Einstiegsgehalt 
5.082
Durchschnittsgehalt 
6.119
Ausbildung 
PHD
17
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Professor
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Was ist ein Professor?

Professoren arbeiten an einer Hochschule oder Universität und sind dort sowohl in der Lehre tätig als auch an der Forschung ihres Fachbereiches beteiligt. Sie halten Vorlesungen, Seminare und Übungen ab und vermitteln Studenten das neueste Wissen aus Wissenschaft und Forschung. Darüber hinaus halten sie Vorträge auf Kongressen und werben Drittmittel für die Forschung ein.

Was macht ein Professor?

Die Aufgaben eines Professors oder einer Professorin sind vielfältig. Besonders wenn er oder sie an einer Fachhochschule beschäftigt ist, nimmt die Lehre eine große Rolle des Arbeitsalltages ein. Der Job des Professors ist es, die Studenten ideal auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten. Dafür bietet er Lehrveranstaltungen an, die zumeist mit einer Prüfung abgeschlossen werden. Daneben sind Professoren in der Forschung tätig, wobei dieser Anteil an Universitäten deutlich höher ist als an Fachhochschulen. Forschungsergebnisse präsentiert der Professor in Vorträgen auf Tagungen und Konferenzen, zu denen er reist und auf denen er sich mit anderen Wissenschaftlern austauscht. Auch an der Hochschule kann ein Professor als Leiter des Studiengangs, Dekan oder Rektor eine wichtige Rolle einnehmen und besondere Aufgaben der Hochschulverwaltung übernehmen.

Wie wird man Professor?

Wenn Du Professor werden möchtest, entscheidest Du Dich für einen Beruf, für den es keinen geregelten Werdegang gibt. Grundsätzlich steht der Beruf jedem offen, der in der Wissenschaft, zum Beispiel an einer Universität, arbeitet.

1. Schritt: Studium

Um Professor zu werden, benötigst Du deshalb zuallererst einmal ein Hochschulstudium. In welchem Fach Du dieses absolvierst, ist vollkommen egal. Natürlich wirst Du später auch genau in diesem Fach arbeiten.

2. Schritt: Promotion

Nach Deinem Studium steht die Doktorarbeit an. Mit Deiner Promotion beweist Du, dass Du auf sehr hohem Niveau wissenschaftlich arbeiten kannst. Grundsätzlich ist so eine Promotion nur an Universitäten, an verschiedenen Forschungseinrichtungen oder in einem Unternehmen, das mit der Uni kooperiert, möglich.

Hast Du zuvor an einer Fachhochschule studiert, hast Du außerdem die Möglichkeit, dort zu bleiben und im Rahmen der kooperativen Promotion die Forschungsarbeiten an der FH durchzuführen, während Deine Doktorarbeit am Ende an einer Uni geprüft wird.

3. Schritt: Dozent

Wenn Du Deinen Doktortitel in der Tasche hast, kannst Du Dich auf Dozentenstellen an der Uni bewerben. Auch hier bilden Fachhochschulen wieder eine Ausnahme, denn an ihnen kannst Du Dich unter Umständen auch ohne Doktortitel bewerben, zum Beispiel als Architekt, Künstler oder Designer, wo eine Promotion unüblich ist. Deine besondere wissenschaftliche Befähigung belegst Du dann zum Beispiel mit einer Auszeichnung, einem Preis oder einer erfolgreichen Ausstellung. Außerdem solltest Du bereits pädagogische Erfahrung mitbringen, die Du zum Beispiel in einem Lehrauftrag an der Hochschule gesammelt hast.

