Einstiegsgehalt 
2.766
Durchschnittsgehalt 
3.230
Ausbildung 
Ausbildung
18
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Werkzeugmechaniker
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Was ist ein Werkzeugmechaniker?

Werkzeugmechaniker sind dafür zuständig, Werkzeuge herzustellen. Dabei sind aber nicht die gängigen Werkzeuge gemeint – wie etwa ein Hammer oder eine Säge –, sondern äußerst komplexe Komponenten für große Maschinen. Diese Maschinen versorgen die Industrie mit den verschiedensten Gegenständen von Telefonen bis hin zu medizinischen Utensilien. Als Facharbeiter stellt der Werkzeugmechaniker die Komponenten der Maschinen und ihre Einzelteile her und ist auch für ihre Reparatur zuständig.

Was macht ein Werkzeugmechaniker?

Als Werkzeugmechaniker bist Du dafür zuständig, dass alle möglichen Gegenstände, die in Serie produziert werden, auch produziert werden können. Vom kleinen Kugelschreiber über die Computer, an denen heute so viele Menschen arbeiten, bis hin zum chirurgischen Besteck, das Leben rettet – all das würde es ohne Werkzeugmechaniker nicht geben.

Du stellst wichtige Präzisionswerkzeuge anhand technischer Zeichnungen her, indem Du ihre Einzelteile aus verschiedenen Werkstoffen baust und diese dann zu einem ganzen Werkzeug zusammensetzt. Als Fachmann kennst Du Dich mit Stanztechnik, Formtechnik, Kunststofftechnik, Werkzeugbau, Betriebstechnik und Konstruktion komplexer Maschinen bestens aus und weißt, wie Du solche baust und reparierst.

Du bist ein Allround-Talent und kannst schleifen, drehen, fräsen, bohren und auch sägen, weißt aber auch, wie Du die Maschinen bedienst, die gewisse Aufgaben übernehmen. Denn besonders, wenn es an die Feinarbeit geht und es auf hundertstel Millimeter ankommt, musst Du Dich auf die Maschinen verlassen können.

Die in der Branche verwendeten CNC-Maschinen gehören als Werkzeugmechaniker zu Deinen alltäglichen Begleitern. Diese Maschinen garantieren schnelle und konkrete Abläufe, sodass eine Serienproduktion mit wenig Zeitaufwand möglich wird. Dabei bist Du nicht nur dafür zuständige, die Werkzeuge nach Auftrag zu bauen, sondern auch die dazugehörigen Maschinen zu programmieren, zu bedienen, zu warten und gegebenenfalls zu reparieren.

Wie wird man Werkzeugmechaniker?

Der gängigste Weg, Werkzeugmechaniker zu werden, geht über die Werkzeugmechaniker-Ausbildung. Als anerkannter Ausbildungsberuf ist dies an vielen Ausbildungsstätten in Deutschland möglich.

  • Voraussetzungen für die Ausbildung: Einen bestimmten Schulabschluss brauchst Du für die Ausbildung nicht zwingend, jedoch verlangen viele Betriebe mindestens einen Hauptschulabschluss. Nicht selten beginnen auch Abiturienten die Ausbildung. In Idealfall hast Du gute Noten in den Fächern Mathematik und Physik.
  • Ablauf: Bei der Werkzeugmechaniker-Ausbildung handelt es sich in der Regel um eine duale Ausbildung, die sowohl im Betrieb, wie auch in der Berufsschule stattfindet. Selten kannst Du die Ausbildung auch als schulische Ausbildung absolvieren. Dabei kommen zwei große Prüfungen auf Dich zu: Die Zwischenprüfung nach dem zweiten Lehrjahr und die Abschlussprüfung am Ende Deiner Ausbildung, wobei Du hier von der Industrie- und Handelskammer (IHK) geprüft wirst. Bestehst Du die Prüfung, darfst Du fortan als staatlich anerkannter Werkzeugmechaniker arbeiten.
  • Dauer: Die Ausbildung zum Werkzeugmechaniker dauert in der Regel 3,5 Jahre. Dies ist zwar etwas länger als bei anderen Ausbildungsberufen, die Entlohnung fällt jedoch auch etwas höher aus. Unter gewissen Voraussetzungen kann sich diese Zeit auch verkürzen.
  • Inhalte: Im ersten Ausbildungsjahr lernst Du die Werkstoffe und ihre Eigenschaften kennen. Zudem wirst Du mit den einfacheren Maschinen bekannt gemacht und kannst erste Einzelteile und Komponenten herstellen. Im weiteren Verlauf Deiner Ausbildung lernst Du dann, die komplexeren Maschinen zu bedienen und auch zu programmieren. In den letzten zwei Lehrjahren planst Du Werkzeugsysteme und lernst komplexe Komponenten zu planen, herzustellen und zu reparieren. Je nach Betrieb wirst Du zudem mindestens eines dieser Einsatzgebiete besonders intensiv kennenlernen: Formentechnik, Stanztechnik, Instrumententechnik oder Vorrichtungstechnik.
  • Zusatzqualifikation: Während der Ausbildung hast Du die Möglichkeit, Dir innerhalb von acht Wochen eine Zusatzqualifikation anzueignen. Zur Auswahl stehen Systemintegration, Prozessintegration, additive Fertigungsverfahren und IT-gestützte Anlagenänderungen.

Wo arbeitet ein Werkzeugmechaniker?

