Einstiegsgehalt 
4.900
Durchschnittsgehalt 
5.900
Ø Stundenlohn
34
Ø Jahresgehalt
70.800
59
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Professor
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Was verdient ein Professor?

Das Gehalt als Professor richtet sich in der Regel nach der sogenannten W-Besoldung, die für jedes Bundesland festgelegt ist, wobei das „W“ hier für Wissenschaft steht. Beamtete Professoren werden nach der W1-Besoldung, der W2-Besoldung oder der W3-Besoldung bezahlt, wobei sich die W1-Besoldung an Juniorprofessoren richtet, während die W2- und die W3-Besoldungsgruppen für alle anderen verbeamteten Professoren gelten. Dabei werden Professoren an Fachhochschulen in der Regel nach W2 bezahlt, während an Universitäten beide Besoldungsgruppen vorkommen. In manchen Bundesländern – wie etwa Hessen oder Sachsen – gibt es innerhalb der Besoldungsgruppen weitere Gehalts-Unterteilungen in drei bis fünf Stufen. Dabei ist das jeweilige Professor-Gehalt auf eine Vollzeitposition ausgerichtet. Möchtest Du die Position in Teilzeit ausüben, wird das Gehalt anteilig berechnet.

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Gehalt in der Besoldungsgruppe W2

Je nach Bundesland variiert die Höhe des Professor-Gehalts in der Besoldungsgruppe W2. Dabei liegen die Gehälter zwischen 5.365 Euro wie in Bremen und 7.001 Euro brutto im Monat, wobei es sich beim Höchstbetrag um das Gehalt in Sachsen handelt und innerhalb der W2-Besoldungsgruppe erst ab Stufe 4 gezahlt wird. Ohne Abstufungen innerhalb der Besoldungsgruppe bezahlt Baden-Württemberg seine Professoren mit einer W2-Besoldung von 6.862 Euro am besten. Die höchste Besoldung nach W2 liegt also rund 22 Prozent höher, als das niedrigste W2-Professor-Gehalt.

Der Stundenlohn, den Professoren mit einer W2-Professur erhalten liegt bei einer Vollzeitstelle also zwischen 35 und 46 Euro. Das Jahresgehalt bei einer W2-Professur bewegt sich somit zwischen 64.380 und 84.012 Euro – Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld wurden hier jedoch nicht berücksichtigt.

Das W2-Professur-Gehalt entspricht dabei in der Regel dem FH-Professor-Gehalt, da Fachhochschulen ausgesprochen selten nach der W3-Besoldungsgruppe bezahlen. Ebenso befristet eingestellte Professoren erhalten oft die W2-Besoldung, aber auch das Gehalt als Professor an der Uni kann nach W2 vergütet werden. Die Besoldungsordnung W wurde erst 2005 eingeführt und löste die Besoldungsgruppe C ab, wobei man die Gehälter der Besoldungsgruppe W2 ungefähr mit dem C3-Professor-Gehalt vergleichen kann.

Gehalt in der Besoldungsgruppe W3

Das Gehalt nach Besoldungsgruppe W3, das viele Professoren an Universitäten erhalten, bewegt sich je nach Bundesland zwischen 6.486 Euro in Bremen und 8.061 Euro in Sachsen, wobei in Sachsen dasselbe gilt wie bei der W2-Besoldung: Nur innerhalb der letzten Stufe der W3-Professur erhältst Du dieses Gehalt. Ohne einzelne Abstufungen innerhalb der Besoldungsgruppe, führt auch hier Baden-Württemberg die Liste der Gehälter mit 7.790 Euro an. Innerhalb der Besoldungsgruppe liegt das W3-Professur-Gehalt in Bremen rund 17 Prozent unter dem in Baden-Württemberg.

Der Stundenlohn des Uni-Professor-Gehalts in der Besoldungsgruppe W3 bewegt sich also zwischen 42,67 und 53 Euro. Im Jahr liegt das W3-Professur-Gehalt also zwischen 77.832 und 96.732 Euro wobei Sonderzahlungen hier nicht berücksichtigt wurden.