Möchtest Du an einer Fachhochschule beziehungsweise HAW Professor werden, ist eine mehrjährige Berufspraxis außerhalb der Hochschule zwingend vorgeschrieben. In der Regel musst Du eine mindestens fünfjährige berufliche Praxis nach Deinem ersten Hochschulabschluss nachweisen, von der mindestens drei Jahre außerhalb des Hochschulbereichs erbracht wurden, zum Beispiel in der freien Wirtschaft. Diese Berufserfahrung muss dabei im Umfang von mindestens 50 % einer Vollzeitstelle ausgeübt worden sein, in Deinem Fachgebiet liegen und zählt ab Deinem ersten berufsqualifizierenden Studienabschluss. Es gibt landesspezifische Abweichungen: In Sachsen-Anhalt reicht eine dreijährige Berufspraxis außerhalb der Hochschule, in Brandenburg sind es drei Jahre, davon zwei außerhalb der Hochschule. Eine Habilitation ist für eine HAW-Professur nicht erforderlich; die besondere wissenschaftliche Befähigung weist Du in der Regel über eine überdurchschnittliche Promotion nach. Nur in Fächern, in denen eine Promotion unüblich ist, etwa bei Architekten, Künstlern oder Designern, kannst Du Dich auch ohne Doktortitel bewerben.

4. Schritt: Habilitation oder Juniorprofessur

Wenn Du dann schließlich an der Uni oder Fachhochschule beschäftigt bist, ist es ratsam, dass Du möglichst viele Kontakte knüpfst, denn ein großes Netzwerk ist das A und O, wenn Du Professor werden möchtest. Auch ein Forschungsaufenthalt im Ausland, bestenfalls an einem renommierten Institut, bietet sich in dieser Zeit an. Parallel arbeitest Du an Deiner Habilitationsschrift.

Seit 2002 gibt es die Möglichkeit, dass Du direkt nach Deiner Promotion zum Juniorprofessor ernannt wirst. Damit kannst Du auch ohne Habilitation die Aufgaben eines Professors wahrnehmen und Dich zugleich in Lehre und Forschung für eine Professur qualifizieren. Die Juniorprofessur wurde 2002 als eigenständiger Karriereweg eingeführt und nach der Besoldungsgruppe W1 vergütet. Sie ist befristet und umfasst in der Regel ein zweiphasiges Dienstverhältnis von insgesamt sechs Jahren mit einer Zwischenevaluation nach drei bis vier Jahren. Fällt diese positiv aus, wird verlängert; fällt sie negativ aus, endet die Juniorprofessur. Ohne Tenure Track endet sie nach sechs Jahren, und Du musst Dich anschließend auf reguläre Professuren bewerben.

Ein weiterer, planbarer Karriereweg ist der sogenannte Tenure Track. Dabei handelt es sich um eine befristete Bewährungsphase, die bei positiver Evaluation direkt in eine unbefristete W2- oder W3-Professur mündet. Ein Tenure Track liegt vor, wenn bei der Besetzung einer Juniorprofessur die verbindliche Zusage erteilt wird, dass bei positiver Tenure-Evaluation der Übergang auf eine unbefristete Professur erfolgt, und zwar ohne erneutes Berufungsverfahren. Es handelt sich um eine auf bis zu sechs Jahre befristete W1- oder W2-Professur; die Tenure-Evaluation findet ein bis zwei Jahre vor Ende der Befristung statt. Auch hier ist eine Habilitation nicht zwingend nötig; Deine Tätigkeit auf einer solchen Stelle kann bei einem späteren Berufungsverfahren als der Habilitation gleichwertige Leistung gewertet werden. Bund und Länder fördern diesen Karriereweg seit einem Bund-Länder-Programm von 2017 mit bis zu 1 Mrd. € und 1.000 zusätzlichen Tenure-Track-Professuren; die Förderung läuft bis 2032. Wer in Deutschland erstmals auf eine Professur berufen wird, ist übrigens im Durchschnitt rund 42 Jahre alt.

5. Schritt: Privatdozent

Sobald Du Deine Habilitation erfolgreich abgelegt hast, darfst Du als Privatdozent an einer Hochschule lehren und forschen und kannst auf einen Lehrstuhl als Professor berufen werden.