Du bist ein wichtiges Glied vieler Industriezweige. Ebenso vielfältig fallen die Unternehmen aus, bei denen Du arbeiten kannst. Einige Bereiche, die auf Dich angewiesen sind:

  • Metallindustrie
  • Kunststoffindustrie
  • Elektroindustrie
  • chemische Industrie
  • Autoindustrie
  • Werkzeugbaubetriebe
  • Unternehmen, die feinmechanische oder medizintechnische Geräte herstellen

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Dein beruflicher Alltag findet in der Regel in der Werkstatt Deines Unternehmens statt, beginnt mit den technischen Plänen und endet mit einem fertigen Werkzeug.

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Du arbeitest in Werkstätten und Produktionshallen. Je nach Branche kann es ebenfalls dazu kommen, dass Du direkt beim Kunden vor Ort arbeitest. Du arbeitest zudem auch mit anderen Bereichen in Deinem Betrieb zusammen, die mit der Produktion zusammenhängen.

Was verdient ein Werkzeugmechaniker?

Während Deiner Ausbildung als Werkzeugmechaniker verdienst Du je nach Betrieb zwischen 830 und 930 Euro pro Monat im ersten Jahr. Mit den Jahren steigt Dein Gehalt an, sodass Du im letzten Jahr Deiner Ausbildung als Werkzeugmechaniker mit einem Einkommen zwischen 1.010 und 1.120 Euro rechnen kannst. Verglichen mit anderen Ausbildungsgehältern verdienst Du in dieser Branche sehr gut.

Nach Deiner Werkzeugmechaniker-Ausbildung kannst Du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.500 und 2.000 Euro rechnen, wobei auch Positionen mit einem Gehalt von knapp 3.000 Euro möglich sind – je nachdem, in welcher Branche Du tätig bist und ob Dein Arbeitgeber an einen Tarifvertrag gebunden ist, schwankt auch Dein Gehalt stark. Hast Du Erfahrungen gesammelt, steigt Dein monatliches Einkommen, sodass Du nach einigen Jahren mit einem Gehalt zwischen 2.000 und 4.000 Euro rechnen kannst. Entscheidest Du Dich dazu, eine Position mit viel Verantwortung zu übernehmen, kannst Du auch mit einer höheren Bezahlung rechnen. Weiter hast Du die Möglichkeit, durch Weiterbildungen mehr zu verdienen.

Wo finde ich einen Job als Werkzeugmechaniker?

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Wie sind die Berufsaussichten für Werkzeugmechaniker?

Handwerkliche Berufe sind gefragt und Deine Aussichten, nach Deiner Werkzeugmechaniker-Ausbildung auch einen passenden Beruf zu finden, stehen sehr gut. Denn Fachkräfte werden gesucht und noch immer bleiben trotz guter Vergütung Ausbildungsplätze frei.

Ein weiterer Vorteil, den viele handwerkliche Berufe teilen: Fachkräfte werden im Ausland gesucht, besonders in dieser Branche. Deutschland hat bis heute den Ruf, gute Mechaniker zu haben, weshalb deutsche Fachkräfte vielerorts gerne gesehen werden. Hast Du also den Wunsch, einmal im Ausland zu leben, könnte dies ein Pluspunkt für Dich sein.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Wenn Du Dich spezialisieren möchtest, hast Du einerseits die Möglichkeit, Dich innerhalb Deines Berufes auf einen bestimmten Bereich zu fokussieren. So kannst Du Dich unter anderem auf folgende Gebiete spezialisieren:

  • Instrumententechnik
  • Formtechnik
  • Stanztechnik
  • Vorrichtungstechnik
  • Chirurgietechnik

Andererseits steht Dir die Möglichkeit einer Weiterbildung offen, wie etwa als Industriemeister oder als Techniker. Hast Du ein Abiturabschluss oder eine Fachhochschulreife, kannst Du nach Deiner Werkzeugmechaniker-Ausbildung auch ein Studium, wie zum Beispiel Maschinenbau oder Ingenieurwesen, beginnen. Mit einem solchen Abschluss stehen Dir weitere Türen offen.

Passt der Beruf Werkzeugmechaniker zu mir?

Wenn Du überlegst Werkzeugmechaniker zu werden, solltest Du Spaß an der handwerklichen Arbeit haben und gerne detailliert arbeiten.

Handwerkliches Geschick
Wer zwei linke Hände hat, ist bei der Werkzeugmechaniker-Ausbildung definitiv falsch. Du solltest gerne werkeln, Spaß an handwerklicher Arbeit haben und einen Nagel auch gerade in die Wand bekommen.
Technische Verständnis
Auch musst Du Maschinen nach detaillierten technischen Zeichnungen bauen. Dazu gehört auch, die Technik hinter der Zeichnung zu verstehen und mechanische Abläufe nachvollziehen zu können.
Räumliches Vorstellungsvermögen
Gutes räumliches Denken ist äußerst wichtig. Du musst Dir anhand einer Skizze ein Einzelteil oder auch eine ganze Maschine vorstellen und auch ihre Funktion nachempfinden können, ohne dass diese überhaupt gebaut ist.
Genauigkeit und Feinarbeit
Als Maschinenschlosser entscheiden Millimeter darüber, ob Du ein Teil gebrauchen kannst oder nicht. Es ist für den Beruf also wichtig, dass Du sehr fein und genau arbeiten kannst und dies mit Sorgfalt tust.
Konzentrationsfähigkeit
Aus selbigen Grund ist auch Konzentrationsfähigkeit wichtig. Gerade bei der Feinarbeit und den Kontrollen musst Du Dich gut konzentrieren können, damit Dir keine Fehler unterlaufen.
Fit sein
In der Werkzeugmechanik arbeitest Du in der Regel im Stehen und bewegst Dich recht viel. Auch wenn Du keine Sportskanone sein musst, solltest Du ein gewisses Fitnesslevel haben, um die Arbeit gut verrichten zu können.