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Inhalt11 Abschnitte
- Wie wird man Florist?
- Wie lange dauert die Ausbildung?
- Was brauchst Du, um Florist zu werden?
- Kann man als Quereinsteiger Florist werden?
- Eigener Blumenladen: Was brauchst Du?
- Was macht ein Florist?
- Was verdient ein Florist?
- Welche Weiterbildungen gibt es?
- Hat der Beruf Florist Zukunft?
- Passt der Beruf zu Dir?
- Weiter zu Florist und Gartenbau
Floristen gestalten und verkaufen Blumen- und Pflanzenschmuck: Sie binden Sträuße, fertigen Kränze, Gestecke und Brautschmuck, pflegen die Pflanzen im Laden und beraten ihre Kundschaft. Florist ist ein Ausbildungsberuf im Handel.
Wie wird man Florist?
Florist oder Floristin wirst Du mit einer dualen Ausbildung. Sie dauert 3 Jahre, Du lernst im Blumengeschäft, Gartencenter oder in einer Gärtnerei und in der Berufsschule und legst die Abschlussprüfung vor der IHK ab. Einen bestimmten Schulabschluss schreibt das Gesetz nicht vor. Ausbildungsplätze, Bewerbung und Inhalte im Detail findest Du im Artikel Floristen-Ausbildung.
So läuft die Ausbildung ab
- VorherBei einem Betrieb bewerbenDu schließt einen Ausbildungsvertrag, meist mit einem Blumenfachgeschäft, teils mit Gärtnerei. Auch Gartencenter und Baumärkte mit Floristikabteilung bilden aus.
- Monat 1 bis 18GrundlagenDu lernst Schnittblumen zu versorgen, Sträuße zu binden, Kranzkörper und Anstecker zu fertigen, Gefäße zu bepflanzen, Kunden zu beraten und Preise zu kalkulieren. In die Berufsschule gehst Du an 1 oder 2 Tagen pro Woche oder im Block.
- 4. HalbjahrTeil 1 der AbschlussprüfungVier Arbeitsaufgaben in 150 Minuten: ein Strauß, ein Anstecker, ein Kranzkörper und eine Pflanzung. Dazu 60 Minuten schriftlich zur Pflege von Pflanzen. Teil 1 zählt zu 20 %.
- Monat 19 bis 36Anlässe und KaufmännischesJetzt kommen Tisch-, Hochzeits-, Trauer- und Raumfloristik dazu, Stilkunde, Marketing, Einkauf und Warenwirtschaft.
- Ende Jahr 3Teil 2 der AbschlussprüfungDu entwirfst ein florales Projekt mit einem Kernstück und zwei Begleitstücken samt Werkstoffliste und Kalkulation, präsentierst es und fertigst die drei Stücke in 210 Minuten. Dazu kommen drei schriftliche Prüfungen.
Diese Prüfung gilt für alle, die seit dem 1. August 2025 ihre Ausbildung beginnen. Die frühere Zwischenprüfung gibt es nicht mehr, Teil 1 zählt schon zur Endnote.
Quellen: Floristen-Ausbildungsverordnung vom 31.01.2025 (§§ 6 bis 15 und Ausbildungsrahmenplan); BERUFENET Florist/in.

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Wie lange dauert die Ausbildung zum Floristen?
Die Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. Mit gutem Schulabschluss oder guten Leistungen geht es schneller. Was Du in der Ausbildung verdienst, je nach Region und Tarif, steht im Artikel Floristen-Ausbildung.
Quellen: §§ 7a, 8, 17 und 45 Berufsbildungsgesetz; BIBB-Empfehlung 129; BIBB, Mindestausbildungsvergütung 2026; BERUFENET (Beispielwerte BMAS, August 2025).
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Was brauchst Du, um Florist zu werden?
Vor allem einen Ausbildungsplatz. Einen bestimmten Schulabschluss verlangt das Gesetz nicht, die Betriebe wählen selbst aus. 2024 hatte fast die Hälfte der neuen Azubis einen mittleren Abschluss. Wer unter 18 ist, braucht außerdem die ärztliche Bescheinigung über die Erstuntersuchung.
