Einstiegsgehalt 
1.967
Durchschnittsgehalt 
2.417
Ausbildung 
Ausbildung
450
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Steuerfachangestellte
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Was ist eine Steuerfachangestellte?

Eine Steuerfachangestellte oder ein Steuerfachangestellter arbeiten eng mit Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern zusammen, um Mandanten bei Steuerfragen und Problemen zu unterstützen. Darüber hinaus übernehmen sie verschiedene kaufmännische, sowie organisatorische Aufgaben.

Was macht eine Steuerfachangestellte?

Wenn Du als Steuerfachangestellter arbeitest, erteilst Du Auskünfte an Mandaten, verfasst für sie Schreiben an die Finanzämter, stehst in Kontakt zu den Sozialversicherungsträgern Deiner Mandanten und stellst sicher, das Fristen und Termine eingehalten werden. Du berätst Kunden dahingehend, wie sie möglichst geringe Steuerabgaben haben und Erarbeitest Einsparungskonzepte. Dabei arbeitest Du eng mit Steuerberatern Deiner Kanzlei zusammen.

Du verarbeitest außerdem die Rechnungen, Quittungen, und Kontoeingänge von Deinen Mandanten, und erstellst daraus eine übersichtliche Buchführung. Außerdem fertigst Du Lohnabrechnungen und Gehaltsabrechnungen an. Häufig sind es Unternehmer, die Deine Leistungen für die Erstellung der Jahresabschlüsse ihres Unternehmens benötigen. Du prüfst ihre Steuerbescheide und handelst mit dem zuständigen Finanzamt verlängerte Abgabefristen aus. Zu den Steuerfachangestellte-Aufgaben gehört es darüber hinaus auch, dass Du penibel auf die Einhaltung des geltenden Rechts achtest und nebenbei allgemeine Bürotätigkeiten ausführst.

Wie wird man Steuerfachangestellte?

Wenn Du den Beruf ausüben möchtest, solltest Du eine Ausbildung als Steuerfachangestellte absolvieren, um die Steuerfachangestellte-Aufgaben zu erlernen. Die Steuerfachangestellte-Ausbildung dauert drei Jahre lang und findet dual statt. Sie zählt zu den Ausbildungsbereich der sogenannten Freien Berufe. Alles Wissenswerte rund um die Steuerfachangestellte-Ausbildung erfährst Du hier:

Bedingungen für den Ausbildungsstart

Es ist zwar rechtlich keine bestimmte schulische Vorbildung für den Beginn der Steuerfachangestellte-Ausbildung nötig, die meisten Betriebe stellen jedoch Auszubildende mit Hochschulreife ein.

Ablauf

Die Ausbildung als Steuerfachangestellte findet dual statt. Du besuchst also abwechselnd den Unterricht in einer Berufsschule, und Deinen Ausbildungsbetrieb. Meistens findet der Wechsel in Blockform statt, also alle paar Wochen. Falls Du in einem sehr kleinen Betrieb ausgebildet wirst kann es sein, dass Du überbetriebliche Lehrgänge besuchen musst. Dort wird Dir alles beigebracht, was Dein Ausbildungsbetrieb aufgrund von mangelnden Kapazitäten nicht leisten kann.

Die Dauer der Ausbildung beträgt in der Regel drei Jahre. Falls Du aber besonders gute Leistungen sowohl in der Berufsschule, wie auch in dem Ausbildungsbetrieb erbringst, kannst Du mit Deinem Ausbilder darüber sprechen, ob Du die Zeit auf zweieinhalb Jahre verkürzen darfst.

Für den Abschluss der Steuerfachangestellte-Ausbildung musst Du insgesamt vier Prüfungen bestehen. Ein Teil davon findet bereits am Schluss des zweiten Ausbildungsjahres statt, der Rest dann am Ende der Ausbildungszeit. Du musst drei schriftliche Prüfungen bestehen, und wirst wenn alle bestanden sind, zu einer mündlichen Abschlussprüfung zugelassen. Dabei musst Du vor dem Prüfungsausschuss Fragen beantworten.

Umschulung zur Steuerfachangestellten

Neben der klassischen Steuerfachangestellte-Ausbildung gibt es noch eine weitere Option, den Beruf zu erlernen. Falls Du bereits eine andere Berufsausbildung beendet hast, kannst Du nämlich auch eine Umschulung zur Steuerfachangestellten beginnen! Diese dauert dann nur zweieinhalb Jahre lang. Oft wirst Du dann nicht an einer Berufsschule unterrichtet, sondern besuchst spezielle Seminare, die von Bildungsanbietern für die Steuerfachangestellte-Umschulung angeboten werden. Für Deine Berufsprüfung ist dann nach den Umschulungsseminaren die Steuerberaterkammer zuständig.

Inhalt

In der Berufsschule werden die Standartschulfächer wie Deutsch, Mathematik, allgemeine Wirtschaftslehre und Sozialkunde weiterunterrichtet. Einen wichtigeren Bestandteil nehmen allerdings die anderen Fächer ein. In diesen lernst Du zunächst, welche Bedeutung Steuerfachangestellte für die Gesellschaft haben, und auf welchen gesetzlichen Grundlagen sie arbeiten. Du lernst die unterschiedlichen Steuerarten kennen, wie beispielsweise die Gewerbesteuer, Einkommenssteuer, oder die Körperschaftssteuer.

