Einstiegsgehalt 
2.079
Durchschnittsgehalt 
2.419
Ausbildung 
Ausbildung
52
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Pharmazeutisch-technische Assistentin
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Was ist ein Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA)?

Ein Pharmazeutisch-technischer Assistent beziehungsweise eine Pharmazeutisch-technische Assistentin (abgekürzt PTA) unterstützt in der Regel Apotheker und Apothekerinnen bei der Herstellung, der Prüfung und dem Verkauf von Arzneimitteln, Wirk- und Hilfsstoffen. Zudem führen der Pharmazeutisch-technische Assistent respektive die Pharmazeutisch-technische Assistentin einfache physiologisch-chemische Untersuchungen durch. Darüber hinaus übernimmt der Pharmazeutisch-technische Assistent beziehungsweise die Pharmazeutisch-technische Assistentin Verwaltungsaufgaben.

Im PTA-Beruf sind über 90 Prozent der Arbeitnehmer weiblich. Deshalb wählen wir im folgenden Text statt Pharmazeutisch-technischer Assistent die Bezeichnung Pharmazeutisch-technische Assistentin oder ganz einfach PTA.

Was macht ein Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA)?

Öffentliche Apotheke

Als PTA verkaufst Du in einer öffentlichen Apotheke sowohl rezeptfreie als auch verschreibungspflichtige Arzneimittel an Kunden. Letzteres darfst Du allerdings nur unter Aufsicht von Apothekern und anhand eines Rezepts. Zudem verkaufst Du als Pharmazeutisch-technische Assistentin apothekenübliche Waren, von Pflastern über Bonbons bis hin zu Sonnencreme. Neben dem Verkauf berätst Du die Kunden und gibst ihnen Informationen und Hinweise über die von dir verkauften Produkte. Dazu gehören etwa die Anwendung und die Nebenwirkungen, aber auch potenzielle Nebenwirkungen. Bei der Beratung und Suche bezüglich rezeptfreier Arzneimittel unterstützt Du die Kunden, indem Du Dich nach ihrem Krankheitsverlauf und eventuell bereits eingenommenen Medikamenten erkundigst.

Zudem gehören zu den PTA-Aufgaben in der öffentlichen Apotheke medizinische Serviceleistungen. Darunter fallen etwa die Messung der Cholesterinwerte oder des Blutdrucks. Außerdem kontrollierst Du als PTA die fachgerechte Lagerhaltung der Arzneimittel sowie den Warenbestand. Dabei unterstützt Du die Apotheker bei Verwaltungsaufgaben. Die PTA-Aufgaben umfassen in diesem Bereich beispielsweise die Bestellung von Arzneimitteln, die Verwaltung von Bestellbüchern, die Ermittlung von Medikamentenpreisen sowie die Abrechnung von Rezepten. Zu den PTA-Aufgaben gehört auch die Prüfung gekaufter Arzneimittel auf Qualität und Reinheit sowie die Herstellung von Arznei- und Hilfsmitteln wie Salben oder Lösungen.

Krankenhausapotheke, Pharmaindustrie und PTA-Schule

Im Gegensatz zur öffentlichen Apotheke hast Du in der Krankenhausapotheke keinen Kontakt mit Kunden beziehungsweise Patienten. In der Krankenhausapotheke bist Du als Pharmazeutisch-technische Assistentin hauptsächlich in Labors tätig. Dort stellst Du unter ärztlicher Anweisung Medikamente her und versorgst die Stationen des Krankenhauses mit Medikamenten. In der Pharmaindustrie bist Du sowohl bei der Herstellung von Medikamenten als auch bei der Qualitätskontrolle tätig. Als Teil der Forschungsabteilung entwickelst, testet und prüfst Du mit Deinem Team Medikamente. Ein weiteres Beschäftigungsfeld sind PTA-Schulen. Dort bist Du als Lehrkraft tätig und unterrichtest die Auszubildenden für ihren späteren Job.

Wie wird man Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA)?

Voraussetzungen

Für die PTA-Ausbildung benötigst Du mindestens einen mittleren Schulabschluss oder eine gleichwertige Schulausbildung. An einigen Berufsfachschulen gibt es darüber hinaus individuelle Zugangsvoraussetzungen. Das kann beispielsweise ein Nachweis über Deine gesundheitliche Eignung sein. Gute Noten für die Pharmazeutisch-technische Assistentin-Ausbildung kein Muss. Allerdings erhöhen Sie Deine Chancen, einen Platz für eine Ausbildung als PTA zu bekommen. Besonders gehen gesehen sind im Hinblick auf die PTA-Ausbildung gute Noten in Biologie, Chemie und Mathematik.

