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Inhalt9 Abschnitte
- Welche Berufe gibt es bei der Bundeswehr?
- Wie viel Geld bekommst Du in der Ausbildung?
- Wie läuft die Ausbildung ab und wie lange dauert sie?
- Welche Voraussetzungen brauchst Du?
- Wie bewirbst Du Dich bei der Bundeswehr?
- Was verdient man bei der Bundeswehr?
- Was macht man bei der Bundeswehr im Alltag?
- Passt ein Beruf bei der Bundeswehr zu Dir?
- Weiter zur Bundeswehr
Welche Berufe gibt es bei der Bundeswehr?
Bei der Bundeswehr arbeitest Du entweder als Soldat oder zivil ohne Uniform. Was Du bei der Bundeswehr alles machen kannst, reicht vom Koch über den IT-Spezialisten bis zum Piloten. Als Soldat entscheidet Dein Schulabschluss, wie Du einsteigst und was Du verdienst. Zivil lernst Du einen ganz normalen Beruf, zum Beispiel Kfz-Mechatroniker oder einen kaufmännischen Beruf wie Kaufmann für Büromanagement.
Mannschaftssoldat
Du startest ohne Abschluss, zum Beispiel als Fallschirmjäger, Feldjäger oder Sonarspezialist.
Fachunteroffizier
Du lernst bei der Bundeswehr einen Beruf und arbeitest dann als Fachkraft, zum Beispiel als Fluggerätemechaniker, Brandschützer oder Pionier.
Feldwebel
Du führst kleine Teams und bist Spezialist, zum Beispiel als IT-Netzwerkspezialist oder Sanitäter. Das geht auch mit Hauptschule und abgeschlossener Berufsausbildung.
Offizier
Du übernimmst Führungsaufgaben und studierst meist an einer Bundeswehr-Universität, bei vollem Gehalt. Truppenarzt oder Apotheker wirst Du nur mit Abitur.
Sold brutto, gerundet. Quellen: Soldatenlaufbahnverordnung, Bundeswehr (Gehaltsübersicht, Laufbahn-Broschüren).
Liste aller Beispielberufe nach Schulabschluss
| Schulabschluss | Als Soldat | Zivil |
|---|---|---|
| Keiner | Gebirgsjäger, Navigateur, Mechaniker für Fluggeräte, Fallschirmjäger, Instandsetzer für Kraftfahrzeuge, Luftwaffensicherer, Helfer im Pflege- und Funktionsdienst, Feldjäger, Sonarspezialist | als Tarifbeschäftigter |
| Hauptschule | Brandschützer, Marine-Spezialist für elektronische Kampfführung, Personalbearbeitung, Decksdienstspezialist, Bootsmann Truppendienst, Fluggerätemechaniker, Techniker für Geoinformation, Bootsmann Fachdienst, Pionier, Minentaucher | Feinwerkmechaniker, Maler und Lackierer, Chemielaborant, Anlagenmechaniker, Verwaltungsfachangestellter, Koch, Werkstoffprüfer, Gärtner, Fachinformatiker für Systemintegration |
| Realschule | Feldwebel bei den Gebirgsjägern, IT-Netzwerkspezialist, Transportflugzeugpilot, Artillerist, Sanitäter, IT-Forensiker, Feldwebel bei den Fallschirmjägern | Kaufmann für Büromanagement, Kaufmann im Gesundheitswesen, mittlerer naturwissenschaftlicher Dienst, mittlerer Dienst Fernmelde- und elektronische Aufklärung, mittlerer nichttechnischer Dienst |
| Fachabitur | Offizier der Brandschützer, Offizier der Gebirgsjäger, Einsatzführer Flugabwehrraketen, Offizier der Fallschirmjäger, Fernmelder Marine | duales Studium Physik, Meteorologie, Mathematik, Informatik oder Public Administration, Direkteinstieg mittlerer nichttechnischer Dienst |
| Abitur | Offizier der Kommandoführer, Offizier der Luftwaffensicherer, Offizier der Versorger, Truppenarzt, Apotheker, Veterinär | wie mit Fachabitur |

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Wie viel Geld bekommst Du in der Ausbildung?
Als Soldat bekommst Du vom ersten Monat an vollen Sold, im Wehrdienst rund 2.600 € brutto. Das gilt auch in der Grundausbildung und im Studium. Zivile Azubis bekommen Ausbildungsgeld nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes.
Gerundet, Stand 2026. Offizieranwärter ab rund 2.800 €, zivile Azubis ab 1.368 €. Quellen: Wehrsoldgesetz, Bezügebeispiele der Bundeswehr, Tarifvertrag für Auszubildende im öffentlichen Dienst.
Im Wehrdienst übernimmt die Bundeswehr außerdem Deine Sozialversicherung, und Du wohnst kostenlos.
Bundeswehr, Ausbildung oder doch Studium?
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Wie läuft die Ausbildung ab und wie lange dauert sie?
Als Soldat beginnst Du immer mit der Grundausbildung, danach folgt Deine Fachausbildung. Wie lange Du insgesamt bleibst, legst Du vorher fest: Du verpflichtest Dich für eine bestimmte Zeit.
