Medienkommunikation Studium: Gehalt & Karriere

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Medienkommunikation studieren: auf einen Blick
Was ist Medienkommunikation?Ein anderer Name für die Kommunikationswissenschaft. Du untersuchst, wie Medien Kommunikation ermöglichen, wie sie wirken und wie sie sich wirtschaftlich nutzen lassen. Nur wenige Hochschulen nennen das Fach wörtlich Medienkommunikation.Von 66 Studiengängen tragen 32 den Fachnamen im engeren Sinn.
Brauche ich einen NC?Meistens ja: 23 von 43 Bachelor sind zulassungsbeschränkt, nur 20 sind zulassungsfrei.Welcher Schnitt zuletzt gereicht hat: NC-Werte je Hochschule.
Wo kann ich studieren?66 Studiengänge an 37 Hochschulen. Verteilt auf 31 Studienorte, darunter 5 Fernstudiengänge und 3 duale.Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026.
Wie lange dauert es?Im Bachelor 6 bis 10 Semester. Eingetragen sind Regelstudienzeiten von 6, 7, 8 und 10 Semestern. Das entscheidet die Hochschule, nicht Du.Eigene Auswertung, Grundgesamtheit 43 Bachelor-Studiengänge, Stand 20.09.2026.
Was verdienst Du damit?5.480 € brutto im Monat auf der Spezialistenebene. Dort arbeiten 22.414 Beschäftigte. Die 7.163 € aus der Leiste oben gelten für die Expertenebene mit 4.667 Beschäftigten – das ist die obere Stufe, nicht der Normalfall.Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Berufsgruppe 922 Public Relations, Stand 2025.

Wo kann ich Medienkommunikation studieren?

Wenn Du Medienkommunikation studieren möchtest, landest Du meist in einem kommunikationswissenschaftlichen Studiengang vor Ort, denn dual oder im Fernstudium geht das nur selten. Unter genau diesem Namen haben wir nur wenige Studiengänge gefunden, weil Medienkommunikation eher ein Name ist als ein eigenes Fach.

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Du siehst 5 von 66 Studiengängen. Alle Studiengänge ansehen →

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026. Gezählt sind alle Studiengänge, die Kommunikationswissenschaft, Medien und Kommunikation oder Communication im Namen tragen – also genau derselbe Bestand wie auf unserer Seite zur Kommunikationswissenschaft. 7 Mehrfacheinträge einzelner Hochschulen sind enthalten, weil sie in der Datenbank eigene Einträge sind.

So kannst Du Medienkommunikation studieren
Studiengänge nach Studienform
58
in Präsenz
Vollzeit oder Teilzeit vor Ort an der Hochschule
3
dual
Studium mit Praxisphasen im Unternehmen
5
im Fernstudium
ortsunabhängig, oft neben dem Beruf

Was kannst Du mit Medienkommunikation werden?

Deine Berufschancen und Dein Gehalt nach dem Medien-Kommunikation-Studium hängen vor allem davon ab, in welchem Feld Du später arbeitest. Das Studium bereitet Dich auf ein ganzes Feld vor und führt Dich nicht in einen bestimmten Beruf. Einen Beruf namens Medien- und Kommunikationswissenschaften wirst Du in keiner Stellenanzeige finden. Beim Einstieg schauen Arbeitgeber deshalb vor allem auf Deinen Schwerpunkt, Deine Praktika und Dein erstes Volontariat, und der Titel auf Deinem Zeugnis spielt eine kleinere Rolle.

Welche Berufe kommen für Dich infrage? Mit einem Studium in Medien und Kommunikation arbeitest Du später vor allem in diesen sieben Feldern:

Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitDu beantwortest Presseanfragen, schreibst Mitteilungen und bereitest Auftritte der Leitung vor. Auf dieser Berufsgruppe beruht auch die Gehaltszahl in diesem Artikel.
Unternehmen, Behörden, Verbändehäufigster Einstieg
UnternehmenskommunikationDu steuerst, was ein Unternehmen nach innen und außen sagt: Intranet, Mitarbeiterzeitung, Kampagnen, Krisenkommunikation.
größere Unternehmen
Online-Marketing und Social MediaDu verantwortest Kanäle, Redaktionsplan und Community, erkennst Trends und baust Kampagnen für Marken und Produkte.
Unternehmen, Agenturen
Markt- und MedienforschungDu planst Studien, erhebst Daten und wertest sie aus – genau das Handwerk, das im Methodenteil des Studiums steckt.
Institute, Medienhäuser
MedienmanagementDu planst Programme, Formate und Budgets und entscheidest, welches Angebot auf welchen Kanal gehört.
Sender, Verlage, Plattformen
Medien- und KommunikationsberatungDu berätst Firmen, Verbände oder Parteien dabei, wie sie auftreten. Dazu gehört auch, ihnen von einer Idee abzuraten.
Agenturen, freiberuflich
JournalismusDu recherchierst, schreibst und produzierst. Der Weg dorthin führt über freie Mitarbeit, Volontariat oder Journalistenschule, nicht über den Seminarraum.
Redaktionen, freiberuflich

Nach einem Medien-und-Kommunikation-Studium stehen Dir viele Berufe offen, auch wenn es kein festes Berufsbild gibt. Wir haben Dir die Arbeitgeber zusammengestellt, die regelmäßig Leute mit Deinem Profil suchen:

Unternehmen und Medien
  • Unternehmen mit eigener Kommunikationsabteilung
  • PR-, Werbe- und Digitalagenturen
  • Verlage, Sender und Medienhäuser
  • Markt- und Meinungsforschungsinstitute
Staat, Verbände und Forschung
  • Behörden, Ministerien und kommunale Pressestellen
  • Verbände, Parteien, Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen
  • Hochschulen und Forschungsinstitute

Deine Berufschancen mit Medienkommunikation hängen vor allem vom Feld ab, in dem Du arbeitest, und kaum vom Titel. Wenn Du für ein Studium in Medien und Kommunikation Jobaussichten und Gehalt vergleichst, schau deshalb besser auf das Feld als auf den Namen des Studiengangs.

StudiengangBerufschancen im Vergleich
KommunikationswissenschaftenDieselben Jobaussichten
KommunikationsmanagementDieselben Berufschancen
Kommunikations- und MedienmanagementDie Berufe findest Du etwas häufiger in Agenturen und im Marketing
Forschungsnahe StudiengängeFühren etwas häufiger in Institute

Die Grenze ist dabei in beide Richtungen durchlässig. Ob Dein Studiengang am Ende Medienkommunikation, Medien und Kommunikation oder Multimedia und Kommunikation heißt, ändert an Deinen Berufschancen und Einstiegswegen also nichts.

So findest Du den Einstieg
Praxis zählt mehr als die NoteBei der Bewerbung gilt das besonders, wenn Du in die Online-Kommunikation möchtest. Deine Berufsaussichten hängen dort vor allem an dem, was Du vorzeigen kannst: eigene Kanäle, Werkstudentenstellen und Kampagnen, an denen Du mitgearbeitet hast. Mit einem Zeugnis allein kommst Du in diesem Feld selten weit.
Such unter anderen StichwortenIn den Jobbörsen gibt es weder Medienkommunikation-Jobs noch Medien-Kommunikation-Jobs als eigene Kategorie. Such stattdessen nach Unternehmenskommunikation, PR, Content, Social Media oder Marktforschung, denn mit diesen Worten werden die Stellen ausgeschrieben.
Journalismus lernst Du in der RedaktionFalls Du Journalist werden möchtest: Dieses Fach ist kein Journalismus-Studium. Du kommst über freie Mitarbeit, ein Volontariat oder eine Journalistenschule hinein. Im Studium lernst Du viel über das Mediensystem, zum Reporter bildet es Dich aber nicht aus.

Mit einem Abschluss in Medien und Kommunikation stehen Dir bei den Berufschancen viele Türen offen, aber keine davon führt automatisch in einen bestimmten Job. Weil jede Organisation kommuniziert, gibt es das Feld in fast jeder Branche. Dafür nimmst Du in Kauf, dass Dein Profil nach dem Abschluss erst einmal recht unscharf ist.

Berufe mit einer klaren Bezeichnung oder eine gerade Linie ins Berufsleben bietet Dir ein Kommunikation-Studium nicht, und deshalb lohnt es sich, früh eigene Schwerpunkte zu setzen.

Was verdienst Du mit Medienkommunikation?

