Einstiegsgehalt 
2.200
Durchschnittsgehalt 
2.801
Ausbildung 
Ausbildung
148
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Ergotherapeut
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Was ist ein Ergotherapeut?

Das Berufsbild Ergotherapeut ist für viele unklar, sie können sich nicht vorstellen, was man darunter versteht. Nach der Ergotherapeut-Ausbildung unterstützt dieser Menschen nach langer Krankheit, einem Unfall oder mit einer Behinderung dabei, trotz ihrer körperlichen und psychischen Einschränkung ein selbstbestimmtes Leben zu führen und eigenständig zurechtzukommen. Dabei behandelt er den Patienten ganzheitlich. Je nach den individuellen Bedürfnissen trainieren sie zusammen mit dem Patienten dessen Grob- und Feinmotorik oder auch praktische alltägliche Notwendigkeiten wie essen, waschen, schreiben und einkaufen. Das Ziel der Aktivitäten ist, das die Patienten ein neues Körpergefühl entwickeln und aktiv am Leben teilnehmen können.

Was macht ein Ergotherapeut?

Wenn Menschen zum Beispiel nach einem Schlaganfall oder aufgrund einer Behinderung bestimmte Beeinträchtigungen haben, dann unterstützen Fachkräfte mit Ergotherapie-Ausbildung sie, indem sie sie beraten und behandeln. Auch Kinder und ältere Menschen mit motorischen Schwierigkeiten können von der Arbeit eines Experten mit Ergotherapie-Ausbildung profitieren. Die Ergotherapeuten wenden zum einen handwerklich-gestalterische Techniken der Kunst-, Musik- und Sporttherapie an, um Störungen in der Motorik, Sensorik und Wahrnehmung auszugleichen. Zum Ergotherapie-Berufsbild zählt auch, dass sie gezielt Methoden einsetzen, mit denen die Patienten lernen, ihren Alltag besser zu bewältigen. Jeder Patient bekommt dabei seinen individuellen Behandlungsplan. Wie Du den erstellst, lernst Du in der Ergotherapie-Ausbildung. Die Ergotherapie ist neben der Krankengymnastik und der Logopädie die wichtigste Maßnahme zur Rehabilitation innerhalb einer Heilbehandlung.

Wie wird man Ergotherapeut?

Berufsausbildung

Wer Ergotherapeut werden möchte, muss eine dreijährige schulische Ausbildung zum Ergotherapeuten durchlaufen. Wie die Ergotherapeut-Ausbildung genau aussieht, ist in einem eigenen Gesetz geregelt. Darin werden die Inhalte und die Prüfungsordnung festgelegt. Zu 90 Prozent findet die Ausbildung zur Ergotherapeutin an staatlich anerkannten Privatschulen statt.

Wenn du eine Ausbildung zum Ergotherapeuten machen möchtest, dann brauchst dafür als erste Voraussetzung zunächst einmal einen Realschulabschluss. Eine Alternative ist, dass Du vor deiner Ergotherapie-Ausbildung Deinen Hauptschulabschluss gemacht hast und danach bereits eine zweijährige Berufsausbildung absolviert hast. Manche Schulen verlangen auch ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Praktikum im Gesundheitswesen.

Welche Aufnahmekriterien die Berufsfachschulen für eine Ausbildung zum Ergotherapeuten sonst noch haben, ist sehr unterschiedlich. Manche laden vor der Ergotherapie-Ausbildung zum Vorstellungsgespräch, andere führen Eignungstests durch und bei wieder anderen kommt sogar ein Losverfahren zum Einsatz.

Deine Ergotherapie-Ausbildung besteht dann schließlich aus Theorie- und Praxiseinheiten.

  • Theorie: Im theoretischen Teil Deiner Ergotherapie-Ausbildung lernst Du vor allem das medizinische Grundlagenwissen, also Anatomie, Biologie, Gerontologie, Krankheitslehre, Psychologie, Pädiatrie und Physiologie. Dazu steht zum Beispiel Pädagogik auf dem Lehrplan. Außerdem lernst du zum Beispiel psychosoziale und kreative Behandlungsverfahren kennen.
  • Praxis: Während deiner Praxisphasen innerhalb der Ergotherapie-Ausbildung arbeitest Du zum Beispiel in einer Rehabilitations- und Behindertenwerkstatt, in einem Krankenhaus oder Seniorenheim und wendest dein theoretisches Wissen direkt in der Behandlung am Patienten an. Du erfährst, wie man Krankheitsbilder richtig erkennt und die passende Therapieform auswählt.

