Was ist ein Elektroinstallateur?
Elektroinstallateure sind für die Planung von Energie- und Gebäudetechnik zuständig. Darüber hinaus installieren und warten sie elektrische Anlagen. Seit 2008 heißt dieser traditionelle Ausbildungsberuf offiziell Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik.
Was macht ein Elektroinstallateur?
Als Elektroinstallateur bist Du dafür verantwortlich, dass Gebäude mit elektrischem Strom versorgt werden. Hierfür montierst Du Steckdosen und Lichtschalter, aber bspw. auch Anschlüsse für Waschmaschinen, Herde und Datennetze. Darüber hinaus hast Du die Aufgabe, komplexe energietechnische Anlagen sowie elektronische Steuer- und Regelsysteme zu installieren. Über die Installation hinaus bist Du auch für die regelmäßige Wartung zuständig, ermittelst Fehler und führst in Störfällen die nötigen Reparaturen durch.
Wie wird man Elektroinstallateur?
Elektroinstallateur-Ausbildung
Die Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik dauert 3,5 Jahre. Es handelt sich um eine duale Ausbildung, d. h. sie findet sowohl im Betrieb als auch an der Berufsschule statt. Einen bestimmten Schulabschluss brauchst Du für diese Ausbildung nicht. Die meisten Bewerber, aktuell rund 53 %, haben die Schule mit einem mittleren Bildungsabschluss verlassen. Auch Hauptschulabsolventen werden in diesem Ausbildungsberuf gerne gesehen und machen 32 % der Azubis aus.
Unter bestimmten Voraussetzungen kannst Du die Ausbildung verkürzen. Eine Verkürzung um bis zu 12 Monate ist möglich, etwa mit Abitur oder Fachhochschulreife, wenn Du über 21 Jahre alt bist oder bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen hast. Mit mittlerer Reife ist eine Verkürzung um bis zu 6 Monate möglich, sodass die Ausbildung auf 2,5 Jahre verkürzt werden kann. Bei überdurchschnittlichen Leistungen mit einem Notendurchschnitt besser als 2,49 kannst Du außerdem eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung beantragen. Den Antrag auf Verkürzung musst Du individuell mit der zuständigen Kammer und Deinem Ausbildungsbetrieb abstimmen.
Ausbildung im Betrieb
Im Ausbildungsbetrieb wirst Du von Anfang an in die praktische Arbeit eines Elektroninstallateurs eingebunden. Nach und nach lernst Du hier alles über Stromkreise, Steckdosenmontage, Auswahl von Betriebssystemen und deren Komponenten oder Instandsetzung von elektronischen Geräten. Unter Aufsicht Deines Ausbilders nimmst Du dabei im Laufe der Zeit immer komplexere Aufgaben wahr. Über die Tätigkeiten und Aufgaben, die Du im Betrieb ausführst, dokumentierst Du in einem Berichtsheft, das als wichtiger Nachweis für Deine Ausbildung dient.
Ausbildung in der Berufsschule
Die Berufsschule besuchst Du im Regelfall an ein bis zwei Tagen in der Woche. Hier stehen die theoretischen Grundlagen für Deinen späteren Beruf auf dem Stundenplan. Neben Mathe, Technik, Physik und Informatik erhältst Du auch Unterricht in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch, Englisch oder Sozialkunde.
Abschluss
In den Elektro-Handwerksberufen gilt eine gestreckte Gesellenprüfung. Den ersten Teil legst Du nach etwa 24 Monaten, also am Ende des zweiten Ausbildungsjahrs, ab; er ersetzt die frühere Zwischenprüfung. Der zweite Teil erfolgt am Ende der Ausbildung nach insgesamt 3,5 Jahren. Teil 2 besteht aus vier Prüfungsbereichen: Kundenauftrag, Systementwurf, Funktions- und Systemanalyse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Zum Kundenauftrag gehört ein höchstens 20-minütiges Fachgespräch. Mit dem bestandenen zweiten Teil hast Du Deine Ausbildung abgeschlossen und darfst Dich offiziell Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik nennen.
