Geodäsie Studium: Hochschulen, Beruf & Studiengänge

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Geodäsie studieren - auf einen Blick
Was ist Geodäsie?Die Wissenschaft vom Vermessen und Abbilden der Erde.Grundstücksgrenzen, Landkarten, Navigationssysteme – vom Millimeter auf der Baustelle bis zum steigenden Meeresspiegel.
Wo kann ich studieren?51 Studiengänge an 22 Hochschulen in 17 Städten.23 Bachelor, 27 Master und 1 Diplom. 4 duale Studiengänge, kein Fernstudium.
Brauche ich einen NC?21 von 23 Bachelor sind zulassungsfrei.Nur 2 Bachelor haben überhaupt eine Zulassungsbeschränkung. Geodäsie ist eines der offensten Fächer.
Was verdienst Du damit?5.689 € brutto im Monat auf Expertenebene.Berufsgruppe Vermessung und Kartografie, Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2024. Kein Einstiegsgehalt.
Inhalt11 Abschnitte
  1. Wo kann ich Geodäsie studieren?
  2. Was kannst Du mit Geodäsie werden?
  3. Was verdienst Du mit Geodäsie?
  4. Geodäsie und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
  5. Welche Voraussetzungen brauchst Du?
  6. Was ist Geodäsie?
  7. Welche Inhalte erwarten Dich im Geodäsie-Studium?
  8. Das Geodäsie-Studium in Zahlen
  9. Ist das Geodäsie-Studium das Richtige für Dich?
  10. Häufige Fragen zum Geodäsie-Studium
  11. Quellen

Wo kann ich Geodäsie studieren?

Geodäsie kannst Du in Deutschland an Technischen Universitäten oder an Fachhochschulen studieren, vor Ort und vereinzelt dual, ein Fernstudium gibt es aber nicht. Halte bei Deiner Suche auch nach anderen Namen Ausschau, denn manche Studiengänge laufen als Geomatik, Geoinformation, Kartographie oder Markscheidewesen.

