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Inhalt11 Abschnitte
- Wie wird man Zahntechniker?
- Was brauchst Du, um Zahntechniker zu werden?
- Wie lange dauert die Ausbildung?
- Umschulung und Quereinstieg
- Kann man Zahntechniker studieren?
- Was macht ein Zahntechniker?
- Was verdient ein Zahntechniker?
- Hat der Beruf Zahntechniker Zukunft?
- Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
- Passt der Beruf zu Dir?
- Weiter zum Zahntechniker
Zahntechniker stellen nach den Vorgaben des Zahnarztes Zahnersatz her, also Kronen, Brücken, Implantate und Prothesen, dazu Zahnspangen und Schienen. Sie arbeiten von Hand und am Computer, meist in einem Dentallabor.
Wie wird man Zahntechniker?
Zahntechniker wirst Du mit einer dualen Ausbildung im Handwerk. Sie dauert 3,5 Jahre, Du lernst im Dentallabor und in der Berufsschule und schließt mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer ab. Einen Schulabschluss schreibt das Gesetz nicht vor. Ausbildungsplätze, Inhalte und Vergütung im Detail findest Du im Artikel Zahntechniker-Ausbildung.
So läuft die Ausbildung ab
- VorherEinen Ausbildungsplatz findenDu schließt einen Vertrag mit einem Dentallabor, einem Praxislabor oder einer Zahnklinik. Bist Du unter 18, brauchst Du eine ärztliche Bescheinigung über die Erstuntersuchung.
- Jahr 1 und 2Modelle, Schienen, erste ProthesenDu prüfst Abformungen, gießt Modelle und setzt sie in einen Artikulator ein, ein Gerät, das die Bewegung des Kiefers nachahmt. Du baust Teilprothesen und Aufbissschienen und modellierst Kronen, von Hand und am Computer.
- 4. HalbjahrTeil 1 der GesellenprüfungIn 8 Stunden fertigst Du eine provisorische Teilprothese, konstruierst eine Aufbissschiene am Computer und modellierst eine Krone von Hand. Dazu kommen 120 Minuten auf Papier. Teil 1 zählt 30 % der Note.
- Jahr 3 und 4Brücken, Implantate, KieferorthopädieJetzt geht es um festsitzenden und herausnehmbaren Zahnersatz, um Arbeiten auf Implantaten und um Zahnspangen. Du lernst auch, Zähne und Gesicht zu scannen und mit Patienten umzugehen.
- Am EndeTeil 2 der GesellenprüfungIn insgesamt 24 Stunden fertigst Du drei Prüfungsstücke: eine Kombinationsprothese mit Doppelkrone, eine Vollprothese in Wachs und eine Frontzahnbrücke samt Backenzahnkrone. Dazu kommen drei schriftliche Prüfungen. Teil 2 zählt 70 %.
Quellen: Zahntechnikerausbildungsverordnung vom 23.03.2022 (seit 1. August 2022), §§ 7 bis 17; BERUFENET Zahntechniker/in.

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Was brauchst Du, um Zahntechniker zu werden?
Wer Zahntechniker werden will, braucht vor allem einen Ausbildungsplatz. Einen Schulabschluss verlangt das Gesetz nicht, die Labore wählen selbst aus. 2024 hatte fast die Hälfte der neuen Azubis einen mittleren Abschluss, gut ein Drittel Abitur oder Fachabitur. Wichtiger als die Note sind geschickte Hände und ein gutes Auge, denn Zahnersatz muss millimetergenau passen.
Quelle: BIBB, Datensystem Auszubildende, Berichtsjahr 2024.
Quelle: BERUFENET Zahntechniker/in.
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Wie lange dauert die Ausbildung zum Zahntechniker?
Die Ausbildungsdauer beträgt 3,5 Jahre, das sind 42 Monate. Mit gutem Schulabschluss oder guten Leistungen geht es schneller. Ein Gesellenbrief in kürzerer Zeit ohne Prüfung ist nicht vorgesehen, auch nicht bei einer Umschulung.