Ausbildung

Die Ausbildung als PTA dauert 2,5 Jahre und findet an einer Berufsfachschule statt. Die Vermittlung des theoretischen Hintergrundwissens wird während der PTA-Ausbildung durch Praxis-Phasen ergänzt. Im ersten Jahr Deiner Ausbildung zur PTA lernst Du im Fach Arzneimittelkunde Arzneimittel sowie ihre Inhalts- und Wirkstoffe kennen. Dazu gehören auch Kenntnisse über Pflanzen und deren Inhaltsstoffe in den Fächern Drogenkunde und Botanik. In praktischen Übungen lernst Du, wie pflanzliche Inhaltstoffe wirken und wie Du sie kombinieren kannst. Zudem erwirbst Du das Wissen über die richtige Anwendung und potenzielle Nebenwirkungen von Medikamenten. Die Pharmazeutisch-technische Assistentin-Ausbildung umfasst darüber hinaus im ersten Lehrjahr den Erwerb von grundsätzlichen Kenntnissen in Anatomie und Physiologie. Zudem erwirbst Du während der Ausbildung zur PTA Rechenkenntnisse in Bezug auf Preise und Arzneimittel-Einheiten.

Im zweiten Jahr der PTA-Ausbildung erwirbst Du Wissen in den Bereichen Ernährungskunde und Diätetik. Auch Medizinproduktekunde steht nun auf dem Lehrplan. Hier lernst Du, wie Du Blutdruck- oder Blutzuckermessungen durchführst. Zudem lernst Du medizinische Produkte wie Pütter-Verband oder Kompressionsstrumpf kennen. Im sechsmonatigen Anerkennungspraktikum wendest Du das während Deiner PTA-Ausbildung erlernte Wissen in einer Apotheke an. Hierbei lernst Du vor allem den Kundenkontakt und die tägliche Arbeit in einer Apotheke kennen.

Die PTA-Ausbildung endet mit der staatlichen Abschlussprüfung. Diese besteht aus einem mündlichen, einem schriftlichen und einen praktischen Teil. Wenn Du Deine Prüfung bestehst, endet Deine PTA-Ausbildung und Du bist staatlich geprüfte Pharmazeutisch-technische Assistentin.

Wo arbeitet ein Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA)?

Als Pharmazeutisch-technische Assistentin arbeitest Du überwiegend in Apotheken. Dazu gehören überwiegend öffentliche Apotheken, seltener hingegen Krankenhausapotheken. Weitere Beschäftigungsfelder sind die Pharmaindustrie, PTA-Schulen, Universitätslabors, Krankenkassen und behördliche Arzneimitteluntersuchungsstellen. Zudem kannst Du als PTA als Pharmaberater tätig sein. Hier siehst Du noch einmal alle Berufsmöglichkeiten für eine Pharmazeutisch-technische Assistentin im Überblick:

  • Öffentliche Apotheke
  • Krankenhausapotheke
  • Pharmaindustrie
  • PTA-Schule
  • Universitätslabor
  • Krankenkasse
  • Arzneimitteluntersuchungsstelle
  • Pharmaberater

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Nachfolgend siehst Du einige Beispiele dazu wie der Arbeitsalltag im Beruf PTA aussehen kann:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Wenn Du in einer öffentlichen Apotheke arbeitest, verbringst Du viel Zeit vorne im Verkaufsraum, wo Du die Regale auffüllst, Kunden berätst und Arzneimittel aushändigst. Zudem bist auch immer wieder im Lager, um Medikamente für die Kunden zu holen und dort die neu bestellten Arzneimittel einzusortieren. In einer Krankenhausapotheke bist Du hingegen meistens in einem Labor, wo Du auf Anweisung eines Arztes Arzneimittel herstellst. In der Pharmaindustrie oder der universitären Forschung verbringst Du ebenfalls viel Zeit in einem Labor. Zudem arbeitest Du im Büro an Deinem Computer. Eventuell verbringst Du auch Zeit im Tierstall mit für die medizinische Forschung notwendigen Versuchungen an Nagetieren.

Was verdient ein Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA)?

Ausbildung

Die PTA-Ausbildung ist unvergütet. Im Gegenteil musst Du sogar Lehrgebühren zahlen, wenn Du nicht an einer staatlichen, sondern an einer privaten Berufsfachschule Deine PTA-Ausbildung machst. Diese Gebühr ist je nach Bundesland sowie Berufsfachschule liegt allgemein zwischen 150 bis 300 Euro monatlich. In Deinem dritten Lehrjahr bekommst Du als Praktikant eine monatliche Vergütung in Höhe von 670 Euro brutto.

Beruf

Das Einstiegsgehalt nach Deiner PTA-Ausbildung liegt durchschnittlich bei rund 2.000 Euro brutto im Monat. Dieser Verdienst steigt nach einigen Jahren Berufserfahrung auf rund 2.300 Euro brutto monatlich. Deutlich mehr verdienst Du in der Pharmaindustrie, wo Du schon nach Deiner PTA-Ausbildung mit einem Einstiegsgehalt von rund 2.600 Euro brutto im Monat rechnen kannst.

