Zahntechniker: Ausbildung & Beruf

3,5 Jahre duale Ausbildung1.740 neue Azubis 20243.500 € mittleres Gehalt126 Tage bis eine Stelle besetzt ist
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Inhalt11 Abschnitte
  1. Wie wird man Zahntechniker?
  2. Was brauchst Du, um Zahntechniker zu werden?
  3. Wie lange dauert die Ausbildung?
  4. Umschulung und Quereinstieg
  5. Kann man Zahntechniker studieren?
  6. Was macht ein Zahntechniker?
  7. Was verdient ein Zahntechniker?
  8. Hat der Beruf Zahntechniker Zukunft?
  9. Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
  10. Passt der Beruf zu Dir?
  11. Weiter zum Zahntechniker

Zahntechniker stellen nach den Vorgaben des Zahnarztes Zahnersatz her, also Kronen, Brücken, Implantate und Prothesen, dazu Zahnspangen und Schienen. Sie arbeiten von Hand und am Computer, meist in einem Dentallabor.

Wie wird man Zahntechniker?

Zahntechniker wirst Du mit einer dualen Ausbildung im Handwerk. Sie dauert 3,5 Jahre, Du lernst im Dentallabor und in der Berufsschule und schließt mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer ab. Einen Schulabschluss schreibt das Gesetz nicht vor. Ausbildungsplätze, Inhalte und Vergütung im Detail findest Du im Artikel Zahntechniker-Ausbildung.

So läuft die Ausbildung ab

  1. VorherEinen Ausbildungsplatz findenDu schließt einen Vertrag mit einem Dentallabor, einem Praxislabor oder einer Zahnklinik. Bist Du unter 18, brauchst Du eine ärztliche Bescheinigung über die Erstuntersuchung.
  2. Jahr 1 und 2Modelle, Schienen, erste ProthesenDu prüfst Abformungen, gießt Modelle und setzt sie in einen Artikulator ein, ein Gerät, das die Bewegung des Kiefers nachahmt. Du baust Teilprothesen und Aufbissschienen und modellierst Kronen, von Hand und am Computer.
  3. 4. HalbjahrTeil 1 der GesellenprüfungIn 8 Stunden fertigst Du eine provisorische Teilprothese, konstruierst eine Aufbissschiene am Computer und modellierst eine Krone von Hand. Dazu kommen 120 Minuten auf Papier. Teil 1 zählt 30 % der Note.
  4. Jahr 3 und 4Brücken, Implantate, KieferorthopädieJetzt geht es um festsitzenden und herausnehmbaren Zahnersatz, um Arbeiten auf Implantaten und um Zahnspangen. Du lernst auch, Zähne und Gesicht zu scannen und mit Patienten umzugehen.
  5. Am EndeTeil 2 der GesellenprüfungIn insgesamt 24 Stunden fertigst Du drei Prüfungsstücke: eine Kombinationsprothese mit Doppelkrone, eine Vollprothese in Wachs und eine Frontzahnbrücke samt Backenzahnkrone. Dazu kommen drei schriftliche Prüfungen. Teil 2 zählt 70 %.

Quellen: Zahntechnikerausbildungsverordnung vom 23.03.2022 (seit 1. August 2022), §§ 7 bis 17; BERUFENET Zahntechniker/in.

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Was brauchst Du, um Zahntechniker zu werden?

Wer Zahntechniker werden will, braucht vor allem einen Ausbildungsplatz. Einen Schulabschluss verlangt das Gesetz nicht, die Labore wählen selbst aus. 2024 hatte fast die Hälfte der neuen Azubis einen mittleren Abschluss, gut ein Drittel Abitur oder Fachabitur. Wichtiger als die Note sind geschickte Hände und ein gutes Auge, denn Zahnersatz muss millimetergenau passen.

Schulabschluss der neuen Azubis 2024
Zahntechnikerin und Zahntechniker, 1.740 neue Verträge
Mittlerer SchulabschlussRealschule47 %
Abitur oder Fachabitur35 %
HauptschulabschlussErster Schulabschluss13 %
Im Ausland erworben4 %
Ohne Hauptschulabschluss1 %

Quelle: BIBB, Datensystem Auszubildende, Berichtsjahr 2024.

