Bewerbungsbetreff - Tipps zur Formulierung

Der Betreff von Bewerbungen ist klein aber wichtig! Wir verraten Dir, wie Deine Bewerbung durch eine knackig formulierte Betreffzeile positiv hervorsticht.
Arbeitsunterlagen zur Erstellung einer Bewerbung sowie Laptop

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der Betreff jeder Bewerbung ist ein kleines aber wichtiges Element, das oft vernachlässigt wird.
  • Je konkreter und präziser die Betreffzeile formuliert ist, desto eher wird die Bewerbung gelesen.
  • Noch wichtiger ist die Formulierung des Betreffs in einer Bewerbung per E-Mail.

Den Betreff der Bewerbung nicht unterschätzen

Die Betreffzeile mag nur einen kleinen Teil Deiner Bewerbung ausmachen, dennoch ist gerade dieser Einzeiler nicht zu unterschätzen, zumal er direkt am Anfang Deiner Bewerbung steht und Deinem potenziell zukünftigen Arbeitgeber einen ersten Eindruck vermittelt. Personalverantwortliche stehen oft unter hohem Zeitdruck und überfliegen Bewerbungsunterlagen im ersten Durchgang meist nur flüchtig. Auf diese Weise verschaffen sie sich nicht nur einen Überblick, sondern sortieren unpassende Bewerbungsunterlagen auch direkt aus.

Um sich von der Masse an Bewerbungen abzuheben, bleibt Dir deswegen nicht allzu viel Spielraum: Die gekonnte Formulierung des Betreffs Deiner Bewerbung kann das Interesse des Personalverantwortlichen wecken und damit über Deine weitere Zukunft entscheiden. Im digitalen Zeitalter gilt das ebenso für den Betreff der E-Mail-Bewerbung bzw. auf Online-Portalen.

Bewerbung & Betreff: Formulierungshilfen

Das Bewerbungsschreiben hat eine ganz bestimmte Aufgabe zu erfüllen: Dir die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch zu verschaffen. Damit Du diesen ersten Schritt erfolgreich meisterst, gilt es, einen guten ersten Eindruck beim Empfänger Deiner Bewerbung zu hinterlassen. Und der beginnt eben mit dem Betreff!

Sei konkret und präzise

Der Betreff Deiner Bewerbung ist der einzige Teil, bei dem Du sicher sein kannst, dass er gelesen wird. Dein Ziel ist es deshalb, unmissverständlich zu sein, damit der Empfänger anschließend auch die Einleitung, Dein komplettes Anschreibens sowie den Lebenslauf angeregt liest oder zumindest gründlich scannt. Die Betreffzeile bietet keinen Platz für kreative Ideen. Sei deshalb einfach so explizit wie möglich. Verwende die exakte Stellenbezeichnung. Wenn Dein Betreff unklar ist, weil Du beispielsweise nur das Wort 'Bewerbung' benutzt, wird niemand Deine Unterlagen lesen. Deine Bewerbung landet dann möglicherweise direkt im Papierkorb und Du bist zu Recht gleich aussortiert.

Referenzen und Kennziffern nicht vergessen

Ist in der Ausschreibung Deiner Wunschstelle eine Referenz oder Kennziffer angegeben? Dann solltest Du diese ebenfalls unbedingt im Betreff der Bewerbung unterbringen. In der Regel wirst Du dazu sogar in der Ausschreibung aufgefordert. Der Hintergrund ist: Gerade in großen Unternehmen werden häufig ähnliche Stellen in verschiedenen Geschäftsbereichen ausgeschrieben. Je präziser Du den Betreff formulierst, desto einfacher machst Du es dem Personalverantwortlichen, Deine Bewerbung der gewünschten Stelle zuzuordnen und an den richtigen Fachbereich weiterzuleiten.

Die Bezugszeile: Was ist das?