Mit Medienkommunikation verdienst Du in der Öffentlichkeitsarbeit auf Stellen mit Hochschulabschluss im Durchschnitt 7.163 € brutto im Monat. In Redaktionen und im Journalismus wird meist weniger gezahlt.

7.163 €
Durchschnittsgehalt
brutto im Monat

Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 922 Public Relations, Expertenebene, Stand 2025.

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Medienkommunikation und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: Gut, solange Du Konzepte und Kommunikation verantwortest. In der Pressearbeit gilt inzwischen allerdings die Hälfte der Kerntätigkeiten als automatisierbar, vor allem die Recherche und die Kontaktpflege. Wir haben dafür beim IAB nachgesehen, das jeden Beruf in seine Kerntätigkeiten zerlegt und prüft, welche davon Computer mit heutiger Technik schon erledigen könnten. Beim Pressesprecher, also dem Beruf aus dem häufigsten Einstiegsfeld Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, sind es 3 von 6.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Pressesprecher
3 von 6
Kerntätigkeiten automatisierbar
2013 war es noch keine
PR-Manager
2 von 5
Kerntätigkeiten automatisierbar
Nur Kalkulation und Erfolgskontrolle
Social-Media-Manager
1 von 8
Kerntätigkeiten automatisierbar
Allein die Auswertung der Kanäle
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Pressesprecher”, „Public-Relations-Manager” und „Social-Media-Manager”; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

In der Pressestelle könnten Computer einige Aufgaben übernehmen. Uns ist aufgefallen, wie stark der Wert beim Pressesprecher in wenigen Jahren gestiegen ist, nämlich von 0 Prozent im Jahr 2013 über 33 Prozent 2019 auf heute 50.

Wenn Du Konzepte entwickelst oder eine Community betreust, liegt der Wert niedriger. Am niedrigsten liegt der Social-Media-Manager. Im Journalismus sieht es ähnlich aus wie in der PR, denn beim Journalisten sind 2 von 5 Kerntätigkeiten ersetzbar.

Das kann Software übernehmen
  • Pressesprecher: das Kontakten, die Recherche und die Informationsbeschaffung
  • PR-Manager: nur Kalkulation und Erfolgskontrolle
  • Social-Media-Manager: allein die Auswertung der Kanäle
  • Journalist: wieder Recherche und Informationsbeschaffung
Das bleibt bei Dir
  • Pressesprecher: die Öffentlichkeitsarbeit, die Kommunikationspsychologie und das Schreiben von Pressemitteilungen
  • PR-Manager: Kommunikationsstrategien und Konzepte für das Image einer Organisation entwickeln
  • Social-Media-Manager: Community-Management, Konzeption und Online-Redaktion

Das hat auch Folgen dafür, wie Du Dein Studium angehst. Uns ist wichtig, dass das IAB Tätigkeiten bewertet und keine Stellen, und es betont selbst, dass sich auch Berufe mit niedrigem Wert verändern. Wenn Recherche schneller geht, kann sich die Arbeit in Pressestellen und Redaktionen verschieben, ohne dass die Stellen dafür wegfallen müssen.

Wir raten Dir deshalb, im Studium die Konzept- und Methodenfächer ernst zu nehmen und in Praktika vorzeigbare Kampagnen und Kanäle zu sammeln, wie wir es schon im Berufe-Abschnitt oben empfehlen.

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Wenn Du Medienkommunikation studieren möchtest, brauchst Du an der Universität in der Regel das Abitur und an der Fachhochschule meist das Fachabitur. An der Fachhochschule genügt oft auch die fachgebundene Hochschulreife. Wichtiger als Deine Abiturnote ist aber, ob Du Dich mit Statistik und Englisch anfreunden kannst, und das solltest Du ehrlich für Dich prüfen.

