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Inhalt11 Abschnitte
- Wie wird man Chauffeur?
- Gibt es eine Ausbildung zum Chauffeur?
- Was braucht man, um Chauffeur zu werden?
- Brauchst Du als Chauffeur einen P-Schein?
- Wie wirst Du Chauffeur für Politiker?
- Kannst Du Dich als Chauffeur selbstständig machen?
- Was macht ein Chauffeur?
- Was verdient ein Chauffeur?
- Wie sind die Berufsaussichten?
- Passt der Beruf zu Dir?
- Weiter zu Berufen am Steuer
Chauffeure, eingedeutscht auch Schofför geschrieben, fahren beruflich andere Menschen im Auto, etwa Vorstände, Politiker oder die Gäste eines Limousinenservice, und kümmern sich um Fahrgäste und Wagen.
Wie wird man Chauffeur?
Chauffeur wirst Du ohne vorgeschriebene Ausbildung: Du brauchst den Autoführerschein und für Limousinen- und Mietwagendienste den Personenbeförderungsschein, kurz P-Schein. Den bekommst Du ab 21, wenn Du seit 2 Jahren Klasse B hast. Eine Ausbildung im Personen- oder Güterverkehr kann laut Arbeitsagentur hilfreich sein, Pflicht ist sie nicht. Drei Wege führen ans Steuer:
So kommst Du an Deinen ersten Job als Chauffeur
- Schritt 1Fahrpraxis sammelnDen Autoführerschein machst Du ab 18, mit Begleitung schon ab 17. Für den P-Schein brauchst Du ihn 2 Jahre, der Fahrdienst des Bundestages verlangt 4 Jahre.
- Schritt 2P-Schein beantragenBei der Fahrerlaubnisbehörde, mit Arztbescheinigung, Sehtest und Führungszeugnis. Die Gebühr liegt bei 45,10 €.
- Schritt 3Training, wenn Du willstEin Fahrsicherheitstraining oder ein Chauffeur-Kurs ist freiwillig. Für Vorstandsfahrer gibt es ein Zertifikat mit Prüfung bei der DEKRA.
- Schritt 4BewerbenBei Chauffeur- und Limousinendiensten, Unternehmen, Sicherheitsdiensten und im öffentlichen Dienst. Stellen bei Bund und Ländern stehen auf service.bund.de.
- danachErste FahrtenJe nach Arbeitgeber im Anzug oder in Uniform. Du holst Deine Fahrgäste ab, oft früh am Morgen oder spät am Abend.
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Gibt es eine Ausbildung zum Chauffeur?
Eine staatlich anerkannte Chauffeurausbildung gibt es nicht. Private Schulen bieten aber Kurse an, die Dich auf Fahrten mit Vorständen, Politikern und VIPs vorbereiten. Den staatlichen Abschluss am Steuer bietet die Ausbildung zum Berufskraftfahrer. Beide Wege im Vergleich:
| Chauffeur-Kurs | Ausbildung Berufskraftfahrer | |
|---|---|---|
| Dauer | 5 Tage, über 40 Stunden Praxis (Beispiel Bruseco) | 3 Jahre, im Betrieb und in der Berufsschule |
| Abschluss | Zertifikat der Schule, mit DEKRA-Prüfung das DEKRA-D1-Zertifikat | staatlich anerkannter Berufsabschluss |
| Inhalt | defensiv fahren, sanft bremsen und präzise einparken, Fahrsicherheit, Auftreten vor Fahrgästen | Lkw oder Bus sicher fahren, Prüfungsfahrt mit Sattelzug oder Bus ab 11,80 m |
| Geld | Du zahlst, den Preis nennt die Schule auf Anfrage | Du verdienst, im Schnitt 973 € im ersten Jahr |
| Zugang | für die DEKRA-Prüfung: ab 24, 5 Jahre Führerschein, abgeschlossene Ausbildung oder Studium | kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben |
Quellen: Bruseco (eigene Angaben, Oktober 2026), Verordnung über die Berufsausbildung zum Berufskraftfahrer §§ 2 und 8, BIBB Datensystem Auszubildende 2024.
Was lernst Du im Chauffeur-Kurs?
Erfüllst Du die Bedingungen für die DEKRA-Prüfung noch nicht, schließt Du denselben Kurs mit der Prüfung der Schule ab. Vorgeschrieben ist keiner dieser Kurse. Kürzer ist ein Fahrsicherheitstraining, etwa beim ADAC: 8 Stunden auf dem Übungsplatz. Die Berufsgenossenschaften können es bezuschussen.
Wie läuft die Ausbildung zum Berufskraftfahrer?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und endet mit einer Prüfungsfahrt im Sattelzug oder in einem großen Bus. Danach darfst Du auch Lkw oder Bus fahren und bist nicht auf den Pkw festgelegt. Mehr dazu im Artikel Berufskraftfahrer werden.
Was braucht man, um Chauffeur zu werden?