Eine Bezugszeile kann direkt unter den Betreff Deiner Bewerbung gesetzt werden und ist etwas kleiner als die Betreffzeile formatiert. Durch diese Ergänzung kannst Du Bezug auf das Stellenangebot nehmen. Hast Du die Stellenausschreibung beispielsweise in der Zeitung gefunden, so könnte eine Bezugszeile folgendermaßen aussehen: "Ihre Stellenausschreibung in der Stuttgarter Zeitung am TT.MM.JJJJ". Durch die Verwendung des Datums fällt der Personalabteilung die Zuordnung der Bewerbung nochmal einfacher. Die Verwendung einer Bezugszeile ist mittlerweile allerdings völlig optional.

Formales zum Betreff in der Bewerbung

Damit Deine Bewerbung nicht direkt im Papierkorb oder auf dem Absagestapel landet, solltest Du nicht nur den Betreff klar formulieren, sondern auch einige formale Rahmenbedingungen einhalten. Es mag verlockend sein, alle Regeln über Bord zu werfen und Deine Bewerbung besonders individuell gestalten zu wollen. So fällt man auf, oder? Abgesehen von der Kreativbranche sind die meisten Unternehmen in dieser Hinsicht jedoch eher konservativ eingestellt. Halte Dich deshalb lieber an die folgenden Regeln, um das erste Hindernis im Bewerbungsmarathon erfolgreich hinter Dich zu bringen:

Aufbau der Betreffzeile

Bitte vermeide in Deiner Bewerbung den Begriff 'Betreff' oder dessen Abkürzung 'Betr.' als erstes Wort in der Betreffzeile. Diese Formulierung ist veraltet und zeigt dem Personalverantwortlichen, dass Du nicht auf dem neuesten Stand im Bereich der Geschäftskommunikation bist. Viele Bewerber machen diesen Fehler dennoch und disqualifizieren sich damit automatisch selbst. Stattdessen gehört in die Betreffzeile, wie im oberen Absatz bereits erläutert, die genaue Jobbezeichnung sowie eine Referenz- oder Kennnummer. Bitte schließe die Betreffzeile keinesfalls mit einem Punkt oder sonstigen Satzzeichen ab.

Welche Schriftart?

Es mag aufregend erscheinen, eine ausgefallene Schriftart für Deine Bewerbung und besonders für den Betreff zu verwenden. Allerdings ist der Sinn und Zweck Deines Bewerbungsschreibens lediglich, Dir ein Vorstellungsgespräch zu verschaffen. Dieses Ziel erreichst Du am besten, wenn Deine Unterlagen gut lesbar sind und nichts vom Inhalt ablenkt. Verwende daher klare und geradlinige Schriftarten. Die meisten Personaler bevorzugen serifenlose Schriftarten wie beispielsweise Arial, Calibri oder Helvetica. Verwende in keinem Deiner Bewerbungsschriftstücke mehr als zwei verschiedene Schriftarten, andernfalls könnten Deine Unterlagen schnell unseriös wirken. Am besten bleibst Du gleich bei einer einzigen.

Die richtige Schriftgröße für die Betreffzeile

Der Betreff Deiner Bewerbung darf sich gerne etwas vom Anschreiben und dem Kopfteil absetzen. Die Schriftgröße des Fließtextes sollte je nach Schriftart zwischen 10 und 12 pt. liegen, die Betreffzeile kannst Du dementsprechend 1 pt. größer wählen. Insgesamt ist es wichtig darauf zu achten, dass Dein Text gut lesbar ist und gleichzeitig nicht zu dominant wirkt. Versuche Dich in den Personalverantwortlichen hineinzuversetzen. Wenn sich Dein Schreiben angenehm lesen lässt, erhöhst Du dadurch die Wahrscheinlichkeit, dass es auch tatsächlich gelesen wird.

Fettungen, Unterstreichungen und Co. - Ja oder Nein?

Den Betreff hebst Du durch eine Fettung hervor, aber unterstreich diese Zeile auf keinen Fall. Durch den gefetteten Betreff strukturierst Du Dein Anschreiben und kennzeichnest das Ende des Kopfteils und den Anfang Deines eigentlichen Anschreibens. Darüber hinaus wird die wichtigste Information für den Leser direkt hervorgehoben; somit weiß der Personaler sofort, um welche Stellenausschreibung es sich handelt. Verzichte ansonsten in Deinem Bewerbungstext auf Hervorhebungen und geh mit Formatierungen sparsam um. Häufige Hervorhebungen lassen Deine Unterlagen ebenfalls schnell unübersichtlich und unseriös wirken.

