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Inhalt6 Abschnitte
Statiker, auch Tragwerksplaner genannt, berechnen, ob ein Haus oder eine Brücke sicher steht.
Wie wird man Statiker?
Statiker wirst Du mit einem Studium im Bauingenieurwesen; eine Ausbildung zum Statiker gibt es in Deutschland nicht. Ohne Abitur oder Studium kannst Du als staatlich geprüfter Techniker Bautechnik in der Statik mitarbeiten, die Verantwortung trägt dann meist ein Ingenieur.
1. Bauingenieurwesen studieren
Den Bachelor in Bauingenieurwesen kannst Du auch im Fernstudium oder dual machen, zum Beispiel an diesen Hochschulen:


Das Bachelorstudium dauert 3 bis 4 Jahre und endet mit dem Bachelor of Engineering oder dem Bachelor of Science. Du studierst an einer Uni, Fachhochschule oder Berufsakademie. Willst Du später ein Team oder Projekte leiten, erwarten die meisten Arbeitgeber einen Master. Welcher Abschluss Dir welche Tür öffnet:
| Dein Abschluss | Hier kannst Du Bauingenieurwesen studieren |
|---|---|
| Abitur | an der Uni, an der Fachhochschule oder an der Berufsakademie |
| Fachgebundene Hochschulreife | an der Fachhochschule, an der Uni je nach Fachrichtung |
| Fachhochschulreife | an der Fachhochschule oder an der Berufsakademie |
| Meister oder Techniker | überall, Dein Abschluss zählt wie ein Abitur |
| Ausbildung + 3 Jahre Praxis | nach einer Eignungsprüfung oder 1 Jahr Probestudium. Die Ausbildung muss zum Fach passen, etwa als Maurer, Zimmerer oder Bauzeichner. |
Quellen: Bundesagentur für Arbeit (BERUFENET Bauingenieurwesen), Kultusministerkonferenz, Beschluss vom 06.03.2009.
Ab wann darfst Du selbst eine Statik erstellen?
Selbst eine Statik erstellen darfst Du erst nach 3 Jahren Praxis. So regeln es zum Beispiel Brandenburg und Sachsen: Den Standsicherheitsnachweis, also die Berechnung, dass ein Gebäude sicher steht, erstellt eine Person mit Studium in Bauingenieurwesen, Architektur oder Hochbau und mindestens 3 Jahren Berufserfahrung in der Tragwerksplanung. Die Ingenieurkammer trägt sie dafür in eine Liste ein. Bei großen Gebäuden prüft zusätzlich die Bauaufsicht oder ein Prüfingenieur die Statik.
- 3 bis 4 JahreBachelor BauingenieurwesenDu lernst Baukonstruktion und statische Berechnung, dazu Stahlbetonbau, Stahlbau und Holzbau.
- mindestens 3 JahrePraxis in der TragwerksplanungDu rechnest im Ingenieurbüro mit, ein eingetragener Tragwerksplaner ist verantwortlich.
- danachEintrag bei der IngenieurkammerAb jetzt erstellst Du Standsicherheitsnachweise selbst, zum Beispiel für Wohnhäuser.
- nach 10 JahrenPrüfingenieur werdenDafür brauchst Du 10 Jahre Erfahrung, davon 5 mit Standsicherheitsnachweisen und 1 in der Bauleitung, und musst eine Prüfung bestehen. Dann prüfst Du die Statik anderer im Auftrag der Bauaufsicht.
2. Ohne Studium: Techniker Bautechnik und Baustatik-Kurs
Auch ohne Abitur und Studium kommst Du in die Statik: als staatlich geprüfter Techniker Bautechnik, dazu passt ein Kurs in Baustatik.