Wo finde ich einen Job als Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA)?

Du hast schon erfolgreich eine Ausbildung als PTA absolviert oder Du hast sogar schon Erfahrungen im PTA-Beruf gesammelt und suchst nun nach einem Job? Dann wirf doch einen Blick in unsere Jobbörse. Die ist übrigens auch dann hilfreich, wenn Du Dich erst einmal nur über den PTA-Beruf informieren möchtest. Die Jobangebote geben Dir einen Überblick über potenzielle Arbeitgeber, Branchen und geforderte Qualifikationen.

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Wie sind die Berufsaussichten für Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA)?

Da Du als PTA zumeist in einer Apotheke arbeitest, sind die Berufsaussichten in diesem Beruf eng mit der Situation der Apotheken verbunden. Die wirtschaftliche Lage der Apotheken wird insbesondere durch die gesetzlichen Vorlagen des Gesetzgebers wie etwa Gesundheitsreformen beeinflusst.

In den vergangenen Jahren hat der Internetversandhandel von Arzneimitteln zugenommen. Hiervon sind auch die Apotheken betroffen. Gleichzeitig besteht durch die fortschreitende Alterung der Gesellschaft der Bedarf nach einer Beratung und einem Verkauf vor Ort. Aufgrund ihrer Qualifizierung sind PTA ein wichtiger Teil des Apothekenteams. Auch die Beschäftigungszahlen sprechen für sich. Von 42.746 beschäftigten PTA im Jahr 1999 ist die Zahl auf 66.687 PTA im Jahr 2011 gestiegen. Die Berufsaussichten sind aktuell als gut zu bezeichnen.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Eine Möglichkeit der Spezialisierung ist die Konzentration auf einen Fachbereich. So kannst Du beispielsweise auf die medizinischen Bedürfnisse von Senioren spezialisieren und hier mit Knowhow aus der Masse herausragen. Eine weitere Möglichkeit ist die Weiterbildung zum Handelsfachwirt. Der Handelsfachwirt ist eine kaufmännische Fortbildung, die Dir das notwendige kaufmännische Fachwissen vermittelt, um in großen Handelsunternehmen, beispielsweise eine Versandapotheke, Fach- und Führungsaufgaben in der mittleren Ebene zu übernehmen. Auch eine Weiterbildung zum Industriemeister, etwa in Pharmazie oder Chemie, ermöglicht Dir den Aufstieg in führende Positionen. Als Industriemeister Pharmazie übernimmst Du leitende und überwachende Funktionen in der Produktion von Arzneimitteln. Last but not least bietet sich mit dem entsprechenden Schulabschluss auch ein Studium in Chemie oder Pharmazie an, um selbst Apotheker zu werden oder in Forschung der Pharmaindustrie weiter aufzusteigen.

Hier siehst Du alle Beispiele im Überblick:

  • Konzentration auf einen Fachbereich, etwa Homöopathie oder Ernährung
  • Fortbildung zum Handelsfachwirt
  • Weiterbildung zum Industriemeister
  • Studium in Pharmazie oder Chemie

Passt der Beruf Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA) zu mir?

Wenn spielst mit dem Gedanken, eine PTA-Ausbildung zu machen. Dann solltest Du am besten Voraussetzungen erfüllen:

Kontaktfähigkeit
In öffentlichen Apotheken hast Du sehr viel Kundenkontakt. Einerseits solltest Du höflich auftreten können. Schließlich möchten die Apotheken, dass die Kunden wieder kommen. Zudem ist es wichtig, dass Du dazu in der Lage bist, die Kunden über die Wirkungs- und Dosierungsweise von Medikamenten ausführlich aufzuklären.
Geduld
Im Beratungsgespräch vermittelst Du medizinisches Fachwissen. Das versteht nicht sofort jeder auf Anhieb. Sei Dir auch bewusst, dass Du viel Kontakt mit Senioren hast, die ein anderes Alltagstempo als Du an den Tag legen. Deshalb ist Geduld ein guter Ratgeber in diesem Beruf.
Geschicklichkeit
Wenn Du Arzneimittel wie Salben und Zäpfchen herstellst, bedarf es einer gewissen Geschicklichkeit.
Verantwortungsbewusstsein
Du berätst Menschen zu einem Thema, das für viele das wichtigste in ihrem Leben ist: ihre Gesundheit. Deshalb ist es wichtig, dass Du hundertprozentig zuverlässig arbeitest und verantwortungsbewusst bist.
Mathematisch-technisches Verständnis
Sowohl bei administrativen Aufgaben als auch bei der Herstellung von Arzneimitteln siehst Du Dich immer wieder mit Zahlen und Einheiten konfrontiert. Ein grundlegendes mathematisch-technisches Verständnis ist daher von Vorteil.