Einstiegsgehalt 
1.800
Durchschnittsgehalt 
2.750
Ausbildung 
Ausbildung
41
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Verfahrensmechaniker
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Was ist ein Verfahrensmechaniker?

Verfahrensmechaniker sind vor allem für die Bedienung, Steuerung und Überwachung der Maschinen zuständig, die innerhalb verschiedener Industrien Rohstoffe zu Produkten weiterverarbeiten. Neben ihrer Einstellung sind die Verfahrenstechniker auch für die Wartung und Instandhaltung der Maschinen verantwortlich, bearbeiten Bauteile und beschäftigen sich gegebenenfalls mit dem Beheben von Fehlern. Als Fachmann kennen sie ihre Maschinen genau. Dabei sind sie ein äußerst wichtiger Teil in der Produktionskette vieler Industrien, da sie dafür zuständig sind, dass die jeweiligen Rohstoffe von den Maschinen zu fertigen Stoffen wie Glas oder Gummi weiterverarbeitet werden.

Was macht ein Verfahrensmechaniker?

Je nach Fachbereich liegen dem Beruf des Verfahrensmechanikers andere Aufgabenfelder zugrunde. Denn der Beruf teilt sich schon vor der Ausbildung in verschiedene Spezialgebiete:

Als Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik stellst Du die verschiedensten Produkte her, die aus Plastik oder Gummi bestehen. Ob Plastiktüte, CD-Hülle oder Autoreifen, jedes dieser Produkte entsteht erst durch Dein Zutun. Denn Du bist für die Einstellungen und Bedienung der Maschine zuständig, die das Produkt gießen oder spritzen werden, mischst die Rezeptur des Materials korrekt und baust die Einzelteile am Ende zu einem kompletten Produkt oder einer Komponente zusammen. Gegebenenfalls verpasst Du den Einzelteilen noch den nötigen Feinschliff.

Der Beruf Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik beschäftigt sich wiederum mit dem fertigen Produkt und ist für seine Beschichtung zuständig. Ob Farbe, Lack oder Kunststoffüberzug, als Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik weißt Du, wie die Beschichtungen zusammen gemischt werden, aus welchen Rohstoffen sie bestehen und wie Du die Maschinen korrekt bedienst, die für die Beschichtung zuständig sind.

Als Verfahrensmechaniker für Glastechnik beschäftigst Du Dich mit der Herstellung von Glas. Du schmilzt Altglas ein, mischst neues Glas aus den Rohstoffen zusammen und stellst die Maschinen korrekt ein, die für die Herstellung und Formung des heißen Glases zuständig sind. Dabei weißt Du alles über die einzelnen Rohstoffe und kannst Maschinen wie die Glaspresse oder die Siebdruckmaschine einstellen, warten und programmieren.

Wie wird man Verfahrensmechaniker?

Als typischer Ausbildungsberuf musst Du eine Verfahrensmechaniker-Ausbildung machen, wenn Du in dem Beruf arbeiten möchtest. Dabei stehen Dir noch vor Ausbildungsbeginn mehrere Bereiche zur Auswahl:

Voraussetzungen für die Ausbildung

Auch wenn Du keinen bestimmten Schulabschluss brauchst, erwarten die meisten Ausbildungsbetriebe mindestens einen Hauptschulabschluss. In der Regel hat ein Drittel der Auszubildenden einen Hauptschulabschluss und die Hälfte einen Realschulabschluss. Zudem sind guten Noten in den Fächern Mathematik, Physik und Chemie gern gesehen.

Wahl eines Bereiches

Bevor Du die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker beginnen kannst, musst Du Dich für eine Richtung entscheiden. Denn der Beruf teilt sich in folgende Bereiche: Kunststoff- und Kautschuktechnik, Beschichtungstechnik und Glastechnik.

Ablauf

Bei der Verfahrensmechaniker-Ausbildung handelt es sich um eine duale Ausbildung – sie findet also sowohl in einem Betrieb, wie auch in einer Berufsschule statt. In der Berufsschule erlernst Du dabei das theoretische Wissen, während Deine praktische Ausbildung in dem Betrieb stattfindet. Nach dem zweiten Jahr hast Du Deine erste Abschlussprüfung. Am Ende der Ausbildung folgt die zweite Abschlussprüfung, die Du bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer ablegst. Die Prüfung besteht sowohl aus einem schriftlichen, wie auch einem praktischen Teil. Bestehst Du beide Prüfungen, so kannst Du als Verfahrensmechaniker arbeiten.

Dauer

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Zeigst Du besonders gute Ergebnisse oder hast Du eine adäquate Vorbildung, so kannst Du den Ausbildungszeitraum eventuell verkürzen.

Inhalt

Im ersten Ausbildungsjahr lernst Du die Grundkenntnisse der Verfahrenstechnik kennen, wozu zum Beispiel die Unterscheidung und Handhabung von Werkstoffen zählt. Im zweiten Jahr erlernst Du dann die Herstellung von Bauteilen und -gruppen, Fertigungsplanung und auch wie man Maschinen und Maschinengruppen wartet und instand hält. Hast Du die erste Prüfung hinter Dich gebracht, beschäftigst Du Dich im dritten Lehrjahr mit der Verfahrenstechnik zur Herstellung von Formteilen und lernst, wie man Steuerungs- und Automatisierungstechniken anwendet. Je nachdem, für welchen Bereich Du Dich entschieden hast, variieren auch die Inhalte der Ausbildung.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Möchtest Du Dich nach der Ausbildung weiterbilden, kannst Du Deinen Meisterbrief machen, der Dir den Titel Industriemeister verleiht oder Dich zum Techniker weiterbilden. Ebenso ist ein Studium denkbar. Hierbei bieten sich Studiengänge wie etwa Maschinenbau, Angewandte Mechanik oder Mechatronik an.

