Einstiegsgehalt 
2.637
Durchschnittsgehalt 
3.189
Ausbildung 
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12
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Justizfachangestellte
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Was ist eine Justizfachangestellte?

Eine Justizfachangestellte oder ein Justizfachangestellter ist für organisatorische und verwaltende Aufgaben innerhalb von Gerichten und Staatsanwaltschaften zuständig. Sie nehmen dabei besonders die Aufgaben der Geschäftsstelle wahr. Dabei erledigen sie unterschiedliche Bürotätigkeiten sowie Verwaltungsaufgaben.

Was macht eine Justizfachangestellte?

Als Justizfachangestellte oder als Justizfachangestellter gehört das Verwalten von Akten zu gerichtlichen Vorgänger aller Art zu Deinen Aufgaben. Du musst immer viele Fristen und Termine im Blick haben und darauf achten, dass diese von Seiten des Gerichtes oder der Staatsanwaltschaft eingehalten werden. Darüber hinaus bist Du in diesem Beruf für den Schriftverkehr zuständig. Das heißt, Du nimmst Post an, sortierst diese und antwortest auf schriftliche Anfragen. Es gibt bestimmte Service-Einheiten, während derer Du auf Fragen von Bürgerinnen und Bürgern antwortest.

Auch für Eintragungen in Karteien und Dateien bist Du zuständig. Du trägst neue Einträge in das Grundbuch ebenso ein, wie in das Handelsregister. Während Verhandlung im Gericht bist Du für das Protokoll zuständig. Du musst also alle Vorgänge schnell mitschreiben. Beispielsweise nimmst Du in das Protokoll von den Strafverteidigern gestellte Anträge und Erklärungen auf. Eine weitere wichtige Aufgabe besteht darin, Kosten für Verhandlungen zu berechnen, entsprechende Schriftstücke aufzusetzen und zu kontrollieren, ob die Zahlungen rechtzeitig stattgefunden haben.

Wie wird man Justizfachangestellte?

Um Justizfachangestellte oder Justizfachangestellter zu werden, musst Du eine zweieinhalb bis dreijährige Ausbildung absolvieren. Im folgendem erfährst Du, welche Rahmenbedingungen Du für die Justizfachangestellte-Ausbildung erfüllen musst, wie die Ausbildung aufgebaut ist, und welche Inhalte Du währenddessen erlernst.

Voraussetzungen und Ablauf

Um die Ausbildung zur Justizfachangestellten beginnen zu können, benötigst Du rechtlich gesehen keinen bestimmten Schulabschluss. Fast 70 Prozent der Ausbildungsbetriebe stellen jedoch Absolventen mit Hochschulreife ein. Die verbliebenden konzentrieren sich dann auf Menschen mit Realschulabschluss. Die Justizfachangestellte-Ausbildung wird unterteilt in einen betrieblichen Teil, sowie in einen Berufsschulteil. Entweder Du hast an festgelegten Tage Schulunterricht, und an den restlichen findet die betriebliche Ausbildung statt, oder aber Du hast erst mehrere Wochen Blockunterricht in der Berufsschule und arbeitest und lernst anschließend mehrere Wochen lang in dem Betrieb.

Nach der Hälfte des zweiten Ausbildungsjahres musst du eine Zwischenprüfung bestehen. In dieser musst Du drei schriftliche Arbeiten schreiben. Die Haupt- und Abschlussprüfung findet nach den drei Ausbildungsjahren statt. Hier musst Du ebenfalls drei schriftliche Arbeiten bestehen. Zusätzlich kommen dann noch zwei praktische Prüfungsaufgaben dazu.

