of Arts, Bachelor of Science, Bachelor of Laws oder Bachelor of Education.
Master - oder erst der Job
148 der 301 Studiengänge sind Master. Du kannst direkt anschließen oder erst arbeiten und später nachlegen. Nur: Berufsbegleitend ist das Angebot dünn - 8 Fernstudiengänge stehen 301 Studiengängen insgesamt gegenüber.
Die Abschlüsse reichen vom Bachelor of Arts bis zum MBA. Schon an den Abschlüssen, die wir in unserer Datenbank gefunden haben, siehst Du, wie breit das Fach aufgestellt ist:
Bachelor
Bachelor of Arts
Bachelor of Science
Bachelor of Laws
Bachelor of Education
Master
Master of Arts
Master of Science
Master of Laws
Master of Education
Master of Business Administration
Dazu kommen einzelne Diplom-, Staatsexamens- und Promotionsangebote. Wenn Du Lehrerin oder Lehrer an einer beruflichen Schule werden möchtest, führt Dein Weg über den Bachelor und den Master of Education, und nach diesen Studiengängen musst Du gezielt suchen.
Wie lange Dein Studium dauert, steht in der Prüfungsordnung. Eine einheitliche Dauer gibt es in diesem Fach nicht, deshalb nennen wir auch keine.
So findest Du die Dauer Deines Studiengangs
Jede Hochschule legt sie festWie viele Semester Dein Studiengang ansetzt, entscheidet jede Hochschule selbst.
Vier StudienformenVollzeit, Teilzeit, dual und Fernstudium stehen nebeneinander.
Manchmal zwei GeschwindigkeitenBei einzelnen Anbietern gibt es sogar denselben Studiengang zweimal. Deshalb tauchen auch 5 Studiengänge in unserer Liste doppelt auf.
Keine FaustregelVerlass Dich am besten auf die Angabe Deiner Hochschule.
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Was kannst Du mit einem Wirtschaftsstudium werden?
Nach dem Wirtschaftsstudium stehen Dir Berufe quer durch das ganze Unternehmen offen. Diese Frage stellen sich die meisten, und das zu Recht, denn ein Wirtschaftsstudium bildet Dich nicht für einen einzelnen Beruf aus, es öffnet Dir ein ganzes Berufsfeld. Entsprechend viele Berufe in der Wirtschaft gibt es, und fast alle erreichst Du aus mehreren Fachrichtungen heraus. In der folgenden Auswahl zeigen wir Dir, wo Absolventinnen und Absolventen typischerweise landen. Vollständig ist sie nicht, und das kann sie bei dieser Breite auch gar nicht sein.
ControllingDu planst Budgets, vergleichst Soll und Ist und erklärst der Geschäftsführung, woran es liegt, wenn die Zahlen nicht stimmen. Einer der häufigsten Einstiege nach einem Wirtschaftsstudium.
UnternehmensberatungDu arbeitest projektweise für fremde Unternehmen: Zahlen analysieren, Vorschläge durchrechnen, Ergebnisse vorstellen. Der Beruf verlangt Tempo, Ausdauer und Reisebereitschaft.
Marketing und VertriebAls Marketingmanager kennst Du Deine Zielgruppe, planst Kampagnen und misst hinterher, was sie gebracht haben. Im Vertrieb verhandelst Du direkt mit Kunden und hängst an Abschlusszahlen.
PersonalAls HR-Manager suchst Du neue Leute, führst Bewerbungsgespräche und kümmerst Dich um Verträge, Weiterbildung und Konflikte. Der Teil des Berufsfelds, in dem am meisten geredet und am wenigsten gerechnet wird.
Finanzen, Banken und VersicherungenKredite prüfen, Anlagen betreuen, Risiken bewerten, die Finanzierung eines Unternehmens planen. Wer im Studium den Schwerpunkt Finanzierung wählt, zielt meist hierhin.
Wirtschaftsprüfung und SteuernDer Beruf Wirtschaftsprüfer und der Beruf Steuerberater stehen Dir offen - allerdings erst nach einem eigenen Berufsexamen zusätzlich zum Studium. Dafür sind es zwei der am strengsten geregelten Wege im ganzen Feld. Welches Studium am direktesten zur Steuerberaterprüfung führt, zeigt Steuern studieren.
Einkauf und Supply ChainAls Supply Chain Manager sorgst Du dafür, dass Material und Ware pünktlich dort ankommen, wo sie gebraucht werden - vom Einkauf über das Lager bis zur Auslieferung.
