Was ist ein Mechatroniker?
Ein Mechatroniker baut mechanische, elektrische und elektronische Bestandteile zu einem System zusammen. Auch die Installation von Software für die Steuerung eines solchen Systems gehört zu seinen Aufgaben. Der Beruf des Mechatronikers beinhaltet verschiedene Fachdisziplinen. Ein Mechatroniker wendet Wissen aus dem Maschinenbau, aus der Elektrotechnik sowie aus der Informationstechnik an.
Was macht ein Mechatroniker?
Die Mechatroniker-Tätigkeit ist sehr vielfältig. Dadurch, dass viele Betriebe nicht für jede Kleinigkeit einen einzelnen Experten engagieren wollen, wenden sie sich gerne an Mechatroniker, da sich diese in vielen Bereichen super auskennen. Zu Deinen Mechatroniker-Tätigkeiten gehört der Aufbau, die Einstellung, Wartung, Prüfung und die Inbetriebnahme von Maschinen und allen möglichen Anlagen. Das Mechatroniker-Berufsbild ist somit alles andere als einheitlich und bietet verschiedenste Möglichkeiten!
Wie wird man Mechatroniker?
Das Berufsbild Mechatroniker interessiert Dich? Dann mache doch eine betriebliche Ausbildung als Mechatroniker. Diese dauert dreieinhalb Jahre und besteht aus einem schulischen sowie aus einem betrieblichen Teil. Die meisten Betriebe bilden Dich mit einem Realschulabschluss aus. Aufgrund der teilweise körperlich anstrengenden Tätigkeit gibt es für die Mechatroniker-Ausbildung oft ein Mindestalter von 16 Jahren.
Unter bestimmten Voraussetzungen kannst Du die Ausbildung verkürzen. Mit einem mittleren Schulabschluss ist eine Verkürzung um bis zu 6 Monate möglich, mit (Fach-)Abitur, einer bereits abgeschlossenen Berufsausbildung oder bei sehr guten Leistungen um bis zu 12 Monate. Den Antrag stellst Du gemeinsam mit Deinem Ausbildungsbetrieb bei der zuständigen Kammer, am besten schon zu Beginn der Ausbildung.
Schulische Ausbildung
Während der Berufsschule lernst Du den ganzen theoretischen Hintergrund. Die Prüfung ist eine gestreckte Abschlussprüfung in zwei Teilen, eine klassische Zwischenprüfung gibt es nicht mehr. Teil 1 findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt und zählt bereits ins Gesamtergebnis mit hinein. Teil 2 legst Du am Ende der Ausbildung ab. Beide Teile zusammen ergeben Dein Prüfungsergebnis, wobei Teil 1 mit 40 % und Teil 2 mit 60 % gewichtet wird. Zuständig für die Prüfung ist die Industrie- und Handelskammer (IHK).
Betriebliche Ausbildung
Alles Wissen, das Du in der Betriebsschule erlernt hast, wendest Du im betrieblichen Teil der Ausbildung zum Mechatroniker praktisch an. Anschließend dokumentierst Du, was Du jeden Tag in dem Ausbildungsbetrieb für Aufgaben übernommen hast, und wirst auch von Deinem Chef bewertet. Wenn Du sowohl den schulischen als auch den betrieblichen Teil bestanden hast, ist Deine Ausbildung als Mechatroniker erfolgreich beendet!
Empfohlene Fernlehrgänge
Staatl. gepr. Techniker/in (Bachelor Professional in Technik) der Fachrichtung Mechatronik
Standorte:
- Online
Techniker/in (Bachelor Professional) der Fachrichtung Mechatronik
Standorte:
- Online
Ausbildungsplätze
Studiengangsempfehlungen
Wo arbeitet ein Mechatroniker?
Je nachdem, worauf Du Dich während Deiner Ausbildung zum Mechatroniker am meisten konzentriert hast, kannst Du in diesen Bereichen eine Beschäftigung finden:
- Bei Herstellern von Automatisierungstechnik
- In Firmen, die Automobile, Luftfahrzeuge oder Raumfahrzeuge bauen
- In Betrieben der Medizintechnik
- In Informationstechnikbetrieben
Das Berufsbild Mechatroniker ist breit gefächert, und die meisten arbeiten später allgemein bei unterschiedlichen Unternehmen, die Maschinen und Anlagen bauen.
