Versicherungskaufmann: Ausbildung & Beruf

3 Jahre duale Ausbildung5.307 neue Azubis 20254.797 € mittleres Gehalt213.600 Beschäftigte
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Inhalt11 Abschnitte
  1. Wie wird man Versicherungskaufmann?
  2. Wo kannst Du die Ausbildung machen?
  3. Geht es als Quereinsteiger?
  4. Was lernst Du in der Ausbildung?
  5. Welchen Schulabschluss brauchst Du?
  6. Was macht ein Versicherungskaufmann?
  7. Was verdient ein Versicherungskaufmann?
  8. Welche Weiterbildung passt?
  9. Hat der Beruf Zukunft?
  10. Passt der Beruf zu Dir?
  11. Weiter zu verwandten Themen

Ein Versicherungskaufmann oder eine Versicherungskauffrau berät Privat- und Firmenkunden zu Versicherungen, Altersvorsorge und Geldanlage, schließt Verträge ab und reguliert Schäden. Der Ausbildungsberuf heißt seit 2022 offiziell Kaufmann oder Kauffrau für Versicherungen und Finanzanlagen.

Wie wird man Versicherungskaufmann?

Versicherungskaufmann wirst Du mit der dualen Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen. Sie dauert 3 Jahre, mit Abitur oft 2,5 Jahre. Du lernst bei einer Versicherung, einer Agentur oder einem Makler und in der Berufsschule und legst die Prüfung vor der IHK ab. Stellen, Ablauf und Inhalte im Detail findest Du im Artikel Versicherungskaufmann-Ausbildung.

So läuft die Ausbildung ab

  1. VorherBei einem Betrieb bewerbenDu schließt einen Ausbildungsvertrag mit einer Versicherung, einer Agentur, einem Makler oder einer Bank. Im Vertrag steht auch, welchen der fünf Schwerpunkte Du lernst.
  2. Jahr 1Anträge, Verträge, KundengesprächeDu bearbeitest Anträge und Verträge, berechnest Beiträge und lernst, wie man Kunden zu Hausrat, Wohngebäude und Haftpflicht berät.
  3. 4. HalbjahrTeil 1 der Prüfung120 Minuten schriftlich zur allgemeinen Versicherungswirtschaft. Das Ergebnis zählt zu 20 % in die Endnote.
  4. Jahr 2 und 3Schäden, Vorsorge, GeldanlageDu regulierst Versicherungsfälle, berätst zu Auto, Gesundheit, Altersvorsorge und Finanzanlagen und arbeitest rund 6 Monate in Deinem Schwerpunkt. Bei manchen Versicherern arbeitest Du auch in einer Agentur oder im Außendienst mit.
  5. EndeTeil 2 der PrüfungZwei schriftliche Prüfungen zu Kundenberatung und Schadenfällen sowie Wirtschafts- und Sozialkunde, ein simuliertes Kundengespräch von höchstens 15 Minuten und ein Fachgespräch von höchstens 20 Minuten über eine Aufgabe aus Deinem Betrieb.

Quellen: Versicherungs-und-Finanzanlagen-Kaufleute-Ausbildungsverordnung 2022; BERUFENET; Allianz, Ausbildung Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen.

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Wo kannst Du die Ausbildung zum Versicherungskaufmann machen?

Bei großen Versicherern, aber auch in kleinen Agenturen und bei Maklern. In der Ausbildungsbörse der Arbeitsagentur stehen viele Plätze bei Agenturen und Geschäftsstellen von HUK-Coburg, ERGO, Debeka, LVM oder Signal Iduna. Wie das konkret aussieht, zeigen drei große Versicherer:

