Bewerbungsfoto: Tipps fürs Top-Ergebnis

Bewerbungsbilder

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Auf einem Bewerbungsbild solltest Du offen, seriös und selbstbewusst wirken.
  • Es sollte am besten von einem Profi-Fotografen aufgenommen werden.
  • Outfit, Make-up, Haare, Beleuchtung und Hintergrund spielen alle eine wichtige Rolle.

Grundlegendes: Die wichtigsten Bewerbungsfoto-Tipps

Damit Du ein optimales Bild von Dir abgibst, zählen beim Bewerbungsfoto Größe, Format, Qualität, Styling und einiges mehr. Pflicht ist das Bild zur Bewerbung zwar nicht, dennoch sollte in der Regel immer ein Foto dabei sein.

Bewerbung mit Bild – warum eigentlich?

Eine Bewerbung mit Bild kann kein Arbeitgeber mehr verlangen, seit das Antidiskriminierungsgesetz gilt. Aber auch wenn es in den USA und vielen weiteren Ländern schon längst nicht mehr üblich ist, legen die meisten deutschen Personalabteilungen immer noch Wert auf ein Bewerbungsfoto. Deshalb raten wir Dir prinzipiell eher eins zu benutzen, als die Bewerbung ohne Foto zu verschicken. Allerdings: Umso kreativer der Job und jünger das Unternehmen, desto kreativer darf die Bewerbung sein. Hierzu passt ein lockeres Bild besser, das ruhig auch Deine Persönlichkeit transportieren kann.

Wichtigste Voraussetzungen für das Bewerbungsbild

Egal ob Du eine Stelle in der Werbeagentur, bei der Bank oder im Startup suchst, manche Basics gelten für jedes Bewerbungsfoto. Diese Tipps solltest Du also immer beherzigen, wenn Du ein ordentliches Bewerbungsfoto erhalten willst, und vor allem checken, ob Dein Fotograf sich auch daran hält:

  • Haltung: Halbporträt mit Blick zum Betrachter, freundlicher Gesichtsausdruck.
  • Ordentliche Kleidung: Outfit passend zum anvisierten Job, natürlich gebügelt, nicht verwaschen und fleckenfrei.
  • Hintergrund: Neutrale Farben, keine starken Kontraste, ruhiger Hintergrund.
  • Hohe Qualität: Hohe Auflösung, Format 6 x 4 cm, 9 x 6 cm.
  • Styling: Gekämmte Haare, aus dem Gesicht, keine sichtbaren Piercings und Tattoos; beim Bewerbungsfoto als Frau: dezentes Make-Up.
  • Position: Das Bewerbungsbild gehört oben auf den Lebenslauf oder auf das Deckblatt (falls vorhanden).

Wie nehmen Personaler Bewerbungsfotos wahr?

Man kann es nicht absolut verallgemeinern, aber es gibt Umfragen dazu, was Personalverantwortliche für ein perfektes Bewerbungsfoto halten und wie sie die interpretieren. Alle legen Wert auf eine professionelle Aufnahme, um zu sehen, dass der Bewerber es ernst meint. Das Foto auf der Bewerbung wird immer noch als eine erste Gelegenheit wahrgenommen, den Kandidaten kennenzulernen. Gerade bei Stellen, in denen Du viel Kundenkontakt hast und das Unternehmen nach nach außen repräsentierst, will man vorher wissen, ob Du eine gepflegte Erscheinung mitbringst. Wenn die Bewerbung per Mail oder Online-Formular eingereicht wird, bevorzugen viele Personaler eine Schwarzweiß-Aufnahme, weil sie die Unterlagen sowieso in Schwarzweiß ausdrucken wollen.

Regeln beim Bewerbungsfoto: Größe, Qualität und mehr

Gibt es wirklich so starre Regeln für das Bewerbungsfoto? Größe, Format oder Platzierung sind keine Gesetze, sie garantieren Dir aber, dass Deine Bilder in ein professionelles Grundgerüst eingebettet sind. Daneben erinnern Dich folgende Ratschläge an Aspekte, die Du so vielleicht außer Acht gelassen hättest:

Bewerbungsfoto: Die richtige Größe

Auch wenn ein perfektes Bewerbungsfoto für sich sprechen soll, solltest Du Dich bei der Größe etwas zurückhalten und damit nicht die halbe Lebenslauf-Seite füllen. Mittlerweile sind Hochformate zwischen 6 x 4 und 9 x 6 Zentimeter üblich. Warum diese Maße fürs Bewerbungsfoto? Das Format entspricht dem fotografischen "Goldenen Schnitt", einem Format, das besonders ausgewogen wirkt. Solltest Du Dich für ein Portrait im Querformat entscheiden, kannst Du Dir sicher sein, damit aufzufallen. Dafür muss aber der Bildausschnitt und das Format gut gewählt sein, damit es wirklich passend ist und nicht abgeschnitten wirkt. Frage am besten Deinen Fotografen um Rat.

