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Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit

Studentin schreibt wissenschaftliche Arbeit auf ihrem Laptop.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der klassische Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit besteht aus: Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Einleitung, Hauptteil, Fazit und Literaturverzeichnis.
  • Alle Kapitel Deiner Arbeit sollten aufeinander aufbauen, sodass sich ein roter Faden durch Deine schriftliche Ausarbeitung zieht.
  • Zum Schluss solltest Du zu einem Ergebnis kommen.
  • Die Erstellung eines Exposés könnte Dir bei der Erstellung Deiner wissenschaftlichen Arbeit und Gliederung behilflich sein.

Gliederung einer wissenschaftlichen Arbeit: Die halbe Miete

Nachdem Du das Thema Deiner wissenschaftlichen Arbeit ausgesucht oder zugeteilt bekommen und die Literaturrecherche beendet hast, geht es an den Aufbau Deiner wissenschaftlichen Arbeit. Deine Ausarbeitung sollte klar strukturiert sein und mit einem roten Faden am Ende zu einem Ergebnis führen. Die Gliederung verleiht Deiner schriftlichen Darstellung Struktur und verschafft einen Überblick. Deshalb sollte sie auch stehen, bevor Du munter mit dem Schreiben loslegst. Dabei solltest Du Dir die Frage stellen: Welche Aspekte sind besonders wichtig und was möchte ich besonders genau erarbeiten, um am Ende zu einem runden Ergebnis zu kommen?

Die Gliederung einer wissenschaftlichen Arbeit hat immer einen universellen Aufbau und Elemente, die immer vorhanden sein müssen. Dazu gehören das Titelblatt, das Inhaltsverzeichnis, der Fließtext und das Literaturverzeichnis. Der Text besteht aus „Einleitung“, „Hauptteil“ und dem „Schluss“. Die einzelnen Punkte solltest Du aber konkret herausarbeiten und passende Überschriften wählen. Der Hintergedanke hierbei ist den einzelnen Abschnitten Deiner wissenschaftlichen Arbeit Titel zu geben, um dem Leser das Lesen zu erleichtern. So kann er auch Zusammenhänge besser erkennen. Die Fachrichtung Deines Studiengangs spielt dabei eine wichtige Rolle: Eine geisteswissenschaftliche Arbeit hat zum Beispiel einen theoretischen Schwerpunkt und eine naturwissenschaftliche Arbeit hat eher einen praktischen Fokus. Das solltest Du bei der Gliederung Deiner wissenschaftlichen Arbeit berücksichtigen.

Zudem ist die Nummerierung Deiner Arbeit ein absolutes Muss. Möglich sind dabei Zahlenfolgen oder eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben. Hier solltest Du Deinen Dozenten fragen, welche Nummerierung er bevorzugt.

Was für wissenschaftliche Arbeiten gibt es?

Zu den klassischen akademischen Arbeiten zählen die Seminararbeit, die Bachelorarbeit, die Masterarbeit und die Doktorarbeit. Sie variieren in Länge und auch im Aufwand der Erarbeitung. Für eine Seminararbeit brauchst Du in der Regel am wenigsten Zeit, für die Doktorarbeit natürlich am längsten. Je nach Thema können dabei auch noch weitere Elemente zum Aufbau Deiner wissenschaftlichen Arbeit hinzukommen. Dazu zählen Tabellen und ein dazugehöriges Tabellenverzeichnis, aber auch Abbildungen und ein Abbildungsverzeichnis sind beliebte optionale Elemente. Eine eidesstaatliche Erklärung wird bei größeren Arbeiten wie zum Beispiel Deiner Bachelor- oder Master-Thesis erforderlich sein.

Warum ist ein guter Aufbau so wichtig?

Du fragst Dich wahrscheinlich, weshalb Du Dich beim Aufbau Deiner wissenschaftlichen Arbeit an so viele Vorgaben halten musst. Die Antwort ist ganz einfach: Durch einen klaren Aufbau Deiner akademischen Ausarbeitung, zeigst du wie organisiert Deine Bachelor-, Master- oder Seminararbeit ist. So wird die Qualität Deiner Arbeitsweise deutlich. Und nicht nur das, sondern auch die Kernaussagen und Erkenntnisse werden schneller klar und besser verständlich dargestellt. Zudem werden Zusammenhänge, die oft aufeinander aufbauen, schneller und besser erkennbar. Vor allem bei Deinem Betreuer kannst Du mit einer klaren Gliederung punkten: Sie sorgt für einen bleibenden Eindruck, besseres Verständnis und somit für eine bessere Note.

