Einstiegsgehalt 
2.200
Durchschnittsgehalt 
2.861
Ausbildung 
Ausbildung
34
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Zimmerer
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Was ist ein Zimmerer?

Zimmerer stellen Holzbauten aller Art her, bauen vorgefertigte Bauteile, Dämmstoffe und Bauelemente ein, sanieren und restaurieren Dachstühle und andere Gebäudeteile aus Holz. Egal ob es um Neubau, Restaurierung oder um Reparatur geht – sie sind also die Fachmänner für Holz.

Was macht ein Zimmerer?

Als Zimmerer baust Du Holzhäuser und Dachstühle oder Du nimmst Innenausbauten vor. Du errichtest Fachwerkkonstruktionen oder ganze Fertighäuser, montierst Fenster, Türen, Treppen, Trennwände und Außenwandverkleidungen, die Du manchmal auch selbst gefertigt hast.

Zudem modernisierst und sanierst Du Altbauten und restaurierst historische Holzkonstruktionen. Dabei arbeitest Du in Abstimmung mit der Bauleitung, nach Bauplänen und sonstigen technischen Vorgaben. Außerdem machst Du Dinge, die aus verwandten Berufen kommen: Dachdecken oder das Solaranlagen aufbauen. Aber auch bauphysikalische Themen wie Energieeffizienz und Winddichtigkeit gehören zum Arbeitsalltag.

Wie wird man Zimmerer?

Offiziell ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben – meist suchen Unternehmen aber Bewerber mit gutem Hauptschulabschluss oder mittlerer Reife.

Voraussetzungen

Die Ausbildung als Zimmerer dauert drei Jahre. Du kannst sie entweder im Bereich „Handwerk“ oder im Bereich „Industrie und Handel“ machen. Wenn Du berufliche Vorkenntnisse oder die Fachhochschul- oder Hochschulreife hast oder in Deiner Zimmerer-Ausbildung besonders gute Noten sammelst, kannst Du sie auch in zweieinhalb oder sogar in nur zwei Jahren abschließen. Die Zimmerer-Ausbildung ist meistens dual. Das heißt, Du lernst die Theorie in der Schule und die Praxis im Betrieb. Es gibt aber auch die Variante, sie ausschließlich an einer Berufsfachschule zu machen.

Ablauf

Bei einer dualen Zimmerer-Ausbildung findet das erste Ausbildungsjahr vor allem in der Berufsschule statt. Hier lernst Du die wichtigsten Grundlagen. Der Berufsschulunterricht findet ein- bis zweimal pro Woche oder in Blöcken von beispielsweise drei oder vier Wochen statt. Wenn der Unterricht in überregionalen Fachklassen durchgeführt wird, sind die Auszubildenden während dieser Zeit oft in einem Internat untergebracht. Im zweiten Ausbildungsjahr arbeitest Du zu einem Großteil Deiner Zimmerer-Ausbildung im Betrieb, also auf der Baustelle oder in der Werkstatt. Im dritten Jahr bist Du dann schon ein vollwertiger Teil des Betriebs. Im Betrieb selbst wirst Du von Ausbildnern bei der Mitarbeit angeleitet. Die Ausbildner bereiten Dich auch auf die Zwischen- und Abschluss- oder Gesellenprüfung vor.

Wo arbeitet ein Zimmerer?

Nach Deiner Zimmerer-Ausbildung findest Du in erster Linie Beschäftigung:

  • in Zimmereien (meist Klein- und mittelständische Unternehmen)
  • in Ingenieurholzbaubetrieben
  • bei Fassadenbauunternehmen
  • in Dienstleistungsbetrieben von Kommunen

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Dein Arbeitswerkzeug sind nicht nur Stechbeitel, Hammer und Axt, sondern auch die Stichsäge und Hobelmaschinen. Du musst wissen, wie Du Deine Werkzeuge bedienst und wartest. Dafür musst Du Sicherheitsvorkehrungen einhalten und Arbeitskleidung tragen. Mithilfe Deiner Werkzeuge und Maschinen setzt Du dann Deine Zimmerer-Tätigkeiten um.

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Dein Arbeitsplatz ist einerseits in der Werkstatt, wenn Du zum Beispiel Elemente vorfabrizierst. Dort lagern auch die Baumaterialien, die Du brauchst. Wenn Du alle Materialien und Vorbereitungen erledigt hast, geht es auf die Baustelle, wo Du einen Großteil Deiner Zeit verbringst. Dort geht es meist hoch hinaus. Denn Deine Montagen nimmst Du häufig auf Gerüsten, Leitern und Dachkonstruktionen vor.

Was verdient ein Zimmerer?

Schon während Deiner Zimmerer-Ausbildung bekommst Du ein Lehrlingsgehalt. Im ersten verdienst Du durchschnittlich 850 Euro brutto monatlich, im zweiten sind es 1.200 Euro und im dritten verdienst Du 1.475 Euro.

Nach Deiner Zimmerer-Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt meist zwischen 1.600 und 2.100 Euro. Je nach Weiterbildung kannst Du Dein Gehalt erhöhen. Ein Vorarbeiter verdient etwa 2.800 Euro brutto im Monat, ein Zimmererpolier im Durchschnitt 3.200 Euro. Als angestellter Zimmerermeister kannst du mit einem Gehalt von 3.000 Euro brutto im Monat ausgehen. Leitest Du Deinen eigenen Betrieb, hängt dein Verdienst von dem Gewinn ab, den Du erwirtschaftest.

Wo finde ich einen Job als Zimmerer?

Auch, wenn die Auftragslage saisonabhängig, also hauptsächlich von Frühjahr bis Herbst ist, sind die Beschäftigungsaussichten und Lehrstellenangebot günstig. Vor allem besteht große Nachfrage nach Sanierungsarbeiten im Rahmen der Altstadterneuerung sowie nach Sonderanfertigungen. Auf unserer Jobbörse kannst Du gleich nach einer passenden Stelle suchen.