Wie sieht der Arbeitsalltag aus?
Das Mechatroniker-Berufsbild und auch der Alltag sind nicht einheitlich! Damit Du eine bessere Vorstellung von den Mechatroniker-Aufgaben bekommst, findest Du hier einige typische Beispiele:
Wie sieht der Arbeitsplatz aus?
Der Beruf Mechatroniker wird hauptsächlich in Werkstätten und Produktionshallen ausgeführt. Entweder in den Anlagen Deines Betriebes oder in Hallen von Kunden. Es kann auch vorkommen, dass Du spezielle Schutzausrüstung tragen musst oder dass Du in großen Höhen arbeitest. Auch die Arbeit unter lauten Maschinen oder in gebückter Haltung ist für manche Monturen nicht ungewöhnlich.
Was verdient ein Mechatroniker?
Während der Ausbildung zum Mechatroniker bekommst Du bereits ein Gehalt. In der Metall- und Elektroindustrie beträgt dies im ersten Lehrjahr je nach Bundesland 1.206 bis 1.338 €, im zweiten Lehrjahr bekommst Du 1.259 bis 1.372 €, im dritten Lehrjahr zwischen 1.337 und 1.466 € und im vierten Lehrjahr verdienst Du bereits 1.419 bis 1.537 € monatlich!
Nach Deiner Mechatroniker-Ausbildung verdienst Du im Median rund 3.800 € brutto im Monat. Die konkrete Höhe hängt unter anderem von Betriebszugehörigkeit, Region und Tarifbindung ab: Mit Tarifvertrag liegt das Gehalt im Schnitt bei rund 4.390 €, ohne Tarif bei rund 3.542 €. Mit langjähriger Betriebszugehörigkeit sind rund 4.600 € möglich.
Wo finde ich einen Job als Mechatroniker?
Du bist auf der Suche nach einem Betrieb für Deine Mechatroniker-Ausbildung, oder sogar schon auf der Suche nach einer festen Anstellung? Dann bist Du bei unserer kostenlosen Jobbörse genau richtig! Hier kannst Du zielgerichtet und schnell etwas an Deinem Wunschort finden.
Wie sind die Berufsaussichten für Mechatroniker?
Deine Jobchancen als Mechatroniker sind sehr gut: In elf Bundesländern gibt es sogar einen Mangel an gut ausgebildeten Mechatronikern! Dort bewirbt sich weniger als ein Bewerber auf eine freie Stelle. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kannst Du nach Deiner Mechatroniker-Ausbildung also schnell eine Festanstellung finden.
Welche Spezialisierungen gibt es?
Am geläufigsten ist die Ausbildung zum allgemeinen Mechatroniker. Du hast aber auch die Möglichkeit, Dich durch die Wahl Deiner Ausbildungsbetriebsstätte, auf bestimmte Mechatroniker-Aufgaben zu spezialisieren. In Frage kommen diese hier:
- Mechatroniker für Kraftfahrzeuge
- Mechatroniker für Zweiräder
- Mechatroniker für Kältetechnik: Planen und Montieren von Anlagen und Systemen für Klimatechnik
- Land- und Baumaschinenmechatroniker
- Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker
Außerdem hast Du die Option, Dich nach Deiner Mechatroniker-Ausbildung weiterzubilden. Du kannst dann beispielsweise Industriemeister der Fachrichtung Mechatronik werden. Dafür musst Du nach Ausbildungsende Arbeitserfahrung vorweisen, in der Regel mindestens zwei Jahre, und eine schriftliche und mündliche Prüfung bestehen.
Es gibt auch die Option, dass Du eine Weiterbildung an einer Fachschule zum Maschinentechniker absolvierst. Ebenso kannst Du Dich zum Technischen Fachwirt weiterbilden.
Passt der Beruf Mechatroniker zu mir?
Falls Du überlegst, den Beruf Mechatroniker zu ergreifen, ist es hilfreich, wenn Du die folgenden Fähigkeiten und Eigenschaften mitbringst:
Aber keine Sorge, falls Du Dich nicht in jedem dieser Themen gut auskennst und noch nicht all diese Voraussetzungen mitbringst! Eine Menge Mechatroniker-Tätigkeiten lernst Du schließlich erst im Laufe Deiner Mechatroniker-Ausbildung!
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