EventmanagementOb Festival, Messe oder Firmenfeier: Du planst das Budget, koordinierst Dienstleister und sorgst dafür, dass am Tag X alles läuft. Ein Einstieg, der häufig über Praktika während des Studiums führt.
Öffentlicher Dienst und ForschungMinisterien, Statistikämter, Verbände, Wirtschaftsforschungsinstitute und Zentralbanken beschäftigen Volkswirtinnen und Volkswirte. Genau diese Ecke führt der Entgeltatlas unter Wirtschaftswissenschaften - eine kleine Gruppe mit 4.952 Beschäftigten.
Du kannst erst Wirtschaft studieren und Dich später für einen Beruf entscheiden. Was Du nach dem Wirtschaftsstudium werden kannst, ist offen. Der Abschluss legt Dich kaum fest. Über Deine erste Stelle entscheiden in diesem Feld eher Dein Schwerpunkt, Deine Praktika und die Branche als der genaue Name des Studiengangs. Zwei Ausnahmen solltest Du kennen. Wirtschaftsprüfer und Steuerberater sind Berufe, die an eigene Berufsexamen gebunden sind. Und für das Lehramt an beruflichen Schulen brauchst Du einen Studiengang, der zum Bachelor oder Master of Education führt. Beides haben wir in unserer Datenbank gefunden, und beides musst Du von Anfang an ansteuern.
Wirtschaftswissenschaften (B.A.) neben dem Job studieren
Mit einem Wirtschaftsstudium verdienst Du im Durchschnitt 6.841 € brutto im Monat. In Unternehmen hängt Dein Gehalt vor allem davon ab, wie viel Verantwortung Du trägst.
6.841 €
Durchschnittsgehalt
brutto im Monat
Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 914 Wirtschaftswissenschaften, Expertenebene, Stand 2024.
Wirtschaft und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
Kurze Antwort: In Beratung und Volkswirtschaft bist Du gut aufgestellt, im Controlling kaum, weil dort fast jede Kerntätigkeit als automatisierbar gilt, und als breit ausgebildeter Betriebswirt liegst Du dazwischen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) berechnet für jeden Beruf, welcher Anteil der Kerntätigkeiten heute schon technisch von Maschinen erledigt werden könnte. Als wir beim Betriebswirt mit Hochschulabschluss nachgesehen haben, standen dort 10 von 20.
Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Controller
7 von 8
Kerntätigkeiten automatisierbar
Fast alles bis auf die BWL selbst
Betriebswirt (Hochschule)
10 von 20
Kerntätigkeiten automatisierbar
Kalkulation, Vertrieb, Recht und Logistik
Unternehmensberater
2 von 8
Kerntätigkeiten automatisierbar
Nur Kostenrechnung und Controlling
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Controller/in“, „Betriebswirt/in (Hochschule)“ und „Unternehmensberater/in“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.
Im Controlling gilt fast alles als automatisierbar. Das trifft einen der häufigsten Einstiege nach dem Studium. Wenn Du trotzdem ins Controlling möchtest, bereite Dich am besten auf den Teil vor, den wir im Abschnitt zu den Berufen beschreiben. Dort geht es darum, der Geschäftsführung zu erklären, woran es liegt, wenn die Zahlen nicht stimmen.
Beruf
Das kann Software übernehmen
Das bleibt beim Menschen
Controller
Buchführung, Finanzplanung, Kosten- und Leistungsrechnung, Kalkulation, Controlling, Berichtswesen, Revision
allein die Betriebswirtschaftslehre
Betriebswirt (Hochschule)
unter anderem Kalkulation, Vertrieb, Steuer- und Handelsrecht, Revision, Logistik
Als breit ausgebildeter Betriebswirt liegst Du in der Mitte. Im Jahr 2013 lag der Wert noch bei 14 Prozent, heute liegt er bei 50. Das passt zu dem, was wir Dir oben beim Gehalt gezeigt haben, denn bezahlt wird vor allem Verantwortung.
Beratung und Volkswirtschaft gelten als besonders robust. Bei Volkswirten sind es 3 von 14. Wichtig finden wir den Hinweis des IAB selbst, dass ein hoher Wert nicht bedeutet, dass ein Beruf verschwindet. Umgekehrt verändern sich auch Berufe mit niedrigem Wert.