Themen der Justizfachangestellte-Ausbildung

In dem Unterricht der Berufsschule erfährst Du viele grundlegende Gegebenheiten aus dem Thema Rechtswissenschaften. Du erfährst, wie die Rechtsanwendung in Strafverfahren abläuft, in Verfahren von Ordnungswidrigkeiten und wie diese in Zivilverfahren wie beispielsweise in Verfahren des Familienrechts oder von Zwangsvollstreckungen ablaufen. Du erlernst also ein fundiertes theoretisches Wissen über Rechtsanwendungen. Ebenso sieht es auch bei Verwaltungsabläufen aus: Kosten- und Entschädigungsrecht während Verfahren und die korrekte Eintragung in öffentliche Register. Auch erwirbst Du ein solides Wissen aus dem allgemeinen Gebiet des wirtschaftlichen Handelns im öffentlichen Dienst. Dabei spielt auch der Schutz von personenbezogenen Daten eine wichtige Rolle.

In den Phasen, die Du während Deiner Justizfachangestellte-Ausbildung bereits im Ausbildungsbetrieb arbeitest, setzt Du das erlernte Wissen um. Hier lernst Du außerdem, besonders am Anfang der Justizfachangestellte-Ausbildung, wie Du Arbeitsabläufe organisierst und Aufgaben fristgerecht fertigstellst.

Wo arbeitet eine Justizfachangestellte?

Wenn Du die Justizfachangestellter-Ausbildung erfolgreich beendet hast, kannst Du in diesen Bereichen einen Job finden:

  • In Gerichten
  • Bei Staatsanwaltschaften

Manchmal kannst Du aber auch hier eine Anstellung finden:

  • In juristischen Verbänden, oder in Arbeitnehmer- oder Arbeitgeberkammern
  • In Rechtsanwaltskanzleien, oder bei Notaren

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Hier erfährst Du, welche täglichen Aufgaben typisch in dem Beruf sind. Trotzdem hängen die konkreten, tatsächlichen Alltagsaufgaben stark davon ab, wo Du angestellt bist:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

In Deinem späteren Berufsleben arbeitest Du zum großen Teil an diesen Orten:

  • Im Büro am Schreibtisch
  • In Gerichtssälen

Dabei verbringst Du einen Großteil Deiner vor dem Computerbildschirm beziehungsweise im Sitzen.

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Was verdient eine Justizfachangestellte?

Während der Ausbildung zur Justizfachangestellten verdienst Du nach dem Tarifvertrag für Auszubildende der Länder im ersten Jahr der Ausbildung 937 Euro monatlich. In Deinem zweiten Ausbildungsjahr erhältst Du 991 Euro, und im letzten Ausbildungsjahr bekommst Du 1.041 Euro im Monat.

Wenn Du Deine Ausbildung zur Justizfachangestellten abgeschlossen hast, kannst Du mit einem monatlichen Gehalt zwischen 2.637 und 3.131 Euro monatlich rechnen. Am häufigsten werden Absolventen der Justizfachangestellte-Ausbildung in dem öffentlichen Dienst eingestellt. Daher wirst Du wahrscheinlich nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes der Länder bezahlt. Hier kannst Du später dann bis zu 4.500 Euro im Monat verdienen. Allerdings musst Du dafür einige Jahre in dem Beruf tätig sein, und ein bestimmtes Lebensalter erreicht haben.

Darüber hinaus hast Du die Chance auf eine Verbeamtung! Solange du noch unter 28 Jahre alt bist, kannst Du Dich dafür bewerben. Das bringt einige finanzielle Vorteile mit sich. Beispielsweise erhältst Du als Beamter oder Beamte im mittleren Dienst eine Stellenzulage von 262.50 Euro im Monat. Falls Du einmal eigene Kinder hast, bekommst Du darüber hinaus noch einen Familienzuschlag. Außerdem steht Dir in der Regel eine sehr viel bessere Rente zu, als Deinen nicht verbeamteten Kollegen.

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Wie sind die Berufsaussichten für Justizfachangestellte?