Ausbildungsplatz und Bewerbung
Allianz11 Standorte, Start im August oder SeptemberEtwa Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, Leipzig, München und Stuttgart. Verlangt wird ein guter mittlerer Abschluss oder Abitur. Mit Abitur dauert die Ausbildung 2,5 Jahre, im 2. Jahr arbeitest Du in einer Allianz-Agentur mit.
AXAInnendienst an 8 StandortenBerlin, Hamburg, Köln, Wiesbaden, Offenbach, Mannheim, Stuttgart und München, in 2,5 Jahren. Wer gute Noten hat, wird laut AXA sicher übernommen. AXA bietet auch ein duales Studium Risk & Insurance an.
Generali2,5 Jahre an 6 StandortenAn manchen Standorten lernst Du auch den Außendienst kennen. Anfang Oktober 2026 waren die Plätze für 2026 schon vergeben, Bewerbungen liefen für 2027.
Wann solltest Du Dich bewerben?gut ein Jahr vor dem StartDie Ausbildung beginnt meist am 1. August oder 1. September. Große Versicherer vergeben ihre Plätze früh.
Und ohne Ausbildungsreife?EinstiegsqualifizierungDie Allianz bietet in Hamburg, Frankfurt, München und Stuttgart 6 bis 12 Monate Vorbereitung mit Berufsschule und Sprachkursen an. Du brauchst Deutsch mindestens auf Niveau B1.

Quellen: Allianz, AXA und Generali, Ausbildungsseiten, Stand Oktober 2026; Bundesagentur für Arbeit, Ausbildungsbörse.

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Kann man als Quereinsteiger Versicherungskaufmann werden?

Ja, auf drei Wegen: mit einer Umschulung, mit der Prüfung als Externer nach Jahren im Beruf oder über die Sachkundeprüfung für Versicherungsvermittler. Nur die ersten beiden führen zum Kaufmann-Abschluss.

So kommst Du ohne Ausbildung in den Beruf
Umschulungmeist 24 Monate in VollzeitGefördert wird eine Umschulung in Vollzeit in der Regel nur, wenn sie mindestens ein Drittel kürzer ist als die Ausbildung. Einzelne Betriebe suchen ausdrücklich auch Umschüler.
Wer zahlt die Umschulung?mit Bildungsgutschein die Arbeitsagentur oder das Jobcenterwenn Du arbeitslos bist oder es zu werden drohst. Vorher berät Dich die Agentur. Arbeitslose bekommen 150 € Weiterbildungsgeld im Monat und Prämien von 1.000 € und 1.500 € für die bestandenen Prüfungsteile.
Prüfung als Externernach 4,5 Jahren im BerufSo lange musst Du in dem Beruf gearbeitet haben, dann lässt Dich die IHK zur Abschlussprüfung zu. Ab 25 Jahren kannst Du Dein Können auch in einer Berufsvalidierung bescheinigen lassen.
SachkundeprüfungGeprüfter Fachmann für Versicherungsvermittlung (IHK)Ein schriftlicher Teil zu Recht, Vorsorge und den wichtigsten Sparten, danach ein simuliertes Beratungsgespräch. Ablegen kannst Du sie bei jeder IHK.
Wer braucht die Sachkunde?wer selbstständig Versicherungen vermitteltMakler und Versicherungsvertreter brauchen eine Erlaubnis der IHK, eine Berufshaftpflicht und den Nachweis der Sachkunde. Der Kaufmann-Abschluss zählt als Nachweis.
Und aus der Bank?Bankkaufleute nach 2 Jahren PraxisBank- und Sparkassenkaufleute gelten als sachkundig, wenn sie 2 Jahre in der Versicherungsvermittlung gearbeitet haben.

Mehr zum Vermittler-Weg steht im Artikel Versicherungsfachmann.

Quellen: §§ 81, 87a und 180 Sozialgesetzbuch III; §§ 45 und 50b Berufsbildungsgesetz; § 34d Gewerbeordnung; §§ 2 bis 5 Versicherungsvermittlungsverordnung; Ausbildungsbörse der Bundesagentur für Arbeit.

Was lernst Du in der Ausbildung?