Qualität des Bewerbungsbildes

Was sind absolute No-Gos, die dem perfekten Bewerbungsfoto im Weg stehen? In Hinsicht auf die Qualität sollte Folgendes klar sein: Keine Automatenbilder, keine Handybilder, keine Aufnahmen aus der Freizeit und auf gar keinen Fall Selfies. Auch wenn es etwas kostet, es sollte ein Porträtbild (keine Ganzkörperaufnahmen!) von einem Fotografen sein. Du willst schließlich seriös rüberkommen und zeigen, dass Deine berufliche Zukunft Dir immerhin ein professionelles Shooting wert ist. Fordere zur Auswahl des Fotografen Arbeitsproben von Bewerbungsbildern an und lass Dich auf keinen Fall dazu überreden, irgendetwas Neues oder Künstlerisches auszuprobieren. Seine Kreativität kann der Fotograf bei anderen Aufträgen ausleben. Denk immer daran, dass Du der Kunde bist und ein Recht darauf hast, dass Deine Wünsche erfüllt werden.

Ist ein perfektes Bewerbungsfoto in Farbe?

Farbe oder Schwarzweiß? Eine klare Empfehlung können wir Dir hier nicht geben, denn letztendlich ist es Geschmacksache. Beim Fotografen kannst Du Dir beide Optionen in der Bildbearbeitung zeigen lassen. Da wird meist schon klar, was besser zu Deinen Gesichtszügen passt. Ebenmäßige Konturen kommen in Schwarzweiß besonders gut zur Geltung, bei kantigen Gesichtszügen kann das zu hart wirken, sodass sie eher von einem Farbbild profitieren. Wenn Du Dich dafür entscheidest, musst Du darauf achten, einerseits seriöse, gedeckte Farben zu tragen, die sich aber andererseits gut vom Hintergrund abheben und zu Deinem Teint passen. Für ein gutes Bewerbungsfoto ist die Kleidung entscheidend. Bringe daher verschiedene Outfits zum Termin mit. Ein guter Fotograf berät Dich, welche Option Dich am besten zur Geltung bringt.

Wo wird das Bewerbungsfoto platziert?

Mittlerweile läuft vieles elektronisch, das hat auch Folgen fürs Bewerbungsfoto: Bei einer Bewerbung per E-Mail oder Online-Formular gibt es kein Deckblatt, auf das das das Bild gehört. Stattdessen kommt es auf die erste Seite des Lebenslaufs. Es wird ganz oben platziert. Ob links oder rechts hängt davon ab, in welche Richtung die Nase auf dem Bewerbungsfoto zeigt. Verschickst Du die Unterlagen klassisch per Post, kommt das genannte Deckblatt zum Einsatz. Dort wird das Bild auffällig untergebracht. Ansonsten kommt es auch hier auf die erste Seite des Lebenslaufs. Klebe es auf jeden Fall richtig an, die Befestigung mit einer Büroklammer wirkt dilettantisch.

Das gilt beim Bewerbungsfoto für Kleidung, Haare & Co.

Egal ob Du in der Freizeit leidenschaftlich shoppst oder Mode und Beauty für oberflächliches Gedöns hältst, beim Bewerbungsfoto musst Du darauf achten. Neben Deinem Gesichtsausdruck ist es Dein Outfit dass am meisten mit dem Betrachter kommuniziert.

