Einstiegsgehalt 
1.600
Durchschnittsgehalt 
3.000
Ausbildung 
Ausbildung
13
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Zimmerer
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Was ist ein Zimmerer?

Zimmerer stellen Holzbauten aller Art her, bauen vorgefertigte Bauteile, Dämmstoffe und Bauelemente ein, sanieren und restaurieren Dachstühle und andere Gebäudeteile aus Holz. Egal ob es um Neubau, Restaurierung oder um Reparatur geht – sie sind also die Fachmänner für Holz.

Was macht ein Zimmerer?

Als Zimmerer baust Du Holzhäuser und Dachstühle oder Du nimmst Innenausbauten vor. Du errichtest Fachwerkkonstruktionen oder ganze Fertighäuser, montierst Fenster, Türen, Treppen, Trennwände und Außenwandverkleidungen, die Du manchmal auch selbst gefertigt hast.

Zudem modernisierst und sanierst Du Altbauten und restaurierst historische Holzkonstruktionen. Dabei arbeitest Du in Abstimmung mit der Bauleitung, nach Bauplänen und sonstigen technischen Vorgaben. Außerdem machst Du Dinge, die aus verwandten Berufen kommen: Dachdecken oder das Solaranlagen aufbauen. Aber auch bauphysikalische Themen wie Energieeffizienz und Winddichtigkeit gehören zum Arbeitsalltag.

Wie wird man Zimmerer?

Offiziell ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben – meist suchen Unternehmen aber Bewerber mit gutem Hauptschulabschluss oder mittlerer Reife.

Voraussetzungen

Die Ausbildung als Zimmerer dauert drei Jahre. Du kannst sie entweder im Bereich „Handwerk“ oder im Bereich „Industrie und Handel“ machen. Wenn Du berufliche Vorkenntnisse oder die Fachhochschul- oder Hochschulreife hast oder in Deiner Zimmerer-Ausbildung besonders gute Noten sammelst, kannst Du sie auch in zweieinhalb oder sogar in nur zwei Jahren abschließen. Die Zimmerer-Ausbildung ist meistens dual. Das heißt, Du lernst die Theorie in der Schule und die Praxis im Betrieb. Es gibt aber auch die Variante, sie ausschließlich an einer Berufsfachschule zu machen.

Ablauf

Bei einer dualen Zimmerer-Ausbildung findet das erste Ausbildungsjahr vor allem in der Berufsschule statt. Hier lernst Du die wichtigsten Grundlagen. Der Berufsschulunterricht findet ein- bis zweimal pro Woche oder in Blöcken von beispielsweise drei oder vier Wochen statt. Wenn der Unterricht in überregionalen Fachklassen durchgeführt wird, sind die Auszubildenden während dieser Zeit oft in einem Internat untergebracht. Im zweiten Ausbildungsjahr arbeitest Du zu einem Großteil Deiner Zimmerer-Ausbildung im Betrieb, also auf der Baustelle oder in der Werkstatt. Im dritten Jahr bist Du dann schon ein vollwertiger Teil des Betriebs. Im Betrieb selbst wirst Du von Ausbildnern bei der Mitarbeit angeleitet. Die Ausbildner bereiten Dich auch auf die Zwischen- und Abschluss- oder Gesellenprüfung vor.

Wo arbeitet ein Zimmerer?

Nach Deiner Zimmerer-Ausbildung findest Du in erster Linie Beschäftigung:

  • in Zimmereien (meist Klein- und mittelständische Unternehmen)
  • in Ingenieurholzbaubetrieben
  • bei Fassadenbauunternehmen
  • in Dienstleistungsbetrieben von Kommunen

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Dein Arbeitswerkzeug sind nicht nur Stechbeitel, Hammer und Axt, sondern auch die Stichsäge und Hobelmaschinen. Du musst wissen, wie Du Deine Werkzeuge bedienst und wartest. Dafür musst Du Sicherheitsvorkehrungen einhalten und Arbeitskleidung tragen. Mithilfe Deiner Werkzeuge und Maschinen setzt Du dann Deine Zimmerer-Tätigkeiten um.

