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Biologielaborant
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Was ist ein Biologielaborant?

Ein Biologielaborant ist eine ausgebildete Person, die in einem Labor arbeitet und dort Beobachtungen, Kontrollen und Auswertung von Versuchsabläufen und Tests mit Pflanzen, Mikroorganismen oder Tieren durchführt und bearbeitet.

Was macht ein Biologielaborant?

Als Biologielaborant oder Biologielaborantin untersuchst Du im Labor Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen. Dabei führst Du Testreihen durch, die Du beobachtest, kontrollierst und auswertest. Je nach Anlass Deiner Untersuchungen und Tests, versuchst Du dabei Erkenntnisse über einzelne Lebewesen zu erlangen, die oftmals gesundheitliche oder wirtschaftliche Zwecke haben. So arbeitest Du zum Beispiel für die Pharmaindustrie und hilfst neue Medikamente zu entwickeln oder Du testest Blut auf Krankheitserreger, setzt Bakterienkulturen in Nährmedien an und führst Tierexperimente durch. Deine Arbeit kann auch für Kosmetika oder zur Lebensmittelherstellung oder zum Pflanzenschutz und der Schädlingsbekämpfung genutzt werden.

Wie wird man Biologielaborant?

Die Biologielaborant-Ausbildung ist eine klassische duale Berufsausbildung. Hier sind die einzelnen Schritte von der Bewerbung bis zum Arbeitsplatz:

Voraussetzungen

Für eine erfolgreiche Bewerbung um einen Biologielaborant-Ausbildungsplatz solltest Du mindestens die mittlere Reife mitbringen. Oft bevorzugen Ausbildungsbetriebe zwar die Hochschulreife, doch mit guten Noten in naturwissenschaftlichen Fächern kannst Du ebenfalls gut punkten. Weiterhin erwarten Dich entweder ein Eignungstest oder ein Einstellungsgespräch, indem Deine Motivation und Deine Eignung für den Biologielaborant-Ausbildungsplatz geprüft werden. Was Du auch unbedingt mitbringen musst: die Bereitschaft Tierexperimente zu machen, denn diese sind als Biologielaborant unerlässlich. Hast Du diese Hürden geschafft, erwartet Dich eine Biologielaborant-Ausbildung, die dreieinhalb Jahre, bei besonderer Eignung aber nur drei Jahre dauert.

Die Ausbildung

Die Ausbildung zum Biologielaborant ist eine duale Ausbildung, die Du zum Teil in der Berufsschule, zum Teil im ausbildenden Unternehmen absolvierst. In Deiner Biologielaborant-Ausbildung lernst Du sowohl theoretisch, als auch praktische Fähigkeiten und Wissen aus folgenden Feldern kennen:

  • Labortechnik
  • Grundkenntnisse von chemischen Analysemethoden
  • Immunologie
  • Arbeit mit Mikroorganismen
  • Zellkulturtechnik
  • Umgang mit Versuchstieren (Zoologie)
  • Anwenden moderner Untersuchungsmethoden im klinisch-chemischen Bereich
  • Mitarbeit bei der Entwicklung zur Überprüfung von Wirkstoffen für pharmazeutische Anwendungen
  • Entwicklung biotechnischer Verfahren

Dabei arbeitest Du in Deiner Ausbildung zum Biologielaborant von Anfang an im Labor mit, um Dich an die Arbeitsabläufe und die Aufgaben zu gewöhnen, die hier auf Dich zukommen. Du führst mikrobiologische und biochemische Arbeiten an Gewebe- und Pilzkulturen durch und lernst auch, wie man Blut und Gewebeproben von Versuchstieren, Pflanzen und Menschen entnimmt. Auf theoretischer Ebene lernst Du in Deiner Biologielaborant-Ausbildung

  • kontrolliertes naturwissenschaftlich-technisches Arbeiten
  • Bedienen und Pflegen von Laborgeräten
  • Arbeitsrecht
  • laborbezogene Informationstechni
  • Dokumentations- und Analyseverfahren

Deinen Abschluss als Biologielaborant erlangst Du durch eine Prüfung am Ende Deiner Ausbildung, die Deine Kompetenzen prüft. Im Einzelfall musst Du hier auch Dein theoretisches und praktisches Wissen in Sachen Haltung und Applikations- und Betäubungsverfahren bei Tieren nachweisen, da dies eine Voraussetzungen für Deine Arbeit als Biologielaborant ist, die aus der Tierschutz-Versuchstierordnung abgeleitet wird.

Wo arbeitet ein Biologielaborant?