Du brauchst einen Führerschein für Deinen Wagen, meist Klasse B, und für Limousinen- und Mietwagendienste den P-Schein. Dazu kommen ein gepflegtes Auftreten, Diskretion und Ortskenntnis. Was Arbeitgeber und Behörden von Dir erwarten:
| Voraussetzung | Was das heißt |
|---|---|
| Führerschein | Klasse B für Autos bis 3.500 kg und höchstens 8 Fahrgäste, ab 18 Jahren |
| P-Schein | für Limousinen- und Mietwagendienste, ab 21 und mit 2 Jahren Klasse B |
| Fahrpraxis | der Fahrdienst des Bundestages verlangt 4 Jahre Klasse B, die DEKRA-Prüfung 5 Jahre |
| Zuverlässigkeit | beim P-Schein prüft die Behörde Führungszeugnis und Punkte in Flensburg; Ministerien verlangen meist die Bereitschaft zu einer Sicherheitsüberprüfung |
| Auftreten | gepflegtes Äußeres, gute Umgangsformen und Diskretion; je nach Arbeitgeber Anzug oder Uniform |
| Ortskenntnis | auch mit Navi wichtig, um Routen zu planen |
| Sprachen | sicheres Deutsch; Fremdsprachen helfen bei Gästen aus dem Ausland |
Quellen: Fahrerlaubnis-Verordnung §§ 6, 10 und 48, BERUFENET Dienstwagenfahrer/in, BwFuhrparkService, Bruseco, Stellenausschreibungen des Bundes.
Brauchst Du als Chauffeur einen P-Schein?
Ja, wenn Du für einen Chauffeur-, Limousinen- oder Mietwagendienst fährst. Fährst Du nur für Deinen Arbeitgeber und Deine Fahrgäste zahlen nichts für die Fahrt, verlangt das Gesetz keinen P-Schein. Den P-Schein braucht, wer Fahrgäste in einem Verkehr befördert, für den das Personenbeförderungsgesetz eine Genehmigung verlangt. Fahrten im Pkw, für die niemand zahlt, gehören nicht dazu. Die Arbeitsagentur nennt den P-Schein trotzdem als Voraussetzung für den Beruf. Mit ihm stehen Dir alle Stellen offen:
| Du fährst ... | P-Schein nötig? |
|---|---|
| für einen Chauffeur- oder Limousinenservice | ja, das ist Mietwagenverkehr |
| für ein Mietwagenunternehmen mit Aufträgen per App | ja |
| den Vorstand im Firmenwagen | nach dem Gesetz nein, solange niemand für die Fahrt zahlt |
| eine Familie in ihrem Privatwagen | nach dem Gesetz nein, solange niemand für die Fahrt zahlt |
| mit Busführerschein Klasse D oder D1 | nein, seit 18. August 2026 |
| Autos ohne Fahrgäste, etwa bei Überführungen | nein |
Bist Du unsicher, frag Deine Fahrerlaubnisbehörde. Quellen: Fahrerlaubnis-Verordnung § 48, Personenbeförderungsgesetz §§ 1 und 49, LABO Berlin, BERUFENET; Stand Oktober 2026.
So kommst Du zum P-Schein
- Schritt 1Zum ArztEr bescheinigt, dass Du körperlich und geistig geeignet bist. Dazu kommen ein Sehtest, auch beim Augenoptiker, und ein Leistungstest.
- Schritt 2Antrag stellenBei der Fahrerlaubnisbehörde Deiner Stadt oder Deines Landkreises. Du bringst Ausweis, Führerschein und die Bescheinigungen mit.
- Schritt 3Prüfung der UnterlagenDie Behörde liest Dein Führungszeugnis und fragt Deine Punkte in Flensburg ab. Eine Prüfung legst Du nicht ab.
- danachAlle 5 Jahre verlängernMit neuer Arztbescheinigung, Sehtest und Führungszeugnis. Ab 60 kommt der Leistungstest dazu.

Während Du auf den P-Schein wartest, kannst Du mit kurzen Umfragen nebenbei etwas verdienen. Kostenlos, nur mit Deiner E-Mail-Adresse.
Wie wirst Du Chauffeur für Politiker?
Abgeordnete des Bundestages dürfen dessen Dienstwagen nutzen. Gefahren werden sie von der BwFuhrparkService GmbH, die dafür Chauffeure einstellt. Minister und Staatssekretäre haben persönliche Fahrer, die beim Bund oder bei ihrem Land angestellt sind.
Wie lange arbeiten Fahrer im öffentlichen Dienst?
Länger als andere Angestellte: Weil viel Wartezeit anfällt, erlauben die Tarifverträge für Fahrer von Bund und Ländern bis zu 15 Stunden am Tag.
Wartezeiten zählen dabei voll als Arbeitszeit, ebenso Wagenpflege und Reparaturen. Bezahlt wirst Du mit einer festen Pauschale im Monat, die sich nach Deinen durchschnittlichen Stunden richtet.
Kannst Du Dich als Chauffeur selbstständig machen?
Ja, mit einem eigenen Chauffeur- oder Limousinenservice. Dafür brauchst Du eine Genehmigung für den Mietwagenverkehr, oft Konzession genannt. Für Taxis gelten eigene Regeln, siehe Taxifahrer werden.