Das Wirtschaftsstudium in Zahlen
91.819
Studierende
Platz 6 der größten Studienfächer in Deutschland
46,1 %
davon Frauen
Wintersemester 2025/26
6,2 %
arbeitslos
Berufsbereich Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, 2025
Uni oder Fachhochschule?
So verteilen sich die 91.819 Studierenden:
68 %32 %
62.439 an Universitäten29.380 an Fachhochschulen
Und wie viele fangen neu an?22.582 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe „Wirtschaftswissenschaften“ (4.952 Beschäftigte). Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 6.841 €
5.218 €untere 25 % daruntermehrobere 25 % ohne Angabe
Anders gesagt: ein Viertel verdient weniger als 5.218 €, die Mitte liegt bei 6.841 €. Wie viel das obere Viertel verdient, weist die Bundesagentur nicht aus: es liegt über der Grenze, bis zu der Gehälter an die Sozialversicherung gemeldet werden.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2024
Passt das Wirtschaftsstudium zu Dir?
Was Du vor allem mitbringen solltest, ist Neugier auf Unternehmen und Märkte. Ob das Fach zu Dir passt, zeigt Dir Deine Neugier besser als Deine Mathenote.
Das solltest Du mitbringen
Neugier auf UnternehmenInteressiert es Dich, warum ein Unternehmen Gewinn macht und ein anderes nicht, warum Preise steigen oder wie eine Lieferkette reißt? Dann bist Du in diesem Studium gut aufgehoben.
Lust auf GruppenarbeitDu solltest bereit sein, viel in Gruppen zu arbeiten und regelmäßig vor Leuten zu präsentieren, denn das gehört hier zu den Prüfungsformen.
EnglischEs begleitet Dich vom ersten Semester an.
Wenn Du neben dem Beruf studieren willst, wird die Auswahl dünn. Das möchten wir Dir ehrlich sagen, denn für Beruf und Studium zugleich findest Du hier wenig.
301
Angebote
haben wir gefunden
8
Fernstudiengänge
unter den 301
3
duale Studiengänge
unter den 301
Quelle: unsere Datenbank
Das ist kein breites Feld. Wenn das Dein Weg ist, schau Dich am besten bei den Nachbarfächern um. Im BWL-Studium und beim Business-Management-Studium ist der Anteil berufsbegleitender Angebote deutlich höher. Die Studiengänge in der Liste ganz oben stammen von Werbepartnern von uns, die vollständige und unabhängige Liste erreichst Du über den Link darunter.
Angebote fürs Studium per E-Mail
Du willst Wirtschaft studieren? Wir schicken Dir ab und zu Angebote von Hochschulen, Stiftungen und Partnern.
Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
Stipendien und Förderprogramme
Praktika und Trainee-Programme
Gratis-Aktionen und Geld-Angebote
Kostenlos. Du bekommst zuerst eine E-Mail zum Bestätigen, abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.
Was kann ich studieren, wenn mich Wirtschaft interessiert?
Willst Du ein Unternehmen von innen verstehen, passen BWL, Management oder Wirtschaftswissenschaften. Interessieren Dich ganze Märkte, Inflation und Arbeitsmarkt, ist VWL richtig. Und wenn Du Wirtschaft mit einem zweiten Fach verbinden willst, gibt es dafür eigene Studiengänge: Wirtschaftsinformatik für IT, Wirtschaftsingenieurwesen für Technik, Wirtschaftsrecht für Jura und Wirtschaftspsychologie für Menschen und Verhalten.
Gibt es einen Studiengang, der einfach „Wirtschaft“ heißt?
Nein, denn Wirtschaft ist ein Sammelbegriff für viele Fächer. Am nächsten kommt ihm der Studiengang Wirtschaftswissenschaften, der Betriebs- und Volkswirtschaft verbindet und Dich erst später festlegt. Von den 301 Studiengängen, die wir gefunden haben, tragen 109 genau diesen Namen.
Wie viel verdient man mit einem Wirtschaftsstudium?
Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit verdienen Beschäftigte in der Berufsgruppe Wirtschaftswissenschaften auf der Expertenebene 6.841 € brutto im Monat, allerdings stützt sich dieser Wert nur auf 4.952 Beschäftigte. Die meisten Absolventinnen und Absolventen landen in der Berufsgruppe Unternehmensorganisation und -strategie. Dort sind es auf der Expertenebene 7.515 €, auf der Spezialistenebene 6.491 € und auf der Fachkraftebene 4.713 €. Diese Zahlen haben den Stand 2024. Ein Einstiegsgehalt weist der Entgeltatlas leider nicht aus.