Das solltest Du mitbringen
Geschickte HändeFingergeschick und eine gute Auge-Hand-Koordinationbeim Modellieren in Wachs, beim Fräsen und beim Einarbeiten winziger Halteelemente.
Räumliches DenkenDu musst Dir einen Kiefer in 3D vorstellen könnendenn aus einem Abdruck oder Scan entsteht ein Zahnersatz, der genau in den Mund passt.
Genaues HinsehenSorgfalt und ein scharfer Blick für kleine Abweichungenzwischen Modell und Prothese. Gutes Sehen in der Nähe ist wichtig, eine Brille ist kein Problem.
Gesunde Haut und LungeIm Labor gibt es Schleifstaub, Dämpfe und DesinfektionsmittelMit chronischen oder allergischen Haut- und Atemwegserkrankungen kann der Beruf schwierig werden.
VerschwiegenheitDu siehst Patientendatenund behältst sie für Dich.
SchulfächerWerken, Physik, Biologie und Mathe helfenMathe zum Beispiel, um Mischungsverhältnisse richtig zu berechnen.

Quelle: BERUFENET Zahntechniker/in.

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Wie lange dauert die Ausbildung zum Zahntechniker?

Die Ausbildungsdauer beträgt 3,5 Jahre, das sind 42 Monate. Mit gutem Schulabschluss oder guten Leistungen geht es schneller. Ein Gesellenbrief in kürzerer Zeit ohne Prüfung ist nicht vorgesehen, auch nicht bei einer Umschulung.

Dauer, Kosten und Geld
Kannst Du verkürzen?ja, um bis zu 6 oder 12 Monatemit mittlerem Schulabschluss bis zu 6, mit Fachabitur oder Abitur bis zu 12 Monate. Den Antrag stellen Du und Dein Labor gemeinsam bei der Handwerkskammer.
Geht es mit guten Noten früher?ja, mit vorzeitiger ZulassungRechtfertigen Deine Leistungen es, lässt Dich die Kammer nach Anhörung von Betrieb und Berufsschule früher zur Gesellenprüfung zu.
Geht die Ausbildung in Teilzeit?jaSie dauert dann länger, höchstens das Eineinhalbfache, also gut 5 Jahre.
Wo wirst Du ausgebildet?im Labor und in der BerufsschuleAusgebildet wirst Du in einem Dentallabor, einem Praxislabor oder einer Zahnklinik. Die Berufsschule besuchst Du an 1 oder 2 Tagen pro Woche oder in mehrwöchigen Blöcken.
Was verdienst Du in der Ausbildung?mindestens 724 € im 1. und 1.014 € im 4. Jahrwenn Du 2026 beginnst. Einige Landesinnungen empfehlen mehr, in Baden-Württemberg 844 bis 924 € im 1. Jahr.
Kostet die Ausbildung etwas?neinMaterial im Labor und die Prüfungsgebühren zahlt der Betrieb. Bücher für die Berufsschule und Arbeitskleidung zahlst Du oft selbst. Reicht das Geld nicht, hilft die Berufsausbildungsbeihilfe.

Quellen: §§ 27b, 27c und 37 Handwerksordnung; BIBB-Empfehlung 129; § 17 Berufsbildungsgesetz und BIBB, Mindestausbildungsvergütung 2026; BERUFENET (Empfehlungen der Landesinnungen, Stand Januar 2026).

Die Ausbildung in Zahlen

5.148
Azubis
Ende 2024 in Deutschland
66 %
Frauen
unter den neuen Azubis 2024
92 %
bestehen
die Gesellenprüfung, Prüflinge 2024
Quelle: BIBB, Datensystem Auszubildende, Berichtsjahr 2024.

Umschulung und Quereinstieg: Kannst Du auch später Zahntechniker werden?

Ja. Als Erwachsener kannst Du eine Umschulung machen, sie endet mit derselben Gesellenprüfung wie die Ausbildung. Die Kosten kann die Arbeitsagentur oder das Jobcenter mit einem Bildungsgutschein übernehmen. 2024 waren 288 der 1.740 neuen Azubis 24 Jahre oder älter, 27 sogar über 39.

Umschulung zum Zahntechniker
Wie lange dauert sie?meist höchstens 28 Monate in VollzeitFördern darf die Arbeitsagentur eine Umschulung in der Regel nur, wenn sie mindestens ein Drittel kürzer ist als die Ausbildung mit 42 Monaten.
Wer bezahlt?Arbeitsagentur oder Jobcenterwenn Du arbeitslos bist oder es Dir droht und Du Dich vorher beraten lässt. Kurs und Träger müssen zugelassen sein.
Gibt es zusätzlich Geld?ja, 1.000 € und 1.500 € Prämiefür den bestandenen Teil 1 und die bestandene Gesellenprüfung. Wer arbeitslos ist, bekommt außerdem 150 € im Monat Weiterbildungsgeld.
Geht es auch im Betrieb?jaFindest Du ein Labor, kannst Du dort eine verkürzte Ausbildung machen. Den Antrag auf Verkürzung stellt Ihr gemeinsam.