Bewerbungsfoto & Kleidung

Genauso wie beim Bewerbungsgespräch gilt auch beim Bewerbungsfoto: Kleidung sollte in etwa so gewählt werden, als ob Du den Job schon hättest. Du gleichst Dich also optisch an die Branche an, in der Du arbeiten willst und beachtest die jeweiligen Dresscodes. Aber aufgepasst: Egal wie locker die sein mögen, schulterfrei ist genauso tabu wie sichtbare Brustbehaarung bei geöffnetem Hemdknopf als Mann oder beim Bewerbungsfoto als Frau einen zu tiefen Ausschnitt zu tragen. Generell sollte das Outfit nicht verspielt sein, Rüschen und dergleichen haben nichts darin zu suchen. Ein gut geschnittenes, dunkles Jackett über weißem Oberteil wirkt bei Männern und Frauen immer seriös und geschmackvoll. Dass auf einem Bewerbungsfoto die Kleidung gebügelt, sauber und neuwertig sein sollte, versteht sich von selbst.

Bewerbungsfoto & Haare

Mit dem Bewerbungsbild will man Dich schon einmal ein bisschen kennenlernen. Das geht nicht, wenn Deine Haare Dein Gesicht verdecken. In jedem Fall dürfen sie nicht fettig, strähnig oder schuppig wirken. Achte auch darauf, dass keine Haare abstehen. Das fällt im Alltag vielleicht nicht so auf, auf einem Porträtbild dafür umso mehr. Sichtbare Ansätze sollten unbedingt noch nachgefärbt werden – ein Friseurbesuch kurz vor dem Fototermin lohnt sich auf jeden Fall.

Bewerbungsfoto & Hintergrund

Der Hintergrund des Bewerbungsfotos wird oft vernachlässigt. Wichtige Tipps hierzu: Der Kontrast zum Fotografierten sollte nicht zu hart sein, allerdings trotzdem gut abgrenzbar. Ein reinweißer Hintergrund lässt die Meisten zu blass wirken, besser ist es, wenn die Hintergrundfarbe mit der Kleidung harmoniert. Nicht nur bei Schwarzweiß-Aufnahmen muss auf die richtige Beleuchtung und Schlagschatten geachtet werden, die einem schnell Augenringe und eingefallene Wangen bescheren. Motive oder Gegenstände eigenen sich generell wenig für den Hintergrund, weil sie den Blick vom Gesicht ablenken.

Bewerbungsfoto & Haltung

Ein perfektes Bewerbungsfoto zeigt Dich im Halbporträt mit dem Ansatz der Schulterpartie. Ganzkörperaufnahmen kommen niemals in Frage (wir sprechen nicht von Bewerbungen beim Modelcontest). Wenn der Fotograf es im Griff hat, kann der Kopf auch leicht vom Bildrand angeschnitten sein, das kommt aber auf die Gesamtkomposition an. Wichtig ist, dass Du dem Betrachter zugeneigt bist und Offenheit signalisierst. Lächeln ist immer gut, wenn es Dir allzu unnatürlich vorkommt, reicht auch ein freundlicher Gesichtsausdruck.

Bewerbungsfoto & Make-up

Wichtig beim Bewerbungsfoto als Frau oder Mann: Das Gesicht darf nicht glänzen. Deshalb kann ein bisschen transparenter Puder auch Männergesichtern vorm Shooting nicht schaden. Darüber hinaus sollten Frauen nicht zu dick auftragen. Grelle Farben und rote Lippen killen die Seriosität, genauso wie ein Fehler, der oft erst auf dem Foto auffällt: Gesicht und Hals zeigen komplett unterschiedliche Hauttöne, weil die Foundation entweder zu dunkel oder zu hell gewählt wurde.

Die Checkliste für ein perfektes Bewerbungsfoto

Ist optisch alles klar beim Bewerbungsfoto? Tipps zum Aussehen gibt es hier noch einmal gesammelt als Fragen:

  • Schaust Du offen und freundlich (Lächeln!) mit Blick zum Betrachter?
  • Stimmt die Beleuchtung des Gesichts, gibt es noch störende Schatten?
  • Sind die Haare ordentlich und aus dem Gesicht?
  • Ist die Haut matt und ist der Teint natürlich?
  • Ist für das Bewerbungsfoto die Kleidung seriös und passend zum Job gewählt?
  • Wirft sie Falten oder ist sie an einer Stelle zerknittert?
  • Gibt es einen neutralen Hintergrund?
  • Neigst Du den Kopf leicht schräg und Deinen Körper zum Betrachter?

