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Lebenslauf für die Stipendiumsbewerbung

So sieht der Lebenslauf bei der Stipendiumsbewerbung aus

Einen guten Lebenslauf zu verfassen, ist nicht besonders schwer. Wichtig ist es, genau zu sein und einige elementare Grundsätze einzuhalten. Passe unbedingt auch darauf auf, konsistent zu arbeiten. Wir haben die wichtigsten Punkte zu diesem Thema für Dich zusammengestellt.

Die Form des Lebenslaufs

Ein tabellarischer Lebenslauf sollte nicht länger als zwei Seiten sein, da der einzelnen Bewerbung bei der Vorauswahl zumeist nur wenige Minuten gewidmet werden. Das Wichtigste muss daher beim Überfliegen hervorstechen.

Um dies zu erreichen, ist es wichtig, dass der Lebenslauf klar strukturiert und gut formatiert ist. Grundsätzlich sollten Bewerber auf die Verwendung einer anderen Farbe als schwarz verzichten. Als Schrifttyp sollte Times New Roman oder Arial verwendet werden. Andere Schrifttypen können schnell zu einem unseriösen Eindruck beitragen.

Für einige Stipendien kann anstelle des tabellarischen Lebenslaufs auch ein ausführlicher Lebenslauf oder ein handschriftlicher Lebenslauf erwünscht sein. Hier muss man besonders auf die stiftungseigenen Anforderungen achten.

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Das Foto auf dem Lebenslauf

Einen wichtigen Beitrag zum ersten Eindruck liefert auch das Bewerbungsfoto. Es sollte in aller Regel oben rechts auf der ersten Seite des tabellarischen Lebenslaufs platziert werden. Sollte dem Lebenslauf ein Deckblatt beigefügt werden, sollte das Foto darauf Platz finden. Wichtig ist hier, dass das Foto etwa die Größe eines Passfotos hat. Ein zu kleines Foto wäre für den Betrachter schwer erkennbar, ein zu großes stellt Äußerlichkeiten zu stark in den Vordergrund und lenkt stark von der eigentlichen Qualifikation ab.

Auf dem Foto sollten Bewerber einen freundlichen und doch selbstbewussten Eindruck machen. Privataufnahmen sollten grundsätzlich nicht verwendet werden. Ein professioneller tabellarischer Lebenslauf sollte in jedem Fall ein Foto aus einem professionellen Fotostudio beinhalten.

Folgende Punkte für ein professionelles Bewerbungsfoto solltest Du berücksichtigen:

  1. Kleidung: Du möchtest einen seriösen Eindruck vermitteln. Dazu solltest Du auf dem Foto Geschäftskleidung tragen, d. h. ein Anzugjackett und ein Hemd bzw. eine Bluse. Männer sollten dazu eine Krawatte tragen. Dezenter, zum Jackett passender Schmuck kann bei Frauen durchaus elegant wirken. Zuviel Schmuck wirkt jedoch unseriös.
  2. Format: Das Foto sollte von kurz oberhalb des Kopfes bis unterhalb des Schlüsselbeins reichen. Andere Formate sind bei Bewerbungen nicht üblich.
  3. Gesichtsausdruck: Wichtig ist ein direkter Blick in die Kamera und damit auch zum Betrachter. Das erweckt einen selbstsicheren und aufgeschlossenen Eindruck. Ein Lächeln wirkt sympathisch und interessiert.

Die Gliederung des Lebenslaufs

Grundsätzlich solltest Du Lücken im Lebenslauf vermeiden. Wenn Du trotzdem Schwächen wie Lücken, schlechte Noten in den Zeugnissen und eine lange Studiendauer im Lebenslauf nicht vermeiden kannst, solltest Du sie gut erklären können. Denn dies wird sonst schnell als mangelnde Zielstrebigkeit und Unzuverlässigkeit ausgelegt.

Die Auflistung der Stationen im tabellarischen Lebenslauf erfolgt heutzutage rückwärts chronologisch, d. h. die letzten Stationen werden zuerst gelistet. Dies hat den einfachen Grund, dass neuere Informationen zu Deiner Person in der Regel deutlich relevanter sind als Ereignisse, die lang zurück liegen. Dabei sollte links der Zeitraum und rechts die Station aufgelistet sein.

Außerdem solltest Du darauf achten, Deinen tabellarischen Lebenslauf auf die jeweiligen Stiftungen oder sonstigen Institution auszurichten, bei der Du Dich bewirbst. Dies kannst Du zum Beispiel tun, indem Du Stationen stärker hervorhebst, die für eine bestimmte Förderinstitution von besonderer Relevanz sind. Außerdem kannst Du Unterpunkte zur Erklärung dieser Station genauer ausführen. Auf jeden Fall solltest Du für jede Stiftung einen neuen Lebenslauf formulieren und auf keinen Fall einfach die Bewerbungsunterlagen in Kopie an mehrere verschicken!