Kann ich Wirtschaft im Fernstudium oder dual studieren?
Grundsätzlich ja, allerdings ist die Auswahl klein. Von den 301 Studiengängen, die wir gefunden haben, sind 8 Fernstudiengänge und 3 dual. Wenn Du Beruf und Studium verbinden möchtest, lohnt sich deshalb auch ein Blick auf die Nachbarfächer. Im BWL-Studium und beim Business Management ist das Angebot deutlich breiter.
Gibt es Wirtschaftsstudiengänge ohne NC?
Ja, die gibt es. Von den 147 Bachelor, die wir gefunden haben, sind 65 ohne Zulassungsbeschränkung und 82 mit. Bei den 148 Mastern zählt ohnehin Dein erster Hochschulabschluss und nicht Deine Abiturnote. Eine konkrete NC-Zahl nennen wir Dir bewusst nicht, weil sie sich jedes Semester ändert und über Deine Bewerbung im nächsten Jahr nichts aussagt. Die Liste der Studiengänge ohne Zulassungsbeschränkung findest Du bei uns auf einer eigenen Seite.
Ist ein MBA ein Wirtschaftsstudium?
Ja, der Master of Business Administration gehört zu den Abschlüssen, die wir in unserer Datenbank für dieses Fach gefunden haben. Er richtet sich an Leute, die schon ein Erststudium und meist auch Berufserfahrung mitbringen. Deshalb ist er selten Dein erster Schritt nach der Schule. Welche Zugangsregeln gelten, legt jede Hochschule selbst fest.
Gibt es ein Buchhaltung-Studium?
Ein eigenes Studium für Buchhaltung gibt es nicht. Buchhaltung lernst Du als Modul im Rechnungswesen, und das gehört zu jedem Wirtschaftsstudium dazu. Wenn Du gezielt in die Buchhaltung möchtest, kommst Du über eine kaufmännische Ausbildung und eine Weiterbildung oft schneller ans Ziel als über ein Studium.
Studium oder Ausbildung - was ist besser für einen Beruf in der Wirtschaft?
Beides bringt Dich in die Wirtschaft, nur an unterschiedlichen Stellen. Eine Wirtschaftsausbildung, also eine kaufmännische Ausbildung, bringt Dich schnell in den Betrieb, und Du verdienst vom ersten Tag an. Das Studium zielt auf Stellen, auf denen Du planst und steuerst, und dort liegt laut Entgeltatlas auch der Unterschied beim Gehalt. Eine Sackgasse ist die Ausbildung trotzdem nicht, denn mit ihr und Berufserfahrung kommst Du an vielen Hochschulen auch ohne Abitur in den Bachelor.
Daten in diesem ArtikelEigene Auswertung der myStipendium-Datenbank zu Studiengängen, Hochschulen, Studienorten, Abschlüssen und Zulassung, Stand 23.09.2026. Gezählt sind alle Studiengänge, die Wirtschaftswissenschaft, Economics oder Volkswirtschaft im Namen tragen - dieselbe Abfrage wie auf unserer Seite zu den Wirtschaftswissenschaften. Hochschulzertifikate sind nicht mitgezählt. 5 der 301 Einträge sind Doppelungen (gleicher Name, gleiche Hochschule, gleicher Abschluss) und meist Vollzeit- und Teilzeitvarianten desselben Angebots. Die Zahlen gelten nicht für BWL, VWL, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsrecht, Wirtschaftspsychologie, International Business, Management und Business Management - diese Fächer haben eigene Seiten mit eigener Zählung. Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 914 Wirtschaftswissenschaften und Berufsgruppe 713 Unternehmensorganisation und -strategie, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024. In der Gruppe Wirtschaftswissenschaften veröffentlicht die Bundesagentur nur die Expertenebene. Für Regelstudienzeit, Studiengebühren, Zulassung, Sprachnachweise und Bewerbungsfristen: die Studien- und Prüfungsordnungen sowie die Internetseiten der jeweiligen Hochschulen. · NC-Grenzwerte: Auswahlgrenzen und NC-Listen der Hochschulen Bielefeld, Dortmund, Frankfurt, Freiburg, Halle, Hannover, Konstanz, Köln, LMU München, Leipzig und Wuppertal, Wintersemester 2025/26 und 2026/27, abgerufen am 26.09.2026
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