6. Schritt: Professor

Ein Vorstellungsgespräch, wie Du es von anderen Berufen kennst, wirst Du nicht haben, wenn Du Professor werden möchtest. Nach einer öffentlichen Ausschreibung der Stelle gibt es ein Berufungsverfahren, innerhalb dessen Du vor einer Berufungskommission eine Probevorlesung hältst. Hier gilt es zu beweisen, dass Du Experte bist und innovative Forschung vorantreiben kannst. Kannst Du beim „Vorsingen”, wie die Prozedur umgangssprachlich genannt wird, überzeugen und bekommst einen Ruf, darfst Du Dich ab sofort Professor nennen.

Daran schließt sich meist eine mehrjährige Probezeit an. Erst danach wird Deine Stelle entfristet und Du erhältst ein Professorenamt auf Lebenszeit.

So sieht der klassische Weg aus. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Möglichkeiten, Professor zu werden.

Relativ unüblich ist die außerplanmäßige Professur, bei der Du sechs Jahre nach der Habilitation trotz Lehr- und Forschungstätigkeit noch keinen Ruf bekommen hast. In diesem Fall kannst Du trotzdem ernannt werden.

Als Hochschulexterner hast Du außerdem die Möglichkeit, Gastprofessor zu werden und nebenberuflich semesterweise zu lehren. Dies ist aber nur in einigen Bundesländern möglich.

Eine weitere Gruppe ist die der Honorarprofessoren. Sie werden von einer Hochschule ernannt und sind verpflichtet, regelmäßig eine Lehrveranstaltung anzubieten. Häufig handelt es sich dabei um Prominente, die deshalb ernannt werden, weil sich die Hochschulen dadurch Vorteile und Gelder erhoffen.

Wo arbeitet ein Professor?

Professoren arbeiten in allen Fachbereichen an Hochschulen und Universitäten. Nur die wenigsten wechseln nach einer wissenschaftlichen Karriere im Laufe ihres Berufslebens in die freie Wirtschaft.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Den klassischen Arbeitsalltag gibt es nicht, denn dieser ist ganz von der Fachrichtung abhängig, in der Du tätig bist. Typisch sind folgende Aufgaben:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Je nach Fachrichtung findet Deine Forschungsarbeit als Professor oder Professorin vor allem im Büro oder im Labor statt. Deine Vorlesungen hältst Du in Seminarräumen. Und wenn Du zu Tagungen reist, dann sind riesige Kongresshallen ebenso Dein Arbeitsplatz wie auch mal das Flugzeug.

Was verdient ein Professor?

Professoren werden in der Regel nach W-Besoldung bezahlt. Diese setzt sich aus einem Grundgehalt, einer Familienzulage und zusätzlichen Leistungsbezügen zusammen, wenn Du zum Beispiel viele Bachelor- und Masterarbeiten betreust, Drittmittel einwirbst oder Publikationen in Fachzeitschriften veröffentlichst. W1-Besoldungen bekommen Juniorprofessoren, W2 und W3 bekommen alle anderen Professoren mit Beamtenstatus. Um welche der drei Bezahlungen es sich bei einem bestimmten Job handelt, kannst Du der Stellenanzeige entnehmen. Die Höhe des Grundgehalts unterscheidet sich je nach Bundesland und liegt bei W1 bei rund 5.500 bis 6.100 €, bei W2 zwischen 6.000 und 7.700 € und bei W3 bei 7.200 bis 8.700 € pro Monat (Stand 2026).

Über alle Erfahrungs- und Karrierestufen hinweg verdient ein Professor im Median rund 6.119 € brutto pro Monat, wobei das Gehalt bei kurzer Betriebszugehörigkeit bei etwa 5.082 € liegt und mit steigender Erfahrung deutlich zunimmt.

