Einstiegsgehalt 
1.740
Durchschnittsgehalt 
2.350
Ausbildung 
Ausbildung
175
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Rechtsanwaltsfachangestellte
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Was ist eine Rechtsanwaltsfachangestellte?

Rechtsanwaltsfachangestellte unterstützen Rechtsanwälte in allen Bereichen ihrer Tätigkeit. In der Regel sind sie in Kanzleien beschäftigt und übernehmen dort vor allem organisatorische und verwaltende Tätigkeiten. Der Beruf ist rechtlich geschützt. Nur wer die dreijährige Ausbildung als Rechtsanwaltsfachangestellte erfolgreich abgeschlossen hat, darf auch die entsprechende Bezeichnung verwenden.

Was macht eine Rechtsanwaltsfachangestellte?

Eine Rechtsanwaltsfachangestellte ist so etwas wie die rechte Hand eines Rechtsanwaltes. Sie ist meist als Angestellte in einer Kanzlei tätig und soll mit ihrer Arbeit dem oder den Rechtsanwälten den Rücken freihalten. Dafür kümmert sie sich vor allem um den Terminkalender der Anwälte, überwacht Fristen und achtet darauf, dass diese auch eingehalten werden. Insbesondere in größeren Kanzleien, in denen gleich mehrere Juristen arbeiten, gehören solche organisatorischen Tätigkeiten zu den wichtigsten Rechtsanwaltsfachangestellte-Aufgaben, denn sie ist es, die für einen reibungslosen Ablauf des Tagesgeschäfts in der Kanzlei sorgt. Auch für die Buchhaltung ist sie häufig zuständig, zudem hat sie repräsentative Aufgaben und übernimmt große Teile der mündlichen und schriftlichen Kommunikation mit Mandanten, Behörden und Gerichten.

Wie wird man Rechtsanwaltsfachangestellte?

Voraussetzungen

Der Beruf Rechtsanwaltsfachangestellte ist ein klassischer Ausbildungsberuf und bundesweit einheitlich geregelt. Bislang ist die Rechtsanwaltsfachangestellte-Ausbildung eine eindeutige Frauen-Domäne. Fast 95 Prozent der Azubis sind weiblich, nichtsdestotrotz steht der Beruf Männern selbstverständlich ebenso offen. Theoretisch ist für die Ausbildung als Rechtsanwaltsfachangestellte kein Schulabschluss vonnöten. Mehr als 90 Prozent der Auszubildenden in diesem Beruf haben jedoch mindestens den Mittleren Schulabschluss vorzuweisen, gut ein Drittel hat sogar Abitur oder Fachabitur gemacht. Azubis mit einem Hauptschulabschluss oder ganz ohne Abschluss sind also eher die Ausnahme. Wichtiger als der Abschluss sind für die meisten Ausbilder aber Deine Noten in ausgewählten Fächern – vor allem in Deutsch und Mathematik sowie in Wirtschaft und Recht.

Ausbildung

Normalerweise dauert die Rechtsanwaltsfachangestellte-Ausbildung drei Jahre. Für diejenigen Bewerber, die Abitur gemacht haben, besteht allerdings in einigen Bundesländern die Möglichkeit, die Ausbildungszeit von vornherein auf zwei Jahre zu verkürzen. Auch der Nachweis über Vorkenntnisse kann unter Umständen reichen, um die Lehre um ein halbes Jahr zu verkürzen.

In der Ausbildung als Rechtsanwaltsfachangestellte pendelst Du sozusagen hin und her zwischen Deinem Ausbildungsbetrieb, in diesem Fall der Kanzlei, und der Berufsschule. Ein paar Tage drückst Du die Schulbank und paukst Theorie und an den übrigen Tagen setzt Du das Erlernte in der Kanzlei direkt in die Praxis um und wirst dort von Deinen Kollegen angelernt. Etwa nach der Hälfte der Rechtsanwaltsfachangestellte-Ausbildung steht für Dich eine schriftliche Zwischenprüfung an, in der Deine Kenntnisse in den Bereichen Recht, Büropraxis und Wirtschafts- und Sozialkunde abgefragt werden. Neben den genannten beschäftigst Du Dich aber auch mit weiteren Fächern, aus dem rechtlichen und kaufmännischen Bereich ebenso wie aus der Volkswirtschaftslehre. Zu den Fächern, die Dich auf die späteren Rechtsanwaltsfachangestellte-Aufgaben vorbereiten sollen, zählen zum Beispiel Rechnungswesen, Zivilprozessrecht und Rechtsanwaltsgebührenordnung.

Die Vergütung während Deiner Ausbildung als Rechtsanwaltsfachangestellte ist regional recht verschieden. Im Durchschnitt kommst Du im ersten Lehrjahr auf ungefähr 500 bis 550 Euro, im dritten Jahr dann auf rund 650 Euro Ausbildungsgehalt.

Prüfung

Die Abschlussprüfung am Ende des dritten Lehrjahres findet vor dem Prüfungsausschuss der Rechtsanwaltskammer statt. Sie besteht aus einer halbstündigen mündlichen Prüfung sowie mehreren schriftlichen Prüfungen, die zwischen 60 und 90 Minuten dauern, zu allen Inhalten der Ausbildung.

Ausbildungsplätze

Wo arbeitet eine Rechtsanwaltsfachangestellte?