20 ohne NC23 mit NC
20 Bachelor ohne Zulassungsbeschränkung
23 Bachelor mit Auswahlverfahren
Die drei Wege zum Studienplatz
Zwei Wege an Uni und Fachhochschule, einer neben dem Beruf
1. Ohne NC einschreiben
20 von 43 Bachelor-Studiengängen kommen ohne NC aus. Dort entscheidet Deine Note nicht über den Platz.
2. Über das Auswahlverfahren der Hochschule
Die übrigen 23 vergeben ihre Plätze über ein Auswahlverfahren. Ein Numerus clausus ist dabei keine feste Hürde: Er ist die Note des zuletzt zugelassenen Bewerbers aus dem Vorjahr und wird jedes Semester neu bestimmt. Wir nennen deshalb bewusst keine NC-Werte. Die belastbare Angabe steht auf der Zulassungsseite Deiner Wunschhochschule.
3. Im Fernstudium oder dual
Die Auswahl ist klein: 5 der 66 Studiengänge laufen als Fernstudium, 3 als duales Studium. Die Fernhochschulen verzichten in der Regel auf einen NC und lassen Dich jederzeit starten, verlangen dafür aber Studiengebühren. Wie hoch die sind, steht auf der Seite der jeweiligen Hochschule.

Was solltest Du mitbringen?

Auch ohne Abitur möglich
  • Hochschulzugangsprüfung für beruflich Qualifizierte: damit kommst Du ohne Abitur hinein
  • Einschlägige Berufserfahrung zählt dabei. Die Regeln setzt jedes Bundesland selbst
  • Fachhochschulreife oder fachgebundene Hochschulreife: reicht an Fachhochschulen meist aus
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Empirische Methoden und Statistik - sie sind Pflicht und kein Randthema. Mathe-Leistungskursniveau brauchst Du nicht, aber die Bereitschaft, mit Zahlen und Datensätzen zu arbeiten
  • Englisch - ein großer Teil der Fachliteratur erscheint nur auf Englisch, und einzelne Studiengänge laufen als Communication Studies komplett auf Englisch

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026, Grundgesamtheit 43 Bachelor-Studiengänge.

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Medienkommunikation oder Kommunikationswissenschaft: Was ist der Unterschied?

Inhaltlich gibt es zwischen den beiden Fächern keinen Unterschied. Medienkommunikation ist der Name, den einzelne Hochschulen ihrem kommunikationswissenschaftlichen Studiengang geben, und der Lehrplan, die Methoden und die Berufe dahinter sind dieselben. Deshalb zeigen wir Dir hier dieselben Studiengänge wie auf unserer Seite zur Kommunikationswissenschaft, nämlich 66 Studiengänge an 37 Hochschulen in 31 Studienorten. Mit zwei verschiedenen Zahlen zum gleichen Angebot würden wir Dir die Suche nur unnötig schwer machen.

Unter diesen Namen findest Du das Fach in den Studiengangsverzeichnissen
Wie das Fach geschrieben wird, spielt für Dich keine Rolle.
MedienkommunikationUnter genau diesem Namen gibt es ein Studium nur an wenigen Hochschulen, die Inhalte bekommst Du aber an vielen.
Kommunikationswissenschaft
Medien- und Kommunikationswissenschaftoft auch ohne Bindestrich als Medien und Kommunikationswissenschaft geschrieben
Kommunikations- und Medienwissenschaften
Medien und KommunikationOb eine Hochschule ihr Programm so nennt oder Kommunikation und Medien, ändert am Inhalt nichts.
Medien- und Kommunikationsmanagement
Communication Science, Communication Studies oder Media and Communicationdie Namen auf Englisch

Genauso wenig kommt es darauf an, ob Du bei der Suche Medienkommunikation-Studium, Medien-Kommunikation-Studium oder Medien-und-Kommunikation-Studium eintippst, denn Du landest immer bei denselben Programmen.

Was meint das Fach, wenn es von einem Medium spricht? Kommunikation braucht immer einen Träger, also etwa eine Zeitung, das Radio, das Fernsehen, eine Website, eine App oder ein soziales Netzwerk. Diese Träger sind gemeint, wenn im Studium von Medien die Rede ist.

Das fragst Du im Studium
  • Wie ermöglichen Medien Kommunikation?
  • Wie nutzen Menschen sie?
  • Was macht das mit einer Gesellschaft?
Das machst Du dabei wenig
  • selbst drehen
  • senden
  • gestalten

Das ist der häufigste Irrtum über dieses Studium, und wir möchten, dass Du ihn vor der Einschreibung kennst.