StudiengangHochschuleOrtAbschluss
Angewandte GeodäsieJade HochschuleEssen (Oldenburg)Bachelor of Science
Angewandte Geodäsie und GeoinformatikHochschule MünchenMünchenBachelor of Engineering
Geodäsie und GeoinformatikHCU (HafenCity Universität Hamburg)HamburgBachelor of Science
Geodäsie und GeoinformatikKIT KarlsruheKarlsruheBachelor of Science
Geodäsie und GeoinformatikUni HannoverHannoverBachelor of Science
Geodäsie und GeoinformatikUni StuttgartStuttgartBachelor of Science
Geodäsie und GeoinformationTU DresdenDresdenBachelor of Science
Geodäsie und GeoinformationTU DresdenDresdenBachelor of Science
Geodäsie und GeoinformationTUM (TU München)MünchenBachelor of Science
Geodäsie und GeoinformationUni BonnBonnBachelor of Science
Du siehst 10 von 49 Studiengängen.Alle 49 ansehen →Weniger anzeigen ↑
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
Geodäsie und MesstechnikHochschule NeubrandenburgNeubrandenburgBachelor of Engineering
Geodäsie und NavigationHochschule KarlsruheKarlsruheBachelor of Science
Markscheidewesen und Angewandte GeodäsieTU FreibergFreibergDiplom
GeodatenmanagementsFrankfurt UASFrankfurt am MainBachelor of Engineering
Geodesy and Earth ObservationTUM (TU München)MünchenBachelor of Science
Kartographie und GeomedientechnikHochschule MünchenMünchenBachelor of Engineering
Kartographie und GeomedientechnikHochschule MünchenMünchenBachelor of Engineering
VermessungHochschule BochumBochumBachelor of Engineering
Vermessung und GeoinformatikHfT StuttgartStuttgartBachelor of Engineering
Vermessung und GeoinformatikHS AnhaltKöthen (Anhalt)Bachelor of Engineering
Vermessung und GeoinformatikHS AnhaltDessau-RoßlauBachelor of Engineering
Vermessung und GeoinformatikTHWS (Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt)WürzburgBachelor of Engineering
VermessungswesenTH Georg AgricolaBochumBachelor of Engineering
GeodäsieHochschule BochumBochumMaster of Engineering
GeodäsieTU DresdenDresdenMaster of Science
GeodäsieTU DresdenDresdenMaster of Science
Geodäsie und GeoinformatikHCU (HafenCity Universität Hamburg)HamburgMaster of Science
Geodäsie und GeoinformatikHCU (HafenCity Universität Hamburg)HamburgMaster of Science
Geodäsie und GeoinformatikKIT KarlsruheKarlsruheMaster of Science
Geodäsie und GeoinformatikUni HannoverHannoverMaster of Science
Geodäsie und GeoinformatikUni StuttgartStuttgartMaster of Science
Geodäsie und Geoinformatik/TopographieDeutsch-Französische HochschuleKarlsruheMaster of Science
Geodäsie und GeoinformationTU DarmstadtDarmstadtMaster of Science
Geodäsie und GeoinformationTU DarmstadtDarmstadtMaster of Science
Geodäsie und GeoinformationTUM (TU München)MünchenMaster of Science
Geodäsie und GeoinformationUni BonnBonnMaster of Science
CartographyTU WienDresdenMaster of Science
CartographyTUM (TU München)MünchenMaster of Science
GeodatenmanagementFrankfurt UASFrankfurt am MainMaster of Engineering
GeodatentechnologieTHWS (Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt)WürzburgMaster of Engineering
Geodesy and Geoinformation ScienceTU BerlinBerlinMaster of Science
Geodesy and Geoinformation ScienceTU BerlinBerlinMaster of Science
Geodetic EngineeringUni BonnBonnMaster of Science
GeoinformaticsTU DresdenDresdenMaster of Science
Geomatics for Environmental Monitoring (GEM)Uni StuttgartStuttgartMaster of Science
GeomatikHochschule NeubrandenburgNeubrandenburgMaster of Engineering
VermessungHfT StuttgartStuttgartMaster of Engineering
VermessungHfT StuttgartStuttgartMaster of Engineering
Vermessung und GeoinformatikHS AnhaltKöthen (Anhalt)Master of Engineering

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 22.09.2026; gezählt sind Studiengänge mit dem Fach-Tag Geodäsie oder Kartographie, deren Name Geodäsie, Geodesy, Geodaten, Vermessung, Kartographie, Geomatik, Geoinformation oder Markscheidewesen trägt – Zertifikatskurse bleiben draußen.

So kannst Du Geodäsie studieren
Studiengänge nach Studienform
47
in Präsenz
Vollzeit oder Teilzeit vor Ort an der Hochschule
4
dual
Studium mit Praxisphasen im Unternehmen
–
im Fernstudium
ein Fernstudium gibt es im Fach nicht

Weil die Namen ähnlich klingen, die Inhalte aber auseinandergehen, raten wir Dir, vor Deiner Bewerbung die Modulpläne zu vergleichen. So merkst Du schnell, welcher Studiengang zu dem passt, was Du Dir vorstellst.

Wenn Du breiter suchen willst, schau auch in die Geoinformatik, die Geowissenschaften oder die Geographie. Für jedes dieser Fächer haben wir eigene Studiengänge zusammengestellt, deshalb findest Du dort andere Zahlen als hier.

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Was kannst Du mit Geodäsie werden?

