Diplomat werden: Ausbildung & Beruf

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Inhalt8 Abschnitte
  1. Wie wird man Diplomat?
  2. Was ist ein Diplomat?
  3. Was macht ein Diplomat?
  4. Wo arbeitet ein Diplomat und wie sieht der Alltag aus?
  5. Was verdient ein Diplomat?
  6. Wie sind die Berufsaussichten?
  7. Passt der Beruf Diplomat zu Dir?
  8. Weiter zum Diplomaten

Ein Diplomat ist ein Beamter im höheren Dienst, den das Auswärtige Amt als Vertreter der Bundesrepublik Deutschland in andere Länder entsendet.

Wie wird man Diplomat?

Du brauchst die deutsche Staatsangehörigkeit und einen Master oder einen gleichwertigen Abschluss. Ohne diesen Abschluss kommst Du nicht ins Bewerbungsverfahren, ein Quereinstieg ist nicht möglich. Einen eigenen Studiengang für Diplomaten gibt es nicht, und die Noten sind eher nebensächlich. Gesucht werden vor allem Volljuristen und Wirtschaftswissenschaftler, von Vorteil sind auch Politik und Auslandserfahrung.

Der höhere Auswärtige Dienst ist nicht der einzige Weg ins Auswärtige Amt. Er ist eine von drei Laufbahnen, jede mit eigenen Voraussetzungen:

Welche Laufbahnen gibt es im Auswärtigen Dienst?
Mittlerer Dienstmittlerer Schulabschlussdanach 2 Jahre Ausbildung
Gehobener DienstAbiturdanach 3 Jahre duales Studium
Höherer DienstHochschulabschluss (Master)um den es hier geht: Auswahlverfahren, dann 14 Monate Vorbereitungsdienst
2.000
Bewerbungen im Jahr
rund, für den höheren Auswärtigen Dienst
35 bis 45
werden genommen
als Attachés
2 von 100
schaffen es
etwa jede fünfzigste Bewerbung
  1. zuerstOnline-BewerbungDie Bewerbung läuft ausschließlich online über das Stellenportal Interamt. Der Bewerbungszeitraum für den höheren Auswärtigen Dienst läuft vom 8. Juni bis zum 28. Juli 2026. Plane genug Zeit für die vielen hochzuladenden Unterlagen ein.
  2. am 1. September 2026Schriftliches AuswahlverfahrenEin ortsunabhängiger Online-Test prüft Englisch (mindestens C1) und eine Zweitsprache. Statt Französisch (mindestens B2) kannst Du zum Beispiel Arabisch, Chinesisch, Russisch, Spanisch oder Türkisch wählen. Dazu kommen Recht, Wirtschaft, Politik, Geschichte, Allgemeinbildung und ein psychologischer Eignungstest.
  3. im November in BerlinMündliches AuswahlverfahrenGegen Ende Oktober entscheidet der Auswahlausschuss, wen er zum mündlichen Teil einlädt. Dort hältst Du ein Kurzplädoyer, meisterst ein Rollenspiel und führst ein Interview und ein Gespräch mit einem Psychologen. Danach folgen eine ärztliche Untersuchung und eine erweiterte Sicherheitsüberprüfung.
  4. 14 MonateDiplomatenausbildungDer Vorbereitungsdienst beginnt im Mai des Folgejahres. Als Attaché und Beamter auf Widerruf lernst Du Volkswirtschaft, Geschichte und Internationale Politik, Völkerrecht, Rechts- und Konsularwesen, Sprachen, Rhetorik und Verhandlungstechnik.
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Was ist ein Diplomat?

Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehören die Interessenvertretung Deutschlands und Verhandlungen, um Konflikte zwischen Staaten beizulegen.

Welche Bedeutung hat der Begriff Diplomat?
Im VölkerrechtDiplomat nennen darf sich nur, wer an einer Auslandsvertretung akkreditiert istDeutschland hat 225 Auslandsvertretungen
Im Auswärtigen Amt in Berlinfür diese Zeit kein Diplomatauch wenn Du zum Auswärtigen Dienst gehörst
Die bekanntestenBotschafterdie höchsten Vertreter Deutschlands im Ausland

Was macht ein Diplomat?