So klappt es mit der Gliederung Deiner wissenschaftlichen Arbeit

Du frägst Dich, wie Du an die ganze Sache herangehen sollst? Kein Problem! Wir geben Dir ein paar hilfreiche Tipps: Frage zuerst Deinen Dozenten nach den formellen Vorgaben, denn diese solltest Du unbedingt einhalten. Als Nächstes schreibst Du auf einem Blatt Papier handschriftlich den Titel Deiner Arbeit auf und zählst die Kernaussagen Deiner These wie eine Art Brainstorming auf. Aus welchen Punkten lassen sich eigene Kapitel erstellen und welche können in mehreren Unterüberschriften geklärt werden? Schreibe dann das Ganze linear auf, sodass sich ein roter Faden durch den Aufbau Deiner wissenschaftlichen Arbeit zieht. Sobald das klappt, kannst Du Dich an Deinen PC setzen und hier einen ersten Entwurf Deiner Gliederung erstellen.

Zur Erinnerung: Die Gliederung hält sich an die Eckpfeiler Einleitung, Hauptteil und Schluss. Der Hauptteil ist in vielen Studiengängen in einen theoretischen und praktischen Teil geteilt. Wenn Du mit der Gliederung zufrieden bist, überlege Dir, welche Abbildungen, Fotos oder Tabellen Deine Arbeit abrunden könnten. Diese Elemente musst Du später als Verzeichnisse in Deinem Inhaltsverzeichnis angeben.

Wie erarbeitet man einen sinnvollen Aufbau?

Deine wissenschaftliche Arbeit baust Du sinnvoll auf, indem Du Dein Werk in etwa gleich große Kapitel und Unterkapitel teilst. Die Reihenfolge spielt dabei eine wichtige Rolle und ist relevant für die Argumentation Deiner schriftlichen Darstellung. Die einzelnen Abschnitte müssen somit aufeinander aufbauen.

Hilfreich dabei ist neben einem Brainstorming auch die Erstellung eines Exposés. Dieses wird in der Regel bei größeren Projekten wie Bachelor-, Master oder Doktorarbeit sowieso von Deinem Betreuer verlangt. So kann er sich im Vorhinein ein Bild über Deine Arbeit machen, um Uneinigkeiten aus dem Weg zu räumen. Das Exposé fasst Deine Arbeit kurz zusammen und ist so eine perfekte Hilfestellung für den Aufbau Deiner wissenschaftlichen Arbeit.

Typischer Aufbau Deiner wissenschaftlichen Arbeit

Du solltest Dich bei Deiner wissenschaftlichen Arbeit an den typischen Aufbau und die typischen Vorgaben halten. Manche Punkte werden immer als Teil Deiner Ausarbeitung verlangt. Dazu gehören:

  1. Das Deckblatt: Erkundige Dich hierzu bei Deiner Fachschaft oder bei Deinem Dozenten, wie es aussehen soll. Jeder hat dabei andere Vorgaben, an die Du Dich unbedingt halten solltest.
  2. Das Inhaltsverzeichnis: Hier erhält der Leser beziehungsweise Dein Betreuer einen Überblick über Deine Arbeit. Du solltest Dich für eine Nummerierung entscheiden und diese auch in der Arbeit durchziehen. Im Inhaltsverzeichnis werden alle Inhalte Deiner Arbeit aufgeführt. Also auch Dein Literaturverzeichnis, sonstige Quellen, Tabellenverzeichnis und auch die eidesstaatliche Erklärung.
  3. Die Einleitung: Hier solltest Du Dich für einen inhaltlichen Ausdruck entscheiden und nicht nur „Einleitung“ schreiben.
  4. Der Hauptteil: Im Hauptteil wird der Inhalt Deiner Arbeit präsentiert. Das Wichtigste dabei ist, dass alle Kapitel aufeinander aufbauen, sodass ein Zusammenhang beziehungsweise ein roter Faden zu erkennen ist. Gegebenenfalls beweist Du Deine Theorien in einem praktischen Teil.
  5. Das Fazit: Hier kommt das Ergebnis Deiner akademischen Arbeit. Welche Schlussfolgerungen konntest Du ziehen?
  6. Das Quellenverzeichnis: Du solltest dabei ein eigenes Literaturverzeichnis sowie sonstige Quellen wie Internetquellen aufführen. Auch alle Tabellen, Abbildungen und Bilder bekommen ein eigenes Verzeichnis.
  7. Der Anhang: Wenn Du Deine Tabellen und Abbildungen nicht direkt in den Text einbaust, besteht die Möglichkeit, diese im Anhang zu zeigen und im Text einen Verweis auf den Anhang zu geben. Hierzu solltest Du Dich auch bei Deinem Dozenten erkundigen.
  8. Die eidesstaatliche Erklärung: Diese kommt ganz an das Ende Deiner Arbeit. Vor allem bei längeren und ausführlicheren Arbeiten wie Bachelor-, Master- und Doktorarbeit ist diese erforderlich. Vergiss nicht, sie zu unterschreiben.

Optionale Elemente

Zu den genannten Pflichtelementen kannst Du auch noch optionale Elemente wie zum Beispiel ein Vorwort am Anfang oder eine Danksagung am Schluss Deiner Arbeit einbauen.