Es ist nicht gut vorauszusagen, wie die Berufschancen für Dich als Justizfachangestellter aussehen. Das hängt nämlich stark davon ab, wie das Etat der Gerichte ist. Dieses wiederrum kann sich nach jeder Bundestagswahl ändern. Die Prioritätensetzung ist da nicht vorherzusehen. Aktuell gibt es laut dem Deutschen Richterbund einen Mangel an finanziellen Mitteln für das Personal. Dabei geht es nicht nur um Richter und Staatsanwälte, sondern, je nach Bundesland, auch um nicht ausreichende Mittel um Justizfachangestellte einzustellen, die wiederrum die Richter und Staatsanwälte entlasten sollten.

Aber obwohl es im Moment schlecht aussieht, ist das kein Grund, die Ausbildung zur Justizfachangestellten nicht zu beginnen! Schließlich ist der Mangel allgemein bekannt, und die Chance deshalb nicht gering, dass sich bald etwas an der Situation ändert, und die Gerichte und Staatsanwaltschaften mehr finanzielle Mittel für Personaleinstellungen zur Verfügung gestellt bekommen.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Du kannst Dein Wissen im Berufsleben an die Bedingungen des Gerichtes oder der Staatsanwaltschaft anpassen, für das Du arbeitest. Zum Beispiel hast Du die Möglichkeit, Dich besonders auf diese Themen zu konzentrieren:

  • Verwaltungsrecht
  • Zivilrecht
  • Strafrecht

Dafür kannst Du an Anpassungsweiterbildungen teilnehmen. Darüber hinaus hast Du die Option, eine Fortbildung von sechs Monaten zu absolvieren, um Justizfachwirt zu werden. Diese kannst Du an den Ausbildungszentren der Justiz machen. Danach hast Du eigentlich die gleichen Arbeitsaufgaben wie vorher, verdienst aber besser und kannst eigenverantwortlicher handeln. Voraussetzung dafür ist, dass Du zuvor mindestens 18 Monate lang als Justizfachangestellter gearbeitet hast.

Passt der Beruf Justizfachangestellte zu mir?

Falls Du jetzt überlegst, eine Justizfachangestellte-Ausbildung zu beginnen, um dann später Justizangestellter zu werden, solltest Du erst einmal überlegen, ob Du die für den Beruf wichtigen Voraussetzungen erfüllst. Zwar sind diese nicht zwingend notwendig, wenn Du aber einige der Fähigkeiten mitbringst, wird Dir der Arbeitsalltag leichter fallen!

Organisatorisches Talent
Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Mitwirken bei der Organisation des Dienstbetriebs)
Gutes mathematisches Grundverständnis
Um Fristen auszurechnen, Kosten zu ermitteln und dabei mögliche Zinsen mit einzubeziehen, generell für die Ermittlung von allen möglichen Gebühren wie die von Gerichtsverfahren, oder von anderen Verwaltungsvorgängen, solltest Du die mathematischen Grundrechenarten sicher beherrschen.
Schnelle Arbeitsweise
Wenn Du ein Gerichtsprotokoll anfertigst, tust Du dies während der Verhandlung. Du musst deshalb dazu in der Lage sein, sehr schnell zu schreiben. Auch für die Annahme und das Sortieren des Posteinganges ist schnelles Arbeiten gefragt. Sonst quellen die Briefe und Anfragen über!
Gutes mündliches wie schriftliches Ausdruckvermögen
Um auf telefonische, persönliche, sowie schriftliche Anfragen von Bürgerinnen und Bürger gut eingehen zu können, solltest Du Dich klar und verständlich ausdrücken können. Auch ist es wichtig, dass Du Dich schriftlich ebenso gut ausdrücken kannst, und in Rechtschreibung und Grammatik sicher bist.

Allerdings kannst Du alle diese Fähigkeiten aber noch in Deiner Ausbildung zur Justizfachangestellten noch erlernen. Hilfreich ist es trotzdem, wenn Du bereits vorher Deine persönlichen Stärken in einer oder sogar mehrerer dieser Eigenschaften hast!