Ohne Studium rechnest Du in der Statik mit, verantworten muss sie meist ein Ingenieur. Als Techniker arbeitest Du in Architektur- und Ingenieurbüros: Du zeichnest Pläne und rechnest bei der Statik mit. Unterschreiben und verantworten muss die Statik eines Gebäudes in der Regel ein eingetragener Tragwerksplaner mit Studium. Der Weg passt, wenn Du kein Abitur hast oder nicht studieren willst.
- zuerstAusbildung in einem BauberufDu lernst einen Bauberuf, etwa im Bauhandwerk oder als Bautechnischer Konstrukteur (früher Bauzeichner). Danach brauchst Du je nach Bundesland bis zu 1 Jahr Praxis. Ohne passende Ausbildung sind es 5 Jahre Berufspraxis.
- 2 bis 4 JahreFachschule für BautechnikIn Vollzeit 2 Jahre, in Teilzeit bis zu 4. Auf dem Stundenplan stehen unter anderem Baustatik, Tragwerksbemessung und Hochbaukonstruktion. Als Fernlehrgang neben dem Job rechnen die Anbieter mit 42 Monaten bei etwa 15 Stunden pro Woche.
- am EndeStaatliche PrüfungDu legst sie an einer Technikerschule ab, auch wenn Du per Fernlehrgang lernst. Danach bist Du staatlich geprüfter Techniker.
- zusätzlichKurs BaustatikBei ILS 12 Monate bei etwa 10 Stunden pro Woche, Voraussetzung ist eine passende Ausbildung. Du lernst, statische Berechnungen sicher zu verstehen und zu prüfen. Du bekommst ein Zeugnis der Schule, aber keine Berechtigung für eigene Standsicherheitsnachweise.
- in BayernEigene Statik für kleine GebäudeMit 3 Jahren Berufserfahrung am Stück und einer staatlich geregelten Zusatzqualifikation erstellst Du als Techniker die Statik kleiner Gebäude selbst, etwa für ein freistehendes Wohnhaus mit höchstens 3 Wohnungen.
- späterStudium auch ohne AbiturMit dem Technikerabschluss darfst Du Bauingenieurwesen studieren und doch noch selbst Statiken erstellen.
Die Gebühren für Lehrgang und Prüfung zum Techniker fördert der Staat mit dem Aufstiegs-BAföG:
Quellen: Bundesagentur für Arbeit (BERUFENET), Kultusministerkonferenz, Bauordnungen von Bayern, Brandenburg und Sachsen, Brandenburgische Bautechnische Prüfungsverordnung, Stand September 2026.

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Was macht ein Statiker?
Ein Statiker plant das Tragwerk eines Bauwerks, also alle Teile, die es tragen, und rechnet nach, ob es hält. Du legst fest, wie Decken, Wände, Stützen und Träger bemessen sein müssen, damit sie ihr Eigengewicht, Möbel und Menschen, Schnee und Wind tragen. Am Ende steht der Standsicherheitsnachweis. Dabei achtest Du auch auf die Kosten und darauf, was der Architekt gestalten will.
Arbeit findest Du in Ingenieurbüros für Tragwerksplanung, in Architektur- und Ingenieurbüros, bei Bauunternehmen und Bauträgern.
Was verdient ein Statiker?
In Deutschland verdienen Statiker im Mittel 5.182 € brutto im Monat. Wie viel Du genau verdienst, hängt von Abschluss, Erfahrung, Bundesland und Größe des Arbeitgebers ab. Mehr Zahlen findest Du im Artikel Statiker-Gehalt.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Verdiensterhebung.
Wie sind die Berufsaussichten?
Am Bau sind Fachkräfte gefragt. Spezifisch zählte die Berufsgattung Bauplanung laut Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit 2025 nicht mehr zu den Engpassberufen. Führungs- und Aufsichtstätigkeiten in Bauplanung und Bauüberwachung sind aber weiterhin als Engpassberuf gelistet, und Bau- und Handwerksberufe bleiben insgesamt ein Schwerpunkt des Fachkräftemangels. Spezialisieren kannst Du Dich auf Massivbau mit Stahlbeton, auf Stahl- und Metallbau oder auf Holzbau. So heißen auch die Fachrichtungen, in denen Du später Prüfingenieur werden kannst.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Fachkräfteengpassanalyse 2025.
Passt der Beruf zu Dir?
Was solltest Du mitbringen?
- gern rechnest und Mathe und Physik magst
- sehr sorgfältig arbeitest, denn Fehler können Menschen gefährden
- Dir Bauwerke räumlich vorstellen kannst
- gut mit Architekten, Bauherren und Baufirmen zusammenarbeitest
- lieber mit den Händen arbeitest als am Computer
- ungern Verantwortung für die Sicherheit anderer trägst
- bei Regen nicht auf die Baustelle willst
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