Quelle: BIBB, Datensystem Auszubildende, Berichtsjahr 2024.
Brauchst Du einen Sachkundenachweis für Pflanzenschutz?
Wer im Laden Pflanzenschutzmittel verkauft, braucht ihn. Dein Floristen-Abschluss gilt dafür als Nachweis:
Quellen: BERUFENET; § 9 Pflanzenschutzgesetz; §§ 1 und 2 sowie Anlage 2 Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung; Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.
Kann man als Quereinsteiger Florist werden?
Ja. Die Tätigkeit ist nicht reglementiert, mitarbeiten darfst Du auch ohne Abschluss. Die meisten Betriebe erwarten aber eine abgeschlossene Ausbildung. Zum Abschluss führen für Erwachsene drei Wege: Mehr zu Umschulung und Quereinstieg steht im Artikel Floristen-Ausbildung.
Nah verwandt sind die Ausbildungen zum Gärtner im Zierpflanzenbau oder in der Friedhofsgärtnerei. Auch dort pflegst und verkaufst Du Pflanzen und bindest teilweise Blumenschmuck.
Quellen: BERUFENET; §§ 45 und 50b Berufsbildungsgesetz; §§ 81, 87a und 180 Sozialgesetzbuch III.
Eigener Blumenladen: Was brauchst Du?
Einen Meisterbrief brauchst Du nicht: Florist ist kein Handwerk nach der Handwerksordnung, sondern ein freies Gewerbe. Eine besondere Qualifikation schreiben die Behörden für einen Blumenladen nicht vor.
Kaufmännisches Wissen und Führung lernst Du gezielt in der Meisterprüfung, mehr dazu im nächsten Abschnitt.
Quellen: Handwerksordnung Anlagen A und B; Gründerplattform von KfW und Bundeswirtschaftsministerium; § 14 Gewerbeordnung; § 9 Pflanzenschutzgesetz; BERUFENET; § 5 Ladenöffnungsgesetz NRW.
Was macht ein Florist?
Ein Florist bindet Sträuße und Kränze, fertigt Gestecke, Tisch-, Hochzeits- und Trauerschmuck, berät Kunden, pflegt die Ware und kümmert sich um Einkauf, Preise und Kasse. Viele Blumenläden arbeiten mit Blumenversand und Onlineshops zusammen. Dann nimmst Du auch Bestellungen online an und lieferst Blumen aus.
Die Aufgaben eines Floristen an einem Tag im Laden
- Früh morgensWare einkaufenFrische Blumen und Pflanzen holst Du oft im Großmarkt. Dann beginnt der Tag schon in den frühen Morgenstunden.
- Vor der ÖffnungWare versorgenDu dornst Rosen ab, schneidest Stiele an, stellst die Blumen ins Wasser, gießt und düngst und kühlst empfindliche Ware.
- Im LadenKunden beratenDu fragst nach Anlass und Budget, schlägst Blumen und Farben vor und gibst Pflegetipps für Topfpflanzen.
- In der WerkstattBinden und gestaltenDu bindest Sträuße, fertigst Gestecke, Kränze und Pflanzschalen, mit Schere, Zange, Draht und Bindematerial.
- ZwischendurchLaden und SchaufensterDu dekorierst Verkaufsraum und Schaufenster passend zur Saison.
- Zum SchlussKasse und BestellungenDu kassierst, kalkulierst Preise, bestellst Nachschub und nimmst Aufträge für Hochzeiten oder Trauerfeiern an.
Welche Spezialisierungen gibt es?