Alle Azubis lernen die Beratung zu den großen Lebensbereichen: Wohnen, Beruf und Freizeit, Mobilität und Reisen, Gesundheit und Pflege, Altersvorsorge und Geldanlage. Dazu kommt einer von fünf Schwerpunkten. Einen davon legt Dein Betrieb im Ausbildungsvertrag fest, einen zweiten kannst Du als Zusatzqualifikation lernen.

Die fünf Schwerpunkte (je rund 6 Monate)
Versicherungsfälle managenSchäden und LeistungenDu prüfst Schadenmeldungen und zahlst Leistungen aus.
Risikomanagement durchführenRisiken bewertenDu schätzt Risiken ein, bevor ein Vertrag zustande kommt.
Risiken für Nicht-Privatkunden absichernFirmenkundenDu berätst Betriebe und Selbstständige.
Im Vertrieb betriebswirtschaftlich arbeitenVertrieb und ZahlenDu arbeitest mit Kennzahlen im Verkauf.
Digitalisierung begleitendigitale AbläufeDu stößt digitale Prozesse im Betrieb an und begleitest sie.

Berufsschule und Prüfung

In 3 Jahren hast Du rund 880 Stunden Unterricht in 13 Lernfeldern, an 1 oder 2 Tagen pro Woche oder im Block.

Unterrichtsstunden nach Ausbildungsjahr
13 Lernfelder, in Klammern Beispiele
1. JahrWohnen (120), Rechtsstreit und Haftpflicht (80), Kunden gewinnen320 Std.
2. JahrMobilität und Reisen (80), Arbeitskraft (60), Gesundheit (60)280 Std.
3. JahrFinanzanlagen (60), Altersvorsorge (60), Bestandskunden (80)280 Std.

Quelle: BIBB, Ausbildung gestalten: Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen (2022).

Kurz beantwortet
Was ist der Report?2 bis 4 Seiten über eine Aufgabe aus dem BetriebDu erledigst im Schwerpunkt eine Praxisaufgabe und beschreibst Ziel, Planung, Vorgehen und Ergebnis. Er dient als Grundlage für das Fachgespräch, benotet wird nur das Gespräch.
Wann hast Du bestanden?mit mindestens ausreichend im Gesamtergebnis und in Teil 2Dazu musst Du die Prüfung zu Kundenberatung und Schadenfällen und zwei weitere Bereiche bestehen. Ungenügend darf kein Bereich sein.
Welche Extras gibt es?Europaassistent, Vermögensmanagement, FremdspracheDiese Zusatzqualifikationen bieten Kammern und Berufsschulen an, beim Europaassistent mit Praktikum im Ausland.

Quellen: §§ 4, 6 bis 15 und 17 Versicherungs-und-Finanzanlagen-Kaufleute-Ausbildungsverordnung; BIBB, Ausbildung gestalten (2022); BERUFENET.

Welchen Schulabschluss brauchst Du für die Ausbildung?

Gesetzlich keinen bestimmten, die Betriebe wählen selbst aus. 2024 hatten sechs von zehn neuen Azubis Abitur oder Fachabitur, fast alle anderen einen mittleren Abschluss. Wichtig sind gute Noten in Mathe, Deutsch, Wirtschaft und Englisch.

Schulabschluss der neuen Auszubildenden 2024
Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen, 5.361 neue Verträge
Abitur oder Fachabitur59 %
Mittlerer Schulabschluss37 %
HauptschulabschlussErster Schulabschluss2 %
Ohne oder im Ausland erworben1 %

Quelle: BIBB, Datensystem Auszubildende, Berichtsjahr 2024.