- Schritt 1Fachkunde nachweisenMit der Prüfung bei der IHK: zwei schriftliche Teile von mindestens je einer Stunde, eventuell ein mündlicher. Du brauchst 60 % der Punkte, die Gebühr liegt bei 270 bis 280 €. Ohne Prüfung reichen 3 Jahre leitende Arbeit in einem Taxi- oder Mietwagenunternehmen.
- Schritt 2Eigenkapital nachweisenMindestens 2.250 € für den ersten Wagen und 1.250 € für jeden weiteren.
- Schritt 3Genehmigung beantragenDie Behörde prüft, ob Du zuverlässig und fachlich geeignet bist und ob Dein Betrieb sicher geführt wird. Die Genehmigung gilt höchstens 5 Jahre.
- danachAufträge annehmenFahrten dürfen nur an Deinem Betriebssitz eingehen, auch per App. Nach jeder Fahrt kehrst Du dorthin zurück, außer es wartet schon der nächste Auftrag.
Quellen: Personenbeförderungsgesetz §§ 13, 16 und 49, Berufszugangsverordnung PBZugV §§ 2, 4 und 7, IHK Berlin, IHK München.
Was macht ein Chauffeur?
Chauffeure bringen Menschen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Gesellschaft pünktlich und sicher ans Ziel und halten ihren Wagen in Schuss. Die meiste Zeit sitzt Du am Steuer, für Pflege und kleine Reparaturen bist Du in Garage oder Werkstatt. Bei der Arbeitsagentur heißt der Beruf Dienstwagenfahrer, Chauffeur ist die übliche Bezeichnung.
Wo arbeiten Chauffeure?
Du arbeitest angestellt, im Minijob oder mit eigenem Betrieb. Diese Arbeitgeber suchen Fahrer:
| Arbeitgeber | Wen Du fährst |
|---|---|
| Chauffeur- und Limousinendienste | Geschäftsleute und Privatkunden, die Wagen und Fahrer buchen; mit P-Schein |
| Unternehmen | Vorstand und Geschäftsführung, als Dienstwagenfahrer |
| Bund, Länder, Bundestag | Abgeordnete, Minister und Staatssekretäre |
| Sicherheitsdienste | Menschen, die geschützt werden müssen, als Fahrer im Personenschutz |
| Privathaushalte | wohlhabende Familien, als Privatchauffeur |
| Hotels | Hotelgäste, etwa vom und zum Flughafen |
| Fahrdienst-Plattformen | Fahrgäste, die per App buchen |
Welche Rechte hast Du bei der Arbeitszeit?
Als Angestellter gilt für Dich das Arbeitszeitgesetz: höchstens 10 Stunden am Tag, im Schnitt 8. Warten auf den Fahrgast ist keine Pause. Pause ist nach dem Bundesarbeitsgericht nur Zeit, in der Du Dich nicht bereithalten musst und frei über sie bestimmst. Wer im Auto auf den Chef wartet, muss jederzeit losfahren können.
Längere Tage erlaubt nur ein Tarifvertrag, wenn regelmäßig viel Arbeitsbereitschaft anfällt. Mehr als 48 Stunden pro Woche im Jahresschnitt gehen nur mit Deiner schriftlichen Zustimmung, die Du mit 6 Monaten Frist widerrufen kannst. Abends, nachts und am Wochenende zu fahren, gehört laut Arbeitsagentur zum Beruf.
Welche Weiterbildungen und Spezialisierungen gibt es?
Hilfreich ist technisches Wissen, etwa aus einer Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker: Kleine Reparaturen erledigst Du als Chauffeur oft selbst.
Wie schreibt man Chauffeur?
Was verdient ein Chauffeur?
Als Chauffeur verdienst Du im Mittel 2.520 € brutto im Monat. Einstieg, Gehalt nach Bundesland und mit Berufserfahrung findest Du im Artikel Chauffeur-Gehalt.
Wie sind die Berufsaussichten?
Die Zahl der angestellten Pkw-Berufsfahrer, zu denen Chauffeure zählen, wächst: Ende 2025 waren es rund 95.500, 20 % mehr als Ende 2022. Gezählt werden alle, die beruflich Pkw mit Fahrgästen fahren, also auch Taxi- und Mietwagenfahrer. Eigene Zahlen nur für Chauffeure gibt es nicht.
Passt der Beruf zu Dir?
Was solltest Du mitbringen?
- gern und sicher Auto fährst, auch im dichten Stadtverkehr
- gern Anzug oder Uniform trägst und auf Dein Äußeres achtest
- verschwiegen bist: Was im Auto gesagt wird, bleibt dort
- pünktlich und zuverlässig bist
- ruhig bleibst, wenn es eng wird
- Englisch oder eine andere Fremdsprache sprichst
- feste Arbeitszeiten und freie Wochenenden brauchst
- Warten schlecht aushältst
- ungern viele Stunden sitzt und keinen Ausgleich durch Sport hast
- lieber selbst im Mittelpunkt stehst
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