In Ausnahmefällen richtet sich auch das Gehalt als Professor an der FH nach der Besoldungsgruppe W3.

Mögliche Aufschläge

Neben dem Grundgehalt der W2- und W3-Besoldung können Professoren durch Leistungsbezüge oder Familienzuschläge ihr Professor-Gehalt aufbessern. Dies kann erhebliche Unterschiede machen: „Professoren an den Berliner Unis stehen mit ihrer realen Entlohnung besser da, als ihre Grundgehälter vermuten lassen“, berichtet der Tagesspiegel. Professoren mit einer W3-Besoldung bekämen in der Hauptstadt ein durchschnittliches Brutto-Gehalt von 8.900 Euro – das Grundgehalt der W3-Professur liegt jedoch nur bei 7.160 Euro und damit rund 20 Prozent unter dem tatsächlichen Brutto-Gehalt als Uni-Professor.

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt vom Professor?

Zu Beginn Deiner Karriere als Professor wirst Du in die W1-Besoldungsgruppe eingestuft, wobei das Professorengehalt je nach Bundesland variiert. Das geringste Juniorprofessur-Gehalt wird dabei mit 4.639 Euro in Mecklenburg-Vorpommern gezahlt, das höchste hingegen in Baden-Württemberg: Hier liegt die Professor-Besoldung bei 5.449 Euro und damit rund 15 Prozent über der Besoldung als Professor in Mecklenburg-Vorpommern.

Dabei gibt es jedoch einige Sonderreglungen: so erhältst Du in Baden-Württemberg in den ersten drei Jahren acht Prozent weniger, in den ersten zwei Jahren im Saarland 370 Euro weniger und in Sachsen teilt sich die W1-Besoldung in zwei Stufen, wobei Du die zweite Stufe erst nach Verlängerung des Beamtenverhältnisses erreichst.

Dein Stundenlohn als Juniorprofessor bewegt sich je nach Bundesland also zwischen 30,52 und 35,85 Euro, während Dein Jahresgehalt zwischen 55.668 und 65.388 Euro liegt.

W1 Besonderheiten
Bund 5.046 €
Baden-Württemberg 5.449 € Erste drei Jahre: 8 Prozent weniger
Bayern 5.050 €
Berlin 4.722 € Davon 200 Euro Zulage nach Bundesbesoldungsgesetz
Brandenburg 4.925 €
Bremen 4.712 €
Hamburg 4.749 €
Hessen 4.745 €
Mecklenburg-Vorpommern 4.639 €
Niedersachsen 4.896 €
Nordrhein-Westfalen 4.793 €
Rheinland-Pfalz 5.111 €
Saarland 4.691 € Erste zwei Jahre: 370 Euro weniger
Sachsen 4.900 € 5.291 € Zweite Stufe wird nach Verlängerung des Beamtenverhältnisses erreicht
Sachsen-Anhalt 4.775 €
Schleswig-Holstein 4.882 €
Thüringen 4.933 €

Quelle: oeffentlichen-dienst.de/beamte/besoldung/

Welche Faktoren beeinflussen das Professor Gehalt?

Dein Professor-Gehalt ist vor allem davon abhängig, in welchem Bundesland Du arbeitest und nach welcher Besoldungsgruppe zu bezahlt wirst, wobei es bei manchen Bundesländern innerhalb der jeweiligen Besoldungsgruppen Abstufungen gibt, für die wiederum entscheidend ist, wie viel Berufserfahrung Du schon gesammelt hast.

Gehalt nach Bundesland

Das Professorengehalt der Bundesländer lässt sich innerhalb der Besoldungsgruppen unterscheiden:

Besoldungsgruppe W2

Betrachtet man die Professor-Verdienste der verschiedenen Bundesländer, führt Baden-Württemberg die Gehälter nach W2-Professur mit 6.862 Euro an, wobei Sachsen mit durchschnittlich 6.618 Euro nur rund 3,5 Prozent hinter dem Spitzenreiter liegt. An dritter Stelle ist Bayern zu finden: Hier bekommen Professoren mit einer W2-Professur durchschnittlich 6.524 Euro im Monat und verdienen damit rund fünf Prozent weniger als die Professoren in Baden-Württemberg.