Du siehst: Professoren bekommen ein hohes Gehalt. Du solltest aber nicht unterschätzen, dass Du dafür auch sehr viel leisten musst. Man kann daher sagen: Wenn es Dir nur ums Geld geht, kannst Du dieses in anderen Berufen leichter und vor allem früher verdienen.

Wo finde ich einen Job als Professor?

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Wie sind die Berufsaussichten für Professoren?

Die Berufsaussichten mit Professur sind gerade an Fachhochschulen momentan sehr gut. Schließlich steigen die Studentenzahlen stetig an und viele ältere Professoren gehen bald in Rente. Tatsächlich müssen über 40 % der Professuren in Deutschland bis 2033 neu besetzt werden. Gerade für eine Professorin stehen die Chancen gut, eine Anstellung zu finden, da die Zahl der Professorinnen an Universitäten in den nächsten Jahren deutlich erhöht werden soll. Ende 2024 gab es rund 52.100 hauptberufliche Professoren an deutschen Hochschulen, der Frauenanteil lag bei etwa 30 %.

Da ein Professor immer nur in einem ganz bestimmten Fachbereich eine Beschäftigung finden kann, hängen seine beruflichen Möglichkeiten natürlich auch davon ab, wie häufig seine Spezialisierung vertreten ist.

Nachdem Du Professor geworden bist, kannst Du innerhalb Deiner Hochschule noch Dekan oder Studiengangsleiter werden. Auch eine Stelle als Rektor oder Co-Rektor ist möglich.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Wenn Du Professor werden möchtest, kannst Du Dich auf alle möglichen Fachrichtungen spezialisieren. Grob lässt sich die Art der Forschung danach einteilen, ob Du an einer Uni oder Fachhochschule beschäftigt bist:

  • Uni: Hier bist Du an ein Institut angegliedert, forschst hochspezialisiert und bist zumeist in der sogenannten Grundlagenforschung tätig. Solche Projekte dauern in der Regel drei bis fünf Jahre und Du beschäftigst mehrere Mitarbeiter.
  • Fachhochschule: An der FH forschst Du in bestimmten Lehrgebieten, die manchmal aus zwei oder drei Fächern bestehen. Außerdem beschäftigst Du Dich eher mit der Anwendbarkeit von beispielsweise neuen technischen Innovationen. Diese werden häufig anschließend in der Industrie umgesetzt bzw. angewendet.

Passt der Beruf Professor zu mir?

Wenn Du Professor werden möchtest, dann solltest Du folgende Eigenschaften und Qualifikationen mitbringen:

Sehr gute Studienleistungen
Nur die besten eines Studiengangs schaffen es, die Karriereleiter an der Hochschule bis ganz nach oben zu klettern.
Fachliches Interesse
Natürlich benötigst Du ein Höchstmaß an wissenschaftlichem Forschungsdrang, wenn Du Dich für eine wissenschaftliche Laufbahn mit dem Ziel der Professur entscheidest.
Ausdauer und Geduld
Professor werden ist keine Sache, die man mal eben so macht. Bis Du an Deinem Ziel angekommen bist, können Jahre vergehen und Du brauchst echt Biss. Wichtig ist, dass Du die Einstellung „Der Weg ist das Ziel” mitbringst.
Didaktische Fähigkeiten
Gerade an Fachhochschulen wird großer Wert darauf gelegt, dass Du Dein Wissen auch gut vermitteln kannst.
Flexibilität
Häufige Ortswechsel und Umzüge auch ins Ausland stehen meist auf dem Programm, bis Du als Professor oder Professorin arbeitest. Deshalb ist es wichtig, dass Du Dein Privatleben so organisierst, dass dies keine große Hürde für Dich darstellt.
Idealismus
Professor ist kein typischer Karrierejob wie zum Beispiel Unternehmensberater. Du lebst für die Forschung und gehst einen häufig sehr steinigen Weg, bis Du mit Ruhm belohnt wirst.