Als Biologielaborant oder Biologielaborantin arbeitest Du vor allem in Laboren. Du kannst als Biologielaborant aber in verschiedenen Industriezweigen zum Einsatz kommen. Zum Beispiel:

  • in der medizinischen und biologischen Forschung
  • in der angewandten Medizin
  • im öffentlichen Gesundheitswesen
  • bei Pharma- und Kosmetikherstellern
  • bei Lebensmittelherstellern
  • in Unternehmen für biotechnische Produkte
  • in Krankenhäusern

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Dein Arbeitsalltag als Biologielaborant hängt stets davon ab, in welcher Industrie Du arbeitest und was genau Deine Aufgaben sind. Aber es gibt natürlich Prozesse und Arbeitsschritte, die immer vorkommen werden. So könnte also Dein Arbeitsalltag nach Deiner Ausbildung zum Biologielaborant folgendermaßen aussehen:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Als Biologielaborant arbeitest Du in einem Labor. Dieses ist so eingerichtet, dass es grundsätzlichen Bestimmungsrichtlinien für Hygiene und Sicherheit folgt und, so zu Deinem Labor auf Tiere gehören, alle Tierschutzbestimmungen ebenfalls eingehalten werden. Neben verschiedenen Arbeitsstationen und -plätzen bietet Dein Labor Dir auch einen Computerarbeitsplatz, an dem Du Deine Protokolle und Deine organisatorischen Arbeiten verrichten kannst.

Was verdient ein Biologielaborant?

Während Deiner Ausbildung zum Biologielaborant erhältst Du im ersten Ausbildungsjahr 750-850 Euro brutto, im zweiten bis vierten Ausbildungsjahr gestaffelt zwischen 800 -1.000 Euro brutto. Nach Deiner Ausbildung zum Biologielaborant kannst Du Dich auf ein gutes Gehalt freuen. Im Durchschnitt verdienst Du als Biologielaborant ein Einstiegsgehalt von 2.700 Euro brutto im Monat.

Wo finde ich einen Job als Biologielaborant?

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Wie sind die Berufsaussichten für Biologielaboranten?

Deine Berufsaussichten nach Deiner Ausbildung zum Biologielaborant sind sehr gut. Die Nachfrage nach Biologielaboranten ist konstant, der Bedarf stetig. Vor allem mit einer Spezialisierung in diesem Fachgebiet wirst Du keinerlei Probleme haben eine passende Stelle zu finden. Um Deine langfristige Zukunft in diesem Berufsfeld brauchst Du Dir also keine Sorgen zu machen.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Auch nach Deiner Biologielaborant-Ausbildung kannst Du Dich jederzeit weiterbilden und spezialisieren. Es gibt eine große Anzahl an Spezialisierungen für Dich als Biologielaborant. Zum Beispiel:

  • Fachkraft Molekularbiologie
  • Fachkraft für molekulare Medizin und Gentechnik
  • Fachkraft für Zellkultur oder Fachkraft für Radiochemie
  • Fachkraft für Umwelttechnik
  • Fachkraft für Analysetechnik
  • Fachkraft für Qualitätsmanagement

Passt der Beruf Biologielaborant zu mir?

Damit man lange Spaß an seiner Berufswahl hat, muss der Job auch passen. Folgende Voraussetzungen solltest Du als zukünftiger Biologielaborant oder Biologielaborantin mitbringen:

Technikverständnis
Du wirst es schon in Deiner Biologielaborant-Ausbildung spüren: ohne Technikverständnis geht in diesem Beruf gar nichts. Denn Du arbeitest als Biologielaborant oder Biologielaborantin ständig mit technischen Geräte, die messen, analysieren und Daten sammeln.
analytische Fähigkeiten
Analyse und analytisches Denken ist Dein tägliches Brot als Biologielaborant. Nicht nur musst Du täglich bestimmte analytische Verfahren anwenden, Du kommst auch immer wieder an den Punk in Deiner Arbeit, in dem Du Deine Messdaten und andere gesammelte Fakten, die Dir zur Verfügung stehen, geschickt nutzen musst, um Dich systematisch zur Lösung Deiner offenen Fragen vorzuarbeiten.
Genauigkeit
Wenn es um Untersuchen und Messdaten geht, ist Präzision das A und O. Als Biologielaborant musst Du stets ganz gewissenhaft und genau arbeiten, denn schon die kleine Ungenauigkeit kann Dir einen Lösungsansatz zerstören oder die Arbeit von Monaten vernichten.
naturwissenschaftliche Fähigkeiten
Chemie, Biologie, Physik – das sind, neben der Technik und Methodologie, Deine drei großen Einsatzgebiete als Biologielaborant oder Biologielaborantin. Du solltest also auf jeden Fall einen Faible für Naturwissenschaften haben und auch entsprechende Fähigkeiten schon zu Deiner Ausbildung zum Biologielaborant mitbringen.
physische Stabilität
Noch vor dem Beginn Deiner Biologielaborant-Ausbildung solltest Du Dich fragen, ob Du auch körperlich in der Lage bist den Beruf Biologielaborant auszuüben. Dazu musst Du physisch gesund und belastbar sein und sein und keine Allergien und Unverträglichkeiten mitbringen.
Arbeiten mit Tieren
Egal wo Du nach Deiner Ausbildung zum Biologielaborant einmal als Biologielaborant arbeiten wirst, irgendwann in Deiner Ausbildung oder Karriere wirst Du Tierversuche machen müssen. Du musst Dir also am besten vor dem Start Deiner Ausbildung zum Biologielaborant genau überlegen, ob Du mit Tieren arbeiten kannst, ihnen zum Beispiel Blut abnehmen kannst, oder ob das für Dich ein Ausschlusskriterium wäre.