Achtung! Das kann beim Bewerbungsfoto schiefgehen

Jetzt ist eigentlich klar, auf was zu achten ist beim Bewerbungsfoto: Größe, Format, Look, Hintergrund usw. Trotzdem lauern noch erstaunlich viele Fallen und Fettnäpfchen, in die zu viele Bewerber immer wieder tappen. Besonders schade ist das, wenn Du viel für die Aufnahmen investiert hast und sie am Ende den Weg zum Traumjob sabotieren. Deshalb checke auch nochmal diese No-Gos:

  • Altes Bewerbungsfoto: Das Format passt noch, es ist ein schönes Bewerbungsbild von Dir, nur leider 5 Jahre alt? Finger weg! Auch wenn die Versuchung groß ist, durch Bilder-Recycling zu sparen, wird es beim Bewerbungsgespräch nicht gut ankommen, wenn Du deutlich älter oder anders als auf dem Bild aussiehst. Das wirkt als wäre es Dir für den Job den Aufwand und das Geld nicht wert, ein neues Bild zu machen.
  • Zu sexy: Klar, Du willst überzeugen, aber bitte nicht mit koketten oder auffordernden Blicken, tiefen Ausschnitten oder sonstigen sexy Merkmalen. Damit bekommst Du höchstens den Job in der Tabledance-Bar.
  • Falsches Lächeln: Lächeln ist super, allerdings nur, wenn es natürlich ist. Musst Du Dein Gesicht dafür unter Anstrengung zu einer zähnefletschenden Grimasse verziehen, gucke lieber einfach freundlich. Im anderen Extrem solltest Du auch nicht in einem übermütigen Lachanfall abgelichtet sein, es gilt das rechte Maß.
  • Auffälliger Schmuck: Auf gar keinen Fall solltest Du auffälligen Schmuck tragen fürs Bewerbungsfoto. Ohrringe oder Ketten sollten auf keinen Fall die Blicke auf sich ziehen. Dezente Ohrstecker in Silber oder Gold und eine feine Kette sind okay, aber nichts was glitzert oder bunte Farben hat. Und nochmal: Piercings rausnehmen!
  • Schlechte Stimmung: Wenn Du gerade Sorgen hast, unter großem Stress stehst und vielleicht schlecht schläfst, mach keinen Fototermin! Du wirst auf den Bildern mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht optimal rüberkommen und unsicher oder unsympathisch wirken, egal wie viel Mühe Du Dir beim Lächeln und Posen auch gibst. Die meisten Menschen können ihre wahre Stimmung nur schwer aus ihrer Mimik vertreiben.

Bewerbungsfoto als Frau: Stark wirken

Irgendwie ist es immer noch widersprüchlich, wie Frauen in der Arbeitswelt wirken sollen: stark und durchsetzungsfähig aber bitte nicht zu männlich. Auch beim Bewerbungsfoto und dem Make-up und Styling hierfür sind ambivalente Aspekte zu beachten, wie zahlreiche Studien zeigen:

Tatsächlich haben Studien ergeben, dass beim Bewerbungsfoto, ob Frau oder Mann, typisch männliche Attribute besonders überzeugend wirken. Das gilt im Besonderen für die Haare: Lange Haare sollten zurückgekämmt oder hochgesteckt sein, und auch keine "neckischen" Strähnen oder Locken freilassen.

Auch bei der Kleidung werden "männliche" Attribute tendenziell als Zeichen von Professionalität und Stärke wahrgenommen. Ein dunkler Hosenanzug mit heller Bluse ist beim Bewerbungsfoto wie beim Bewerbungsgespräch eine sichere Wahl. Alles was wie Rüschen und Blumenmuster zu verspielt und mädchenhaft wirkt, sollte besser im Schrank bleiben. Du musst Dich nicht als Mann anziehen, aber schlicht und elegant ist besser als süß oder gewagt.

Es gibt natürlich keine Pflicht zum Make-up, allerdings sieht man auf Fotos geschminkt eigentlich immer wacher und gesünder aus, auch wenn es nur dezentes Make-up ist. Das gilt auch für Männer, die ebenfalls von Make-up profitieren können. Beim Bewerbungsfoto als Frau sind Farben wie apricotfarbenes Rouge oder nudefarbener Lippenstift ideal, die natürlich und frisch wirken. Wer blaue Augen hat, kann sie gut mit Lidschatten in warmen Brauntönen betonen. Grüne Augen treten durch lilastichige Nuancen besonders gut hervor und für braune Augen eigenen sich blaustichige Grautöne.