Quellen: §§ 27b, 27c und 37 Handwerksordnung; BIBB-Empfehlung 129; § 17 Berufsbildungsgesetz und BIBB, Mindestausbildungsvergütung 2026; BERUFENET (Empfehlungen der Landesinnungen, Stand Januar 2026).
Die Ausbildung in Zahlen
Umschulung und Quereinstieg: Kannst Du auch später Zahntechniker werden?
Ja. Als Erwachsener kannst Du eine Umschulung machen, sie endet mit derselben Gesellenprüfung wie die Ausbildung. Die Kosten kann die Arbeitsagentur oder das Jobcenter mit einem Bildungsgutschein übernehmen. 2024 waren 288 der 1.740 neuen Azubis 24 Jahre oder älter, 27 sogar über 39.
Quellen: §§ 81, 87a und 180 Sozialgesetzbuch III; § 27c Handwerksordnung; BIBB, Datensystem Auszubildende 2024.
Quereinstieg ohne Ausbildung
Quellen: § 37 Handwerksordnung; BERUFENET Zahntechniker/in.
Kann man Zahntechniker studieren?
Nein, Zahntechniker ist ein Ausbildungsberuf. Den Gesellenbrief gibt es nur über Ausbildung, Umschulung oder Externenprüfung. Wer schon Abitur hat, kann aber ein Studium rund um Zähne wählen. Keines davon macht Dich zum Zahntechniker:
| Studium | Worum es geht | Danach |
|---|---|---|
| Dentaltechnologie (B.Sc.) | Werkstoffe für Zahnersatz, CAD/CAM und 3D-Druck, z. B. in Osnabrück: 6 Semester, ohne NC | Entwicklung und Herstellung von Dentalmaterialien |
| Zahnmedizin | Staatsexamen, Behandlung von Patienten | Zahnarzt oder Zahnärztin |
| Medizintechnik | Technik für Diagnose und Therapie | Arbeit in der Medizintechnik-Industrie |
| Dentalhygiene | Vorbeugung und Pflege von Zähnen und Zahnfleisch | Arbeit in Zahnarztpraxen |
Quellen: Hochschule Osnabrück, Dentaltechnologie (B.Sc.); BERUFENET Zahntechniker/in (Aufstiegsweiterbildung).
Ohne Abitur geht es über den Meister: Mit dem Meisterbrief darfst Du an jeder Hochschule studieren.
Was macht ein Zahntechniker?
Zahntechniker fertigen Zahnersatz nach Maß: Der Zahnarzt nimmt einen Abdruck oder scannt die Zähne, im Labor entsteht daraus die Krone, Brücke oder Prothese. Deine Kunden sind Zahnärzte und Kieferorthopäden. Behandeln darfst Du nicht, das bleibt dem Zahnarzt vorbehalten.
Deine Aufgaben im Überblick:
| Bereich | Was Du herstellst |
|---|---|
| Festsitzend | Kronen, Teilkronen, Brücken, Inlays und Veneers, also dünne Schalen für die Vorderseite der Zähne |
| Herausnehmbar | Teilprothesen und Vollprothesen, die "Dritten" |
| Auf Implantaten | Prothesen, die auf künstlichen Zahnwurzeln sitzen und nur der Zahnarzt abnehmen kann |
| Spangen und Schienen | Zahnspangen, Aufbissschienen gegen Knirschen, Schienen bei Kieferbrüchen |
| Gesicht und Gaumen | Epithesen, also Ersatz für fehlende Teile im Gesicht, und Platten, die eine Gaumenspalte verschließen |
| Reparatur | Zahnersatz und Spangen reinigen und reparieren |
Eine Brücke entsteht, Schritt für Schritt
- Schritt 1Modell herstellenAus dem Abdruck des Zahnarztes gießt Du ein Modell aus Gips. Kommt ein Scan, entsteht das Modell am Computer.