Gefolgt wird Bayern von Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Die letzten Plätze werden von Bremen, Hamburg und Brandenburg belegt, wo der Verdienst zwischen 5.365 und 5.605 Euro liegt, wobei die Besoldung in Bremen am niedrigsten liegt – rund 22 Prozent weniger als in Baden-Württemberg

Zwischen den neuen und den alten Bundesländern gibt es bei den durchschnittlichen Gehältern mit W2-Professur dabei keine großen Unterschiede: Das Durchschnittsgehalt der östlichen Bundesländer liegt bei 5.960 Euro, im Westen des Landes liegt das Professor-Gehalt wiederum bei 6166 Euro – ein Unterschied von 206 Euro pro Monat.

Besoldungsgruppe W3

Auch bei der Besoldungsgruppe W3 liegt Baden-Württemberg an der Spitze: Das Professorengehalt liegt hier bei 7.790 Euro im Monat. An zweiter Stelle folgt das Nachbarbundesland Bayern, wo das Gehalt als Professor bei 7.675 Euro und damit nur rund 1,5 Prozent hinter dem Gehalt in Baden-Württemberg liegt.

In Sachsen bekommen Professoren ein Gehalt von durchschnittlich rund 7.300 Euro und liegen damit 6 Prozent hinter den Höchstverdienern der Branche. Als nächstes folgen die Bundesländer Schleswig-Holstein, Berlin, Hessen und Thüringen.

Hingegen liegen Bremen, Hamburg und Brandenburg wieder weiter hinten. Bremen ist das Schlusslicht mit einem Verdienst von 6.486 Euro – Professoren verdienen hier rund 17 Prozent weniger als beim Spitzenreiter Baden-Württemberg. Dabei kann man – wie auch bei der W2-Besoldungsgruppe – kaum einen gravierenden Unterschied zwischen den neuen und den alten Bundesländern feststellen.

W2 W3
Bund Stufe 1: 6.269 €* Stufe 2: 6.638 €* Stufe 3: 7.007 € Stufe 1: 7.007 €* Stufe 2: 7.499 €* Stufe 3: 7.990 €
Baden-Württemberg 6.862 € 7.790 €
Bayern Stufe 1: 6.268 €** Stufe 2: 6.524 €* Stufe 3: 6.908 € Stufe 1: 7.419 €** Stufe 2: 7.675 €* Stufe 3: 7.995 €
Berlin 6.244 € 7.160 €
Brandenburg1 5.605 € 6.774 €
Bremen2 5.365 € 6.486 €
Hamburg3 5.403 € 6.527 €
Hessen Stufe 1: 5.957 €** Stufe 2: 6.181 €** Stufe 3: 6.406 €** Stufe 4: 6.630 €** Stufe 5: 6.855 € Stufe 1: 6.605 €** Stufe 2: 6.855 €** Stufe 3: 7.116 €** Stufe 4: 7.378 €** Stufe 5: 7.637 €
Mecklenburg-Vorpommern 6.013 € 7.009 €
Niedersachsen 6.354 € 6.912 €
Nordrhein-Westfalen 6.307 € 6.967 €
Rheinland-Pfalz4 6.223 € 7.062 €
Saarland 6.013 € 7.005 €
Sachsen Stufe 1: 6.007 €** Stufe 2: 6.312 €** Stufe 3: 6.618 €** Stufe 4: 7.001 € Stufe 1: 6.768 €** Stufe 2: 7.169 €** Stufe 3: 7.571 €** Stufe 4: 8.061 €
Sachsen-Anhalt 6.283 € 6.975 €
Schleswig-Holstein 6.402 € 7.249 €
Thüringen 6.334 € 7.140 €

