Einstiegsgehalt 
2.300
Durchschnittsgehalt 
2.680
Ausbildung 
Ausbildung
25
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Ergotherapeut
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Was ist ein Ergotherapeut?

Das Berufsbild Ergotherapeut ist für viele unklar, sie können sich nicht vorstellen, was man darunter versteht. Nach der Ergotherapeut-Ausbildung unterstützt dieser Menschen nach langer Krankheit, einem Unfall oder mit einer Behinderung dabei, trotz ihrer körperlichen und psychischen Einschränkung ein selbstbestimmtes Leben zu führen und eigenständig zurechtzukommen. Dabei behandelt er den Patienten ganzheitlich. Je nach den individuellen Bedürfnissen trainieren sie zusammen mit dem Patienten dessen Grob- und Feinmotorik oder auch praktische alltägliche Notwendigkeiten wie essen, waschen, schreiben und einkaufen. Das Ziel der Aktivitäten ist, das die Patienten ein neues Körpergefühl entwickeln und aktiv am Leben teilnehmen können.

Was macht ein Ergotherapeut?

Wenn Menschen zum Beispiel nach eine Schlaganfall oder aufgrund einer Behinderung bestimmte Beeinträchtigungen haben, dann unterstützen Fachkräfte mit Ergotherapie-Ausbildung sie, indem sie sie beraten und behandeln. Auch Kinder und ältere Menschen mit motorischen Schwierigkeiten können von der Arbeit eines Experten mit Ergotherapie-Ausbildung profitieren. Die Ergotherapeuten wenden zum einen handwerklich-gestalterische Techniken der Kunst-, Musik- und Sporttherapie an, um Störungen in der Motorik, Sensorik und Wahrnehmung auszugleichen. Zum Ergotherapie-Berufsbild zählt auch, dass sie gezielt Methoden einsetzen, mit denen die Patienten lernen, ihren Alltag besser zu bewältigen. Jeder Patient bekommt dabei seinen individuellen Behandlungsplan. Wie Du den erstellst, lernst Du in der Ergotherapeut-Ausbildung. Die Ergotherapie ist neben der Krankengymnastik und der Logopädie die wichtigste Maßnahme zur Rehabilitation innerhalb einer Heilbehandlung.

Wie wird man Ergotherapeut?

Berufsausbildung

Wer Ergotherapeut werden möchte, muss eine dreijährige schulische Ausbildung zum Ergotherapeuten durchlaufen. Wie das Ergotherapie-Berufsbildung und die Ergotherapeut-Ausbildung genau aussieht, ist in einem eigenen Gesetz geregelt. Darin werden die Inhalte und die Prüfungsordnung festgelegt. Zu 90 Prozent findet die Ausbildung zur Ergotherapeutin an staatlich anerkannten Privatschulen statt.

Wenn du eine Ergotherapeut-Ausbildung machen möchtest, dann brauchst dafür als erste Voraussetzung zunächst einmal einen Realschulabschluss. Eine Alternative ist, dass Du vor deiner Ergotherapeut-Ausbildung Deinen Hauptschulabschluss gemacht hast und danach bereits eine zweijährige Berufsausbildung absolviert hast. Manche Schulen verlangen auch ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Praktikum im Gesundheitswesen.

Welche Aufnahmekriterien die Berufsfachschulen für eine Ergotherapeut-Ausbildung sonst noch haben, ist sehr unterschiedlich. Manche laden vor der Ergotherapie-Ausbildung zum Vorstellungsgespräch, andere führen Eignungstests durch und bei wieder anderen kommt sogar ein Losverfahren zum Einsatz.

Deine Ergotherapie-Ausbildung besteht dann schließlich aus Theorie- und Praxiseinheiten.