Der bekannteste Studiengang mit diesem Namen ist Medienkommunikation in Würzburg. Die Universität Würzburg führt ihren Bachelor wörtlich unter diesem Namen, und deshalb suchen auch viele danach. Wenn Du in Würzburg Medienkommunikation studierst, sitzt Du trotzdem in denselben Methoden- und Statistikveranstaltungen wie anderswo. Vielleicht wunderst Du Dich, dass Würzburg in unserer Liste oben nicht auftaucht. Das liegt daran, dass wir dort die Studiengänge zählen, die Kommunikationswissenschaft, Medien und Kommunikation oder Communication im Namen tragen.

Ähnlicher Name, anderes FachMedienwissenschaftMedienkommunikation
Ausrichtunggeistes- und kulturwissenschaftlichempirisch
Darum geht esFilm, Kultur, Medientheorie und MedienkritikBefragungen, Inhaltsanalysen, Experimente und Statistik

Ein Medienwissenschaften-Studium ist etwas anderes, auch wenn die Namen sich ähneln. Beide Wege enden oft in denselben Branchen, aber die Semester dazwischen sehen völlig anders aus. Wir raten Dir deshalb, immer ins Modulhandbuch zu schauen und Dich nicht auf den Titel zu verlassen.

Was lernst Du im Medienkommunikation-Studium?

Im Studium lernst Du zuerst Theorien und Methoden, bevor Du Dich für einen Schwerpunkt entscheidest. Es ist interdisziplinär angelegt und verbindet die Kommunikationswissenschaft mit Psychologie, Informatik und Betriebswirtschaft. Du lernst, wie Medien auf Menschen wirken, ob als Film, Spiel, soziales Netzwerk oder Werbung, und wie sie sich wirtschaftlich nutzen lassen. Die Medienproduktion ist dabei nur ein kleiner Teil und steht nicht im Mittelpunkt.

Typische Veranstaltungen:

  • Kommunikationswissenschaft und Kommunikationstheorien
  • Medien- und Wirtschaftskommunikation
  • Medienpsychologie und Wirkung von Massenmedien
  • Medieninformatik
  • Statistik
  • Quantitative und qualitative Methoden
  • Marketing und strategische Kommunikation
  • Visuelle Kommunikation

So läuft ein Bachelor typischerweise ab:

1. und 2. Semester
Grundlagen: Kommunikationstheorien, Mediensystem, Einführung in die empirischen Methoden, Statistik.
3. und 4. Semester
Vertiefung: Medienpsychologie, Medienökonomie, strategische Kommunikation. Dazu ein erstes eigenes Forschungsprojekt.
5. Semester
Praxisphase oder Auslandssemester. An Fachhochschulen ist ein Praxissemester meist Pflicht, an Universitäten oft ein Praktikum.
6. Semester und danach
Bachelorarbeit. Eingetragen sind Regelstudienzeiten von 6, 7, 8 und 10 Semestern – sieh vor der Bewerbung nach, welche für Deinen Studiengang gilt.
Master
Im Master vertiefst Du oder spezialisierst Dich. Von den 66 Studiengängen führen 22 zum Master.

Ob Du am Ende einen B.A. oder einen B.Sc. bekommst, macht keinen Unterschied. In unserer Datenbank haben wir Bachelor of Arts, Bachelor of Science, Master of Arts, Master of Science und ein Angebot mit dem Abschluss Promotion gefunden. Welchen Buchstaben Du bekommst, legt die Prüfungsordnung Deiner Hochschule fest, und Deine Note spielt dafür keine Rolle. Methodenlastige Studiengänge vergeben eher den B.Sc., stärker sozialwissenschaftliche den B.A., und beide stehen auf derselben Stufe. Einen Diplomstudiengang haben wir in unserer Datenbank nicht mehr gefunden.

Das Medienkommunikation-Studium in Zahlen

16.833
Studierende
im ganzen Fach Kommunikationswissenschaft und Publizistik, Wintersemester 2025/26
74,6 %
davon Frauen
in Kommunikationswissenschaft und Publizistik
4,8 %
arbeitslos
Berufsfeld Publizistik, Jahresdurchschnitt 2025
Uni oder Fachhochschule?
So verteilen sich die 16.833 Studierenden in Kommunikationswissenschaft und Publizistik:
56 %44 %
9.365
an Universitäten
7.468
an Fachhochschulen
Und wie viele fangen neu an?4.281 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe „Öffentlichkeitsarbeit“ (4.667 Beschäftigte). Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 7.163 €
5.682 €untere 25 % daruntermehrobere 25 % ohne Angabe
Anders gesagt: ein Viertel verdient weniger als 5.682 €, die Mitte liegt bei 7.163 €. Wie viel das obere Viertel verdient, weist die Bundesagentur nicht aus: es liegt über der Grenze, bis zu der Gehälter an die Sozialversicherung gemeldet werden.

