Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNF) fördert Studenten mit bis zu 1.292 € monatlich für die Dauer der Regelstudienzeit. Der Grundbetrag von bis zu 992 € richtet sich wie beim BAföG nach dem Einkommen Deiner Familie. Anders als BAföG musst Du das Geld nicht zurückzahlen. Dazu bekommst Du in jedem Fall eine Studienkostenpauschale von 300 € im Monat und mögliche Familienzuschläge. Für ein Studium im Ausland gibt Dir die Stiftung höchstens 12 Monate lang einen Zuschuss.
Du kannst Dich schon als Schüler kurz vor dem Abitur oder Fachabitur bewerben. Auch nach dem Abitur oder einer abgeschlossenen Berufsausbildung ist das möglich, wenn Du anschließend studieren willst. Das Programm steht außerdem Studenten in jedem Semester offen, auch im Master oder im Semester vor dessen Beginn.
Du kannst an Tagungen, Workshops und Konferenzen teilnehmen, wirst eng betreut und gehörst zum Netzwerk der Stiftung. Die FNF steht der FDP nahe.
Das Stipendium läuft zunächst ein Jahr. Danach beantragst Du jedes Jahr die Verlängerung bis zu Deinem Studienabschluss. Die Förderung endet mit Deiner letzten Prüfung.
Das Geld stammt vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, dessen Regeln für die Vergabe gelten. Die FNF ist eines der 13 Begabtenförderungswerke, die der Bund finanziert.
Du bewirbst Dich ausschließlich online über das Portal der Stiftung. Es gibt zwei Runden im Jahr, im Frühjahr und im Herbst. Deine Unterlagen lädst Du auf Deutsch oder Englisch als PDF hoch. Deinen beiden Gutachtern schickst Du einen Link, über den sie ihre Gutachten direkt an die Stiftung senden.
Die FNF trifft anhand der Unterlagen eine Vorauswahl und lädt anschließend zu Auswahlgesprächen oder einer Auswahltagung ein. Ob Du in diese zweite Runde kommst, erfährst Du etwa vier Monate nach Ende der Bewerbungsphase ausschließlich per E-Mail.
Welche staatlichen Förderwerke es gibt und wie deren Auswahl funktioniert, zeigt Dir unser Überblick Begabtenförderungswerke.
Unser Tipp: Nutze Muster und Formulierungsbaukasten, um Dich von anderen Bewerbern abzuheben.