Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNF) steht der FDP nahe und gehört zu den 13 großen Begabtenförderungswerken in Deutschland. Sie setzt sich für eine liberale Weltanschauung und Themen wie Digitalisierung, Bildung oder Pressefreiheit ein. Fast 850 Stipendiaten sind momentan im Programm der FNF.
Die Stipendien
Die verschiedenen Stipendienprogramme der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit haben Förderzeiträume von einem Jahr bis hin zur Regelstudienzeit und beinhalten finanzielle monatliche Unterstützungen von 1.292 € bis 1.750 €. Für die Bewerbung um ein Stipendium bei der FNF gibt es keine Altersgrenze. Von den Stipendien-Interessierten wird allerdings in der Regel erwartet, dass sie:
- ein Erststudium in Vollzeit absolvieren
- noch mind. 2 Semester der Regelstudienzeit vor sich haben
- sehr gute Leistungen bringen
- sich gesellschaftlich engagieren
Alle Stipendiaten sollen sich während der Förderzeit in einem der zahlreichen Arbeitskreise oder Initiativen zu Themen wie Demokratie, Entrepreneurship oder Entwicklungspolitik engagieren. 90 Stipendiaten dienen als direkte Ansprechpartner an den Hochschulen und Vermittler mit der Friedrich-Naumann-Stiftung.
Stipendium für Studenten
Das größte Stipendienprogramm der Friedrich Naumann Stiftung ist das Stipendium für Studenten inkl. EU und Nicht-EU-Länder sowie Geflüchtete. In dem Programm können Studenten bis zu 1.292 € für die Dauer ihres Studiums erhalten. Darüber hinaus beinhaltet das Stipendium eine umfangreiche ideelle Förderung.
Stipendium für Promovenden
Ein weiteres Förderprogramm der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNF) ist das Stipendium für Promovenden, auch aus EU-Ländern. Die Stipendiaten erhalten 1.750 € monatlich (inkl. 100 € Forschungskostenpauschale) für bis zu drei Jahre. Neben der finanziellen Unterstützung erhalten die Promovenden eine engmaschige Betreuung sowie eine umfassende ideelle Förderung.
Die Liberale Medienakademie
Stipendiaten der FNF (Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit) können die Liberale Medienakademie absolvieren und dadurch journalistische Fähigkeiten und Medienkompetenz erwerben. Diese ideelle Förderung richtet sich an Studenten und Promovenden aller Fachrichtungen. Durch Seminare und Online-Schulungen, werden Basis- und Profilkurse abgeschlossen. Die Teilnehmer erhalten ein Zertifikat.
Hintergrund und weitere Informationen
Mehr als 1.000 Veranstaltungen werden pro Jahr von der Friedrich-Naumann-Stiftung ausgerichtet. Dazu gehören die jährliche „Berliner Rede zur Freiheit“ am Brandenburger Tor, Vorträge oder Podiumsdiskussionen. Die Stiftung publiziert zudem das Magazin „Liberal“ und vergibt mehrere Preise, etwa den Freiheitspreis. 2002 wurde der „Förderverein Solidaritätsfonds für Studierende und Graduierte e. V.“ gegründet, der aktuelle und ehemalige Stipendiaten in persönlichen Notlagen unterstützt.
Die Einrichtungen der Stiftung sind:
- Begabtenförderung
- Theodor Heuss Akademie (Bildungsstätte)
- Archiv des Liberalismus
- Internationale Akademie für Führungskräfte
- Internationale Journalisten- und Mediendialogprogramm
- Liberales Institut (Denkfabrik)
Neben ihrem Hauptsitz in Potsdam und einem Büro in Berlin hat die FNF noch zahlreiche weitere Standorte in Deutschland. Sie ist darüber hinaus seit 1964 im Ausland und inzwischen in über 60 Ländern aktiv.
Die FNF wurde 1958 gegründet und nach Friedrich Naumann (1860–1919), einem liberalen Politiker, benannt. Seit ihrem Bestehen gab es mehr als 7.500 Stipendiaten, von denen viele im Verband der Stipendiaten und Alt-Stipendiaten organisiert sind. Einige prominente Alumni sind etwa Guido Westerwelle (ehem. Vizekanzler), Wolfgang Kubicki (Präsident des Deutschen Bundestages), Alexander Graf von Lambsdorff (ehem. Vizepräsident des Europäischen Parlaments) oder Tanit Koch (ehem. Chefredakteurin der BILD-Zeitung).