Kurz beantwortet
Wie lange dauert die Ausbildung?3 Jahre, mit Abitur oft 2,5 JahreMit Abitur kann sie um bis zu 12 Monate kürzer werden, mit mittlerem Abschluss um bis zu 6 Monate. Den Antrag stellen Du und Dein Betrieb gemeinsam.
Ist die Ausbildung schwer?Die allermeisten schaffen sie2024 bestanden rund 96 % die Abschlussprüfung. Jeder vierte Ausbildungsvertrag endet aber vorzeitig.
Was verdienst Du in der Ausbildung?im Tarif 1.455 € im 1. bis 1.620 € im 3. JahrSo viel zahlt das private Versicherungsgewerbe seit September 2026 im Monat, dazu kommen oft Urlaubs- und Weihnachtsgeld.
Kostet die Ausbildung etwas?neinDer Betrieb zahlt die Prüfungsgebühren. Bücher für die Berufsschule zahlst Du oft selbst.
Geht die Ausbildung in Teilzeit?jaDie Arbeitszeit sinkt um höchstens die Hälfte, die Ausbildung dauert dann länger, höchstens 4,5 Jahre.
Wie heißt der Beruf auf Englisch?Insurance and financial services brokerSo übersetzt das Bundesinstitut für Berufsbildung den Abschluss. Er liegt auf Stufe 4 des Deutschen und Europäischen Qualifikationsrahmens.

Quellen: BERUFENET; BIBB, Datensystem Auszubildende 2024 und Zeugniserläuterung; §§ 7a und 8 Berufsbildungsgesetz mit BIBB-Empfehlung 129; ver.di-Tarif laut BERUFENET.

Was macht ein Versicherungskaufmann?

Ein Versicherungskaufmann oder eine Versicherungskauffrau findet heraus, welchen Schutz und welche Vorsorge ein Kunde braucht, erstellt passende Angebote und betreut die Verträge. Tritt ein Schaden ein, prüfen Versicherungskaufleute ihn und sorgen dafür, dass das Geld fließt. Wie Dein Alltag aussieht, hängt vor allem davon ab, ob Du im Innen- oder im Außendienst arbeitest.

Aufgaben nach Bereich
Beratung und VerkaufBedarf ermitteln, Angebot, AbschlussDu analysierst die Lage des Kunden, etwa bei Haftpflicht, Unfall- oder Lebensversicherung, berechnest den Beitrag und erklärst die Vertragsbedingungen.
Vorsorge und GeldanlageAltersvorsorge, Vermögen, BaufinanzierungDu zeigst Chancen und Risiken von Anlagen, informierst über staatliche Förderung und rechnest Finanzierungen durch.
Schaden und Leistungprüfen, regulieren, auszahlenDu nimmst Schadenmeldungen auf, organisierst etwa den Abschleppdienst nach einem Unfall und ziehst bei großen Schäden Sachverständige hinzu. Bei Unklarheiten telefonierst Du mit Anwälten, Behörden oder der Polizei.
Verträge und BestandPolicen, Änderungen, BeschwerdenDu stellst Versicherungsscheine aus, passt Verträge an und bearbeitest Reklamationen.
KaufmännischesAbrechnung, Statistik, MarketingDu überwachst Zahlungen, erstellst Auswertungen und planst Aktionen, um neue Kunden zu gewinnen.

Innendienst oder Außendienst?

Arbeitsplatz und Arbeitszeit
InnendienstBüro, Telefon, BildschirmDu bearbeitest Anträge, Verträge und Schäden, oft auch im Homeoffice. Im Tarif der privaten Versicherer sind es 38 Stunden pro Woche, Montag bis Freitag, und 30 Tage Urlaub.
Außendienstbeim Kunden und am SchadenortDu besuchst Kunden zu Hause oder im Betrieb. Termine liegen dann oft am Abend oder am Wochenende.
Teilzeitfast jeder VierteEnde 2025 arbeiteten 24 % der Versicherungskaufleute in Teilzeit, mehr als die Hälfte der Beschäftigten sind Frauen.
Arbeitgebervor allem Versicherer und Maklerdazu Agenturen, Banken und Sparkassen, Bausparkassen, Finanzdienstleister und die Finanzabteilungen großer Firmen.