  • Theorie: Im theoretischen Teil Deiner Ergotherapie-Ausbildung lernst Du vor allem das medizinische Grundlagenwissen, also Anatomie, Biologie, Gerontologie, Krankheitslehre, Psychologie, Pädiatrie und Physiologie. Dazu steht zum Beispiel Pädagogik auf dem Lehrplan. Außerdem lernst du zum Beispiel psychosoziale und kreative Behandlungsverfahren kennen.
  • Praxis: Während deiner Praxisphasen innerhalb der Ergotherapie-Ausbildung arbeitest Du zum Beispiel in einer Rehabilitations- und Behindertenwerkstatt, in einem Krankenhaus oder Seniorenheim und wendest dein theoretisches Wissen direkt in der Behandlung am Patienten an. Du erfährst, wie man Krankheitsbilder richtig erkennt und die passende Therapieform auswählt.

Deine Ausbildung zum Ergotherapeuten endet schließlich mit einer dreiteiligen staatlichen Abschlussprüfung, die aus einem mündlichen, einem schriftlichen und einem praktischen Teil besteht. Bestehst du diese, darfst Du Dich fortan staatlich anerkannter Ergotherapeut nennen.

Doch damit nicht genug: Hast du die Ausbildung zur Ergotherapeutin erst einmal abgeschlossen, spezialisierst Du Dich noch auf eines der vielen Fachgebiete.

Studium

Neben einer Ausbildung zum Ergotherapeuten oder mit Abitur hast Du auch die Möglichkeit, das Fach Ergotherapie an einer Hochschule zu studieren. Dabei stehen Dir bundesweit momentan etwas zwei duzend Studiengänge zu Verfügung. Im Bachelor- und Masterstudium lernst du die wissenschaftlichen Grundlagen kennen und kannst später entweder in der Praxis oder aber in der Lehre und Forschung tätig werden.

Berufsbegleitendes Aufbaustudium

Als dritte Option kannst Du nach Deiner Ausbildung zum Ergotherapeuten auch ein berufsbegleitendes Studium absolvieren.

Wo arbeitet ein Ergotherapeut?

Das Ergotherapie-Berufsbild umfasst die Arbeit in vielen Gesundheitseinrichtungen, wie zum Beispiel:

  • in Alten- und Pflegeheimen
  • in Förderschulen
  • in Behindertenwerkstätten
  • in Krankenhäusern
  • in Ergotherapeutischen Praxen
  • in Reha-Kliniken
  • in Suchtkliniken

Je nachdem, ob Du in einer kleinen Fachpraxis arbeitest oder in einer großen Klinik, hast Du nach Deiner Ergotherapie-Ausbildung natürlich ein mehr oder weniger persönliches Verhältnis zu Deinen Patienten. Und auch die Teamgröße unterscheidet sich gravierend.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Wenn Du Ergotherapeut werden möchtest, dann hängt Dein Arbeitsalltag natürlich ganz davon ab, auf welche Fachrichtung Du Dich spezialisieren wirst. Wir haben einmal beispielhaft für Dich zusammengestellt, welche Aufgaben in der Ergotherapie Dich erwarten könnten:

Darüber hinaus solltest Du wissen, dass viele Ergotherapeuten ebenso wie andere Angestellte im medizinischen Bereich im Schichtdienst arbeiten.

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Als Ergotherapeutin arbeitest Du in den eigenen Praxisräumen oder bei dem Patienten zuhause. Sportübungen, die zu den Ergotherapeut-Aufgaben gehören, kannst Du in einer Turnhalle durchführen oder sogar im Freien. Wenn Du Verwaltungsarbeit machst, dann wirst Du vermutlich in einem Büro sitzen. Du sieht: Während eines einzelnen Arbeitstages wirst Du Deinen Arbeitsplatz vermutlich mehrere Male wechseln.

Was verdient ein Ergotherapeut?

Zunächst einmal solltest Du wissen, dass Deine schulische Ausbildung in Ergotherapie grundsätzlich nicht vergütet wird. Stattdessen kann es sogar sein, dass du ein Schulgeld von 300 bis 500 Euro zahlen musst. Dafür bekommst Du für Deine Praktika teilweise eine Bezahlung.

