Einstiegsgehalt 
3.600
Durchschnittsgehalt 
4.051
Ø Stundenlohn
23
Ø Jahresgehalt
48.612
68
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Chemiker
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Was verdient ein Chemiker?

Als Chemiker gehörst Du zu den absoluten Topverdienern in Deutschland. Nach Angaben des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans Böckler Stiftung beträgt das durchschnittliches Chemiker-Gehalt rund 5.200 Euro brutto im Monat, im Jahr also knapp 62.000 Euro.

Als Chemiker solltest Du unbedingt einen Master machen: Bachelor-Absolventen bekommen im Schnitt 22 Prozent weniger Gehalt als Chemiker mit einem Master-Abschluss. Außerdem kannst Du ohne Master keinen Doktor machen. Und der Doktor ist in der Chemie schon fast Pflicht. Immerhin führen mehr als 90% der Chemiker diesen Titel.

Die Promotion verschafft Dir den Zugang zu den hochdotierten Stellen im Forschungs- und Entwicklungsbereich der chemischen Industrie.. Hier erhalten promovierte Mitarbeiter ein durchschnittliches Chemiker-Gehalt von 63.000 Euro im Jahr.

Mit dem Doktortitel kannst Du außerdem die Hochschullaufbahn ergreifen und Professor werden. Die Verdienstaussichten in dieser Position belaufen sich auf bis zu 7.869 Euro im Monat.

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Gehalt nach Abschluss

Laut Stepstone Gehaltsreport für Absolventen beträgt das durchschnittliche Einstiegsgehalt als Chemiker 47.320 Euro brutto im Jahr. Damit verdienst Du ungefähr genauso viel, wie Berufsanfänger aus anderen naturwissenschaftlichen Bereichen. Wie hoch Dein Einstiegsgehalt tatsächlich ausfällt, hängt – wie auch bei Deinem späteren Gehalt als Chemiker – hauptsächlich von Deiner Qualifikation ab. Wie die Vergütungsberatung Personalmarkt herausgefunden hat, kannst Du je nach Art Deines Studiengangs und Studienabschluss durchschnittlich folgende Einstiegsgehälter erwarten:

  • Chemie-Studium mit Bachelor-Abschluss: ca. 35.000 Euro
  • Diplom FH: ca. 38.200 Euro
  • Diplom Uni: ca. 46.400 Euro
  • Master: ca. 44.000 Euro
  • Promotion: ca. 52.700 Euro

Beim Berufsstart im öffentlichen Dienst macht sich die Frage FH oder Uni bzw. Bachelor oder Master in der Zuordnung zu einer bestimmten Tarifgruppe bemerkbar. Bachelor- und FH-Absolventen starten im Regelfall in der Entgeltgruppe 9 des TVöD (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst), das entspricht einem Chemiker-Gehalt von mindestens 2.711 Euro brutto im Monat. Als Master-Student beginnt Du meist in der Entgeltgruppe 13. Hier liegt das Einstiegsgehalt mit 3.657 Euro bereits um 26 Prozent höher als beim FH- oder Bachelor-Abschluss.

Bachelor
€4.051
Master
€5.208

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt vom Chemiker?

Einstiegsgehalt nach Branche

In bestimmten Branchen kannst Du als Berufsanfänger ein höheres Chemiker-Gehalt erwarten als im Durchschnitt. Nach Angaben des Stepstone Gehaltsreports für Absolventen sind das vor allem:

  • Chemie- und Erdöl verarbeitende Industrie (+ 15 Prozent)
  • Konsum- und Gebrauchsgüter (+ 12 Prozent)
  • Pharmaindustrie (+ 4 Prozent)

Unterdurchschnittliche Anfängergehälter zahlen hingegen Forschungslabore, in denen Du nach Angaben der Gesellschaft Deutscher Chemiker ein Jahresverdienst von 40.600 Euro im Jahr mit nach Hause nimmst. Noch geringer sind die Einstiegsgehälter im Bereich Lebensmittelchemie. Hier warten zum Berufsstart lediglich 37.500 Euro brutto jährlich auf Dich.

Welche Faktoren beeinflussen das Chemiker Gehalt?