Weiterbildungsmöglichkeiten
Mit einer abgeschlossenen Elektroinstallateur-Ausbildung steht Dir eine Reihe von beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen offen. Mit ihnen qualifizierst Du Dich für selbstständige Aufgaben mit größerem Verantwortungsbereich und meist besserer Bezahlung. Viele Elektroinstallateure streben vor allem die Ausbildung zum Meister an, um einen eigenen Betrieb führen und selbst Azubis ausbilden zu können. Weitere Möglichkeiten zur Weiterbildung sind z. B.:
- Staatlich geprüften Techniker
- Fachwirten für Solartechnik
- Geprüften Schließ- und Sicherungstechniker
- Servicemonteur für Windenergieanlagentechnik
Auch ein Studium, bspw. in den Fachrichtungen
- Gebäudetechnik-Gebäude-Elektroengineering
- Facility Management
- Automatisierungstechnik
- Energietechnik
kommt für Dich in Frage. Ein Hochschulstudium kannst Du auch ohne Abitur oder Fachabitur aufnehmen, wenn Du über die fachgebundene Hochschulreife verfügst. Das ist der Fall, wenn Du entweder einen Meistertitel hast oder nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung über eine mindestens 2-jährige Berufserfahrung verfügst.
Wo arbeitet ein Elektroinstallateur?
Die meisten Elektroninstallateure finden Arbeit in Betrieben des Elektrotechnikerhandwerks sowie bei Firmen der Immobilienwirtschaft (vor allem im Facility Management oder bei Hausmeisterdiensten). Darüber hinaus werden Elektroinstallateure auch häufig in der Industrie beschäftigt, hauptsächlich von Herstellern in den Bereichen
- Elektrische Anlagen und Bauteile
- Maschinenbau
- Werkzeugbau
Wie sieht der Arbeitsalltag aus?
Ein typischer Tag in Deinem Arbeitsleben könnte etwa so aussehen:
Wie sieht der Arbeitsplatz aus?
Als Elektrotechniker bist Du vor allem viel im Außeneinsatz tätig, d. h. Du arbeitest an unterschiedlichen Orten direkt beim Kunden. Häufig ist Dein Arbeitsplatz dabei auch im Freien. Wenn Du als Elektrotechniker in einem großen Industriebetrieb angestellt bist, bist Du meist in einer großen Werkshalle oder Werkstätte beschäftigt. Bei entsprechenden Tätigkeiten gehören auch Büroräume zu Deinem Arbeitsumfeld.
Was verdient ein Elektroinstallateur?
Beruf
Je nach Betrieb oder Region kannst Du als Elektroinstallateur mit einem Einstiegsgehalt zwischen 2.700 und 3.000 € rechnen. Mit wachsender Berufserfahrung steigt im Regelfall auch Dein Gehalt. Der Median liegt bei rund 3.675 € brutto im Monat, sodass Du als erfahrener Elektroinstallateur nach einigen Jahren auch deutlich mehr verdienen kannst.
Ausbildung
Deine Ausbildungsvergütung ist tarifabhängig und variiert regional stark. Je nach Quelle bewegt sie sich im ersten Ausbildungsjahr etwa zwischen 700 und 1.120 € monatlich und steigert sich bis zum vierten Ausbildungsjahr auf rund 925 bis 1.710 €.
Wo finde ich einen Job als Elektroinstallateur?
Auf unserer Jobbörse findest Du jede Menge Stellenangebote für diesen Beruf.
Wie sind die Berufsaussichten für Elektroinstallateur?
Besser als derzeit könnten Deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt nicht sein. Nach Informationen der Bundesagentur für Arbeit gibt es derzeit in sämtlichen Regionen Deutschlands rund doppelt so viele Stellen in diesem Bereich wie Bewerber.
Welche Spezialisierungen gibt es?
Vor allem als selbstständiger Elektroinstallateur kannst Du Dich auf die Installation und Wartung bestimmter Anlagen und Systeme spezialisieren. Hierzu zählen vor allem:
- Klima-, Lüftungs- und Heizanlagen
- Alarm- und Sicherheitssysteme
Passt der Beruf Elektroinstallateur zu mir?
Neben guten Noten in Mathe und Physik solltest Du vor allem die folgenden Eigenschaften und Voraussetzungen mitbringen:
Glaubst Du, dass Du diese Eigenschaften mitbringst? Dann bewirb Dich besser noch jetzt als gleich für diese Ausbildung.