Wie hoch ist das Einstiegsgehalt eines Psychotherapeuten?
Die Kosten für die Ausbildung nach dem mehrjährigen Studium musst Du selbst tragen. Sie belaufen sich auf rund 20.000 bis 40.000 €. Gleichzeitig musst Du Praxisstunden in einer Klinik absolvieren. Obwohl Du schon nach relativ kurzer Zeit selbständig arbeitest, zahlen die meisten Kliniken nur sehr wenig Lohn. Während der Ausbildung beträgt das Psychotherapeuten-Gehalt meistens nur 1.000 bis 1.500 € im Monat.
Nach neuem Recht folgt auf die Approbation eine verfahrensspezifische Weiterbildung zum Fachpsychotherapeuten, die auf fünf Jahre in Vollzeit ausgelegt ist und grundsätzlich in hauptberuflicher, vergüteter Tätigkeit stattfindet. Dabei werden je zwei Jahre im stationären und im ambulanten Versorgungsbereich abgeleistet, ein weiteres Jahr kann frei gewählt werden, etwa in Reha-Einrichtungen, Beratungsstellen oder im öffentlichen Gesundheitsdienst. Das neue Gesetz sieht eine geregelte Vergütung der Psychotherapeuten in Weiterbildung während der Praxistätigkeiten vor.
Nach Deiner Ausbildung steigst Du in der Regel mit 3.000 bis 4.000 € brutto im Monat ein. Mit einem Master bekommst Du von Beginn an mehr Verantwortung und dementsprechend ein höheres Gehalt. Als Psychotherapeut im öffentlichen Dienst startest Du beispielsweise mit einem Bachelor in der Entgeltgruppe 9 mit 3.069,16 € brutto im Monat und mit einem Master in der Entgeltgruppe 13 mit 4.187,45 € brutto im Monat.
Welche Faktoren beeinflussen das Psychotherapeuten-Gehalt?
Gehalt nach Bundesland
In der freien Wirtschaft gibt es beim Psychotherapeut-Gehalt ein West-Ost-Gefälle. In den westdeutschen Bundesländern, hier insbesondere im Süden, kannst Du mit einem höheren Gehalt als psychologischer Psychotherapeut rechnen als im Osten. So verdient ein Psychotherapeut in München in der Regel mehr als ein Kollege in Magdeburg. Allerdings solltest Du hierbei auch beachten, dass die Lebenshaltungskosten in westdeutschen Großstädten erheblich höher sind. Insbesondere bei den Mieten gibt es große Unterschiede.
Im öffentlichen Dienst gibt es das höchste Gehalt als Psychotherapeut in den nördlichen Bundesländern. In Baden-Württemberg liegt das durchschnittliche Psychotherapeut-Gehalt bei 5.647 € brutto im Monat. Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern mit einem durchschnittlichen Gehalt als Psychotherapeut in Höhe von rund 4.582 € brutto im Monat.
Gehalt nach Unternehmensgröße
Allgemein gilt die Regel, dass in größeren Unternehmen höhere Gehälter gezahlt werden. Das gilt auch beim Psychotherapeuten-Gehalt. Eine große Klinik kann in der Regel ein höheres Gehalt zahlen als eine kleine Praxis.
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Kleine Unternehmen |
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€4.106 |
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Mittlere Unternehmen |
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€4.989 |
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Große Unternehmen |
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€5.691 |
Gehalt nach Geschlecht
Der sogenannte Pay Gender Gap, also der geschlechtsspezifische Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen, liegt laut Bundesagentur für Arbeit beim Psychotherapeut-Verdienst bei 13 %.
Im Schnitt verdienen Frauen 5.009 € pro Monat und Männer 5.758 € pro Monat. Damit verdienen Männer durchschnittlich 15 % mehr als Frauen
Gehalt nach Betriebszugehörigkeit
Wenn Du angestellt bist, steigt mit zunehmender Berufserfahrung das Psychotherapeut-Gehalt. Im öffentlichen Dienst wechselst Du regelmäßig in die nächsthöhere Entgeltgruppe und Erfahrungsstufe. Allerdings sind hier die Gehaltsprünge nicht sonderlich hoch. In der freien Wirtschaft zeigt die Gehaltskurve vor allem in den ersten 15 Jahren steil nach oben. Zwischen einem Berufseinsteiger und einem erfahreneren Psychotherapeuten mit über zwanzigjähriger Berufserfahrung sind so Gehaltsunterschiede von rund 30 % möglich.
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