Spezialisierungen und Selbstständigkeit

Wohin Du Dich entwickeln kannst
Schadenreguliererschwierige Fälle klärenDu bewertest Schäden, bei denen unklar ist, wie es dazu kam, und bearbeitest Regressfälle.
UnderwriterRisiken einschätzenDu prüfst große Risiken, etwa von Industriegebäuden, und legst fest, ob und zu welchen Bedingungen versichert wird.
Firmen- und GroßkundenbetreuerGruppenverträgeDu berätst Unternehmen, zum Beispiel zur betrieblichen Altersversorgung.
Anlage- oder GewerbekundenberaterGeld und BetriebeStatt Absicherung steht hier die Frage im Mittelpunkt, wie Kunden ihr Geld anlegen, oder die Beratung von Betrieben.
SelbstständigGeneralagent, Vertreter oder MaklerDafür brauchst Du die Erlaubnis der IHK und einen Eintrag im Vermittlerregister. Agenturen arbeiten oft für einen Versicherer, Makler für den Kunden.

Quellen: BERUFENET Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzanlagen; Manteltarifvertrag private Versicherungsgewerbe (Stand Mai 2026); Bundesagentur für Arbeit, Beschäftigungsstatistik Dezember 2025; Allianz; § 34d Gewerbeordnung.

Was verdient ein Versicherungskaufmann?

Als Versicherungskaufmann oder Versicherungskauffrau verdienst Du im Mittel 4.797 € brutto im Monat. Wie hoch das Einstiegsgehalt ist und was Du nach Bundesland, Betriebsgröße und Berufsjahren verdienst, steht im Artikel Versicherungskaufmann-Gehalt.

Welche Weiterbildung passt zu Versicherungskaufleuten?

Der naheliegende Aufstieg ist der Bachelor Professional in Versicherungen und Finanzanlagen vor der IHK, der frühere Versicherungsfachwirt. Wer studieren will, findet Studiengänge rund um Versicherungen, auch dual und neben dem Job.

Diese Wege führen weiter
Bachelor Professional in Versicherungen und Finanzanlagen12 bis 18 Monate neben dem JobDie Prüfung ist bundesweit gleich, ein Kurs ist keine Pflicht. Danach übernimmst Du Fach- und Führungsaufgaben etwa im Produkt-, Schaden- oder Vertriebsmanagement.
Fachberater für Finanzdienstleistungeneine Stufe daruntereine IHK-Fortbildung für die Beratung zu Geldanlage und Finanzierung.
Fachwirt für Finanzberatungauf Stufe des Bachelor Professionalwenn Du Dich auf Geldanlage und Vermögensberatung spezialisieren willst.
Geprüfter Betriebswirtdie höchste StufeDer Master Professional in Business Management bereitet auf Führungsaufgaben im ganzen Unternehmen vor.
Studiumetwa Versicherungsmanagement oder Insurance Managementals Bachelor, dual oder berufsbegleitend. Ohne Abitur geht das unter bestimmten Voraussetzungen auch mit Ausbildung und Berufserfahrung.
Pflicht im Vertrieb15 Stunden Weiterbildung im JahrWer Versicherungen vermittelt oder dabei berät, muss sich so viel fortbilden, auch als Angestellter.

Fortbildungen fördert das Aufstiegs-BAföG. Was ein Versicherungswirtschaft-Studium bietet, steht in unserem Studium-Artikel. Wer nach der Ausbildung studieren will, kann sich um das Aufstiegsstipendium bewerben.

Quellen: BERUFENET Bachelor Professional in Versicherungen und Finanzanlagen; BIBB, Ausbildung gestalten (2022); § 34d Abs. 9 Gewerbeordnung; Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung.

Hat der Beruf Versicherungskaufmann Zukunft?

Ja. Die Bundesagentur für Arbeit zählt Versicherungskaufleute mit Berufsabschluss 2025 zu den Engpassberufen: Betriebe suchen lange und finden wenige Bewerber.