Wie breit das Feld ist, zeigt Dir die amtliche Statistik. In der Berufsgruppe Vermessung und Kartografie führt die Bundesagentur für Arbeit 5.880 Beschäftigte auf Expertenebene, 4.542 auf Spezialisten- und 14.464 auf Fachkraftebene (Stand 2024). Das sind zwar keine Absolventenzahlen, aber sie geben Dir einen guten Eindruck davon, wie viele Menschen von diesen Tätigkeiten leben. In diesen Feldern arbeiten Geodätinnen und Geodäten typischerweise:

Navigation und SteuerungssystemeSatellitennavigation wie GPS oder das europäische Galileo braucht Menschen, die Positionen auf wenige Zentimeter genau berechnen. Dieselben Verfahren stecken im autonomen Fahren und im Luftverkehrsmanagement.RaumfahrtAutomotiveLuftfahrt
Amtliches VermessungswesenGrundstücksgrenzen festlegen, das Liegenschaftskataster führen, Teilungen beurkunden: Das machen die Vermessungsämter der Länder und öffentlich bestellte Vermessungsingenieure. Hier liegt der klassische Weg in den öffentlichen Dienst.Öffentlicher DienstKataster
Stadtplanung und ImmobilienbewertungIn der Raumplanung bestimmst Du mit, wie eine Stadt künftig aussieht. Dafür braucht es vermessene und bewertete Grundstücke, in der Großstadt genauso wie auf dem Land.KommunenImmobilien
Hoch-, Tief- und StraßenbauEin Tunnel oder eine Autobahnbrücke muss auf den Millimeter genau abgesteckt werden, und während des Baus wird laufend kontrolliert, ob sich etwas bewegt. Das ist Bauvermessung.BauunternehmenIngenieurbüros
Präzisionsvermessung in der IndustrieIn der Industrie geht es um Bruchteile von Millimetern: Maschinen ausrichten, Bauteile prüfen, bei Crashtests messen, wie sich eine Karosserie verformt.MaschinenbauQualitätssicherung
Erdvermessung und FernerkundungAus Satellitendaten berechnen Fachleute hier das Abschmelzen der Polkappen, Erdbewegungen oder den Anstieg des Meeresspiegels. Dafür brauchen sie ein genaues Bild von der Form der Erde, die eben keine Kugel ist; das gehört schon zum Stoff des ersten Semesters.ForschungKlima

Du kannst auch in die Beamtenlaufbahn gehen. Ein Teil der Absolventinnen und Absolventen arbeitet in der Vermessungsverwaltung eines Bundeslandes und wird dort verbeamtet. Dieser Weg führt über ein Referendariat nach dem Master und bringt eine eigene Besoldung mit sich, die Du in der Gehaltsstatistik unten nicht findest. Wie hoch sie ausfällt, hängt vom Bundesland ab, und die Besoldungstabellen findest Du bei den Ländern selbst.

Was verdienst Du mit Geodäsie?

Auf der Expertenebene liegt das Gehalt bei 5.689 € brutto im Monat. So viel verdienen Beschäftigte in der Berufsgruppe Vermessung und Kartografie, und der Wert beruht auf 5.880 Beschäftigten. Ein Einstiegsgehalt ist das allerdings noch nicht, denn die Zahl gilt für Leute mit Studienabschluss und Verantwortung. Für ein so kleines Fach ist die Gruppe ungewöhnlich gut belegt, deshalb kannst Du Dich auf diese Zahl gut verlassen.

4.517 €unteres Viertel6.949 €oberes Viertel

Ein Viertel der Beschäftigten verdient weniger als 4.517 €, ein Viertel mehr als 6.949 € brutto im Monat. Der Strich markiert die 5.689 € aus der Leiste oben.

Wie viel Du verdienst, hängt vor allem davon ab, wie viel Verantwortung Du trägst. Die Bundesagentur für Arbeit unterscheidet dabei drei Stufen, die wir Dir hier zeigen:

Gehalt in der Vermessung nach Anforderungsniveau
Berufsgruppe Vermessung und Kartografie, brutto im Monat
Expertenebene5.880 Beschäftigte
5.689 €
Spezialistenebene4.542 Beschäftigte
4.719 €
Fachkraftebene14.464 Beschäftigte
4.280 €

Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 312 Vermessung und Kartografie, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024. Für das Helferniveau veröffentlicht die Bundesagentur in dieser Gruppe keine Werte.