Quellen: §§ 81, 87a und 180 Sozialgesetzbuch III; § 27c Handwerksordnung; BIBB, Datensystem Auszubildende 2024.

Quereinstieg ohne Ausbildung

Quereinstieg und Abschluss aus dem Ausland
Darfst Du ohne Abschluss arbeiten?ja, der Beruf ist nicht geschütztDie meisten Labore verlangen aber eine abgeschlossene Ausbildung.
Kannst Du den Gesellenbrief nachholen?ja, mit der ExternenprüfungZugelassen wirst Du nach 5 Jahren und 3 Monaten im Beruf. Kannst Du mit Zeugnissen zeigen, dass Du das Nötige kannst, auch früher. Seit 2025 kann Dir die Kammer Deine Fähigkeiten auch in einem eigenen Verfahren bescheinigen.
Hast Du einen Abschluss aus dem Ausland?dann brauchst Du keine AnerkennungEine Gleichwertigkeitsfeststellung bei der Handwerkskammer hilft aber bei der Bewerbung.

Quellen: § 37 Handwerksordnung; BERUFENET Zahntechniker/in.

Kann man Zahntechniker studieren?

Nein, Zahntechniker ist ein Ausbildungsberuf. Den Gesellenbrief gibt es nur über Ausbildung, Umschulung oder Externenprüfung. Wer schon Abitur hat, kann aber ein Studium rund um Zähne wählen. Keines davon macht Dich zum Zahntechniker:

StudiumWorum es gehtDanach
Dental­technologie (B.Sc.)Werkstoffe für Zahnersatz, CAD/CAM und 3D-Druck, z. B. in Osnabrück: 6 Semester, ohne NCEntwicklung und Herstellung von Dentalmaterialien
Zahn­medizinStaatsexamen, Behandlung von PatientenZahnarzt oder Zahnärztin
Medizin­technikTechnik für Diagnose und TherapieArbeit in der Medizintechnik-Industrie
Dental­hygieneVorbeugung und Pflege von Zähnen und ZahnfleischArbeit in Zahnarztpraxen

Quellen: Hochschule Osnabrück, Dentaltechnologie (B.Sc.); BERUFENET Zahntechniker/in (Aufstiegsweiterbildung).

Ohne Abitur geht es über den Meister: Mit dem Meisterbrief darfst Du an jeder Hochschule studieren.

Was macht ein Zahntechniker?

Zahntechniker fertigen Zahnersatz nach Maß: Der Zahnarzt nimmt einen Abdruck oder scannt die Zähne, im Labor entsteht daraus die Krone, Brücke oder Prothese. Deine Kunden sind Zahnärzte und Kieferorthopäden. Behandeln darfst Du nicht, das bleibt dem Zahnarzt vorbehalten.

Deine Aufgaben im Überblick:

BereichWas Du herstellst
Fest­sitzendKronen, Teilkronen, Brücken, Inlays und Veneers, also dünne Schalen für die Vorderseite der Zähne
Heraus­nehmbarTeilprothesen und Vollprothesen, die "Dritten"
Auf ImplantatenProthesen, die auf künstlichen Zahnwurzeln sitzen und nur der Zahnarzt abnehmen kann
Spangen und SchienenZahnspangen, Aufbissschienen gegen Knirschen, Schienen bei Kieferbrüchen
Gesicht und GaumenEpithesen, also Ersatz für fehlende Teile im Gesicht, und Platten, die eine Gaumenspalte verschließen
ReparaturZahnersatz und Spangen reinigen und reparieren