Zum Arbeitsmarkt hinter dieser Zahl: Im Berufsfeld Publizistik, zu dem Journalismus, Redaktion, Öffentlichkeitsarbeit und Medienwirtschaft zählen, waren 2025 im Jahresdurchschnitt 9.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 18 % mehr als im Vorjahr. Dem standen nur rund 500 offene Stellen über die Bundesagentur gegenüber, der geringste Stellenbestand der letzten zehn Jahre. Die berufsspezifische Arbeitslosenquote stieg damit von 4,3 % im Jahr 2024 auf 4,8 % im Jahr 2025.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2025

Passt das Fach zu Dir?

Am häufigsten irren sich Interessierte, wenn es um die Praxis geht. Das Studium ist theoretisch und empirisch angelegt, und Du lernst darin nicht, wie man einen Film dreht oder eine Radiosendung moderiert. Wenn Dich vor allem das reizt, bist Du in einem praxisnahen Medienstudiengang besser aufgehoben.

Passt, wenn Du …
  • wissen willst, warum Medien so wirken, wie sie wirken
  • bereit bist, mit Statistik und Datensätzen zu arbeiten
  • gern schreibst und komplizierte Dinge einfach erklärst
  • englische Fachtexte liest, ohne zu verzweifeln
  • früh Praktika machst, statt nur Scheine zu sammeln
Passt eher nicht, wenn Du …
  • vor allem selbst produzieren willst: Film, Ton, Grafik
  • einen Beruf mit klarer Bezeichnung suchst
  • Mathe und Methodenlehre komplett vermeiden möchtest
  • eine Jobgarantie erwartest
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Häufige Fragen

Ist Medienkommunikation dasselbe wie Kommunikationswissenschaft?

Im Kern ja. Medienkommunikation ist einer von mehreren Namen für dasselbe Studienangebot. Von den 66 Studiengängen tragen 32 den Fachnamen im engeren Sinn, die übrigen heißen Medien und Kommunikation, Medien- und Kommunikationsmanagement oder Communication. Den Unterschied machen nicht die Namen, sondern die Frage, wie viele Methoden- und Statistikmodule Pflicht sind. Das steht im Modulhandbuch.

Wie gut sind die Berufsaussichten in Medien und Kommunikation?

Solide, aber ohne festes Berufsbild. Absolventen arbeiten in Pressestellen, in der Unternehmenskommunikation, in Agenturen, in der Markt- und Medienforschung und in Redaktionen. Eine Fachstatistik, die nur diese Absolventen zählt, gibt es nicht. Die belastbaren Zahlen stammen aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit und gelten für Berufsgruppen, nicht für Studienfächer.

An welcher Universität hat man mit einem Bachelor in Medien und Kommunikation die besten Berufsaussichten und den stärksten Praxisbezug?

Eine Rangliste dazu gibt es nicht, und wir erfinden keine. Was Du prüfen kannst, steht in jeder Studienordnung: ob ein Praxissemester Pflicht ist, wie lang das Pflichtpraktikum ausfällt, ob die Hochschule eine eigene Lehrredaktion oder ein Medienlabor hat und ob es Kooperationen mit Unternehmen gibt. Fachhochschulen und duale Studiengänge haben strukturell mehr Praxis, Universitäten mehr Methode. Von den 66 Studiengängen laufen 3 dual.

Brauche ich für Medienkommunikation einen NC?

Nicht überall. 20 der 43 Bachelor-Studiengänge sind ohne Zulassungsbeschränkung, 23 vergeben ihre Plätze über ein Auswahlverfahren. Konkrete NC-Werte nennen wir nicht: Sie gelten immer nur rückwirkend für ein Semester. Die verbindliche Angabe steht auf der Zulassungsseite der Hochschule.

Wie lange dauert das Medienkommunikation-Studium?

Im Bachelor sind in unserer Datenbank Regelstudienzeiten von 6, 7, 8 und 10 Semestern eingetragen. Welche für Deinen Wunschstudiengang gilt, steht in dessen Studienordnung. Danach kannst Du einen Master anschließen: 22 der 66 Studiengänge führen dorthin.