Die hier genannte Gliederung hat sich unserer Erfahrung nach bisher sehr gut bewährt und entspricht auch dem, was Stiftungen bei der Lektüre von Lebensläufen gewohnt sind:
  1. Angaben zur eigenen Person: Hier solltest Du Deine Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Dein Geburtsdatum nennen. Mögliche, aber nicht zwingende Angaben sind der Familienstand, die Nationalität, die Konfession, die Anzahl der Geschwister und die Berufe der Eltern.
  2. Ausbildung: Hier solltest Du die Hochschule, an der Du studierst und die Schule erwähnen, an der Du Deinen Schulabschluss erworben hast. Wenn Du bereits einen Studienaufenthalt im Ausland absolviert hast, solltest Du ihn hier ebenfalls platzieren. Ebenso auch einen Schüleraustausch. Kurze Erläuterungen zu den verschiedenen Stationen sind hilfreich. So kannst Du beispielsweise Deine Schwerpunktfächer in der Uni oder auch Noten nennen. Wir empfehlen, Noten hier nur explizit zu nennen, wenn sie mindestens gut sind.
  3. Praktika /Berufserfahrung: Diese Kategorie umfasst Deine Berufserfahrung, Berufsausbildung(en), Praktika und Studentenjobs. Auch hier solltest Du kurze Erläuterungen zu Deinen Tätigkeiten beifügen.
  4. Fremdsprachen: Diese Kategorie dient dazu, Deine Sprachkenntnisse und Deinen Kenntnisstand in der jeweiligen Sprache zu nennen. In aller Regel werden zur Bewertung des Kenntnisstands die Begriffe „Grundkenntnisse“, „fließend in Wort und Schrift“, „verhandlungssicher“ und „Muttersprache“ verwendet. Eine zu starke Übertreibung der Sprachkenntnisse kann vor allem dann Nachteile bringen, wenn sie in einem Auswahlgespräch nach der schriftlichen Vorauswahl auf den Prüfstand gestellt werden.
  5. Computer-Kenntnisse: Hier solltest Du zunächst Deinen Kenntnisstand in den Office-Standardanwendungen vermerken. Weitere Kenntnisse in anderen Programmen sollten hier auch Berücksichtigung finden.
  6. Außercurriculare Aktivitäten und Auszeichnungen: Es wirkt sich vorteilhaft aus, wenn Du hier etwas zu bieten hast. Solltest Du sogar zahlreiche außercurriculare Aktivitäten und Auszeichnungen vorweisen können, bietet sich eine Aufspaltung dieser Kategorie an. Außercurriculare Aktivitäten umfassen jegliches Engagement im Hochschulbereich oder auch im karitativen oder politischen Umfeld. Ausbildung zu einem Trainer oder Lehrer können hier auch erwähnt werden. Auszeichnungen umfassen Stipendien und Preise. Auch z. B. Preise bei Skiwettläufen können hier Erwähnung finden; denn auch diese Art von Preis zeugt für Prüfer von Zielstrebigkeit.
  7. Hobbys: An dieser Stelle solltest Du möglichst interessante Hobbys hervorheben. Hobbys, die direkte positive Schlüsse auf Deine Person zulassen, sind besonders erwünscht. Denn von den Hobbys lässt sich zum Beispiel auf besonderen Ehrgeiz, intellektuelle Neugierde oder Teamfähigkeit schließen. Außerdem solltest Du Dich auf wenige, aber interessante Hobbys konzentrieren, statt einfach eine lange Liste von teilweise banalen Freizeitaktivitäten aufzuzählen.

Schriftliche Bewerbung:

Mündliche Bewerbung:

  • Bewerbungsgespräch: Mit diesen Tipps geht nichts schief
  • Präsentation: Selbstpräsentation und Präsentation anderer Themen meistern
  • Gruppendiskussion: In der Gruppendiskussion persönlich überzeugen
  • Die 10 schlimmsten Fehler im Auswahlgespräch: Fehler vermeiden und Prüfer überzeugen
  • Fragen und Antworten im Bewerbungsgespräch: Diese Fragen werden häufig gestellt
  • Vorbereitung für das Bewerbungsgespräch: Wie Du Dich am besten vorbereitest
  • Kommentare

    Finde der Artikel enthält ein paar nützliche Hinweise für meine Bewerbungen. Ich werde die Ratschläge im Kopf behalten, die der Autor hier genannt hat. Vielen Dank hierfür. Ich hoffe, dass es bald mal endlich mit einem Stipendium klappt...

    Cool. Interessant.

    Arial oder Times New Roman als Maßstab ist aber ziemlicher Unfug. Zugegebenermaßen haben sich die beiden Typen leider mit Windows zwar eingebürgert, gelten typographisch aber weithin als scheußlich und wirken »billig«. Deshalb ist auch kein einziges vernünftiges Buch in diesen Schriftarten gedruckt; mir ist jedenfalls kein Verlag bekannt, der sie ernsthaft benutzen würde. Wesentlich empfehlenswerter sind z.B. Garamond, Palatino Linotyp, Frutiger, Minion, Myriad etc.

    Danke für die Tipps, ich mache mein CV so, wie hier steht. Ich hoffe, dass es dann mal mit einem Stipendium klappt!

    diese Tipps waren sehr sinnvoll, danke, ich werde bestimmt einen professionellen Lebenslauf schreiben...

    Das finde ich auch interessante

    Gerade in Bezug auf den im Geschäftsbereich immer häufiger genutzten amerikanischen CV würde ich das Foto weglassen. Sobald es auch nur halbwegs international wird sind Fotos Abwertungskriterien.