4. Bewerbungsbetreff: Gute und schlechte Beispiele

Positive Beispiele Negative Beispiele
Bewerbung als Trainee Abteilung Einkauf, Referenz 12345 Bewerbung zum Praktikum
Bewerbung als Sachbearbeiterin HR, Kennziffer 12345 Betreff: Bewerbung
Bewerbung als Controller Internationale Finanzen, Referenznummer 12345 Betr.: Bewerbung auf Ihre Anzeige
Initiativbewerbung als Assistentin der Geschäftsführung Bewerbung als Aushilfe
Bewerbung als Sachbearbeiter Vertrieb Europa, Referenz 1234 Ihre Stellenanzeige in der Stuttgarter Zeitung vom 12.09.2017 Bewerbung von Martina Müller

Bewerbung per E-Mail: Formulierung des Betreffs

Solltest Du Dich per E-Mail bewerben, ist die Betreffzeile noch wichtiger als bei der Bewerbung per Post: Im Zweifel öffnet der Empfänger Deine E-Mail nämlich erst gar nicht oder Deine Nachricht landet ungesehen im Spam-Ordner. Deswegen gilt auch hier: Der erste Eindruck zählt. Dem Empfänger muss sofort klar sein, was genau er von Dir erhält. Und Du musst den Betreff so formulieren, dass Deine E-Mail vom System möglichst nicht als Spam gekennzeichnet wird.

Verwende deswegen niemals Ausrufezeichen oder ausschließlich Großbuchstaben im Betreff. Abgesehen davon, dass das sehr unhöflich wirkt, steigert es auch die Chance, dass Deine E-Mail als Spam identifiziert wird. Wähle als erstes Wort 'Bewerbung' im E-Mail Betreff gefolgt von der Jobbezeichnung und, falls vorhanden, einer Referenz- oder Kennnummer. Sei so präzise und knapp wie möglich. Schließ dann mit Deinem Vor- und Nachnamen ab. Sollte Deine E-Mail innerhalb des Unternehmens weitergeleitet werden, ist sie mit Deinem Namen für alle Beteiligten in elektronischen Postfächern später einfacher auffindbar und Deiner Person zuzuordnen.

Bewerbung: Der Betreff sitzt, und nun?

Selbstverständlich ist der Betreff Deiner Bewerbung, ob nun auf dem Postweg versendet oder per E-Mail verschickt, nur der Anfang. Wenn Deine Unterlagen ansonsten nicht überzeugen, dann reicht auch eine perfekt formulierte Betreffzeile nicht aus, um Dich bis zu einem Vorstellungsgespräch zu bringen. Umgekehrt kann ein zu allgemein gehaltener oder nicht durchdachter Betreff dazu führen, dass Deine ansonsten hervorragenden Bewerbungsunterlagen vom Personaler keines weiteren Blickes mehr gewürdigt werden und Du direkt eine Absage erhältst. Insofern ist es sehr wichtig, dass Deine Unterlagen an allen Stellen brillieren und hervorheben, dass Du die richtige Besetzung bist!

Checkliste für Dein Bewerbungsschreiben:
  • Absender
  • Datum
  • Empfänger
  • Betreff
  • Anrede (nach Möglichkeit persönlich, also den direkten Ansprechpartner ansprechen)
  • Einleitungssatz
  • Kurze Vorstellung und Bezug zum Unternehmen
  • Relevante Erfahrungen, Stärken und Soft Skills
  • Weitere relevante Kenntnisse
  • Referenzen (optional)
  • Kündigungsfrist und möglicher Eintrittstermin
  • Falls gefordert: Gehaltsvorstellung
  • Schlusssatz
  • Unterschrift
  • Anlagen (Lebenslauf, Zeugnisse, etc.)

💡TIPP

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