- Schritt 2In den Artikulator setzenOber- und Unterkiefer kommen in den Artikulator. So siehst Du, wie die Zähne beim Kauen aufeinandertreffen.
- Schritt 3ModellierenDu formst die Brücke in Wachs oder konstruierst sie mit einem CAD-Programm am Bildschirm.
- Schritt 4Gerüst herstellenAus dem Entwurf entsteht das Gerüst: gegossen aus Metall, aus Titan oder Zirkon gefräst oder im 3D-Drucker gedruckt.
- Schritt 5VerblendenDamit niemand den Zahnersatz bemerkt, trägst Du Keramik in der Farbe der echten Zähne auf und brennst sie im Ofen.
- Schritt 6Prüfen und dokumentierenIm Artikulator kontrollierst Du Biss und Abstände. Weil Zahnersatz ein Medizinprodukt ist, hältst Du fest, was Du verwendet hast.
Quellen: BERUFENET Zahntechniker/in; Zahntechnikerausbildungsverordnung 2022; Zahntechnikermeisterverordnung 2025.
Was verdient ein Zahntechniker?
Als Zahntechniker verdienst Du im Mittel 3.500 € brutto im Monat. Einstieg, Entwicklung mit Berufserfahrung und was das Gehalt beeinflusst, findest Du im Artikel Zahntechniker-Gehalt.
Hat der Beruf Zahntechniker Zukunft?
Ja: Die Bundesagentur für Arbeit zählt die Zahntechnik zu den Engpassberufen. Eine offene Stelle bleibt im Mittel 126 Tage unbesetzt. Für die Berufsgruppe Medizin-, Orthopädie- und Rehatechnik, zu der die Zahntechnik gehört, erwartet die Bundesagentur bis 2040 mehr Beschäftigte und eine noch längere Suche nach Personal.
Gesucht werden Zahntechniker in ganz Deutschland, die Analyse gilt für das gesamte Bundesgebiet. Zugleich beginnen weniger junge Leute die Ausbildung als vor 25 Jahren:
Quelle: BIBB, Datensystem Auszubildende.
Die Arbeit selbst verändert sich: Scans ersetzen Abdrücke, Gerüste kommen aus Fräse und 3D-Drucker. Handarbeit bleibt, besonders beim Verblenden und bei Prothesen, aber wer mit CAD-Programmen umgehen kann, hat die besseren Karten.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Der wichtigste Schritt ist der Meister: Nur mit Meisterbrief darfst Du in der Regel ein eigenes Dentallabor führen und Azubis ausbilden.
Quellen: §§ 45 und 49 Handwerksordnung; Zahntechnikermeisterverordnung vom 1. August 2025; ELBCAMPUS Hamburg, Kursseite Meistervorbereitung im Zahntechnikerhandwerk, Stand Oktober 2026; Aufstiegs-BAföG; KMK-Beschluss Hochschulzugang 2009.
Quellen: § 1, § 7b und § 8 Handwerksordnung, Anlage A Nr. 37; BERUFENET Zahntechniker/in.
Passt der Beruf zu Dir?
Warum Zahntechniker werden? Der Beruf verbindet Handwerk, Technik und Medizin, und Fachkräfte werden gesucht. Ob er zu Dir passt, zeigt diese Liste:
Was solltest Du mitbringen?
- gern lange konzentriert an kleinen Dingen arbeitest
- Handwerk und Gestalten verbinden willst, denn Form und Farbe sollen natürlich wirken
- Spaß an Technik hast und auch am Computer konstruieren willst
- Geduld hast und Fehler selbst entdecken willst, bevor das Teil zum Zahnarzt geht
- lieber in einer Werkstatt arbeitest als unterwegs
- viel mit Menschen zu tun haben willst
- ungern still an einem Platz sitzt
- Staub, Gerüche und Schutzkleidung nicht magst
- Haut- oder Atemwegsallergien hast
Quelle: BERUFENET Zahntechniker/in (Ausbildungs- und Jobalternativen).
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