Wenn Du die drei Stufen vergleichst, siehst Du, dass die Gehälter klar ansteigen, und das sehen wir bei Studiengangsdaten selten. Auf der Fachkraftebene arbeiten vor allem Vermessungstechnikerinnen und -techniker mit Ausbildung, die auf 14.464 Beschäftigte gerechnet 4.280 € verdienen. Zwischen dieser Ausbildung und dem Studium liegen rund 1.400 € im Monat. Für uns ist das eine der belastbarsten Gehaltsaussagen im gesamten Studiengangsbereich, weil alle drei Stufen in derselben Berufsgruppe und mit großen Beschäftigtenzahlen gemessen sind.

Zwei Einschränkungen solltest Du dabei im Hinterkopf behalten. Erstens sagt die Statistik nichts über Dein erstes Gehalt nach dem Abschluss, und das liegt bei jedem Berufseinstieg unter diesen Werten. Zweitens fallen verbeamtete Geodäten in der Landesvermessung ganz aus dieser Rechnung heraus, weil für sie die Besoldung ihres Bundeslandes gilt, und die steht nicht im Entgeltatlas.

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Geodäsie und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: Beim reinen Messen ist das Fach nur bedingt zukunftssicher, weil fast alle Vermessungsaufgaben als automatisierbar gelten. Wenn Du in die Satellitengeodäsie oder die Geodatenanalyse gehst, bist Du deutlich besser aufgestellt. Wir haben dafür im Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nachgesehen, der berechnet, welcher Anteil der Kerntätigkeiten eines Berufs technisch automatisierbar wäre. Beim Vermessungsingenieur sind es 14 von 18.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Vermessungsbeamter (höh. Dienst)
8 von 9
Kerntätigkeiten automatisierbar
Alles außer der Kartografie
Vermessungsingenieur
14 von 18
Kerntätigkeiten automatisierbar
Messen, Luftbilder und Laserscanning
Geoinformatiker
7 von 20
Kerntätigkeiten automatisierbar
Bis 2019 galt keine als ersetzbar
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Beamt(er/in) - Vermessungswesen (höh. techn. Dienst)“, „Vermessungsingenieur/in“ und „Geoinformatiker/in“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Ersetzbar ist vor allem das Messen selbst. Beim Vermessungsingenieur führt das IAB Baustellen-, Kataster- und Ingenieurvermessung als automatisierbar, dazu Photogrammetrie, Luftbildauswertung, GPS, 3D-Laserscanning und die vermessungstechnischen Berechnungen. Als nicht ersetzbar gelten nur vier Tätigkeiten, nämlich Satellitengeodäsie, Kartografie, Geomatik und die Entwicklung neuer Verfahren. Das Abstecken einer Autobahnbrücke, das wir Dir weiter oben bei den Berufen beschrieben haben, fällt also auf die ersetzbare Seite.

Im Amt liegt der Wert noch höher. Für Beamte im höheren technischen Vermessungsdienst, also für den Weg über Referendariat und Landesverwaltung, nennt das IAB 8 von 9 Kerntätigkeiten, darunter die Katastervermessung sowie Grundbuch- und Liegenschaftsrecht. Nur die Kartografie gilt dort als nicht ersetzbar. Deutlich besser sieht es aus, wenn Du Richtung Fernerkundung und Geodaten gehst. Beim Geoinformatiker sind es 7 von 20, denn Datenaufbereitung, GIS und Programmieren wären automatisierbar, Datenanalyse, Statistik, Software-Engineering und Geophysik dagegen nicht. Bis 2019 stand dort allerdings noch 0 %.

Wie sind die hohen Werte einzuordnen? Der Futuromat bewertet, welche Tätigkeiten technisch von Maschinen erledigt werden könnten, und sagt nichts darüber, wie viele Geodäten künftig gebraucht werden. Das IAB weist selbst darauf hin, dass ein Beruf mit hohem Wert deshalb nicht verschwinden muss und sich auch bei niedrigem Wert die Arbeit verändert. Wir raten Dir trotzdem, im Studium Schwerpunkte zu setzen, die über das reine Messen hinausgehen. Das kann die Satellitengeodäsie sein, die Auswertung von Geodaten oder die Entwicklung neuer Messverfahren, denn gerade diese Tätigkeiten stuft das IAB als nicht ersetzbar ein.