Darüber hinaus lernst Du alles über die korrekte Buchführung, über Abgabenordnungen, das Erstellen von Jahresabschlüssen, und wie Steuererklärungen und Steuerbescheide überprüft werden. Auch das Rechnungswesen, die Bilanzierung von Gewinnen und Verlusten, das Führen eines Gewerbekontos und wie die Umsatzsteuer-Voranmeldung funktioniert, erfährst Du in der Ausbildung als Steuerfachangestellte.

Ein weiterer Aspekt in dem Lehrplan nehmen die Datenschutzregelungen ein, und wie Du mit den Programmen der elektronischen Datenverarbeitung zur Finanzbuchhaltung umgehst.

Ausbildungsplätze

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Wo arbeitet eine Steuerfachangestellte?

Nach der Ausbildung als Steuerfachangestellte kannst Du in diesen Bereichen eine Anstellung finden: In Kanzleien von Steuerberatern.

  • In einem Büro von Wirtschaftsprüfern
  • Bei vereidigten Buchprüfern
  • In Gesellschaften für Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung oder Buchprüfung
  • Bei größeren Unternehmen in den Abteilungen für Rechnungswesen, Buchführung oder Personalsachbearbeitung

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Diese Aufgaben als Steuerfachangestellte werden Dir in Deinem Berufsalltag nach der Steuerfachangestellte-Ausbildung täglich begegnen:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Nach der Ausbildung als Steuerfachangestellte verbringst Du die meiste Zeit Deiner Arbeit in Büros vor dem Computer. Dabei nutzt Du spezielle Softwareprogramme, die Dir das Erledigen der Aufgaben als Steuerfachangestellte erleichtern. Außerdem sitzt Du aber auch Deinen Mandaten gegenüber, oder telefonierst mit diesen.

Was verdient eine Steuerfachangestellte?

Während der Ausbildung als Steuerfachangestellte verdienst Du im Durchschnitt in dem ersten Lehrjahr 650 bis 1.000 Euro, in dem zweiten Lehrjahr 750 bis 1.050 Euro, und in dem letzten Jahr 850 bis 1.100 Euro im Monat. Es existiert allerdings kein Tarifvertrag, deshalb solltest Du die Zahlen nur als grobe Orientierung nutzen. Wieviel Geld Du dann wirklich während der Steuerfachangestellte-Ausbildung bekommst hängt von verschiedenen Kriterien ab und kann von den Orientierungszahlen stark abweichen. Nach der Steuerfachangestellter-Ausbildung kannst Du mit etwa 2.669 bis 3.619 Euro rechnen. In dem Beruf gibt es einen sehr hohen Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Du als Frau 1.000 Euro weniger verdienst, als Dein Kollege im selben Betrieb mit genau den gleichen Aufgaben. Auch in ländlichen Gegenden verdienst Du rund 600 Euro weniger, als wenn Du eine Anstellung in der Stadt findest.

Wo finde ich einen Job als Steuerfachangestellte?

Du bist auf der Suche nach einem passenden Ausbildungsbetrieb oder nach einer Festanstellung? Dann nutze doch unsere kostenlose Jobbörse, um etwas Passendes zu finden! Du hast mit unserer Jobbörse die Möglichkeit, zielgerichtet nach einem Unternehmen zu suchen, welches genau zu Dir passt. Du kannst nämlich angeben, wieviel Berufserfahrung Du mitbringst, welche Art der Anstellung Du wünscht, und in welchem Umkreis Du eine Arbeit suchst!

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Wie sind die Berufsaussichten für Steuerfachangestellte?

Wenn Du die Ausbildung als Steuerfachangestellter beendet hast, wartet eine gute berufliche Perspektive auf Dich! In den meisten Bundesländern bewirbt sich weniger als ein Bewerber auf eine freie Stelle als Steuerfachangestellter! In Sachsen, Thüringen und in Nordrheinwestfalen gibt es durchschnittlich maximal zwei Bewerber auf einen freien Job. Lediglich in Berlin sind die Aussichten auf eine Festanstellung nicht ganz so gut: Hier bewerben sich drei bis vier Menschen auf eine Stelle als Steuerfachangestellter.

Auch für die Zukunft sieht es so aus, als wenn die Berufsaussichten so positiv bleiben. Denn durch die ständigen Änderungen des Steuerrechtes kommen viele Bürger nicht mehr alleine mit Anfragen und Forderungen des Finanzamtes zurecht. Experten auf diesem Gebiet werden deshalb voraussichtlich sehr gefragt bleiben!

Welche Spezialisierungen gibt es?