Wo arbeitet ein Verfahrensmechaniker?

Du arbeitest in den verschiedensten Industriezweigen. So gehören folgende Industrien zu Deinen potenziellen Arbeitgebern:

  • Autoindustrie
  • Industriebetriebe, die Kunststoff und Kautschuk verarbeiten
  • Chemische und pharmazeutische Industrie
  • Glasindustrie
  • Baustoffindustrie
  • Medizintechnik
  • Erdöl- und Kohleindustrie
  • Heizungs- und Klimatechnik

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Je nachdem, in welchem Bereich Du eingestellt bist, schwanken Deine Aufgabengebiete. Ein grober Überblick, was während eines Arbeitstages auf Dich zukommen könnte:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Der Großteil Deiner Arbeitszeit findet in der Werkstatt, der Produktionshalle und dem Lager statt. Zudem arbeitest Du mit anderen Bereichen in Deinem Betrieb zusammen, die an der Produktion beteiligt sind.

Was verdient ein Verfahrensmechaniker?

Während Deiner Verfahrensmechaniker-Ausbildung kannst Du mit einem Gehalt zwischen 600 und 1.000 Euro rechnen. Je nach Betrieb und Ausbildungsjahr variieren das Gehalt, wobei Du im letzten Jahr stets mehr verdienst als zu Beginn Deiner Ausbildung.

Hast Du Deine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, so kannst Du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.800 und 2.100 Euro rechnen. Je mehr Erfahrungen Du sammelst, desto besser wirst Du auch bezahlt, sodass Dein Gehalt mit den Jahren auf einen Betrag zwischen 2.400 und 3.100 Euro ansteigt. Wie viel Du tatsächlich verdienst, hängt neben Deinem Arbeitsort und dem Unternehmen auch von der Branche ab, in der Du arbeiten willst. So verdienst Du in der Kautschukindustrie zwischen 2.000 und 2.500 Euro brutto, während Du im chemischen Bereich mit einem Einkommen zwischen 2.500 und 3.100 Euro im Monat rechnen kannst. Entscheidest Du Dich im Laufe Deiner Karriere für eine Position mit viel Verantwortung, so wirst Du auch besser bezahlt. Auch Weiterbildungen gehen oft mit einem höheren Gehalt einher.

Wo finde ich einen Job als Verfahrensmechaniker?

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Wie sind die Berufsaussichten für Verfahrensmechaniker?

Der Industrie mangelt es an gut ausgebildeten Fachkräften, weshalb Du mit einer Verfahrensmechaniker-Ausbildung sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat. Dieser Mangel ist sowohl bei der Jobsuche, wie auch bei den Gehaltsverhandlungen ein klarer Vorteil für qualifizierte Verfahrensmechaniker.

Auch in anderen Ländern mangelt es an guten Fachkräften und da Deutschland bis heute den Ruf hat, gute Mechaniker auszubilden, hast Du als ausgebildete Fachkraft gute Chancen, eine geeignete Position im Ausland zu finden, wenn Du gerne auswandern möchtest.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Schon vor der Ausbildung musst Du Dich für ein Spezialgebiet entscheiden und auch während der Ausbildung musst Du Dich gegebenenfalls nochmal spezialisieren. So kannst Du Dich zum Beispiel als Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik auf folgende Felder spezialisieren:

  • Bauteile
  • Compound- und Masterbatchherstellung
  • Faserverbundtechnologie
  • Formteile
  • Halbzeuge
  • Kunststofffenster
  • Mehrschichtkautschukteile

Allgemein bietet der Beruf des Verfahrensmechanikers viele Spezialisierungsmöglichkeiten je nachdem, welcher Industriezweig oder -bereich Dich besonders interessiert.

Passt der Beruf Verfahrensmechaniker zu mir?

Wenn Du Dich dafür entscheidest, in die Verfahrensmechanik zu gehen, solltest Du nicht nur technisch interessiert sein, sondern auch gerne sorgfältig und genau arbeiten.

Sorgfalt
Du arbeitest sorgfältig und bist geschickt. Du arbeitest gerne akkurat und weißt, wie man Rezepturen folgt.
Technisches Verständnis
Wenn Du die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker beginnen möchtest, solltest Du gerne bauen und werkeln. Auch ein technisches Geschick ist wichtig.
Räumliches Denken
Geometrie hat Dir immer Spaß gemacht, Du hast ein gutes Vorstellungsvermögen und räumliches Denken bereitet Dir keinerlei Probleme.
Eine Begeisterung für Mathematik
Mathe und andere Naturwissenschaftliche Fächer sollten Dir Spaß machen und sowohl Kopfrechnen wie auch grobes Überschlagen sollten Dir leicht von der Hand gehen.
Körperlich fit
Als Mechaniker bist Du den ganzen Tag auf den Beinen und hast teilweise mit schweren Gerätschaften zu tun. Du solltest also ein gewisses Maß an körperlicher Fitness besitzen.