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Für ein Geodäsie-Studium brauchst Du an einer Universität meist das Abitur, an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften genügt die Fachhochschulreife. Um Deine Abiturnote musst Du Dir in diesem Fach kaum Gedanken machen, denn sie entscheidet so gut wie nie über den Studienplatz. Mit mangelnder Qualität hat das nichts zu tun. Das Fach ist einfach wenig bekannt, und die Jahrgänge sind klein.

Die drei Wege zum Studienplatz
Im Bachelor entscheidet die Note fast nie
1. Zulassungsfrei einschreiben
21 von 23 Bachelor sind zulassungsfrei. Wer sich bewirbt, bekommt in der Regel einen Platz.
2. Über die Zulassungsbeschränkung
Nur 2 der 23 Bachelor haben überhaupt eine Zulassungsbeschränkung. Nur dort kann Deine Abiturnote über den Platz entscheiden.
3. Mit einem passenden Bachelor in den Master
Verlangt wird ein fachlich passender Bachelor, meistens Geodäsie selbst, oft auch Geoinformatik, Vermessung oder ein verwandtes ingenieurwissenschaftliches Fach. Welche Module Deine Wunsch-Hochschule sehen will und welchen Notenschnitt sie ansetzt, steht in ihrer Zulassungsordnung. Bei englischsprachigen Mastern wie Geodesy and Geoinformation Science an der TU Berlin kommt ein Sprachnachweis dazu.

Auch wenn das Studium zulassungsfrei ist, solltest Du den Anspruch nicht unterschätzen. Viele Hochschulen bieten vor Studienbeginn Mathe-Vorkurse an, und wir raten Dir, sie mitzunehmen, wenn Dein Schulwissen schon länger zurückliegt.

Was solltest Du mitbringen?

Auch ohne Abitur möglich
  • Geodäsie ohne Abitur studieren geht mit abgeschlossener Berufsausbildung und Berufserfahrung, etwa als Vermessungstechnikerin oder Vermessungstechniker
  • Die Regeln legt jedes Bundesland selbst fest: welche Nachweise zählen und ob eine Zugangsprüfung nötig ist
  • Frag deshalb vor der Bewerbung direkt bei der Hochschule nach
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Mathematik und Physik - sie ziehen sich durch die ersten Semester
  • Programmieren - kommt in den ersten Semestern dazu
  • Räumliches Vorstellungsvermögen - hilft Dir mehr als eine Eins in Deutsch
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Was ist Geodäsie?

Geodäsie ist die Wissenschaft vom Vermessen und Abbilden der Erde. Wenn Du Dir merken möchtest, worum es in der Geodäsie geht, hilft Dir die Frage „Wo genau ist das?“ weiter. Alles, was damit zu tun hat, gehört zum Fach, und zwar in jedem Maßstab, denn auf der Baustelle zählt der Millimeter und beim Erdradius der Zentimeter. Im Berufsalltag legen Geodätinnen und Geodäten Grundstücksgrenzen fest, erstellen Karten und berechnen die Daten, auf denen digitale Navigationssysteme aufbauen.

Fachlich ist Geodäsie eine Ingenieurwissenschaft zwischen Mathematik, Physik und Informatik. Deshalb enden in unserer Liste 23 Bachelor und 27 Master auf Bachelor beziehungsweise Master of Engineering oder of Science, und ein Studiengang führt noch zum Diplom. Du wirst also einen guten Teil Deiner Arbeit am Rechner verbringen, denn die Messwerte kommen heute von Satelliten, Laserscannern und Drohnen. Anschließend werden sie ausgewertet, gefiltert und in Karten oder Modelle übersetzt.

