Einstiegsgehalt 
2.100
Durchschnittsgehalt 
3.042
Ausbildung 
Ausbildung
8
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Geomatiker
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Was ist ein Geomatiker?

Ein Geomatiker erhebt Geodaten. Das sind digitale Informationen, die einer konkreten räumlichen Lage auf der Erde zugewiesen werden können. Darüber hinaus verarbeitet ein Geomatiker diese Daten, und berät Kunden, wie diese die geografischen Daten am sinnvollsten nutzen können.

Was macht ein Geomatiker?

Als Geomatiker bist Du für die Erhebung und Bearbeitung von Geodaten zuständig. Dafür gewinnst Du Informationen über einen bestimmten Bereich der Erdoberfläche mit Hilfe von Messung und Interpretation von elektromagnetischen Wellen, sowie von Schallwellen. In dem Beruf verwendest Du vermessungstechnische Methoden für die Lagevermessung, Höhenvermessung, oder auch für die satellitengestützte Vermessung GPS. Darüber hinaus checkst Du, ob bereits vorhandene Geodaten noch richtig und gültig sind.

Zu Deinen Aufgaben gehört es außerdem, dass Du anhand von Geodaten Berechnungen anstellst. Beispielsweise für das Volumen oder die Höhe von bestimmten Punkten. Erhobene Daten pflegst Du so in Tabellen oder Karten ein, dass sie von anderen weiterverarbeitet werden können.

Wie wird man Geomatiker?

Die Geomatiker-Ausbildung ist eine duale, drei jährige Ausbildung. Das bedeutet, dass Du sowohl in einem Betrieb die Praxis vermittelt bekommst, als auch in der Schule den theoretischen Teil erlernst. Bestandteil der Ausbildung ist die Vermittlung von erweiterten naturwissenschaftlichen und mathematischen Kenntnissen, sowie das Erlernen von Rechts- und Verwaltungsvorschriften. Wichtigster Bestandteil ist aber, das Erheben, Bereitstellen, Bearbeiten und Dokumentieren von Geodaten.

Voraussetzungen

Um für die duale Ausbildung zugelassen zu werden, musst Du Dir zunächst einen Betrieb suchen, der Dich ausbilden will. Die meisten Betriebe und auch Behörden, die für den Beruf ausbilden, stellen nur Auszubildende ein, die mindestens das Fachabitur vorweisen können. Nur rund 20 Prozent stellen auch Schulabgänger mit einem Realschulabschluss ein. Hast Du Deinen Betrieb gefunden, musst Du Dich noch an einer Berufsschule einschreiben.

Prüfung

Zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres musst Du bereits die erste Prüfung bestehen. Diese Zwischenprüfung besteht aus einer schriftlichen Klausur. Wenn Du diese bestanden hast, und bis zum Ende der drei Ausbildungsjahre gekommen bist, steht die eigentliche Abschlussprüfung an.

Diese besteht aus einem praktischen, sowie aus einem theoretischen Teil. In dem theoretischen Abschnitt musst Du schriftlich fallorientierte Aufgaben aus den Bereichen Geoinformationstechnik und Geodatenmanagement beantworten.

In dem praktischen Prüfungsabschnitt musst Du einen betrieblichen Auftrag aus dem Bereich Geodatenprozesse innerhalb von 20 Stunden erfolgreich durchführen. Anschließend musst Du in einem Gespräch Deine Vorgehensweisen darlegen und erklären.

Auch eine Geodatenpräsentation stellt einen eigenen Prüfungsabschnitt dar. Hierfür hast Du sieben Stunden Zeit, bevor Du Dein Ergebnis der Prüfungskommission vorstellen musst. Darüber hinaus musst Du allgemeine wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Zusammenhänge innerhalb der Arbeitswelt darstellen und beurteilen. Wenn Du all diese Prüfungen bestanden hast, kannst Du Dich Geomatiker nennen und in das Berufsleben starten!

Wo arbeitet ein Geomatiker?

Nach Deiner Ausbildung zum Geomatiker kannst Du bei diesen Arbeitgebern eine Anstellung finden:

  • Im Bundesamt für Kartographie und Geodäsie
  • In dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
  • Im Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
  • In Landesvermessungsämtern
  • In Landesbetrieben für Straßenbau
  • In Unternehmen die im Bereich der Geoinformationswirtschaft tätig sind, beispielsweise in Ingenieur-, Architektur-, oder Planungsbüros
  • In Verlagen für Sachbücher, für Wanderkarten, oder für Auto- oder Schifffahrtkarten

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Hier findest Du ein paar typische Aufgaben aus dem Arbeitsalltag:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

In dem Beruf arbeitest Du sehr viel an Deinem Schreibtisch vor dem Computer. Aber Du kommst in dem Beruf auch in die Natur! Für die Vermessung musst Du schließlich oft vor Ort sein. Dabei kann es natürlich sein, dass Du auch bei schlechtem Wetter draußen arbeiten musst. Falls Du Messarbeiten am Berg durchführst, musst Du entsprechende Schutzkleidung gegen abfallende Steine tragen. Wenn bei Straßenvermessungen mithilfst, trägst Du eine Warnweste.

Alles in allem beinhaltet der Beruf also eine abwechslungsreiche Mischung aus Tätigkeiten im Freien, sowie Büroarbeit.

Was verdient ein Geomatiker?

Während der Geomatiker-Ausbildung verdienst Du, falls Du als Ausbildungsbetrieb einen öffentlich-staatlichen gewählt hast, zwischen 937 und 1.041 Euro im Monat. Wenn Du Deine Ausbildung zum Geomatiker in einem privaten Betrieb absolvierst, kannst Du, je nach Lehrjahr, mit etwa 631 bis 949 Euro monatlich rechnen.

Im späteren Berufsleben bekommst Du wahrscheinlich ein Gehalt zwischen circa 2.200 und 2.700 Euro monatlich. Mit viel Erfahrung kannst Du sogar bis zu 3.500 Euro verdienen!

Wo finde ich einen Job als Geomatiker?