Deutschland hat in fast alle Staaten der Welt diplomatische Vertreter entsandt. Sie knüpfen Kontakte zur Regierung des Landes und halten Gesprächskanäle offen. Dabei vertreten sie die Standpunkte der Bundesregierung, auch wenn diese nicht immer der eigenen Meinung entsprechen. Sie beobachten die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung vor Ort, berichten nach Berlin und beraten die Politik.

Was dürfen Diplomaten und was nicht?

Das gilt für sie im Gastland
  • Sie sind unverletzlich und dürfen nicht festgenommen werden
  • Sie genießen Immunität vor den Strafgerichten des Landes
Das dürfen sie nicht
  • die Gesetze des Gastlands missachten
  • sich in dessen innere Angelegenheiten einmischen
  • dort mit einem Nebenjob Geld verdienen

Regeln: Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen von 1961.

Dein Weg in den Auswärtigen Dienst beginnt mit dem Master

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  • Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
  • Stipendien und Förderprogramme
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Kostenlos. Du bekommst zuerst eine E-Mail zum Bestätigen, abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.

Wo arbeitet ein Diplomat und wie sieht der Alltag aus?

Diplomaten arbeiten für das Auswärtige Amt: an einer der 225 deutschen Auslandsvertretungen oder in der Zentrale in Berlin und der Nebenstelle in Bonn. In der Regel wechselst Du alle drei bis vier Jahre zwischen Zentrale und Ausland. Im Innendienst verbringst Du viel Zeit im Büro, im Ausland bist Du oft in Regierungsgebäuden und auf Veranstaltungen unterwegs.

So sieht Dein Alltag aus
ReisenDu fährst oder fliegst von Termin zu Termin.Der Kalender ist prall gefüllt.
BerichtenDu schickst dem Auswärtigen Amt Deine Beobachtungen.Dazu machst Du Vorschläge für die Politik.
NetzwerkenAuf Empfängen und Veranstaltungen knüpfst Du Kontakte.So öffnest Du neue Gesprächskanäle.
KrisengesprächeGerät die Beziehung zweier Staaten in eine Krise, suchst Du mit der Gegenseite nach Lösungen.

Was verdient ein Diplomat?

Als Diplomat verdienst Du im Mittel 6.848 € brutto im Monat. Mehr Zahlen, auch zu den Auslandszuschlägen, findest Du im Artikel Diplomat-Gehalt.

Wie sind die Berufsaussichten?

Die Stellen sind knapp und die Konkurrenz ist groß. Nur die Besten kommen durch das Auswahlverfahren. Spezialisierungen sind in der Ausbildung nicht gewollt, das Amt sucht Generalisten. Mit der Zeit spezialisieren sich viele auf bestimmte Weltregionen, Fortbildungen gibt es zum Beispiel für Entwicklungszusammenarbeit, Kultur und Presse.

Passt der Beruf Diplomat zu Dir?

Viele denken bei Diplomaten an Reisen und glamouröse Treffen. Du brauchst aber deutlich mehr als Lust am Reisen.

Was solltest Du mitbringen?

Das brauchst Du
  • Fremdsprachen: Englisch auf C1 und Französisch auf mindestens B2, am besten auch die Sprache Deines Einsatzlands
  • Offenheit für immer neue Länder und Kulturen
  • Kommunikationsstärke: Du gehst gern auf Fremde zu
  • Politische Bildung: Du kennst Zusammenhänge und aktuelle Entwicklungen
  • Verhandlungsgeschick: Du handelst kluge Kompromisse aus
Darauf musst Du Dich einstellen
  • meist deutlich mehr als 40 Stunden Arbeit in der Woche
  • alle drei bis vier Jahre ein Umzug, womöglich auf einen anderen Kontinent
  • oft weit weg von Heimat und Familie

Weiter zum Diplomaten

Quellen dieses Artikels Laufbahnen, Auswahlverfahren, Bewerbungszeitraum und Vorbereitungsdienst: Auswärtiges Amt, Stellenportal Interamt · Rechte und Pflichten: Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen von 1961 · Grundgehalt A 13: Bundesbesoldungsgesetz · Gehalt: Statistisches Bundesamt, Verdiensterhebung (siehe Diplomat-Gehalt)

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