Ob Du nach „Geodäsie-Studium“ oder nach „Studium Geodäsie“ suchst, gemeint ist dasselbe Fach. Verwechseln solltest Du es aber nicht mit seinen Nachbarn. Die Geographie fragt, wie Menschen und Natur den Raum prägen, während die Geodäsie ihn misst. Beim Geologie-Studium geht es um Gesteine und Erdgeschichte, bei der Geophysik um die physikalischen Vorgänge im Erdinneren. Am dichtesten daneben liegt die Geoinformatik, die mit den Geodaten arbeitet und die Software dazu baut. Für jedes dieser Fächer haben wir eine eigene Seite mit eigenen Zahlen angelegt.

Geodäsie und ihre Nachbarn

fragt, wie Menschen und Natur den Raum prägen
Geodäsie
misst den Raum
Gesteine und Erdgeschichte
die physikalischen Vorgänge im Erdinneren
nimmt die Geodaten und baut die Software dazu
Die Kartographie ist der Teil der Geodäsie, der aus Messwerten lesbare Karten macht.

Vielleicht fragst Du Dich, wo die Kartographie bleibt. Sie ist der Teil der Geodäsie, der aus Messwerten lesbare Karten macht. Wenn Du nach einem Kartografie-Studium oder einem Kartographie-Studium suchst, wirst Du deshalb in unserer Liste fündig. Die Kartographie-Studiengänge haben wir in den 51 mitgezählt, zum Beispiel Kartographie und Geomedientechnik an der Hochschule München.

Welche Inhalte erwarten Dich im Geodäsie-Studium?

Zuerst lernst Du die Grundlagen, danach die Messtechnik. Weil Geodäsie als Ingenieurwissenschaft mehrere Disziplinen verbindet, legst Du in den ersten Semestern ein breites Fundament in Naturwissenschaften und Technik. Darauf bauen die Fachmodule auf, in denen Du die Messverfahren kennenlernst und erfährst, wo sie im Beruf gebraucht werden. Diese Fächer stehen typischerweise in Deinem Studienplan:

Erste Semester: Grundlagen
  • Ingenieurmathematik
  • Experimentalphysik
  • Statistik und Ausgleichungsrechnung
Darauf aufbauend: Fachmodule
  • Messtechnik und Instrumentenkunde
  • mathematische, physikalische und astronomische Geodäsie
  • Navigation und Satellitengeodäsie
  • Photogrammetrie und Fernerkundung
  • Geoinformation und Datenbanken
  • Kartographie
  • Landmanagement, Stadtplanung und Städtebau

So läuft das Studium ab. Geodäsie ist überwiegend ein Präsenzstudium, weil Du den Umgang mit Tachymeter, GNSS-Empfänger und Laserscanner nicht am Bildschirm lernen kannst. Zum Studienplan gehören deshalb mehrwöchige Messpraktika und Exkursionen, und an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften meist auch ein Praxissemester.

StudienformIm Fach Geodäsie
Dual studieren4 der 51 Studiengänge verbinden Hochschule und Betrieb
Teilzeitmehrere Hochschulen bieten zusätzlich Teilzeitvarianten an
Fernstudiumgibt es in diesem Fach nicht

Wie lange Du studierst, hängt von Deiner Hochschule ab. Wie viele Semester Dein Studiengang ansetzt, steht in der Studien- und Prüfungsordnung der jeweiligen Hochschule, und an Universitäten und Fachhochschulen fällt das unterschiedlich aus, unter anderem wegen des Praxissemesters. Wir nennen hier bewusst keine Zahl, weil unsere Datenbank an dieser Stelle nicht verlässlich ist. Im Master vertiefst Du dann ein Gebiet, etwa Satellitengeodäsie, Geoinformatik oder Landmanagement. Am Ende steht die Abschlussarbeit, die Du oft zusammen mit einem Ingenieurbüro oder einem Forschungsinstitut schreibst.