- zuerstGrundausbildungIm Heer dauert sie 6 Monate. In Luftwaffe, Marine und den anderen Bereichen sind es rund 3 Monate, danach folgen etwa 5 Wochen Heimatschutz.
- danachLehrgänge und FachausbildungFachunteroffiziere lernen zum Beispiel 21 Monate einen Beruf, im Sanitätsdienst meist 36 Monate. Offiziere studieren an einer Bundeswehr-Universität, angehende Ärzte über das Medizinstudium bei der Bundeswehr an einer staatlichen Uni.
- bis zum Ende Deiner DienstzeitDienst in der TruppeDu arbeitest in Deiner Einheit, bis Deine Verpflichtung endet.
Quellen: Soldatengesetz, Broschüren der Bundeswehr zu den Laufbahnen (Stand März 2026).
Seit 2026 ist der freiwillige Wehrdienst von 6 bis 23 Monaten frei wählbar. Bis 11 Monate dienst Du als freiwillig Wehrdienstleistender, ab 12 Monaten wechselt Dein Status zum Soldaten auf Zeit.
Eine zivile Ausbildung beginnt am 1. August oder 1. September und dauert so lange wie in jedem anderen Betrieb. Eine militärische Ausbildung machst Du dabei nicht.
Welche Voraussetzungen brauchst Du?
Als Soldat musst Du mindestens 17 Jahre alt sein, die deutsche Staatsangehörigkeit haben und die ärztliche Untersuchung bestehen. Für eine zivile Ausbildung reichen 16 Jahre, für Tarifstellen auch eine Arbeitserlaubnis statt des deutschen Passes.
Wie bewirbst Du Dich bei der Bundeswehr?
Als Soldat beginnt Deine Bewerbung mit einem Gespräch bei der Karriereberatung, zivil bewirbst Du Dich online.
- kostenlos unter 0800 9800880BeratungsgesprächMit der Karriereberatung klärst Du, welche Laufbahn zu Dir passt, und stellst Deine Unterlagen zusammen.
- danachUnterlagen ans KarrierecenterDeine Bewerbung geht an eines der 16 Karrierecenter. Wer Offizier werden will, kommt ins Assessmentcenter nach Köln.
- 1 bis 3 TageAuswahlverfahrenÄrztliche Untersuchung, Computertest und ein Gespräch. Offizier-Bewerber machen zusätzlich Sporttest und Gruppenübung.
Zivil bewirbst Du Dich online unter bewerbung.bundeswehrkarriere.de. Für eine Ausbildung ist Bewerbungsschluss der 30. September des Vorjahres. Danach folgen ein schriftlicher Test und ein Vorstellungsgespräch, bei manchen Berufen auch ein praktischer Teil.
Was verdienen Quereinsteiger bei der Bundeswehr?
Hast Du schon eine passende Berufsausbildung, steigst Du direkt als Unteroffizier ein und verdienst als Quereinsteiger von Anfang an mehr. Mit Studium startest Du als Offizier: mit Bachelor als Oberleutnant, mit Master als Hauptmann, mit Promotion als Major. Zivil kannst Du mit Berufsabschluss und mindestens 1,5 Jahren Berufserfahrung direkt als Beamter einsteigen.
Was verdient man bei der Bundeswehr?
Am besten bezahlt sind Offiziere: im Mittel 5.986 € brutto im Monat. Soldaten und Beamte werden nach Dienstgrad und Dienstjahren bezahlt. Mit jeder Beförderung und mit der Zeit steigt Dein Gehalt, dazu kann ein Familienzuschlag kommen.
Median. Quelle: Statistisches Bundesamt, Verdiensterhebung April 2025.
Mehr Zahlen, auch nach Bundesland und Berufserfahrung, findest Du im Artikel Bundeswehr-Gehalt.
Was macht man bei der Bundeswehr im Alltag?
Dein Alltag hängt davon ab, ob Du als Soldat oder zivil arbeitest und in welchem Bereich. Als Soldat bist Du meist in einer Kaserne oder auf einem Schiff, zivil oft in der Verwaltung.
Als Fernspäher zum Beispiel baust Du nach der Grundausbildung Verstecke, beobachtest ein Gebiet mit dem Fernglas und meldest Verdächtiges an Deinen Vorgesetzten. Geschossen wird nur auf Befehl.
Wie sicher ist der Job?
Ein Job bei der Bundeswehr gilt als einer der sichersten überhaupt, egal ob als Soldat oder zivil. Spezialisieren kannst Du Dich zum Beispiel als Fernspäher, Kampfretter, Fallschirmjäger, Minentaucher oder Kampfschwimmer.
Passt ein Beruf bei der Bundeswehr zu Dir?
Was solltest Du mitbringen?
- körperlich und geistig fit bist
- gern im Team arbeitest, oft auch in der Freizeit
- anpackst und Dich einbringst
- pünktlich, diszipliniert und zuverlässig bist
- lieber allein arbeitest
- mit festen Regeln und Befehlen wenig anfangen kannst
- Dich nicht für mehrere Jahre festlegen willst
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