1Brandenburg zahlt zudem Grundleistungsbezüge in Höhe von 740,17 Euro in den Besoldungsgruppen W2 und W3

2Bremen zahlt zudem Grundleistungsbezüge in Höhe von 674,09 Euro in den Besoldungsgruppen W2 und W3

3Hamburg zahlt zudem Grundleistungsbezüge in Höhe von 674,64 Euro in den Besoldungsgruppen W2 und W3

4Rheinland-Pfalz zahlt zudem Mindestleistungszulagen in Höhe von 330,40 Euro in den Besoldungsgruppen W2 und W3

*nach 7 Jahren wird die nächste Stufe erreicht

**nach 5 Jahren wird die nächste Stufe erreicht

Quelle: hochschulverband.de/dbb.de

Gehalt nach Unternehmensgröße

Auch kann für Dein Gehalt ausschlaggebend sein, wie groß die Einrichtung ist, bei der Du arbeitest. So liegt das Professor-Gehalt bei einer kleinen Einrichtung im Schnitt bei 5.770 Euro im Monat, während Du bei einem mittelgroßen Betrieb bereits 6.160 Euro erhältst und damit rund 7 Prozent mehr als bei einem kleinen Arbeitgeber.

Eine große Einrichtung zahlt mit einem durchschnittlichen Gehalt als Professor rund 6.900 Euro im Monat und liegt damit 11 Prozent über dem Gehalt eines mittelgroßen Arbeitgebers und fast 16 Prozent höher als der Professor-Verdienst bei einer kleinen Einrichtung.

Kleine Unternehmen
€5.770
Mittlere Unternehmen
€6.160
Große Unternehmen
€6.900

Gehalt nach Geschlecht

Auch kann Dein Geschlecht eine Auswirkung auf die Höhe Deines Professor-Gehalts haben: So verdienen weibliche Professoren im Schnitt 5.400 Euro im Monat, während ihre männlichen Kollegen ein durchschnittliches Einkommen von 6.750 Euro verzeichnen können – sie verdienen im Schnitt also 20 Prozent mehr.

Im Schnitt verdienen Frauen 5.400 € pro Monat und Männer 6.750 € pro Monat. Damit verdienen Männer durchschnittlich 20% mehr als Frauen

Gehalt nach Berufserfahrung

Innerhalb der W-Besoldung wird in der Regel nicht nach Berufserfahrung unterschieden, wobei es einzelne Bundesländer gibt, die innerhalb der Besoldungsgruppe abstufen und somit nach Berufserfahrung bezahlen. Diese Bundesländer sind Bayern, Hessen und Sachsen.

Dennoch gibt es zu Beginn der Karriere auch in den anderen Bundesländern andere Gehälter, als wenn Du den Beruf seit Jahren ausübst, denn zu Berufsbeginn wirst Du nach W1-Besoldung bezahlt. Je nach Bundesland liegt Dein Gehalt als Berufseinsteiger zwischen 4.639 Euro und 5.449 Euro, im Schnitt verdienst Du als W1-Professor in Deutschland also ein Gehalt von 5.044 Euro im Monat.

Je nachdem, wo Du arbeitest, bekommst Du nach Deiner W1-Besoldung ein Professor-Gehalt nach W2- oder W3-Besoldung, wobei Du bei der W2-Besoldung mit einem Durchschnittsgehalt von 6.180 Euro rechnen kannst. Bei einer W3-Professur kannst Du hingegen mit einem durchschnittlichen Einkommen von 7.270 Euro im Monat rechnen.

Bekommst Du nach Deinem W1-Gehalt eine W2-Professur-Besoldung, steigt Dein Gehalt im Durchschnitt um über 26 Prozent. Wechselst Du nach Deinem Juniorprofessor-Verdienst zum W3-Gehalt, erlebst Du einen Gehaltsanstieg von fast 45 Prozent. Wie oben schon erwähnt gibt es drei Bundesländer, die innerhalb der Besoldungsgruppe nach Berufserfahrung unterscheiden.

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