Klassischerweise arbeitet eine Rechtsanwaltsfachangestellte dort, wo auch die Rechtsanwälte arbeiten, nämlich in einer Kanzlei. Aufgrund der Inhalte der Rechtsanwaltsfachangestellte-Ausbildung kommen aber auch andere Beschäftigungsfelder infrage. Dazu zählen:

  • Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
  • Inkassobüros
  • Mahnabteilungen bei Banken

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Der Arbeitsalltag einer Rechtsanwaltsfachangestellten gestaltet sich abwechslungsreich. In der Tat entlastet eine Fachkraft ihren Chef in vielerlei Hinsicht. Täglich stehen in der Regel folgende Rechtsanwaltsfachangestellte-Aufgaben auf dem Plan:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Die meisten Deiner Aufgaben sind organisatorischer Natur und recht schreibintensiv, manches zählt auch in die Kategorie Verwaltung. Deshalb verbringst Du die meiste Zeit wenig überraschend an Deinem Schreibtisch im Büro der Kanzlei. Ob Eingangspost bearbeiten oder Akten führen – vieles davon können Rechtsanwaltsfachangestellte mittlerweile digital am PC erledigen. Nichtsdestotrotz wirst Du auch regelmäßig Briefe schreiben und verschicken und physische Akten ein- und aussortieren müssen. Zu Deinen täglichen Begleitern gehören neben dem PC auch Kopierer und Faxgerät. Eher selten kann es vorkommen, dass Du bei der Arbeit auch mal aus dem Büro rauskommst, etwa dann, wenn Du Außentermine bei Mandanten wahrnimmst.

Was verdient eine Rechtsanwaltsfachangestellte?

Das Einstiegsgehalt direkt nach dem Ende Deiner Rechtsanwaltsfachangestellte-Ausbildung liegt im Durchschnitt bei rund 1.700 Euro monatlich. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt Dein Gehalt später noch auf 2.300 bis 2.400 Euro an, in großen Kanzleien kannst Du jedoch auch auf einen Monatslohn von mehr als 3.000 Euro kommen, insbesondere wenn Du dort eine leitende Funktion einnimmst.

Wo finde ich einen Job als Rechtsanwaltsfachangestellte?

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Wie sind die Berufsaussichten für Rechtsanwaltsfachangestellte?

Die Chancen für Auszubildende, eine Festanstellung zu erhalten, bezeichnet der Vorsitzende des Bundesrechtsanwaltskammer-Ausschusses Berufsbildung, Albert Vossebürger, gegenüber berlin.de als „außerordentlich gut“. Demnach arbeiten 70 Prozent der Azubis nach ihrer Rechtsanwaltsfachangestellte-Ausbildung weiter in einer Kanzlei. Hinzu kommt: Die Zahl der zugelassenen Rechtsanwälte wächst weiterhin, auch wenn der enorme Anstieg der vergangenen Jahrzehnte ein klein wenig abgeflaut ist. Das stellt die Nachfrage nach ausgebildetem Fachpersonal auch für die Zukunft sicher.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Eine Möglichkeit, sich zu spezialisieren, ist die Auswahl der richtigen Kanzlei. Je nachdem, ob eine Kanzlei vorrangig mit familienrechtlichen, arbeitsrechtlichen oder strafrechtlichen Themen befasst ist, gestaltet sich Deine Arbeit auch inhaltlich ein wenig anders.

Darüber hinaus kannst Du Dich im Anschluss an Deine Rechtsanwaltsfachangestellte-Ausbildung jedoch auch noch weiterbilden. Dann kommen folgende Tätigkeiten in Betracht:

  • Büroleitung in einer größeren Kanzlei
  • Rechtsfachwirt

Passt der Beruf Rechtsanwaltsfachangestellte zu mir?

Eine Rechtsanwaltsfachangestellte muss sich selbstverständlich gut auskennen, wenn es um Recht und Gesetz geht, schließlich hat sie tagtäglich mit Juristen zu tun und leistet wichtige Vorarbeiten für deren Tätigkeit. Doch gute Kenntnisse in diesem Bereich sind allein längst noch nicht ausreichend. Wenn Du gern Rechtsanwaltsfachangestellter werden möchtest, dann prüfe zunächst einmal, ob Du die folgenden Voraussetzungen für diesen Beruf mitbringst.

Organisationstalent
Volle Terminkalender und viele Telefonate sollten bei Dir keine Panik auslösen, denn als Rechtsanwaltsfachangestellter musst Du stets den Überblick behalten, um die Abläufe in der Kanzlei nicht zu gefährden.
Empathie
Wer Hilfe in einer Kanzlei sucht, befindet sich meist in einer schwierigen Lebenslage oder hat größere Probleme zu bewältigen. Im Umgang mit den Mandanten ist also ein gewisses Einfühlungsvermögen dringend vonnöten.
Gute Sprachkenntnisse
Die Kommunikation mit Mandanten erfolgt zwar auch im persönlichen Gespräch oder am Telefon, ein großer Teil wird jedoch schriftlich abgewickelt. Ein angemessenes Ausdrucksvermögen und gute Sprachkenntnisse sind daher in jedem Fall Voraussetzung für die Arbeit als Rechtsanwaltsfachangestellter.
Zuverlässigkeit
In einer Kanzlei vereinbarst und organisierst Du meist Termine für mehrere Rechtsanwälte. Auch über bestimmte Fristen musst Du die Anwälte informieren. Die Juristen müssen sich dabei auf Deine Vorarbeit verlassen können.
Ordentliches Erscheinungsbild
Als Rechtsanwaltsfachangestellte bist Du eine Art Aushängeschild der Kanzlei und hast täglich Kundenkontakt. Du solltest also auf ein gepflegtes Äußeres achten. In vielen Kanzleien besteht außerdem ein bestimmter Dresscode, nach dem Du Dich richten solltest.
Zahlenverständnis
Im Bereich Deiner kaufmännischen Aufgaben hast Du viel mit Zahlen zu tun, prüfst Ein- und Ausgaben und erstellst Abrechnungen. Dafür musst Du sicher rechnen können und ein gutes Zahlenverständnis mitbringen.