Das Geodäsie-Studium in Zahlen

4.922
Studierende
Wintersemester 2025/26
30,1 %
davon Frauen
Wintersemester 2025/26
1,5 %
arbeitslos
Beruf Vermessung und Kartografie, 2025
Uni oder Fachhochschule?
So verteilen sich die 4.922 Studierenden:
46 %54 %
2.254
an Universitäten
2.668
an Fachhochschulen
Und wie viele fangen neu an?1.426 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe „Vermessung und Kartografie“ (5.880 Beschäftigte). Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 5.689 €
4.517 €untere 25 % darunter6.949 €obere 25 % darüber
Anders gesagt: die mittleren 50 % verdienen zwischen 4.517 und 6.949 € im Monat. Mit einer Berufsausbildung statt Studium liegt die Mitte in derselben Berufsgruppe bei 4.280 €.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2024

Ist das Geodäsie-Studium das Richtige für Dich?

Passt, wenn …
  • Dir Mathematik und Physik liegen und Du keine Angst vor Formeln hast
  • Du ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen mitbringst
  • Du gern Daten erhebst und sie danach am Rechner auswertest
  • Du sowohl draußen auf der Baustelle als auch geduldig am Bildschirm arbeiten magst
  • Dir ein kleiner Jahrgang lieber ist als ein überfüllter Hörsaal
Passt eher nicht, wenn …
  • Du ein Fernstudium suchst – in diesem Fach gibt es keines
  • Du kreativ gestalten willst: Karten entstehen hier nach Regeln, nicht nach Geschmack
  • Du viel mit Menschen arbeiten möchtest – der Beruf ist überwiegend technisch
  • Du Gesteine und Erdgeschichte spannend findest – das ist Geologie
  • Du ortsgebunden bist: Es gibt Standorte in nur 17 Städten

Wenn Dich die Technik reizt, die Vermessung Dir aber zu eng vorkommt, sieh Dir die Geoinformatik an, denn dort steht die Software im Vordergrund. Möchtest Du lieber die Erde als Ganzes verstehen, bist Du in den Geowissenschaften oder der Geophysik besser aufgehoben.

YouGov
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Häufige Fragen zum Geodäsie-Studium