213.617
Beschäftigte
Versicherungskaufleute, Ende 2025
114 Tage
bis eine Stelle besetzt ist
Fachkräfte, Mittelwert 2025
1,7
Arbeitsuchende je Stelle
Fachkräfte, 2025
Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Beschäftigungsstatistik Dezember 2025 und Fachkräfteengpassanalyse 2025
Was den Beruf verändert
Viele gehen in Rentefast jeder Vierte ist 55 oder älterEnde 2025 waren knapp 25 % der Versicherungskaufleute 55 Jahre oder älter. Bis 2040 scheiden in der Branche anteilig mehr Fachkräfte aus Altersgründen aus als in anderen Berufen.
Weniger Erwerbstätigebis 2040 sinkendFür die Versicherungs- und Finanzberufe insgesamt erwartet die Bundesagentur weniger Erwerbstätige.
Daten und KIneue Werkzeuge im AlltagVersicherer setzen KI in der Schadenbearbeitung ein, Chatbots beraten online. Sensoren im Auto oder im Haus melden Fahrverhalten oder Wasserschäden.
Persönliche Beratungbleibt gefragtBei Vorsorge, Geldanlage und großen Schäden zählt das Gespräch. Genau das prüft auch die Abschlussprüfung.

Quellen: BERUFENET, Arbeitsmarktprognose 2040 und Trends; Bundesagentur für Arbeit, Beschäftigungsstatistik Dezember 2025 und Fachkräfteengpassanalyse 2025.

Passt der Beruf zu Dir?

Warum Versicherungskaufmann werden?

Das passt zu Dir, wenn Du ...
  • gern mit Menschen sprichst und Dich in ihre Lage hineinversetzen kannst
  • Zahlen magst und Beiträge, Leistungen und Renditen genau rechnest
  • Verträge und Bedingungen sorgfältig liest
  • Kunden überzeugen kannst, ohne ihnen etwas aufzudrängen
  • auch bei einem Schaden ruhig bleibst und schnell entscheidest
Eher nicht, wenn Du ...
  • ungern verhandelst oder verkaufst
  • Papierkram und Bildschirmarbeit langweilig findest
  • im Außendienst nie abends oder am Wochenende arbeiten willst
  • lieber handwerklich oder draußen arbeitest

Du musst nicht alles schon können: Gesprächsführung und Rechnen lernst Du in der Ausbildung, die Prüfung testet beides in einem echten Kundengespräch.

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Quellen dieses Artikels Ausbildung, Schwerpunkte, Prüfung: Versicherungs-und-Finanzanlagen-Kaufleute-Ausbildungsverordnung vom 02.03.2022 · Berufsschule, Weiterbildungsstufen, Studium: BIBB, Ausbildung gestalten: Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen (2022) · Englischer Titel, Niveau: BIBB, Zeugniserläuterung · Tätigkeit, Zugang, Arbeitsorte, Vergütung, Prognose: Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzanlagen und Bachelor Professional in Versicherungen und Finanzanlagen · Neue Verträge, Schulabschluss, Prüfungserfolg: BIBB, Erhebung zum 30.09.2025 und Datensystem Auszubildende 2024 · Verkürzung, Teilzeit, Externe, Berufsvalidierung: §§ 7a, 8, 45 und 50b Berufsbildungsgesetz; BIBB-Empfehlung 129 · Umschulung: §§ 81, 87a und 180 Sozialgesetzbuch III · Vermittler: § 34d Gewerbeordnung; Versicherungsvermittlungsverordnung · Arbeitszeit, Urlaub: Manteltarifvertrag für das private Versicherungsgewerbe, Stand Mai 2026 · Aufstiegsstipendium: Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung · Gehalt: Statistisches Bundesamt, Verdiensterhebung · Arbeitsmarkt: Bundesagentur für Arbeit, Beschäftigungsstatistik Dezember 2025 und Fachkräfteengpassanalyse 2025 · Ausbildungsbetriebe: Allianz, AXA und Generali, Stand Oktober 2026

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