Kann ich Medienkommunikation im Fernstudium studieren?

Ja. 5 der 66 Studiengänge laufen als Fernstudium, weitere 3 als duales Studium. Fernhochschulen verzichten meist auf eine Zulassungsbeschränkung und lassen Dich jederzeit anfangen, verlangen dafür aber Studiengebühren. Die Höhe steht auf der Seite der jeweiligen Hochschule.

Was verdiene ich später?

Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit weist für die Berufsgruppe 922 Public Relations 5.480 € brutto im Monat auf der Spezialistenebene aus und 7.163 € auf der Expertenebene, Stand 2025. Auf der Spezialistenebene arbeiten mit 22.414 Beschäftigten fünf Mal so viele Menschen wie auf der Expertenebene. Ein belastbares Einstiegsgehalt für Berufsanfänger liegt uns nicht vor.

Kann ich mit Medienkommunikation Journalist werden?

Ja, aber nicht automatisch. Das Studium erklärt Dir das Mediensystem, es bildet Dich nicht zum Reporter aus. Der Weg führt über freie Mitarbeit, ein Volontariat oder eine Journalistenschule. Nach dem Entgeltatlas liegen die Werte in der Berufsgruppe 923 Redaktion und Journalismus niedriger als in der Public Relations.

Kann ich Medienkommunikation in Würzburg studieren?

Ja, die Universität Würzburg führt einen Bachelor unter genau diesem Namen. In unserer Studiengangsliste oben findest Du ihn nicht, weil wir dort nach den Namen Kommunikationswissenschaft, Medien und Kommunikation und Communication zählen. Die Details zu Zulassung und Aufbau stehen auf der Seite der Universität.

Angebote fürs Studium per E-Mail

Du willst Medienkommunikation studieren? Wir schicken Dir ab und zu Angebote von Hochschulen, Stiftungen und Partnern.

  • Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
  • Stipendien und Förderprogramme
  • Praktika und Trainee-Programme
  • Gratis-Aktionen und Geld-Angebote

Kostenlos. Du bekommst zuerst eine E-Mail zum Bestätigen, abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.

Weiter zum Medienkommunikation-Studium

Stand aller Angaben: 20. September 2026
  • Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026. Grundgesamtheit sind 66 Studiengänge, die Kommunikationswissenschaft, Medien und Kommunikation oder Communication im Namen tragen: 43 Bachelor, 22 Master und 1 anderer Abschluss an 37 Hochschulen in 31 Studienorten. 32 davon tragen den Fachnamen im engeren Sinn. 7 Mehrfacheinträge einzelner Hochschulen sind enthalten, weil sie in der Datenbank eigene Einträge sind. Es ist derselbe Bestand, den wir auf der Seite Kommunikationswissenschaften ausweisen.
  • Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas: Berufsgruppe 922 Public Relations, Anforderungsniveau Spezialist (5.480 €, 22.414 Beschäftigte) und Experte (7.163 €, 4.667 Beschäftigte, unteres Viertel 5.682 €), Stand 2025.
  • Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas: Berufsgruppe 923 Redaktion und Journalismus, Anforderungsniveau Experte (5.830 €, 4.552 Beschäftigte), Spezialist (5.059 €, 1.820 Beschäftigte) und Fachkraft (4.181 €, 13.504 Beschäftigte), Stand 2025. Alle Gehaltswerte: Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen.
  • Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten im Berufsfeld Publizistik: 4,8 % im Jahr 2025 (2024: 4,3 %), 9.000 Arbeitslose im Jahresdurchschnitt 2025, rund 500 offene Stellen.
  • Angaben der Hochschulen zu Zulassung, Regelstudienzeit und Studiengebühren auf deren eigenen Seiten. Gebühren und NC-Werte ändern sich je Semester; wir führen sie hier deshalb nicht auf.

* Individuelle Ergebnisse können je Portal und je nach Deinem Profil variieren. Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn Du auf einen Affiliate-Link klickst, bekommt myStipendium.de von dem betreffenden Anbieter eine Provision. Für Dich verändert sich der Preis bzw. das Angebot nicht. Dein Klick hilft bei der Finanzierung unserer kostenfreien Seite.