Was ist Geodäsie?
Geodäsie ist die Wissenschaft vom Vermessen und Abbilden der Erde. Als Geodätin oder Geodät bestimmst Du Grundstücksgrenzen, erstellst Karten, steckst Brücken und Tunnel ab und lieferst die Daten für Navigationssysteme. Das Fach ist eine Ingenieurwissenschaft und gehört damit eher zur Technik als zur Erdkunde.
Ist das Geodäsie-Studium schwer?
In das Studium kommst Du leicht hinein, das Studium selbst ist aber anspruchsvoll. Gefordert wirst Du vor allem in Ingenieurmathematik, Physik und Ausgleichungsrechnung, also beim Rechnen. Eine belastbare Durchfallquote für dieses Fach veröffentlicht niemand, deshalb nennen wir hier keine Zahl. Wenn Du Dich in der Schule mit Mathe schwergetan hast, raten wir Dir, den Vorkurs der Hochschule mitzunehmen. Ein Vorteil ist, dass die Jahrgänge klein sind, denn in kleinen Gruppen bekommst Du Hilfe, bevor Du durch eine Klausur fällst.
Wo kann man Geodäsie studieren?
Wir haben Geodäsie-Studiengänge an 22 Hochschulen in 17 Städten gefunden, von Hamburg bis München. Die vollständige Liste findest Du oben in der Tabelle. Geodäsie studieren kannst Du sowohl an Technischen Universitäten als auch an Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Die Universitäten sind dabei forschungsnäher, die Hochschulen praxisnäher, und so kannst Du wählen, was Dir mehr liegt.
Gibt es statt des Studiums eine Geodäsie-Ausbildung?
Einen Ausbildungsberuf mit dem Namen Geodäsie gibt es nicht. Am nächsten verwandt ist die Ausbildung zur Vermessungstechnikerin oder zum Vermessungstechniker, die eine duale Berufsausbildung im Betrieb und in der Berufsschule ist und damit kein Studium. Trotzdem ist sie ein guter Weg ins Fach, weil Du mit Ausbildung und Berufserfahrung anschließend auch ohne Abitur studieren kannst. Beim Gehalt macht der Unterschied zwischen Ausbildung und Studium rund 1.400 € brutto im Monat aus.
Wie lange dauert das Geodäsie-Studium?
Die Dauer legt jede Hochschule in ihrer Studien- und Prüfungsordnung fest, und an Fachhochschulen kommt oft noch ein Praxissemester dazu. Wir nennen bewusst keine Zahl, weil unsere Datenbank an dieser Stelle nicht verlässlich ist. Die verlässliche Angabe findest Du deshalb in der Prüfungsordnung Deines Wunschstudiengangs.
Kann man Geodäsie im Fernstudium oder dual studieren?
Ein Fernstudium gibt es in diesem Fach nicht, weil Du für die Messpraktika vor Ort sein musst. Dual studieren kannst Du dagegen schon, denn 4 der 51 Studiengänge verbinden Hochschule und Betrieb. Mehrere Hochschulen bieten ihre Studiengänge zusätzlich in Teilzeit an, deshalb stehen 10 Angebote doppelt in unserer Liste.
Ist Kartographie dasselbe wie Geodäsie?
Ganz dasselbe ist es nicht, denn die Kartographie ist ein Teil der Geodäsie und macht aus Messwerten lesbare Karten. Ein eigenständiges Kartografie-Studium beziehungsweise Kartographie-Studium bieten einzelne Hochschulen an, zum Beispiel Kartographie und Geomedientechnik an der Hochschule München. Diese Studiengänge haben wir in den 51 oben mitgezählt.
Was ist der Unterschied zwischen Geodäsie und Geologie?
Die Geodäsie misst die Form der Erde und ihre Oberfläche, während Du Dich im Geologie-Studium mit Gesteinen, Lagerstätten und der Erdgeschichte beschäftigst. Geodäsie ist eine Ingenieurwissenschaft, Geologie dagegen eine Naturwissenschaft. Für beide Fächer haben wir eigene Seiten mit eigenen Zahlen angelegt.
Wie viel verdient man als Geodät?
Auf Expertenebene liegt das Gehalt in der Berufsgruppe Vermessung und Kartografie bei 5.689 € brutto im Monat, auf Spezialistenebene 4.719 € und auf Fachkraftebene 4.280 € (Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2024). Dabei verdient ein Viertel der Fachleute auf Expertenebene weniger als 4.517 € und ein Viertel mehr als 6.949 €. Falls Du später verbeamtet in der Landesvermessung arbeitest, taucht Deine Besoldung in dieser Statistik nicht auf.

Quellen

Daten in diesem ArtikelEigene Auswertung der myStipendium-Datenbank zu Studiengängen, Hochschulen, Studienorten, Abschlüssen und Zulassung, Stand 22.09.2026.
Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 312 Vermessung und Kartografie, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024.
Für Regelstudienzeit, Semesterbeitrag, Sprachnachweis und Zulassung: die Studien- und Prüfungsordnungen der jeweiligen Hochschule.
Für den Hochschulzugang ohne Abitur: die Hochschulgesetze der Bundesländer.

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Passende Berufe
ohne Abitur
Vermessungsingenieur: Ausbildung & Beruf
Gehalt
4.735 €
Work - Life Balance
Durchschnittlich
Ausbildung
Bachelor
mit Studium
Geologe: Ausbildung & Beruf
Gehalt
5.393 €
Work - Life Balance
Durchschnittlich
Ausbildung
Bachelor
mit Studium
Paläontologe: Ausbildung & Beruf
Gehalt
4.166 €
Work - Life Balance
Durchschnittlich
Ausbildung
Bachelor
mit Studium
Meteorologe: Ausbildung & Beruf
Gehalt
6.301 €
Work - Life Balance
Durchschnittlich
Ausbildung
Bachelor
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