Eine Brücke entsteht, Schritt für Schritt

  1. Schritt 1Modell herstellenAus dem Abdruck des Zahnarztes gießt Du ein Modell aus Gips. Kommt ein Scan, entsteht das Modell am Computer.
  2. Schritt 2In den Artikulator setzenOber- und Unterkiefer kommen in den Artikulator. So siehst Du, wie die Zähne beim Kauen aufeinandertreffen.
  3. Schritt 3ModellierenDu formst die Brücke in Wachs oder konstruierst sie mit einem CAD-Programm am Bildschirm.
  4. Schritt 4Gerüst herstellenAus dem Entwurf entsteht das Gerüst: gegossen aus Metall, aus Titan oder Zirkon gefräst oder im 3D-Drucker gedruckt.
  5. Schritt 5VerblendenDamit niemand den Zahnersatz bemerkt, trägst Du Keramik in der Farbe der echten Zähne auf und brennst sie im Ofen.
  6. Schritt 6Prüfen und dokumentierenIm Artikulator kontrollierst Du Biss und Abstände. Weil Zahnersatz ein Medizinprodukt ist, hältst Du fest, was Du verwendet hast.
Wo und wie arbeiten Zahntechniker?
ArbeitgeberMeist ein gewerbliches Dentallaboraußerdem Praxislabore in größeren Zahnarztpraxen, Zahnkliniken und die Dentalindustrie.
ArbeitsplatzEher Werkstatt als ChemielaborJeder hat einen eigenen Platz mit Fräse, Schleifgerät und Feinwerkzeug. Wegen Lärm, Staub und Dämpfen trägst Du Kittel, Schutzbrille, Handschuhe und je nach Arbeit Atem- und Gehörschutz.
Am ComputerCAD/CAM, Scanner und 3D-Drucker gehören dazuViele Arbeiten entwirfst Du am Bildschirm und lässt sie von einer Maschine fräsen oder drucken.
Kontakt zu Patientenseltener als in der Praxis, aber es gibt ihnetwa beim Scannen oder wenn Du die Zahnfarbe direkt am Patienten bestimmst. Seit 2022 gehört die Betreuung von Patienten fest zur Ausbildung.

Quellen: BERUFENET Zahntechniker/in; Zahntechnikerausbildungsverordnung 2022; Zahntechnikermeisterverordnung 2025.

Was verdient ein Zahntechniker?

Als Zahntechniker verdienst Du im Mittel 3.500 € brutto im Monat. Einstieg, Entwicklung mit Berufserfahrung und was das Gehalt beeinflusst, findest Du im Artikel Zahntechniker-Gehalt.

Hat der Beruf Zahntechniker Zukunft?

Ja: Die Bundesagentur für Arbeit zählt die Zahntechnik zu den Engpassberufen. Eine offene Stelle bleibt im Mittel 126 Tage unbesetzt. Für die Berufsgruppe Medizin-, Orthopädie- und Rehatechnik, zu der die Zahntechnik gehört, erwartet die Bundesagentur bis 2040 mehr Beschäftigte und eine noch längere Suche nach Personal.

41.409
Fachkräfte
arbeiten in der Zahntechnik, Juni 2025
126 Tage
bis eine Stelle besetzt ist
Mittelwert 2025
2,5 %
Arbeitslosenquote
im Beruf, 2025
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Fachkräfteengpassanalyse 2025.

Gesucht werden Zahntechniker in ganz Deutschland, die Analyse gilt für das gesamte Bundesgebiet. Zugleich beginnen weniger junge Leute die Ausbildung als vor 25 Jahren:

Neue Azubis als Zahntechniker/in
neu abgeschlossene Ausbildungsverträge in Deutschland
19982.670
20081.866
20221.689
20241.740

Quelle: BIBB, Datensystem Auszubildende.

Die Arbeit selbst verändert sich: Scans ersetzen Abdrücke, Gerüste kommen aus Fräse und 3D-Drucker. Handarbeit bleibt, besonders beim Verblenden und bei Prothesen, aber wer mit CAD-Programmen umgehen kann, hat die besseren Karten.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Der wichtigste Schritt ist der Meister: Nur mit Meisterbrief darfst Du in der Regel ein eigenes Dentallabor führen und Azubis ausbilden.

Der Weg zum Zahntechnikermeister
Wann darfst Du anfangen?direkt nach der GesellenprüfungBerufsjahre schreibt das Gesetz nicht vor.
Wie läuft die Prüfung?in vier TeilenTeil I ist ein Meisterprüfungsprojekt wie ein echter Kundenauftrag, unter anderem eine festsitzende Arbeit aus sieben Einheiten, eine Kombiarbeit, Vollprothesen und eine Zahnspange. Teil II ist Fachtheorie, Teil III Betriebsführung und Recht, Teil IV die Ausbilderprüfung. Die Prüfung ist seit August 2025 neu geregelt.
Wie lange und was kostet das?Beispiel Hamburg: Januar bis Oktober 2027 in Vollzeitfür Teil I und II am ELBCAMPUS, 11.800 € plus 860 € Prüfungsgebühr. Teil III und IV kommen dazu.
Wer hilft beim Bezahlen?das Aufstiegs-BAföGEs übernimmt bis zu 15.000 € für Kurs und Prüfung, die Hälfte davon als Zuschuss. In Hamburg bleiben so 8.850 € statt 11.800 €.
Was bringt der Titel noch?Bachelor Professional und HochschulzugangMit dem Meisterbrief trägst Du auch den Titel Bachelor Professional und darfst ohne Abitur studieren.