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Dein Arbeitsplatz ist einerseits in der Werkstatt, wenn Du zum Beispiel Elemente vorfabrizierst. Dort lagern auch die Baumaterialien, die Du brauchst. Wenn Du alle Materialien und Vorbereitungen erledigt hast, geht es auf die Baustelle, wo Du einen Großteil Deiner Zeit verbringst. Dort geht es meist hoch hinaus. Denn Deine Montagen nimmst Du häufig auf Gerüsten, Leitern und Dachkonstruktionen vor.

Was verdient ein Zimmerer?

Schon während Deiner Zimmerer-Ausbildung bekommst Du ein Lehrlingsgehalt. Im ersten verdienst Du durchschnittlich 850 Euro brutto monatlich, im zweiten sind es 1.200 Euro und im dritten verdienst Du 1.475 Euro.

Nach Deiner Zimmerer-Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt meist zwischen 1.600 und 2.100 Euro. Je nach Weiterbildung kannst Du Dein Gehalt erhöhen. Ein Vorarbeiter verdient etwa 2.800 Euro brutto im Monat, ein Zimmererpolier im Durchschnitt 3.200 Euro. Als angestellter Zimmerermeister kannst du mit einem Gehalt von 3.000 Euro brutto im Monat ausgehen. Leitest Du Deinen eigenen Betrieb, hängt dein Verdienst von dem Gewinn ab, den Du erwirtschaftest.

Wo finde ich einen Job als Zimmerer?

Auch, wenn die Auftragslage saisonabhängig, also hauptsächlich von Frühjahr bis Herbst ist, sind die Beschäftigungsaussichten und Lehrstellenangebot günstig. Vor allem besteht große Nachfrage nach Sanierungsarbeiten im Rahmen der Altstadterneuerung sowie nach Sonderanfertigungen. Auf unserer Jobbörse kannst Du gleich nach einer passenden Stelle suchen.

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Wie sind die Berufsaussichten für Zimmerer?

In den vergangenen Jahren gab es einen wahren Bauboom: Vom kleinen Einfamilienhaus bis zu großen Wohnanlagen entstehen auf dem Land und in der Stadt viele Gebäude. Nach Statistischem Bundesamt gab es noch nie so viele Aufträge, wie jetzt. Und ohne Zimmerer steht kein Haus. Nicht nur die schiere Anzahl der Gebäude, sondern auch der moderne Holzbau an sich wird immer mehr zu einer Alternative für Bauherren und Planer. Der Bauboom fördert die Branche: knapp 50% aller Zimmerer-Tätigkeiten kommen bei Neubauten zum Einsatz. Die anderen 50% der Aufträge werden an Bestandsbauten umgesetzt, die unter anderem nach klimaneutralen Richtlinien saniert werden. Und nach Deiner Zimmerer-Ausbildung bist Du Experte für genau dieses Gebiet.

Die Branche profitiert dabei von der Energiesparverordnung der Bundesregierung, die damit klimaneutrales Bauen fördert, um die Klimaschutzziele 2050 zu erreichen. Die Auftragsbücher der Unternehmer sind also prall gefüllt. Für das Jahr 2018 rechnete der Bund Deutscher Zimmermeister mit einem Umsatzplus von 3,5 Prozent. Die Nachfrage nach Fachkräften ist dementsprechend groß. Das zeigt sich in der Auszubildendenquote, die bei den Zimmerern mit 10,9% sehr hoch ist. Dabei sind die alten Bundesländern chancenreicher: von den knapp 7500 Auszubildenden sind nur 580 aus dem ehemaligen Osten. Weil immer mehr Maschinen zum Einsatz kommen, wird der Beruf außerdem auch für Frauen attraktiv, da er körperlich weniger anstrengend wird. Noch sind nur 2,3% der Auszubildenden weiblich. Doch die Tendenz steigt. Der Bund Deutscher Zimmerermeister empfiehlt der Branche mittlerweile Frauen sogar gezielt anzusprechen.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Du kannst Dich in dem Bereich spezialisieren, in dem Du Dich am wohlsten fühlst: im Treppenbau, bei der Gebäudeenergieberatung oder im ökologischen Holzbau. Du kannst Dich aber auch zum Bautechniker weiterbilden oder ein Studium zum Ingenieur anschließen. Traditionell gibt es diese Richtungen:

  • Zimmerervorarbeiter: Als Vorarbeiter bist Du der Chef deines Arbeitsteams.
  • Zimmerpolier: Du bist das Bindeglied zwischen den Mitarbeitern auf dem Bau und den Leitern im Unternehmen. Du leitest Dein Team und bist Ansprechpartner für Rückfragen.
  • Zimmermeister: Als Meister besitzt Du großes technisches Knowhow und kennst Dich auch in Betriebswirtschaft, Pädagogik und Recht aus. Du kannst die komplette Projektverantwortung übernehmen, einen eigenen Betrieb leiten und selbst Lehrlinge ausbilden.
  • Restaurator im Zimmerhandwerk: Als Restaurator konservierst, restaurierst, renovierst und rekonstruierst Du die bauliche Originalsubstanz an Baudenkmälern.
  • Ingenieurholzbau: Wenn Du Dich für Architektur interessierst, ist das der richtige Bereich für Dich. Hier erstellst Du komplexe Konstruktionen, wie beispielsweise Brücken oder tragende Hallendächer. Dafür musst Du ein Studium absolvieren. Entweder Du hast Abitur oder die Fachhochschulreife, den Meistertitel oder den Gesellenbrief zusammen mit einer dreijähriger Berufstätigkeit. Dann bist Du zu einem Hochschulstudium berechtigt.

Passt der Beruf Zimmerer zu mir?

Die wichtigste Voraussetzung, um ein guter Zimmermann zu werden bleibt die Lust, kreativ mit Holz zu arbeiten. Auf Baustellen geht die Arbeit außerdem schon früh los. Das sollte kein Problem für dich sein. Neben handwerklichem Geschick und Feingefühl brauchst Du darüber hinaus folgende Eigenschaften:

Räumliches Vorstellungsvermögen
Du musst Pläne und Zeichnungen in die Realität umsetzen können.
Geschick im Umgang mit Maschinen
Deine Arbeitsmaterialien sind neben deinem wichtigsten Utensil, dem Hammer, grobe Maschinen.
Körperbeherrschung
Du bist in großen Höhen und auf Gerüsten unterwegs und hast es mit schweren Balken und scharfen Werkzeugen zu tun.
Mathematisches Verständnis
Du musst kein Mathegenie sein, aber die Grundrechenarten solltest Du beherrschen. Denn Du berechnest täglich Werkstückmaße, Materialkosten und Materialbedarf.
Gute körperliche Konstitution
Du musst schwere Holzbalken und Bauteile wie Treppen oder Fenster heben und tragen. Die großen Handkreissägen wiegen auch schon mal mehr als 20 Kilogramm. Dazu brauchst Du eine robuste Gesundheit und körperliche Belastbarkeit, Kraft und Beweglichkeit.
Teamfähigkeit
Beim Bau schafft man Hand in Hand: Zimmerer sind auf die Arbeit von Kranführern, Maurern oder Bauleitern angewiesen.
Wetterfest
Du bist bei Wind und Wetter, Hitze und Regen draußen auf der Baustelle.

Wenn Du einen traditions- und abwechslungsreichen Beruf ausüben möchtest, ist die Zimmerer-Ausbildung das Richtige für Dich!