Gehalt nach Bundesland

Regionale Unterschiede spielen beim Chemiker-Gehalt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Beim Blick auf die Deutschlandkarte fällt beim Thema Verdienst vor allem ein deutliches Ost-West-Gefälle auf. Im Schnitt verdienen Chemiker in den neuen Bundesländern 21 Prozent weniger als die in den alten. Am extremsten auseinander liegen die Gehälter im strukturschwachen Mecklenburg-Vorpommern und die im Stadtstaat Hamburg: Der Unterschied beträgt hier ganze 30 Prozent. Allerdings musst Du bedenken, dass an einem beliebten und wirtschaftsstarken Standort wie Hamburg auch höhere Lebenshaltungskosten auf Dich zukommen. Vor allem das Wohnen ist hier mit deutlich größeren Ausgaben verbunden. Während Du in Mecklenburg-Vorpommern für eine 80-Quadratmeter-Wohnung im Schnitt 5,90 Euro pro Quadratmeter bezahlen musst, sind es in Hamburg aktuell 10,20 Euro. Neben Nordrhein-Westfalen mit seiner hohen Strukturdichte und seiner hohen Einwohnerzahl sind es vor allem die südlichen Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Hessen, die die höchsten Chemiker-Gehälter zahlen. In den großen Städten und Ballungsgebieten rund um München, Stuttgart oder Frankfurt musst Du allerdings ebenfalls mit höheren Lebenshaltungskosten rechnen, die ein überdurchschnittliches Gehalt als Chemiker rechtfertigen.

Gehalt nach Unternehmensgröße

Die Gehaltsdifferenz zwischen Mitarbeitern eines Großkonzerns und eines mittelgroßen Betriebs ist mit rund 12 Prozent geringer als die in einem kleinen Unternehmen: Hier verdienst Du mehr als 40 Prozent weniger als in einem großen Betrieb. Dank flacherer Hierarchien und familiärer Strukturen kannst Du Dich hier üblicherweise allerdings schneller für Führungsaufgaben qualifizieren. Den Wechsel in ein Großunternehmen kannst Du dann immer noch anstreben.

Kleine Unternehmen
€3.067
Mittlere Unternehmen
€4.505
Große Unternehmen
€5.138

Gehalt nach Geschlecht

Die Chemiebranche ist nach wie vor eine Männerwelt, daran hat sich auch in den letzten Jahren nichts geändert. Laut Angabe der Bundesagentur für Arbeit setzt sich die Berufsgruppe zu 76 Prozent aus Männern und nur 24 Prozent aus Frauen zusammen. Die Gehaltslücke zwischen den Geschlechtern beträgt im Schnitt mehr als 17 Prozent. Das haben die Untersuchungen der Hans Böckler Stiftung ergeben. Nach Angaben des Fachmagazins „Nachrichten aus der Chemie“ fällt der so genannte gender pay gap im Beruf Chemiker für Frauen im Alter zwischen 46 bis 50 Jahren mit rund 25 Prozent besonders hoch aus. Geringer als im Durchschnitt ist der Gehaltsunterschied im Alter zwischen 25 und 30 Jahren. Hier beträgt er nur 15 Prozent.

Im Schnitt verdienen Frauen 3.307 € pro Monat und Männer 4.676 € pro Monat. Damit verdienen Männer durchschnittlich 41% mehr als Frauen

Gehalt nach Berufserfahrung

Mit steigender Berufserfahrung kannst Du vor allem in den ersten zehn Jahren mit einer rasanten Steigerung Deines Gehalts als Chemiker rechnen: In dieser Phase Deiner Karriere sind Gehalts-Entwicklungen von bis zu 30 Prozent durchaus drin. Allerdings macht es einen deutlichen Unterschied, ob Du in einem kleinen Betrieb mit weniger als 100 Mitarbeitern und ohne Tarifbindung beschäftigt bist oder in einem großen, tarifgebundenen Unternehmen. In letzterem steigen die Gehälter aufgrund neuer Tarifrunden im Laufe der Jahre kontinuierlich, im Kleinunternehmen bist Du auf Dein eigenes Verhandlungsgeschick angewiesen. Ein wesentlich wichtigerer Faktor als Deine Berufsjahre ist die Frage, ob Du in Deinem Beruf Führungsaufgaben übernimmst. Während ein promovierter Chemiker ohne Personalverantwortung nach Angaben der Gesellschaft Deutscher Chemiker knapp 75.000 Euro im Jahr verdient, kannst Du als Führungskraft bspw. als Abteilungsleiter durchschnittlich mit rund 19 Prozent mehr Gehalt rechnen.

Gehälter in ähnlichen Berufen

Im Gesamtvergleich mit Berufstätigen aus anderen naturwissenschaftlichen Bereichen stehst Du als Chemiker mit Deinem Verdienst gut da: Als Wirtschaftsingenieur bspw. verdienst Du durchschnittlich 9 Prozent weniger. Auch Informatiker verdienen nur knapp 84 Prozent Deines Gehalts. Besonders deutlich wir der Unterschied zwischen nichtakademischen Chemie-Berufen: Als studierter Chemiker mit 33 Prozent mehr rechnen als ein Chemikant, beim Chemielaboranten sind es sogar 67 Prozent.