Deine Ausbildung zum Ergotherapeuten endet schließlich mit einer dreiteiligen staatlichen Abschlussprüfung, die aus einem mündlichen, einem schriftlichen und einem praktischen Teil besteht. Bestehst du diese, darfst Du Dich fortan staatlich anerkannter Ergotherapeut nennen.

Doch damit nicht genug: Hast du die Ausbildung zur Ergotherapeutin erst einmal abgeschlossen, spezialisierst Du Dich noch auf eines der vielen Fachgebiete.

Studium

Neben einer Ausbildung zum Ergotherapeuten oder mit Abitur hast Du auch die Möglichkeit, das Fach Ergotherapie an einer Hochschule zu studieren. Dabei stehen Dir bundesweit momentan etwa zwei Dutzend Studiengänge zu Verfügung. Im Bachelor- und Masterstudium lernst du die wissenschaftlichen Grundlagen kennen und kannst später entweder in der Praxis oder aber in der Lehre und Forschung tätig werden.

Berufsbegleitendes Aufbaustudium

Als dritte Option kannst Du nach Deiner Ausbildung zum Ergotherapeuten auch ein berufsbegleitendes Studium absolvieren.

Wo arbeitet ein Ergotherapeut?

Das Ergotherapie-Berufsbild umfasst die Arbeit in vielen Gesundheitseinrichtungen, wie zum Beispiel:

  • in Alten- und Pflegeheimen
  • in Förderschulen
  • in Behindertenwerkstätten
  • in Krankenhäusern
  • in Ergotherapeutischen Praxen
  • in Reha-Kliniken
  • in Suchtkliniken

Je nachdem, ob Du in einer kleinen Fachpraxis arbeitest oder in einer großen Klinik, hast Du nach Deiner Ergotherapie-Ausbildung natürlich ein mehr oder weniger persönliches Verhältnis zu Deinen Patienten. Und auch die Teamgröße unterscheidet sich gravierend.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Wenn Du Ergotherapeut werden möchtest, dann hängt Dein Arbeitsalltag natürlich ganz davon ab, auf welche Fachrichtung Du Dich spezialisieren wirst. Wir haben einmal beispielhaft für Dich zusammengestellt, welche Aufgaben in der Ergotherapie Dich erwarten könnten:

Darüber hinaus solltest Du wissen, dass viele Ergotherapeuten ebenso wie andere Angestellte im medizinischen Bereich im Schichtdienst arbeiten.

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Als Ergotherapeutin arbeitest Du in den eigenen Praxisräumen oder bei dem Patienten zuhause. Sportübungen, die zu den Aufgaben eines/r Ergotherapeute/in gehören, kannst Du in einer Turnhalle durchführen oder sogar im Freien. Wenn Du Verwaltungsarbeit machst, dann wirst Du vermutlich in einem Büro sitzen. Du siehst: Während eines einzelnen Arbeitstages wirst Du Deinen Arbeitsplatz vermutlich mehrere Male wechseln.

Was verdient ein Ergotherapeut?

Zunächst einmal solltest Du wissen, dass Deine schulische Ausbildung in Ergotherapie grundsätzlich nicht vergütet wird. Stattdessen kann es sogar sein, dass du ein Schulgeld von 300 bis 500 Euro zahlen musst. Dafür bekommst Du für Deine Praktika teilweise eine Bezahlung.

Bist Du erst einmal staatlich anerkannte Ergotherapeutin, dann liegt Dein Gehalt bei ca. 2.500 bis 3.000 Euro. Wenn Du mehr verdienen möchtest, solltest Du Dich selbstständig machen. Dann nämlich verhandelst Du Deine Honorare. Auch durch Weiterbildungen zum Beispiel als Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen lässt sich die Summe auf dem Gehaltscheck steigern.

Wo finde ich einen Job als Ergotherapeut?

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