Quellen: §§ 45 und 49 Handwerksordnung; Zahntechnikermeisterverordnung vom 1. August 2025; ELBCAMPUS Hamburg, Kursseite Meistervorbereitung im Zahntechnikerhandwerk, Stand Oktober 2026; Aufstiegs-BAföG; KMK-Beschluss Hochschulzugang 2009.

Gut zu wissen
Geht Selbstständigkeit ohne Meister?in der Regel nichtZahntechniker ist ein zulassungspflichtiges Handwerk. Die Regel "6 Jahre Berufserfahrung statt Meister" gilt hier ausdrücklich nicht, nur eine Ausnahmebewilligung im Einzelfall.
Welche Weiterbildungen gibt es außerdem?Ausbilder, Betriebsführung, CADzum Beispiel die Ausbildereignung, den Fachmann für kaufmännische Betriebsführung (HwO) oder Kurse in CAD und Zahntechnik.
Gibt es Extras schon in der Ausbildung?ja, als Zusatzqualifikationetwa Betriebsassistent im Handwerk oder Europaassistent mit Praktikum im Ausland.

Quellen: § 1, § 7b und § 8 Handwerksordnung, Anlage A Nr. 37; BERUFENET Zahntechniker/in.

Passt der Beruf zu Dir?

Warum Zahntechniker werden? Der Beruf verbindet Handwerk, Technik und Medizin, und Fachkräfte werden gesucht. Ob er zu Dir passt, zeigt diese Liste:

Was solltest Du mitbringen?

Das passt zu Dir, wenn Du ...
  • gern lange konzentriert an kleinen Dingen arbeitest
  • Handwerk und Gestalten verbinden willst, denn Form und Farbe sollen natürlich wirken
  • Spaß an Technik hast und auch am Computer konstruieren willst
  • Geduld hast und Fehler selbst entdecken willst, bevor das Teil zum Zahnarzt geht
  • lieber in einer Werkstatt arbeitest als unterwegs
Eher nicht, wenn Du ...
  • viel mit Menschen zu tun haben willst
  • ungern still an einem Platz sitzt
  • Staub, Gerüche und Schutzkleidung nicht magst
  • Haut- oder Atemwegsallergien hast
Alternative Berufe für Zahntechniker
Ähnliche AusbildungAugenoptiker, Hörakustiker, Orthopädietechnik-Mechaniker, ChirurgiemechanikerAuch dort stellst Du medizinische Hilfsmittel her.
Ähnliche ArbeitGold- und SilberschmiedDu bearbeitest kleinste Teile präzise, schleifst, fräst und polierst. Meist ist eine neue, oft verkürzte Ausbildung nötig.

Quelle: BERUFENET Zahntechniker/in (Ausbildungs- und Jobalternativen).

Weiter zum Zahntechniker

Quellen dieses Artikels Ausbildung: Zahntechnikerausbildungsverordnung vom 23.03.2022, Handwerksordnung (§§ 1, 7b, 8, 22b, 27b, 27c, 37, 45, 49, Anlage A), § 17 Berufsbildungsgesetz, BIBB-Empfehlung 129 · Beruf: Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET Zahntechniker/in (Ausbildung und Tätigkeit) mit Projektion bis 2040 · Azubis, Schulabschlüsse, Prüfungen: BIBB, Datensystem Auszubildende, Berichtsjahr 2024 · Ausbildungsvergütung: BIBB, Mindestausbildungsvergütung 2026; Empfehlungen der Landesinnungen laut BERUFENET · Umschulung: Sozialgesetzbuch III §§ 81, 87a, 180 · Gehalt: Statistisches Bundesamt, Verdiensterhebung · Arbeitsmarkt: Bundesagentur für Arbeit, Fachkräfteengpassanalyse 2025 · Meister und Studium: Zahntechnikermeisterverordnung 2025, ELBCAMPUS Hamburg, Aufstiegs-BAföG, KMK-Beschluss 2009, Hochschule Osnabrück

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