Durchdachtes Bewerbungsfoto: Tipps für Männer

Männer haben es bei Bewerbungsbildern und -outfits nur vermeintlich leichter. Einen schwarzen Anzug hat eigentlich jeder, aber damit ist es nicht getan fürs Bewerbungsfoto. Die Tipps betreffen für männliche Bewerber vor allem feine Nuancen, denn Männer haben leider auch weniger Möglichkeiten, ihr Äußeres zu verändern. Wer aber für Styling und evtl. Make-up offen ist, kann Einiges machen:

Das Hemd sollte hell sein, Weiß geht eigentlich immer. Wenn Du Dich für Farben entscheidest, müssen sie dezent und zum Teint und Jackett passend sein. Hellblau oder Grau können gut wirken, wenn die Kombination stimmt. Verzichte bitte auf Hemden mit Muster, sie kommen auf Bildern nicht gut rüber und mindern Deine professionelle Ausstrahlung.

Wenn Du trotzdem farbliche Akzente setzen willst, kannst Du das mit einer (einfarbigen!) Krawatte machen. Ob Du auf dem Bewerbungsbild eine tragen solltest, kann nicht pauschal beantwortet werden, hier kommt es wieder auf den Branchen-Dresscode an. Wenn Du im Job die meiste Zeit eine tragen würdest, ist sie auf dem Bild auf jeden Fall von Vorteil, käme das hingegen so gut wie nie vor, wirkt sie auch auf dem Bewerbungsfoto zu streng.

Ein schwarzes Jackett ist der Klassiker, damit bist Du auf der sicheren Seite. Wenn Du ein sehr heller Hauttyp bist, kann es aber zu hart wirken. Leg Dir dann besser eines in dunklem Blau oder Grau zu. Insgesamt sollte das Outfit nicht mehr als drei Farben aufweisen.

Auch Männer können Make-up für ein perfektes Bewerbungsfoto tragen, nur darf man es nicht sehen. Gerade wer unter Augenringen, Hautunreinheiten oder unregelmäßiger Gesichtsfarbe leidet, erzielt mit einem Abdeckstift und Grundierung positive Effekte. Da die meisten Männer kaum Schmink-Erfahrung haben, sollten sie sich die Anwendung vorher von Profis in der Parfümerie oder weiblichen Bekannten zeigen lassen.

Schmuck hat auf den Bewerbungsfotos von Männern übrigens nichts verloren.

Professionelles Bewerbungsfoto: Tipps zur Auswahl des Fotografen

Mittlerweile dürfte klar sein, dass Du lieber einen professionellen Fotografen für Dein Bewerbungsfoto engagieren solltest. Je nachdem wo du lebst, gibt es bis zu hunderte geeignete Fotografen und es ist nicht so einfach, einen zu finden, der zu Dir passt. Wenn Du folgende Merkmale beachtest, wirst Du aber sicher Erfolg haben:

Wieviel Erfahrung hat der Fotograf?

Ein Fotograf mit Erfahrung zeigt sie auch auf seiner Website. Achte darauf, dass er wirklich viele Beispiele für Bewerbungsfotos hat, denn nur dann kannst Du Dir sicher sein, dass hier sein Schwerpunkt liegt. Vielleicht findest Du ja sogar schon ein perfektes Bewerbungsfoto, nach dessen Vorbild Du Dich in Szene setzen willst.

Gibt der Fotograf zum Bewerbungsfoto Tipps nach Branche?

Ein Profi, der sich mit Bewerbungsbildern auskennt, weiß, dass es keine 08/15-Lösungen gibt. Er wird sich bei Dir also im Vorfeld erkundigen, für welche Stelle und welche Branche Du das Bewerbungsfoto brauchst. Kleidung, Posing und Hintergrund können dann darauf abgestimmt werden. Wenn Du Dir beim Outfit nicht sicher bist, sollte der Fotograf mit Dir aus verschiedenen Optionen auswählen, denn er weiß, was andere Bewerber mit ähnlichen Zielunternehmen gewählt haben.

Bespricht der Fotograf Make-up und Gesichtsausdruck?