Die Ausbildungsordnung nennt vier große Anlässe. In einem davon fertigst Du auch Dein Prüfungsstück:
| Bereich | Was Du dort gestaltest |
|---|---|
| Hochzeitsfloristik | Brautstrauß, Schmuck für Braut und Bräutigam, Körper- und Autoschmuck |
| Trauerfloristik | Sarg- und Urnenschmuck, Trauerkränze und -gestecke, nach den Regeln des Friedhofs |
| Tischfloristik | Gestecke passend zu Form und Größe der Tafel |
| Raumfloristik | Schmuck für Räume, abgestimmt auf Raum und Licht, dazu Raumbegrünung |
Wo arbeiten Floristen?
Die meisten arbeiten in Blumenfachgeschäften. Die Bundesagentur für Arbeit nennt auch Gartencenter, Gärtnereien mit Blumengeschäft, Baumärkte mit Floristikabteilung, den Großhandel für Blumen und Pflanzen, Bestattungsunternehmen mit eigenem Blumenhaus und Hotels mit eigener Floristik. Dazu kommen Event- und Dekorationsbetriebe.
Quellen: BERUFENET Florist/in; Floristen-Ausbildungsverordnung 2025, Ausbildungsrahmenplan; beruf-florist.de (Zentralverband Gartenbau); Bundesagentur für Arbeit, Beschäftigungsstatistik 31.12.2025.
Was verdient ein Florist?
Als Florist verdienst Du im Mittel 2.559 € brutto im Monat. Was Du zum Einstieg, als Floristmeister, pro Stunde und in Deinem Bundesland verdienst, steht im Artikel Floristen-Gehalt.
Welche Weiterbildungen gibt es für Floristen?
Der klassische Aufstieg ist die Prüfung zum Geprüften Floristmeister vor der IHK. Sie steht auf derselben Stufe wie ein Bachelor (DQR-Niveau 6). Den Meister bezahlt das Aufstiegs-BAföG mit: bis zu 15.000 € für Lehrgang und Prüfung, die Hälfte davon als Zuschuss. Wie Du es beantragst, steht im Artikel Aufstiegs-BAföG.
| Weiterbildung | Was sie Dir bringt |
|---|---|
| Gestalter/in Blumenkunst | Bachelor Professional in Gestaltung für den künstlerischen Schwerpunkt |
| Techniker/in Gartenbau | Bachelor Professional in Technik Produktion und Vermarktung im Gartenbau |
| Ausbilder/in | Ausbildereignung wenn Du Azubis betreuen willst, auch ohne Meister |
| Studium Gartenbau | Bachelor mit Hochschulreife, unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne |
| Seminare | Floristik, Warenpräsentation, Verkauf um auf dem neuesten Stand zu bleiben |
Quellen: Floristmeister-Fortbildungsprüfungsverordnung (§§ 1 bis 6); IHK Nord Westfalen; BERUFENET Florist/in und Floristmeister/in; aufstiegs-bafoeg.de.
Hat der Beruf Florist Zukunft?
Ja, Fachkräfte werden gesucht, ein Engpassberuf ist Florist aber nicht: Eine Stelle war 2025 im Mittel 104 Tage offen, auf eine gemeldete Stelle kamen rund 5 Arbeitsuchende.
Quellen: BIBB, Datensystem Auszubildende (Datenblatt Florist/-in 2024); BERUFENET, Berufsdossier; Zentralverband Gartenbau nach AMI (2026).
Quellen: BERUFENET; BIBB, Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe 2024; IHK Nord Westfalen.
Passt der Beruf zu Dir?
Warum Florist werden?
- gern mit Pflanzen arbeitest und Dir Sorten und Fachnamen gut merkst
- ein Auge für Farben und Formen hast und gern etwas mit den Händen gestaltest
- Menschen gern berätst, beim Hochzeitsstrauß genauso wie beim Trauerkranz
- rechnen kannst und Lust auf Einkauf, Kalkulation und Verkauf hast
- Allergien gegen Pflanzen hast oder empfindliche Haut
- samstags und vor Valentinstag oder Muttertag lieber frei hättest
- nicht gern früh aufstehst und in kühlen, feuchten Räumen arbeitest
- vor allem viel Geld verdienen willst, denn Ausbildung und Gehalt liegen eher niedrig
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