Dich nur auf einen bestimmten Bereich von den Steuerfachangestellte-Aufgaben zu konzentrieren, ist nicht möglich. Stattdessen kannst Du Dich in allen Bereichen fortbilden, um immer auf dem aktuellsten Stand der Gesetzgebung zu bleiben. Außerdem wird Deine Arbeit effizienter, wenn Du Dich in diese Themen mehr hineinarbeitest:

  • Finanzwesen
  • Rechnungswesen
  • Wirtschaftsprüfung

Wenn Du bereits einige Zeit lang in dem Beruf arbeitest, ist es empfehlenswert, wenn Du Dich für die Prüfung zum Steuerfachwirt oder zur Steuerfachwirtin einschreibst. Aber auch die Steuerberaterprüfung ist eine Option, beruflich weiterzukommen und ein höheres Gehalt zu erhalten. Normalerweise benötigst Du für die Ausübung der Steuerberatertätigkeit ein abgeschlossenes Studium. Aber wenn Du mindestens zehn Jahre lang den Beruf als Steuerfachangestellte ausgeübt hast, kannst Du auch ohne Studienabschluss Steuerberaterin werden.

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Passt der Beruf Steuerfachangestellte zu mir?

Du bist Dir nicht sicher, ob Du die passenden Voraussetzungen mitbringst? Hier findest Du einige Eigenschaften und Fähigkeiten, die für den Beruf bedeutend sind:

Mathematische Kenntnisse
Um Gehaltsabrechnungen und die Erstellung der Lohnabrechnungen für Mandanten zu übernehmen, dürfen Dir keine Fehler in den Berechnungen passieren! Auch für die Erstellung von Jahresabschlüssen und Steuererklärungen, der Berechnung von Sozialabgaben oder der Kirchensteuer, solltest Du gut in Mathematik sein. Zwar übernehmen Computerprogramme die meisten Rechnungen, jedoch solltest Du für die Überprüfung trotzdem gute rechnerische Fähigkeiten mitbringen! So erkennst Du auch schneller, welche Steuerkonzepte für den jeweiligen Mandanten am meisten lohnen.
Kommunikationsfähigkeit
Du stehst in direktem Kontakt mit den Mandanten. Auch mit den Steuerberatern musst Du Dich regelmäßig absprechen und austauschen. Deshalb solltest Du dazu in der Lage sein, Dich gut ausdrücken zu können. So kannst Du die Mandanten optimal Informieren und auch schwierige Steuervorschriften verständlich erklären.
Kontaktbereitschaft und Serviceorientierung
Es ist wichtig, den Mandanten ein gutes Gefühl zu vermitteln. Wenn sie sich bei Dir mit ihren Steuerproblemen gut aufgehoben fühlen, kannst Du sie an Deine Kanzlei binden. Du solltest auf all Ihre Fragen ruhig eingehen, auch wenn sie in Deinen Augen noch so dumm sind. Höflichkeit sollte selbstverständlich sein, egal ob Du mit den Mandanten, mit dem Finanzamt, oder mit den Steuerberatern kommunizierst. Wenn Du eine freundliche Ausstrahlung besitzt, ist das ebenfalls von großem Vorteil.
Verantwortungsbewusstes Handeln
Du trägst eine hohe Verantwortung für Deine Mandanten. Sie vertrauen sich mit ihren Daten und ihrem Geld Dir an, und erwarten auch, dass Du sehr sorgsam und gründlich bei der Erstellung von Steuererklärungen oder bei ihrer Buchführungen vorgehst. Wenn Dir Fehler unterlaufen, hat das mit unter großen negativen finanziellen Einfluss auf Deine Mandanten! Sorgfältig solltest Du auch die Datenschutzbestimmungen einhalten, und persönliche Informationen verschwiegen behandeln.
Bereitschaft sich fortzubilden
Die Steuergesetzt und Bestimmungen ändern sich sehr häufig. Damit Du immer auf dem aktuellsten Stand bist, solltest Du für den Job dazu bereit sein, Dich ständig weiterzubilden. Damit Du Mandanten optimal beraten kannst, gehört zu Deinen Aufgaben als Steuerfachangestellte auch das Lesen von Fachliteratur, und das Recherchieren im Internet. Auf speziellen Seiten findest Du aktuelle Beschlüsse von Gerichten zu steuerrechtlichen Angelegenheiten und Auseinandersetzungen.
Gutes Verständnis von Texten und Sicherheit beim Schreiben
Nicht zuletzt musst Du für die gute Erledigung der Steuerfachangestellte-Aufgaben über sehr gute Rechtschreib- und Grammatikkenntnisse verfügen. Denn häufig verfasst Du Schreiben an Finanzämter, und arbeitest zum Beispiel Stellungnahmen aus. Diese sollten korrekt formuliert sein, und der Inhalt sollte verständlich herüberkommen.

Falls Du jetzt Bedenken hast ob Du für den Beruf geeignet bist, sollten Dich die oben genannten Fähigkeiten nicht von Deiner Berufswahl abhalten! Wenn Du Dir grundsätzlich vorstellen kannst, viel mit Gesetzestexten zu arbeiten und Dich in das Finanz- und Steuersystem richtig einarbeiten möchtest, dann ist der Beruf für Dich genau richtig! Und eine Menge der Kenntnisse erwirbst Du schließlich sowieso während der Ausbildung als Steuerfachangestellte!