Damit Dein Gesicht auf dem Bild optimal zur Geltung kommt, müssen Make-up, Haare und Beleuchtung ideal sein. Ein erfahrener Fotograf kann Dir sagen, welche Farben für Dich besonders gut funktionieren und schlägt auch Alarm, wenn sich unvorteilhafte Effekte auf dem Bewerbungsfoto zeigen. Tipps sollte er auch zu Deinem Gesichtsausdruck parat haben, oft fühlt sich ein Lächeln für einen selbst viel zu breit an und auf dem Bild ist es kaum zu sehen oder ist sogar zu breit, weil der Job mehr Ernsthaftigkeit erfordert.

Ist der Fotograf sympathisch und hilfsbereit?

Damit Du auf dem Foto unverkrampft aussiehst, musst Du Dich erstmal beim Shooting wohlfühlen. Den Meisten ist es eher unangenehm im Scheinwerfer-Licht zu sitzen und ständig geknipst zu werden, ganz einfach, weil man es nicht gewohnt ist. Ein guter Fotograf weiß, wie er seinen Kunden Sicherheit gibt und versucht erstmal, Dich durch ein nettes Gespräch, lustige Anekdoten und unterstützende Komplimente etwas aufzulockern. Nur wer Dir sympathisch ist, kann Dein perfektes Bewerbungsfoto schießen.

Bietet der Fotograf Bildbearbeitung an?

In Zeiten von Photoshop & Co. sollte es selbstverständlich sein, dass Dein Fotograf das Bild nachbearbeitet, kleine Schönheitsfehler - wie Augenringe oder abstehende Haare -verschwinden lässt und mit Dir auswählt, ob ein Farbfoto oder eine Schwarzweiß-Aufnahme Dich am besten zur Geltung bringt. Da es kaum technischer Aufwand ist, sollte er Dir beide Bild-Arten zur Verfügung stellen.

Was hilft gegen Nervosität beim Foto-Shooting?

Schon der Gedanke an Fotos macht Dich nervös und Model wäre Dein Alptraum-Job? Mit so einer Abneigung nimmt schon das Bewerbungsfoto Katastrophen-Format an. Aber was Du nie vergessen darfst: Ob Vorstandsvorsitzender oder Praktikant: Jedem, außer vielleicht Model-Profis, ist es unangenehm, vor der Kamera zu posen. Gerade am Anfang wirkt alles gestellt, falsch und übertrieben, der Blick wird starr, die Mimik verkrampft. Jetzt hilft es, erst wegzuschauen, mehrmals zu blinzeln, evtl. Grimassen zu machen, sich auszuschütteln und erst dann wieder mit einem Lächeln in die Kamera zu schauen. Das sollte nicht schüchtern/verlegen sein, sondern souverän und selbstsicher.

Perfektes Bewerbungsfoto auch in sozialen Netzwerken

Wenn Du richtig Mühe und Geld in ein perfektes Bewerbungsfoto investierst, solltest Du es auch so viel wie möglich nutzen. Nicht nur deshalb ist es gut, wenn Du es in der Bewerbungsphase auch bei sozialen Netzwerken mit Karrierebezug wie LinkedIn, Xing oder Twitter als Profilbild wählst. Du kreierst damit sozusagen eine "Corporate Identity" für Dich, denn dadurch steigt Dein Wiedererkennungswert. Dass Personalverantwortliche heutzutage Bewerber auch in ihren Online-Auftritten auschecken, ist schon längt kein Geheimnis mehr.

Wichtig: Bildrechte klären!

In der Regel musstest Du Dich noch nicht so viel mit dem Urheberrecht auseinandersetzen. Deshalb gehst Du wahrscheinlich automatisch davon aus, dass Du die Bilder, die Du beauftragt und bezahlt hast, für jeden Zweck verwenden kannst. Leider ist das nicht so selbstverständlich. Prinzipiell gehören Fotos dem, der sie gemacht hat, also dem Fotografen. Er muss Dir das dauerhafte, uneingeschränkte Nutzungsrecht einräumen. Die Urheberrechte an den Bildern kann er nicht übertragen, die "naheliegenden Nutzungsrechte" bekommst Du bei Bewerbungsbildern ohne weitere Absprache. Du darfst das Bewerbungsfoto im Ursprungs-Format für Print- und Online-Bewerbungen nutzen. Wenn Du es allerdings auf Deine Website, Job-Portale etc. stellen willst, musst Du das extra mit dem Fotografen vereinbaren. Rechtlich gilt das dann nicht mehr als private Verwendung. Lass Dir am besten schriftlich vom Fotografen bestätigen, für welche Zwecke/Portale Du das Bild verwenden darfst.

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