Bist Du erst einmal staatlich anerkannte Ergotherapeutin, dann liegt Dein Gehalt bei ca. 2.000 bis 2.500 Euro. Wenn Du mehr verdienen möchtest, solltest Du Dich selbstständig machen. Dann nämlich verhandelst Du Deine Honorare. Auch durch Weiterbildungen zum Beispiel als Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen lässt sich die Summe auf dem Gehaltscheck steigern.

Wo finde ich einen Job als Ergotherapeut?

In unserer Jobbörse haben wir extra für Dich eine ganze Reihe von Stellenangeboten mit spannenden Ergotherapeut-Aufgaben gesammelt. Schau doch gleich mal vorbei!

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Wie sind die Berufsaussichten für Ergotherapeuten?

Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind für Ergotherapeuten momentan richtig gut. Weil immer mehr Menschen immer älter werden, steigt der Bedarf an entsprechend qualifizierten Fachkräften stetig an und es werden immer mehr Therapeutenstellen geschaffen.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Wie Du schon gelesen hast, spezialisieren sich alle ausgebildeten Ergotherapeuten nach ihrem Abschluss noch einmal. Hier ein paar Beispiele für die einzelnen Fachgebiete:

  • Neurologie: Klassischerweise hast du es hier mit Schlaganfallpatienten zu tun, denen Du hilfst, ihre motorischen Fähigkeiten wiederzuerlangen.
  • Psychiatrie: Hier unterstützt Du einerseits psychisch erkrankte und traumatisierte Menschen und andererseits auch Suchtkranke.
  • Pädiatrie: Mit etwa der Hälfte aller verordneten Ergotherapien nimmt die Pädiatrie, also die Kinderheilkunde den größten Platz ein. Hier arbeitest Du mit Kindern und Jugendlichen, die Entwicklungs- oder Verhaltensstörungen aufweisen.
  • Orthopädie: Patienten, die du unter diesem Schwerpunkt betreust, haben meistens körperliche Einschränkungen zum Beispiel, weil sie einen Arm oder ein Bein verloren haben. Deine Aufgabe ist es, ihnen zu zeigen, wie sie ihr Leben trotzdem gut allein meistern können.
  • Geriatrie: Mit diesem Schwerpunkt betreust Du ältere Menschen, deren Gedächtnis oder Feinmotorik nachgelassen haben.

Passt der Beruf Ergotherapeut zu mir?

Wenn Du Ergotherapeutin werden möchtest, dann solltest du folgende Soft Skills mitbringen:

Handwerkliches Geschick und gestalterische Fähigkeiten
Diese sind das absolute Muss für deine Ergotherapeut-Ausbildung. Schließlich wendest Du viele Methoden aus der Kunst- und Musiktherapie an.
Verantwortungsbewusstsein
Wie in jedem anderen medizinischen Beruf hast Du als Ergotherapeutin eine große Verantwortung für Deine Patienten.
Körperliche Fitness
Gerade wenn Deine Patienten körperlich beeinträchtigt sind, musst Du auch schon mal mit anpacken.
Empathie
In deiner Arbeit ist es wichtig, dass Du eine gute Beziehung mit den Patienten herstellst und auf sie eingehen kannst.
Kommunikationsfähigkeit
In Deinem Beruf hast Du viel mit Menschen zu tun. Deshalb sollte Dir das Miteinander mit ihnen natürlich leicht fallen.
Durchhaltevermögen
Auch das braucht es manchmal, wenn Therapien nicht wie erhofft anschlagen. Manchmal dauert es Wochen oder Monate, bis sich erste Erfolge zeigen.
Distanz
In Deinem Beruf kommst du mit vielen Schicksalen in Berührung. Da ist es wichtig, dass Du trotz aller Fürsorge eine professionelle Distanz wahrst.